Langzeitstillen ein no go?

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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Sheila0505
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Re: Langzeitstillen ein no go?

Beitragvon Sheila0505 » 09.09.2019, 17:44

Ach grace, das sind halt DEINE PERSÖNLICHEN Vorbehalte, mehr aber auch nicht. "Entwürdigend" schreibst du und noch so einiges wie bspw das Mama extra vorbei kommen muss: das macht einfach ganz ganz deutlich, das du einfach keine Ahnung hast, wie denn auch?

Ich sehe mich selbst übrigens gar nicht als Langzeitstillmama, sondern als völlig normale Stillmama. Weil es schlichtweg völlig normal ist, nur unsere Gesellschaft stellt hier viel eher die Ausnahme dar und man müsste das, was du für eine "akzeptable Stillzeit" hälst, viel eher als KURZzeitstillen bezeichnen. Kurzzzeitstillen ist halt hierzulande chic, das "gehört sich nunmal".

Du hast also schon von 10jährigen gehört welche gestillt werden? Wo denn, bei der Bild? Oder wo hast du davon gehört?
ICH habe das noch NIE gehört, höchstens bei GOT :)

Ich finde diese Vorwürfe deinerseits echt ziemlich dreist und auch unverschämt, was du hier unterstellst und eben auch so alles vorwirfst.

Keine Sorge, DICH "überzeugen" sollte hier nicht zum Thema werden, da hege zumindest ich keinerlei Ambitionen in diese Richtung. Wäre auch verschenkte Zeit und Müh.

Schönen Abend noch alle zusammen, Sheila

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Lisaneu
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Re: Langzeitstillen ein no go?

Beitragvon Lisaneu » 09.09.2019, 17:54

Ich denke nicht dass es einem Kind schadet, auch noch mit 4 Jahren (zusätzlich zu normaler Kost) gestillt zu werden. Aber es ist in unserem Kulturkreis einfach nicht üblich, das in der Öffentlichkeit zu tun. Wer es doch tut muss mit blöden Kommentaren rechnen und sollte dagegen auch mit genügend Selbstbewusstsein gewappnet seit. Denn de facto geht es niemanden etwas an.

Das sind eben so kulturabhängige Dinge, die überhaupt nichts mit Gesundheit oder Ist-das-gut?-Fragen zu tun haben, sondern wo es ungeschriebene Regeln gibt, was toleriert wird, und was nicht. Man wird auch blöd angeschaut wenn man bei einem Ausflug einem 7jährigen im Vorraum eines Damen-WCs die Windeln wechselt, weil die Kabine zu winzig dafür ist. Nur gibt es da keine Alternative (außer zu Hause bleiben), während man zu einem gestillten 4jährigen Kind (als Mama) sehr wohl sagen kann, dass man es nur zu Hause, oder wenn man allein ist, will.

In manchen Gegenden Afrikas hingegen ist es durchaus üblich, dass noch 4jährige in der Öffentlichkeit an der Mutterbrust nuckeln und sogar, dass eine Mutter zwei oder drei Kinder gleichzeig (also nicht zur selben Uhrzeit, aber in derselben Lebensphase) stillt. Dort ist es aber auch üblich, dass 4jährige Kinder allein zu Hause gelassen werden und dort vielleicht sogar auf ihr 1jähriges Geschwisterchen aufpassen. Bei uns wäre das ein absolutes No-Go.

Ich hätte meine Jungs beide länger gestillt, aber es sind jeweils "nur" 9 Monate geworden. Dabei hätte ich zumindest beim älteren Sohn bis mindestens 12 Monate geplant gehabt, was aber schwierig geworden wäre, weil sich mein Mann und ich die Karenz geteilt haben und ab dem ersten Geburtstag mein Mann zu Hause war und ich Vollzeit gearbeitet habe. So gesehen war das abstillen mit 9 Monaten, weil mein Sohn mich mit seinen 3 Zähnchen immer schmerzhaft in die Brust gebissen hat, doch ganz passend für uns ;-).
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Jolichen
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Re: Langzeitstillen ein no go?

