Welche Schule mit Epilepsie?

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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Nana1977
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Welche Schule mit Epilepsie?

Beitragvon Nana1977 » 14.02.2013, 13:05

Hallo zusammen,

bin momentan absolut mit der Sache überfordert.
Meine Tochter kommt nächstes Jahr in die Schule

Nun ist die Überlegung in eine Regelschule oder Förderschule.

Sie leidet an Entwicklungsverzögerung, viele Lebensmittelallergien, Neurodermitis, Asthma und Epilepsie.
Sie nimmt für die Epilepsie 3 mal täglich ein Medikament.
Zur Zeit ist sie in eine intergrative Kita und bekommt dort Mittags Medikamente.

Jetzt überlege ich wo ich sie am besten unterbringen soll wenn sie in die Schule kommt.
Will Sie nicht unterfordern und nicht überfordern.

Hat jemand auch diese Erfahrung gemacht? kann mir jemand Tips/Empfehlungen/Vorschläge liefern?

Danke euch

Gruß

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Silvia & Iris
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Beitragvon Silvia & Iris » 14.02.2013, 13:34

Hallo Nana,

diese Frage kann man nicht so allgemein beantworten:
was habt ihr für eine Auswahlmöglichkeit?
Wo habt ihr schon vorbei geschaut?
Wie seid ihr empfangen worden?
Kann sich die entsprechende Schule vorstellen ein Kind mit Epilepsie aufzunehmen - und weiteren Baustellen??

Schade, dass man in einer Begrüßung noch gar nichts zu deiner Situation allgemein lesen kann...
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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caroli
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Beitragvon caroli » 14.02.2013, 14:06

Hallo Nana!

Kann mich Silvia nur anschließen:
Das kann man so allgemein nicht sagen, den jeder Fall ist anders.
Inwieweit betrifft die Entwicklungsstörung den sprachlichen Bereich, welche anderen Bereiche sind betroffen?
Wie stark ist die Epi ausgeprägt? Welche Epilepsie hat sie? Ist sie gut eingestellt? Inwieweit wird sie von dem Medikament beeinträchtigt ( Müdigkeit,Konzentrationsstörungen z.B. )?
Hast du die Möglichkeit, die geeigneten Schulen in der Nähe mal anzuschauen? Bist du Förderschulen gegenüber offen, oder wär es dir am liebsten sie würde eine Regelschule besuchen?
Was sagt der KIGA?
Hat sie außerdem nebenher noch Förderung? Wenn ja, was sagen die Therapeuten?
Und ,und ,und....du siehst, es bleiben viele Fragen :D .

Ich hab mir auch diese Frage stellen müssen. Wir haben uns für eine Schule für körperliche und motorische Beeinträchtigungen entschieden (bei symptom. Epilepsie mit Entwicklungverzögerung siehe auch meine Sig. ). Unser AO-SF läuft gerade, das ist nach 4 Kindern in Regelschulen auf jeden Fall mal "was anderes" :wink: . Aber wir haben ein gutes Gefühl mit der Wahl unserer Schule.
Nach einem Tag des offenen Klassenzimmers ,den wir besuchen durften, war für uns klar, diese Schule ist genau richtig. Wir haben uns sofort wohlgefühlt. Ich denke eine Regelschule, die wir auch besucht haben, wäre in unserem Fall nicht das Richtige.
Aber da spielen so viele Kriterien mit rein.

LG Carola
*Carola(42) mit *Luca(6): Symptomatisch fokale Epilepsie bei fokaler Heterotypie rechts frontal und rechts parietal, Kombinierte Entwicklungsstörung, Expressive Sprachentwicklungsstörung, Armbetonte Hemiparese links,Asthma,Psoriasis vulgaris

sebastiano1973
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Beitragvon sebastiano1973 » 14.02.2013, 18:10

Hallo nana unser Sohn Leidet auch an verschiedenen Krankheiten unter Anderem Epielepsie sovie Myastenie Entwicklungsverzögert und v.m wier haben uns damald entschloss ihn in die Lebenshilfe zu tun da dort die Klassen erheblich kleriner Sind und der Betreuerschlüssel besser ist vor allem wenn das kind medi nehmen muss ist es sinvoll darüber Nachzu denken . Der vorteil liegt eindeutig auf der Hand vor allem werden auch alle notwendigen Therapien dort gemacht somiet hast du keine extra Fahrten und glaub mir das ist eine erheblich erleichterung .
Wir haben es nicht berreut den ich denke es ist schon schlimm genug das unsere Kinder So ,Krank sind dann sollte mann über seinen Schatten Springen und hiuelfe Annehmen .
Aldo PSII Epielepsie Hypotoni Ataxi Facalis Myopatika Myopatie Geistige Retardierung
ADHS Gra Mal Anfälle,ufm

Nana1977
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Beitragvon Nana1977 » 14.02.2013, 23:24

Danke für Euere zeit mir zu Antworten.

