Was hilft gegen Schmerzen bei Spastik?

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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Nina13
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Beitragvon Nina13 » 18.03.2019, 19:59

Sia hat geschrieben:@Nina - mein Sohn hat auch schmerzhafte Spastiken - von daher kenne ich die Problematik aber keine gute, zufriedenstellende Lösung! Auf der Suche nach einer guten Lösung, um die Spastiken meines Sohnes zu lindern, bin ich seit Jahren! Er hat in Beinen, Armen und Körper Spastiken. Bei uns ist es ebenfalls dadurch erschwert, dass mein Sohn nicht sagen kann was ihm weh tut.

Wir geben phasenweise Schmerzmittel (Ibuprofen abwechselnd mit Paracetamol), THC und CBD. Zudem bekommt er auch Baclofen (6mg täglich), was die Spastiken lindern sollte, habe aber das Gefühl, dass Baclofen nicht wirklich hilft gegen die Spastiken!

Mein Sohn hat momentan keinen Vitaminmangel. Wir lassen dies regelmässig testen, damit wir reagieren können. Vitamin B12-Mangel hatte er noch nie!

Bin gespannt auf weitere Beiträge - immer wieder ein interessantes Thema!

Wünsche dir, dass du bald etwas findest, das dir hilft!


Hallo Sia!

Auch Dir danke ich für Deine Antwort.

In dem Fall ist es "beruhigend" zu lesen, dass auch andere mit dem vermeintlichen Wundermittel Baclofen nicht gut zurecht kommen. Ich dachte schon, ich wäre ein Einzelfall. :wink:

Ich wünsche Euch Alles Gute!

Liebe Grüße

Nina
Ich: Geboren im Februar 1999, ehemaliges Extremfrühchen (26. SSW, 800 g.), Z. n. Hirnblutung und Intubation, spastische diplegische Zerebralparese, Gangstörung (Kauergang), Gleichgewichtsprobleme, pathologischer Nystagmus, Kurzsichtigkeit, schielen, Redeflussstörung (stottern).

Meine Vorstellung: https://www.REHAkids.de/ftopic134719.html

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Nina13
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Beitragvon Nina13 » 18.03.2019, 20:23

r.bircher hat geschrieben:Hallo Nina

Bist du es schon mal umgekehrt angegangen. Erst die Schmerzen bekämpfen, und dann schauen wie die Spastik darauf reagiert. Angenommen die Spastik löst durch das dauernde Spannen Entzündungen im Passiven sowie aktiven Bewegungsapparat aus, dann wird durch die Spastik auch die Schmerzquelle getriggert. Die Schmerzen triggern dann wieder die Spastik und so nimmt das einen unendlichen Kreislauf. Schmerzen und Spastik ist eine sehr unheilvolle Allianz.

Es ist gut möglich, dass man durch eine Schmerzmittel Keule die Spastik stark runter kriegt und durch die weniger hohe Belastung auch die Entzündungen abheilen können. Anschliessend könnte man mit KG die entsprechenden Schwachstellen stärken, und mit ein bisschen Glück kommt es danach nicht wieder zu Entzündungen.

Gruss Raphael


Hallo Raphael!

Danke für die Antwort.

Indem ich mir Körnerkissen auf die Beine lege oder Wärmepflaster klebe, versuche ich erst die Schmerzen zu lindern. Leider habe ich dabei nicht den Eindruck, dass sich auch die Spastik vermindert, denn das Gangbild sieht immer noch unrund und "anders" aus, obwohl die Schmerzen zumindest zeitweise etwas weniger sind. Die Tonuserhöhung scheint aber gar nicht so recht darauf zu reagieren. :roll: :cry:

Das Baclofen hätte ich bestimmt immer weiter steigern müssen, um mit viel Glück eine (längere) Wirkung zu bekommen. Das wollte ich umgehen, weil es mich frustrierte, keinen richtigen Erfolg zu sehen. Genauso wenig möchte ich Schmerzmittel tagtäglich nehmen. Der Körper ist doch um jede Tablette froh, die er nicht verarbeiten muss. Auf Dauer kann das nicht gut sein, wenn man sich ständig diese Schmerzmittel-Keulen ´reinhaut. :shock:

Mein Arzt verschreibt mir nur einmal wöchentlich KG, da der Heilmittelkatalog nicht mehrere Einheiten pro Woche zulässt und ich das mit der Arbeit schlecht unter einen Hut bringen würde. Also bin ich zu Hause fast jeden Tag fleißig und versuche, die Sehnen zu dehnen und Muskeln zu kräftigen. Das wird noch eine lange Geschichte, denn Muskeln und Sehnen sind ganz schön zäh, wenn sie sich verkürzt haben ...

Liebe Grüße

Nina
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Beitragvon Nina13 » 18.03.2019, 20:35

Britta70 hat geschrieben:Hallo Nina,

Baclofen oral eingenommen zeigt oft wenig Wirkung und viele Nebenwirkungen. Amelie hat eine Baclofen-Pumpe, die nach Aussage der Neurologin 1/1000 des Wirkstoffs benötigt, und die Pumpe hilft super.