Beitragvon Jolichen » 09.09.2019, 17:58

Sheila es ist NUR eine Meinung unter vielen, genau wegen solche vorbehalte habe ich das Thema eröffnet auch für solche Meinungen gibt es platz. Du machst das toll wie du es machst, für euch passt es. Wenn grace noch hier im forum ist in 9 Jahre und ich auch werde ich sie informieren wenn ich mein Schatz noch stille. Bis dahin darf auch sie ihre Meinung vertreten. Meinst du nicht?

Liebe lisa
Vielen dank für deine Meinung
Es freut mich dass du trotzdem eine schöne Stillzeit hattest.
Lg jolichen
G. geboren 11.05.16, leistungs Asthma, krupp anfälle und obstruktive bronchitis, sonst gesunder Sonnenschein.
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Sheila0505
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Re: Langzeitstillen ein no go?

Beitragvon Sheila0505 » 09.09.2019, 18:59

Hall Jolichen, klar darf jeder seine Meinung haben, selbstverständlich auch grace. Mir ging es primär um die Wortwahl dabei, nämlich "ekelig" und dem Kind gegenüber "entwürdigend".
Das sind schon starke und sehr harte Worte.


An Lisaneu: es wird wie eine andere Userin geschrieben/berichtet hatte, privater. Wir stillen nahezu auschließlich daheim oder bei der Familie. Unterwegs wird nicht mehr gestillt, nur in Ausnahmesituationen, nach der OP bspw als es ihm so schlecht ging oder wenn er hohes Fieber hat und es ihm richtig mies geht und wir im Wartezimmer sitzen. Da hatte er bspw über 40 Grad und ich war um jede Form von Flüssigkeitsaufnahme dankbar. Da waren mir die persönlichen Meinungen Außenstehender wirklich herzlich egal.

Ansonsten ist es wirklich etwas, was wir zu Hause und nicht vor Besuch oder so mehr machen. Ich bin auch der Meinung, dass man irgendwann seinem Kind keinen Gefallen mehr damit tut, es öffentlich zu machen.

Klar gibt es Mamas, welche auch mit 4 oder 5 noch öffentlich Stillen und sich das Shirt hochziehen lassen mitten im Café. Mir persönlich ist das egal und es stört mich überhaupt nicht. Aber ich selbst würde mich dabei nicht wohl fühlen und ich würde auch nicht wollen, dass sich unser Kleiner hier bspw diesbzgl von seinen Freunden ärgern lassen müsste.

Aber ein Stillen über das 2 LJ hinaus ist nicht automatisch die Mutter mit offener Bluse und herausbaumelnder Brust und einem Kindergartenkind, welches sich an der Milchbar selbst bedient.
Hattest du auch nicht geschrieben, ich weiß. Wollte es dennoch noch anfügen.

Liebe Grüße, Sheila

Jolichen
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Re: Langzeitstillen ein no go?

Beitragvon Jolichen » 09.09.2019, 19:17

Wisst ihr was ICH ekelig und abstossend finde? Es gibt wohl frauen die erwachsene männer stillen, ich bin sexuell gar nicht prüde aber das finde ich abstossend.
Lg
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Sophie-11
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Re: Langzeitstillen ein no go?

Beitragvon Sophie-11 » 09.09.2019, 19:36

Dies wollte ich nicht unkommentiert lassen:
- auch habe ich die Erklärung schon mal gelesen, dass die Milchzähne deshalb Milchzähne heißen würden, da sie das Ende der Muttermilch einleiten würden...
und daher der Durchbruch der Milchzähne häufig das Ende der Stillzeit einleiten...
Dazu dieses Zitat von Prof. Ursula Platzer, Direktorin der Poliklinik für Zahnerhaltung:
Die Milchzähne werden so genannt, weil ihre Farbe anders ist als die des bleibenden Gebisses der Erwachsenen. Sie sind eher bläulich-weiß, also so hell wie Milch. Die bleibenden Zähne sind meist gelblicher. Hinzu kommt, dass die ersten Zähnchen beim Menschen zwischen dem 6. und 30. Lebensmonat durchbrechen. In dieser Zeit wird ein Kind noch gestillt bzw. mit Milch ernährt. Deshalb steht der Name auch für die typische Phase, in der der Mensch die ersten Zähne bekommt. Diese Bezeichnung gibt es in unserer Sprache schon sehr lange, sie geht bis ins 16. Jahrhundert zurück.
Das Ende der Vollstillzeit einleiten, ja. Sie sind dazu da, festere Nahrung zu zerkleinern. Aber nicht das Ende der Stillzeit!