Meine Tochter ist Medikamentös gut eingestellt. Hat alle 6 Monaten, wenn sie mal Fieber hat, Anfälle. Und das meistens nachts.

Neben den Kindergarten geht sie zu ergotherapie.
Sie ist in eine integrative Kita und hat dort eine eins zu eins Betreuung.
Sie hat keine Ausdauer beim spielen und kann sich schwer konzentrieren.

Die Kita meinte, dass sie besser in eine Förderschule gut aufgehoben wäre. Eine Parzival Walldorfschule wurde auch empfohlen.
Bin noch hin und her. Werde noch einige schulen mir anschauen.
Habe was von Inklusion gehört aber bin sehr skeptisch.
Ich weiß das meine Tochter kein Doktor oder Professor wird aber es ist noch ein Tiefschlag für mich das Thema förderschule. :(

Hab auch ein Termin beim SPZ gemacht. Möchte das man sie auch dort testet.

Kann man auch in einer Regelschule durch die Lehrer Medizin erhalten? Oder wie läuft sowas.


Danke

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Beitragvon Sylke » 15.02.2013, 08:33

Wenn sie regelmässig Medikamente benötigt könnt ihr auch einen Antrag bei der KK stellen - dann würde täglich zur festen Uhrzeit ein Pflegedienst oder Ähnliches in die Schule fahren und ihr die Medis verabreichen.

Aber ich würde nun erstmal schauen welche Schule geeignet ist, dann evtl. einen Schulbegleiter beantragen, und dieser könnte dann auch die Medis geben.
Sylke (*3/70) mit Kimberly (*5/05),
Unseren Alltag rund ums Dravet-Syndrom kann man bei Facebook nachlesen- Aufmerksam machen und aufklären über diese Krankheit ist das Ziel!
Kimberly - anders aber einzigartig

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Beitragvon Norina78 » 15.02.2013, 11:02

Hallo nana (und andere LeserInnen),
auch bei unserer Tochter (6 J. Epilepsie: Lennox-Gastaut-Syndrom) stellt sich zur Zeit die Frage mit der Grundschule. Erste Anlaufstelle war für uns die zuständige Grundschule. Jetzt nach Erstellung des Gutachtens zum sönderpadagogischen Förderbedarf ist klar, dass sie auch auf ihre normale Grundschule gehen könnte. Sie braucht Fahrbegleitung, Schulbegleitung, einen Ruheraum und alle Betreuer müssen in der Anwendung ihres Notfall-Medikament´s geschult sein.
Sie hat GrandMal-Anfälle, meist nachts, seltenr tagsüber, Myoklonien (Muskelzuckungen), war mehrmals schon im Status und ist ansonsten quietschfiedel.
Sie hat´s aber auch krankheits- und medikamentenbedingt mit der Konzentration und mit der Ausdauer, läßt sich tlw. schwer lenken, stört, wenn sie nicht genug Aufmerksamkeit bekommt...
Die Frage bei uns ist eher: welche Beschulung tut ihr gut und hilft ihr. Meine erste Meinung war - normale Grundschule - so viele Kinder in der Klasse - geringe Erfahrung mit Kindern, die ein Handicap haben - hm, eher Integrationsklasse. Nun haben wir eine Schule in der Nachbarstadt besucht - da nennt es sich I-Klasse, wenn 3 gehandicapte Kinder in einer Klasse mit insgeamt 28 Kindern beschult werden. :!: Upps! Das hatte ich mir anders vorgestellt. Irgendwie "übersichtlicher". 2 weitere Schulen sehen wir uns noch an.
Die Heilpädagogin aus dem Kiga (Integrationsgruppe, Integrationskind, 1:1 Betreuung verlängert bekommen) sagt: sie schafft die normale Grundschule. Das SPZ empfiehlt: Beschulung auf Körperbehindertenschule. :? Das käme für uns aufgrund der Entfernung für ein Grundschulkind erst einmal nicht in Frage.
Bei der schulärztlichen Untersuchung wollte man uns dazu verleiten, dass doch auch die Möglichkeit der Schule für geistig behinderte Kinder bestünde. Nach einem Gespräch mit einer Sonderschullehrerin dieser Schule finden wir auch, dass das Lernangebot dort sie deutlich unterfordern würde. Diverse Elternabende und Gespräche folgen noch. Sollte eine Inegrationsklasse nicht eigentlich eine geringere Anzahl an Kindern mit gleichzeitig 2 Lehrkräften haben?! Kennt sich da jemand aus? Achso, wir wohnen in Schleswig-Holstein.
Liebe Grüße, Norina
Norina (1978) mit L. (2004 gesund) und J. (2006): Epilepsie Lennox-Gastaut-Syndrom, atakt. Gesamtkörperstörung unbekannter Ursache.

