Therapien/Förderung bei einem entwicklungsverzögertem Kind

Hier könnt ihr euch über die unterschiedlichsten Therapiemöglichkeiten (Logopädie, Petö, Cranio Sacrale) für eure Kinder austauschen und Fragen rund ums Thema Krankengymnastik und Frühförderung stellen.

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lisa schrenk
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Beitragvon lisa schrenk » 24.06.2009, 11:11

Hallo Ilona,

Freya ist jetzt 27 Monate alt. Ihr Entwicklungsalter ist ca. 12 Monate. Sie robbt, sitzt aber noch nicht selbständig und krabbelt und redet nicht.

Sie bekommt KG nach Bobath und geht in die Krabbelgruppe. Jetzt wollen wir noch Frühförderung ausprobieren. Uns sagte man beim Spz., dass wir nicht zuviel machen sollten. Wichtig sei vor allem die Förderung wie bei einem 1jährigen zu Hause und viel mit anderen Kindern zusammensein. Im Herbst werden wir eine logopädische Beratung wahrnehmen. Jetzt im Sommer wollen wir auch wieder schwimmen gehen. Wichtig ist mir: es soll ihr Spass machen. Wir kennen das doch selber, wenn etwas Spass macht, fällt uns alles leichter und wir tun es gern.

Mir gefällt der Spruch: Ein Grashalm wächst nicht schneller, wenn man dran zieht. Wenn Ihr entspannt seid, werden Eure Kinder das merken. Ich glaube nicht, dass man alle Therapien machen sollte. Man muss die Therapie finden, die zu einem und dem Kind passt. Und dann durchhalten...

Euch allen viel Kraft und alles Liebe

Lisa
Botho (1962), Lisa (1965), Freya (2007)
Sie ist stark entwicklungsverzögert und hat Pseudo Lennox. Sonst ist sie ein liebes, fröhliches Kind, das uns viel Freude macht.

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ilo75
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Beitragvon ilo75 » 24.06.2009, 11:38

Hallo Lisa,

Bravo! Die Einstellung gefällt mir! Ich habe dieselbe.Ich denke das man als Mutter am besten merkt wo die Grenze liegt.
Mir persönlich war/ist nun mal wichtig das er sich nicht gravierend von anderen Kindern unterscheiden soll was "Kindsein" angeht. Er hat sicherlich genug Probleme, das brauche ich nicht schönreden! Aber er soll auch viele Freunde finden, Zeit zum spielen haben, einfach mal nur "rumgammeln", mal was unpädagogisches im Fernsehen sehen, spielen was nicht gerade "therapeutisch sinnvoll" ist,...einfach wie andere Kinder auch. Er geht ja auch mit denen in die Schule.Er merkt schon selber das er "anders" sit. Das will ich nicht auch noch fördern indem ich ihn abkapsel(passiert automatisch wenn man immer absagen muß).Das mit dem "freunde finden" ist deswegen leider schon ein kleines Problem geworden.
Nichtsdestotzotz bekommt er seine Förderung im meiner Meinung nach "gesundem Rahmen".Nicht zuviel und nicht zuwenig.
Meine Kinderärztin hat so ziemlich meine Einstellung. Ihr Lieblingsspruch ist zu Therapien: Man sieht erst einen Fortschritt wenn eine Therapiepause eintritt. Dann erst merkt man ob es "nur gemacht wird" oder richtig verstanden und umgesetzt wird.
Und die beste Therapie sind nunmal die Kinder selbst.


LG Lisa
1 Sohn mit ADS, ehemaliges Frühchen aus der 30SSW,Entwicklungsstörungen leider in allen Bereichen, vor allem in der Wahrnehmung
Asthma aufgrund einer BPD

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Sabrina1980
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Beitragvon Sabrina1980 » 24.06.2009, 19:04

Hallo!

Wir haben jede Woche mit unserer Tochter KG, Ergo und Hippotherapie!
Vor nem halben Jahr war auch noch Logo dabei...

Man hat mir gesagt nicht mehr als 2 Therapien pro Woche...


Sie ist übrigens 3,5 und kann noch nicht laufen. Allerdings hat sie nun einen Rollator mit dem Sie um die Ecken schießt. :)

LG
Sabrina mit Franziska SSW 25, GG 270g,
Button, Microzephalie, ASD, Entwicklungsretardierdung, Muskelhypotonie
Essproblematik usw...