Wissenschaftlich ist es nicht ganz klar, wie lang die natürliche Stillzeit beim Menschen geht. Je nachdem, welche Kriterien man anlegt, erhält man ein natürliches Abstillalter beim Menschen zwischen 2,5 und 7 Jahren (K.A. Dettwyler: When to Wean: Biological Versus Cultural Perspectives. Clinical Obstetrics and Gynecology, 2004, Band 47, Heft 3, S. 712-723).
fünfköpfige, irgendwie ASS-nahe Familie mit dem Großen *12/2007, dem Mittleren *09/2010 mit Diagnose F84.5 und Vd auf ADHS, und der Kleinen *02/2014

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Re: Langzeitstillen ein no go?

Beitragvon Erica » 09.09.2019, 19:36

Hallo Jolichen,

Ich finde, jetzt driftet das Thema ziemlich von der Ursprungsfrage ab. Wir sind hier ein Forum für Eltern mit behinderten Kindern.
Bitte besprich solche Themen in anderen Foren.

VG
Erica
P.S.: @ Grace: man kann seine Meinung auch mit weniger heftigen Worten kundtun...
Mama von Lena (18 Jahre), Frühchen, occipitale Partialepilepsie/ Panayiotopoulos-Syndrom, Herzrhythmusstörungen, Z.n. Schädelbasisfraktur/ SHT/subduralem Hämatom/ Hämatotympanon im April 2006, räuml.-konstruktive Wahrnehmungsstörung, Gesichtsfelddefekte, etc

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Re: Langzeitstillen ein no go?

Beitragvon YvonneE » 09.09.2019, 19:53

Hallo!

Naja vielleicht wäre er noch öfters krank wenn er nicht gestillt würde....
Dass dein Mann ein bisschen genervt vom stillen ist, ist zum Teil verständlich. Die Beziehung die du und dein Stillkind hast ist sehr fest. Zumindest war ich bei allen 3en extrem überfürsorglich so lange ich sie stillte. Sie ließen sich auch von mir leichter beruhigen....das war vorbei nachdem ich abgestillt hatte....

Ihm wäre es auch lieber gewesen wenn ich kürzer gemacht hätte, aber was soll ich sagen, war nicht seine Entscheidung.

Gebissen haben mich meine Anfangsphase die Zähne neu kamen. Könnt ich zum Glück schnell abstellen. Muss aber ehrlich sagen ich hätte mich nicht auf Dauer beissen lassen. Da hätte ich schweren Herzens abgestillt.

LG Yvonne
Lara (11.01.2008 - 2.2.2018), Schwere Peripartale Asphyxie, schwere ICP, kaum Kopf- Rumpfkontrolle, kein Saug- Schluckreflex (PEG), fehlende Primitivreflexe, Tracheostoma

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Re: Langzeitstillen ein no go?

Beitragvon Jolichen » 09.09.2019, 19:55

Hallo erica keine angst das wird nit vertieft es sollte nur veranschaulicht werden dass auch wenn ein 10 jähriger gestillt werden sollte, dass das noch kang nicht eklig ist. Ich entschuldige mich natürlich fürs abtrifften, darfst den Post such gerne löschen wenn er dich stört. Und ja es ist mir bewusst dass das hier ein forum für elterzmit Behinderung ist, ich bin die letzte die keine Hochachtung vor euch allen hat. Aber du hast recht, zurück zum Thema..
G. geboren 11.05.16, leistungs Asthma, krupp anfälle und obstruktive bronchitis, sonst gesunder Sonnenschein.
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Re: Langzeitstillen ein no go?

Beitragvon Jolichen » 09.09.2019, 20:01

Hallo Yvonne
Ja ich weiss das mein mann sich ein bisschen zurück gedrängt vor kommt und ja beide kinder auch der nicht gestillte sehen eher mich als Mittelpunkt und wollen nur von mir getröstet werden im ersten Moment. Aber was soll man da machen und sagen? Ich liebe das stillen und hoffe dass ich nicht gebissen werde, aber das werden wir schon bald sehen das erste zänchen ist jetzt mit 11 monate da. Darf ich fragen was du gemacht hast als er dich gebissen hat?
Lg jolichen
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