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Beitragvon caroli » 15.02.2013, 11:12

Guten Morgen!

Ich musste jetzt erst einmal schauen was genau Parzival-Waldorfschulen sind. :oops:.Mittlerweile gibt es auch einen Heliand-Zweig....man lernt immerwas dazu :) . Bei uns gibt es eine Christopherus-Schule, die nach Waldorfpädagogik unterrichtet.

@Nana: Ich kann verstehen, dass es dir schwerfällt, dich mit einer Förderschule "anzufreunden" zumal meine Großen alle Regelschulen besuchen. Glaub mir, mir ging es auch nicht anders, als das Thema aufkam. Aber es hilft wirklich, sich die Schulen, die infrage kommen anzuschauen.Da können Vorurteile oder auch Vorbehalte abgebaut werden.
Ich finde in einer Regelschule, selbst mit I-Kraft, hätte man nicht gut geug auf mein Kind eingehen können. Das Medikament, das er z.Zt. bekommt, schlägt bei ihm gut an. Aber das vorherige machte ihn unheimlich schlapp und müde, er war zentral völlig gedämpft. Was ist, wenn wir mal wechseln müssen, wie kann eine Schule darauf eingehen? Das war nur eine der viiiielen Fragen, die ich mir stellen musste.
An der von uns favorisierten KB -Schule gibt es Kinderkrankenschwestern, die das Medikament nach ärztlichen Vorgaben verabreichen, auch das Notfallmedikament, wenn es sein muss.Therapien wie Ergo oder Logo finden an der Schule statt.
Beim Tag des offenen Unterrichts konnte ich sehen, wie in den kleinen Klassen ( bis zu 10 Kindern) gearbeitet wird. Wie die beiden Lehrerinnen auf die Kinder eingingen. Das hinterließ bei mir ein gutes Gefühl.

LG Carola
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Beitragvon caroli » 15.02.2013, 11:28

Hallo Norina!

Unser Gutachten läuft noch, aber bei einem Vorgespräch kam heraus, das auch die Gutachter eine KB Schule favorisieren. Unser SPZ empfahl auch eine KB, sagte aber, das in einer I-Klasse evtl. eine Beschulung möglich sei.

Aber hier ist es so, wie bei euch, bis zu drei Kindern mit Handicap und noch 28 andere. Das war definitiv nichts für mich :? . Wir wohnen NRW. An der Gesamtschule meines großen Sohnes, ist in diesem Sommer auch eine I-Klasse eingerichtet worden. Es hieß 21 Kinder, 2 Lehrerinnen. Drin sind nun 29 Kinder :shock: . Eigenartig, das ganze.

Die KB -Schule ist bei uns gut zu erreichen, wobei ich meinen Sohn nicht auf die schicken werde, die eigentlich für unseren Einzugsbereich zuständig ist, sondern die eines anderen Kreises. Der Träger ist derselbe (LWL), die Schule nimmt uns, ich müsste ihn nur selbst bringen. Das macht aber nichts, das nehme ich in Kauf.
*Carola(42) mit *Luca(6): Symptomatisch fokale Epilepsie bei fokaler Heterotypie rechts frontal und rechts parietal, Kombinierte Entwicklungsstörung, Expressive Sprachentwicklungsstörung, Armbetonte Hemiparese links,Asthma,Psoriasis vulgaris

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Beitragvon Nana1977 » 15.02.2013, 11:35

Hallo zusammen,

danke für euere Teilnahme.

Ich habe ein Termin in einer Förderschule gemacht um einfach mal die Schule mir anzuschauen. Dort sollen wohl auch 2 Krankenschwestern sein, die Medizin verabreichen.

An eine Regelschule denke ich auch, aber ich habe Angst, dass Sie dort nicht mitkommt, weil Sie halt sehr langsam ist mit allem. :cry:
Diese Schulbegleitung hört sich gut an, aber die kommt ja nur für die eine Minute um die Medizin zu verabreichen. D. h. Sie wäre dann ganz allein auf sich eingestellt.
Ich werde den SPZ Termin abwarten (Ende April) und dann entscheiden.

Hat man eigentlich auch einen Abschluss in eine "Förderschule"
Och gott und wird sie dann später eine Arbeit mit so einem Abschluss finden? Fragen für Fragen........
Das ist alles noch neu und macht mich gedanklich fertig.....


Danke euch


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