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Fanny1812
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Beitragvon Fanny1812 » 10.07.2009, 23:55

Hallo!

wir machen Wöchentlich KG nach Bobath jeweils eine Doppelsitzung (ges. 1 Std) u 2 mal die Woche 1 Std Frühförderung. Celina nimmt die Frühförderung sehr gut an. Bei der KG ist sie jedoch etwas zurückhaltender. Da muss man ja was tun, was unserem kleinen Sturkopf ja dann garnicht passt. Also wird dann ein wenig gemeckert nach dem Motto "je lauter ich meckere, umso schneller lasst ihr mich in Ruhe)...nee, machen wir aber nicht :wink: nein, sie macht kleine Fortschritte, langsam aber es wird.
Celina ist jetzt 1 Jahr u 7 Mon alt und hat einen Entwicklungsstand eines 6 Mon. alten Kindes.
L.G. Cindy mit Celina
Celina geb18.12.2007 mit Balkenagenesie, starke geistige Retadierung, Epilepsie, Mikroduplikation 16p11.2

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Beitragvon Michaela.Sandro » 13.07.2009, 20:24

Hallo, mein Sohn ist 2,5 Jahre, sitzt seit Jan., krabbelt seit April und fängt an sich hochzuziehen um zu stehen. Ich habe super Erfahrungen mit Padovan gemacht, das sind Bewegungsübungen mit Gesang im Takt. Ich weiß nicht, ob es Zufall war, aber nach 3-4 Monaten Padovan hat Sandro Riesenfortschritte gemacht. Es wird leider nicht als KG anerkannt, aber unsere Therapeutin hat es statt Bobath/Vojta in der normalen Therapiestunde gemacht. Frühförderung und Frühfördergruppe finde ich auch gut, zumal es für ihn nicht so anstrengend und sehr spielerisch ist.
L.G. M. + S.
Michaela alleinerziehend, Teilzeit berufstätig (Bj. 12/67) und Sohn Sandro (19.01.07.) Herz-OP nach Geburt, geistige Behinderung, Diagnose, evtl. ein unbekanntes Syndrom. Er kann laufen, einigermaßen sprechen, PG 4 , 100% SB aber ein Schatz!

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Mone80
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Beitragvon Mone80 » 13.07.2009, 20:40

Hallo, habt Ihr schon einmal alle zusammen einen Runden Tisch gemacht. um gemeinsam zu erörtern was ist der aktuelle Entwicklungsstand, welche Meinungen sind vorhanden, wie geht es weiter und können Therapien rediziert werden?
Ich halte dies für wesentlich und sollte bei jeden Kind mit mehreren Therapeuten statt finden, event. auch mit Kita wenn schon vorhanden.
Ihr seit nicht alleine und viel heißt auch nicht immer hilft auch viel - smile.

Vielleicht hilft Euch ein Runder Tisch, um alle Meinungen zusammen tragen zu können. Manschmal nehmen auch die Kinderärzte / SPZ mit daran teil - leider viel zu selten.

Mone80
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Ergo.-Castillo Morales, Sensorische Integration, Psychomotorik,...,Schwerpunkt:Säuglinge/Kleinkinder - ca. 16 Lebensjahr, Die "Besonderen Kinder" liegen mir besonders am Herzen! Praxisarbeit/Praktisch Bildbaren Schule/Lernhilfeschule
"Jeder kann etwas ganz besonderes, man muß sich nur die Zeit nehmen und die Arbeit machen danach zu suchen."

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Beitragvon Luca2006 » 13.07.2009, 20:42

Luca ist 3 Jahre gerade geworden, Entwicklungsstand 2 Jahre. Er ist hypton und sprachlich leider auch hinterher.

Wir haben seit letzten Jahr November Frühförderung mit 1x die Woche KG nach Bobath und seit Februar 1x die Woche Heilpädagogik.


Hmmm.. leider kann ich keine grossen Erfolge sehen und werden auch ab Okt. in einen integrativen KIGA wechseln wo dann die FF wegfällt und er seinen Förderplan im Kiga erstellt bekommt. Erhoffe mir damit jedoch mehr.


LG Petra
Luca Juni 2006, bisher noch keine Diagnose, aber entwicklungsverzögert ,Wahrnehmungsstörungen hypotonen Muskeltonus ... Außgeschlossen wurden nun: FRAX, Epilepsie und Autismus.Jedoch definitiv ein KISS-Syndrom! nun wurde eine leichte geistige behinderung diagnostiziert, da er auf den Stand eines 3 Jährigen ist.

MariaQ
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Beitragvon MariaQ » 14.07.2009, 08:43

Hallo an alle,

uns hat die Komplexbehandlung der Rheintalklinik Bad Krozingen große Fortschritte gebracht - und vor allem aufgezeigt, wo Fördermöglichkeiten sind. (siehe meinen Bericht in der gleichen Rubrik von REHAkids).

Meine Erfahrung ist, dass jeder seinen eigenen, individuellen Weg der Förderung finden muss, der im Laufe der Zeit auch immer wieder angepasst werden muss. Dazu ist es aber notwendig, dass man einmal eine klare Diagnose und realistische Einschätzung der Fördermöglichkeiten erhält. Dazu sind viele Ärzte/Therapeuten entweder nicht fähig oder sie haben nicht den Mut, den Eltern auch "negative" Dinge mitzuteilen.

Erst wenn ich weiß, wo ich stehe und die Situation des Kindes realistisch einschätzen kann, kann ich es entsprechend fördern und gehe nicht selbst mit falschen Erwartungen an die ganze Sache heran, die dann zur Unter- oder Überforderung des Kindes führen.