Aber eine Pumpe im Körper zu haben ist für einen ansonsten fitten Menschen auch eine echte Überwindung...


Ich wünsche dir, dass einer der Vorschläge hilfreich ist.

LG
Britta


Hallo Britta!

Danke für Deinen Post.

Über eine Baclofen-Pumpe habe ich schon viel Gutes als auch Negatives gelesen. Ich weiß noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Besonders die OP macht mir Angst. Aber ich finde es toll, dass es Deiner Tochter hilft.

Alles Gute weiterhin wünscht Euch

Nina
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Beitragvon r.bircher » 18.03.2019, 21:46

Hallo Nina

Das mit der Schmerzmittel Keule wäre auch nur für eine kurze Zeit gedacht gewesen. Aber wenn die Spastik eh nicht stark darauf reagiert, ist das wohl der falsche Weg.

Magnesium Mangel ist auch nicht vorhanden oder. Das kann die Spastik nämlich auch ordentlich hochschrauben.

Gruss Raphael
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Beitragvon waltraudm » 18.03.2019, 22:46

Hallo Nina,
Ich habe es heut mit dem Kinderarzt so besprochen, das Ibuprofen mal auszuprobieren, um zu testen, ob ne Schmerz-Problematik hinter der Spastik steckt.

Es geht erstmal nur darum, den Kreislauf vielleicht zu durchbrechen.

Weiterhin alles gute, und soviel Durchhaltevermögen - Respekt, wenn du daheim selber trainierst.

Lg
Waltraud
Felix 01 / 03, Frühchen 29. SSW., schwer mehrfachbehindert, Epilepsie, Opticusatrophie, Microcephalie, PEG-Sonde

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Beitragvon Fanny1812 » 19.03.2019, 00:17

Hallo Nina13,

Also THC gibt es nicht nur auf Ms. Das ist leider ein weit verbreiteter Irrtum.
Dronabinol wird mittlerweile bei sehr vielen Symptomen verordnet.
L.G. Cindy mit Celina
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Re:

Beitragvon Nina13 » 20.03.2019, 16:57

r.bircher hat geschrieben:Hallo Nina

Das mit der Schmerzmittel Keule wäre auch nur für eine kurze Zeit gedacht gewesen. Aber wenn die Spastik eh nicht stark darauf reagiert, ist das wohl der falsche Weg.

Magnesium Mangel ist auch nicht vorhanden oder. Das kann die Spastik nämlich auch ordentlich hochschrauben.

Gruss Raphael


Hallo Raphael!

Ob ich einen Magnesium-Mangel habe, weiß ich nicht. Bei der nächsten Blutentnahme (wegen Vitamin D) werde ich das aber mal mit überprüfen lassen. Vielleicht komme ich damit den ständig schwankenden Schmerzen auf den Grund.

Liebe Grüße

Nina
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Re:

Beitragvon Nina13 » 20.03.2019, 17:02

waltraudm hat geschrieben:Hallo Nina,
Ich habe es heut mit dem Kinderarzt so besprochen, das Ibuprofen mal auszuprobieren, um zu testen, ob ne Schmerz-Problematik hinter der Spastik steckt.

Es geht erstmal nur darum, den Kreislauf vielleicht zu durchbrechen.

Weiterhin alles gute, und soviel Durchhaltevermögen - Respekt, wenn du daheim selber trainierst.

Lg
Waltraud


Hallo Waltraud!

Wie kommt Ihr denn mit dem Ibu zurecht? Ist schon eine Besserung zu spüren?

Liebe Grüße

Nina
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Re:

Beitragvon Nina13 » 20.03.2019, 17:05

Fanny1812 hat geschrieben:Hallo Nina13,

Also THC gibt es nicht nur auf Ms. Das ist leider ein weit verbreiteter Irrtum.
Dronabinol wird mittlerweile bei sehr vielen Symptomen verordnet.


Hallo Fanny!

Demnächst habe ich einen Arzttermin und werde das mit dem THC mal besprechen. Vielleicht gibt es auch noch andere Möglichkeiten, die meine Beschwerden dauerhaft lindern.

Liebe Grüße

Nina
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Meine Vorstellung: https://www.REHAkids.de/ftopic134719.html

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Sinale
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Re: Was hilft gegen Schmerzen bei Spastik?

Beitragvon Sinale » 21.03.2019, 12:29

Hallo Nina,

bis du für dich eine individuelle Lösung gefunden hast, könntest du es auch mit Labolife versuchen, falls dies bei dir nicht auf Dauer wirkt. Bei mir wirkt dies nicht dauerhaft, bei Anderen tut es dies, wie du folgend nachlesen kannst:

https://www.REHAkids.de/ftopic79799.html#p1392592
Viele Grüße
Sinale

Diagnose: Tetraspastik
Rollstuhlnutzerin


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