Wenn Ihr Fragen habt, gerne

LG Maria
Tanja (04/89) spastische Diplegie, 31. SSW, seit 6. Lebensj. 2xjährlich Komplexbehandlung der www.amm-rheintalklinik.de - positive Entwicklung, kaufm. Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Halbtags berufstätig. Unsere Vorstellung
Maria (09/52)

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Beitragvon martina39598 » 14.07.2009, 09:38

Tanja bekommt ihre Föderung in der Kita (ergo,Physo,Schwimmen) Für uns ist das so gesehen angenehmer .A.) wir haben nicht das gerenne zum therapeuten.B.) da die Therapien im Hus statt finden ist es für meine Tochter eine art gewohnheit gewordenund sie sieht es als Teil der kita an.Wenn sie zuhause ist Födere ich sie nur soweit in dem ich sie unterstütze erlerntes weiter auszupropieren zu lassen .Oder sichd as ganze noch mal ins gedächtnis zu holen.Wir suchen gezielt Spielarten aus die Spaßmachen kindsein aber aucherlenrtes zu wiederholen ermögtlicht.kleines beispiel.
Tanaj kann nciht fahrad Fahren wir gehen in den hof holen usn noch ein paar kiddies aus der nachbarschaft dazu und jeder hilft soweit er kann bzw wir lassen die kiddies so spilen wie ie möchten.Hilfe stellungen inklusive.aber ehr nur eingreifend wenn die hilfe benötigt wird.Auch wir gehen wider zum Reiten(kein therabeutisches Reiten Privat) ,doch für uns ist Reiten keine therapie sondern ein ausgleich für die ganze anstrengede woche :wink: Wir setzten den Spaß in vordergrund und so merkt meine Tochter gar nicht das es nee Therapie ist. :lol: Wenn sie mal keine Lust hat zum Spielen am nachmittag ist es den eben auch mal so und wir akzeptieren das .Wir sind der meinugn ein kind sollte noch ein Kind sein dürfen Auspropieren testen gehört nun mal auch dazu .Ich bin zudem auch der Meinung das die kids viel zu shcnell in einrichtungen gegeben werden .z.b. turnverein ect.pp nur damit sie beschäftit sind doch wo bleibt der Spaß ?Wo ist es möglich ein kind noch in matsch spielen zu lassen.Berge erklimmen zulassen? Sandburgen zu bauen?Oder einfach mal nee wasserchlacht amchen zu lassen.
Nun werden eingie sagen mein kind kann das nicht ,Sicher vieleicht habt ihr es auspropiert? Mein Neffe ist jertzt 17 jahre hat Sauerstoffmangel bei der Geburt .Ist körberlich uns geiitg behindert .Er kann nciht allein sitzen ,essen ect.pp Aber auch hier haben wir allen blödsinn mit ihm gemacht um das kind einstück kindheit gewähren zulassen.Planschbecken ,Sandkasten,Alles was dazu gehört .wir haben ihn Allen Blödsinn gezeigt udn usn selbt zum Affen gemacht .Doch das kind ist glüklich .Dank unseres zutun kann er heute mehr als von den ärtzten therapeuten erwartet wurde.Ich bin nun mal der meinung fördern ja aber mit Spaß !!!!
Martina *71 ( Diabetes Tyb 2),Papa:Jürgen *65.(gesund), Tanja *10.11.03.(Endwicklungsstörung )
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Luca2006
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Beitragvon Luca2006 » 14.07.2009, 10:09

MariaQ hat geschrieben:Hallo an alle,

uns hat die Komplexbehandlung der Rheintalklinik Bad Krozingen große Fortschritte gebracht - und vor allem aufgezeigt, wo Fördermöglichkeiten sind. (siehe meinen Bericht in der gleichen Rubrik von REHAkids).

Meine Erfahrung ist, dass jeder seinen eigenen, individuellen Weg der Förderung finden muss, der im Laufe der Zeit auch immer wieder angepasst werden muss. Dazu ist es aber notwendig, dass man einmal eine klare Diagnose und realistische Einschätzung der Fördermöglichkeiten erhält. Dazu sind viele Ärzte/Therapeuten entweder nicht fähig oder sie haben nicht den Mut, den Eltern auch "negative" Dinge mitzuteilen.

Erst wenn ich weiß, wo ich stehe und die Situation des Kindes realistisch einschätzen kann, kann ich es entsprechend fördern und gehe nicht selbst mit falschen Erwartungen an die ganze Sache heran, die dann zur Unter- oder Überforderung des Kindes führen.

Wenn Ihr Fragen habt, gerne

LG Maria



Hallo Maria,

ja, individuelle Förderung - genau das ist bei uns noch nicht da keiner weiss was Luca fehlt - aber genau das ist ja das Problem - wenn nicht die Ärzte oder Therapeuthen :arrow: wer dann :?: :?:
Luca Juni 2006, bisher noch keine Diagnose, aber entwicklungsverzögert ,Wahrnehmungsstörungen hypotonen Muskeltonus ... Außgeschlossen wurden nun: FRAX, Epilepsie und Autismus.Jedoch definitiv ein KISS-Syndrom! nun wurde eine leichte geistige behinderung diagnostiziert, da er auf den Stand eines 3 Jährigen ist.


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