Schulbegleitung

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Heidi
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Schulbegleitung

Beitragvon Heidi » 10.08.2004, 15:24

Hallo an alle!
Ich habe mal eine für uns sehr wichtige und auch relativ eilige Frage:
Unsere Tochter Janika wird im September eingeschult. Da sie geistig sehr schwer behindert ist und auch körperliche Hilfe braucht (Epileptikerin, gehbehindert) haben wir eine Schulbegleitung für sie beim zuständigen Sozialamt beantragt - die ist auch schon genehmigt.
Jetzt meine beiden Fragen:
1. Das Sozialamt ist der Meinung, dass sich auch die KK an den Kosten beteiligen soll. Hat da schon jemand Erfahrung? :?
2. Das Sozialamt bezahlt einen Stundensatz von 10,23 Euro pro Stunde, das entspricht der Bezahlung eines Zivis. Wir wollen aber zum einen lieber eine Frau und zum anderen jemand, der diese Tätigkeit langfristiger als 9 Monate (Dauer des Zivildienstes) ausübt. Wer hat damit Erfahrung, ist so jemand teurer und wie bekommt man die höhere Bezahlung beim Sozialamt durch? :wink:
Bin gespannt auf eure Antworten, denn wir ackern im Moment gerade dran (fahren allerdings Ende der Woche in Urlaub, hoffentlich ist es nach den Ferien nicht zu spät noch etwas zu beeinflussen...) :(
LG - Heidi

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conni
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Beitragvon conni » 10.08.2004, 17:50

Hallo Heidi,

kommt Janika in eine normale Schule? Ich frage nur wegen der geistigen Behinderung. Habt ihr keine Schule für Behinderte in der Nähe?

LG Conni
Theresa (12/00), unbalancierter Gen-Defekt von 5 Chromosomen, Entwicklungsstand von ca. 3 Mon. und einigen sonstigen "Strickfehlern"
Seit †19.01.2006 ein Sternenkind

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Heidi
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Beitragvon Heidi » 10.08.2004, 20:17

Hallo Conni,
Janika wird eine Waldorfschule für geistig Behinderte besuchen ( bei den Anthroposophen heißt das allerdings Schule für "Seelenpflegebedürftige" - klingt zwar etwas merkwürdig aber in meinen Ohren netter als "geistig behindert" :) ).
LG - Heidi
Heidi mit Peter, Jo Anna (21) und Janika (19)

wer mehr von uns wissen will: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic264.html

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Beitragvon mathias » 11.08.2004, 23:28

Hallo Heidi,

unsere Tochter Anna bekam Kindergarten- und jetzt die Schulbegleitung durch Krankenschwestern eines ambulanten Pflegedienstes von der KK bezahlt. Allerdings ging das erst nach einem monatelangen Streit zwischen Jugendamt, Sozialamt und KK. Als wir die Hoffnung auf eine schnelle Entscheidung schon fast aufgegeben hatten, hat sich unsere KK überraschenderweise dafür zuständig erklärt und seither alles übernommen. Es gibt dazu wohl auch einige sich widersprechende Urteile, die das abwechselnd dem Sozialamt oder der KK auflasten und noch laufende Verfahren. Die Krankenschwestern sind nicht ganz billig (ca. 30 Euro pro Stunde), aber mit Zivis wäre das nicht zu schaffen, da Anna jederzeit Anfälle bekommen kann, regelmässig abgesaugt und über eine PEG ernährt werden muss.

Gruss und schönen Urlaub
Mathias

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Heidi
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Beitragvon Heidi » 12.08.2004, 21:19

Hallo Mathias,
Vielen Dank für deine Antwort :) .
Für den Kindergarten hatten wir damals auch eine Pflegekraft beantragt, aber da teilte uns die KK mit, dass das nur (!) in Kombinationsleistung mit dem Pflegegeld möglich sei (d.h. wir müssten dann auf einen Teil des Pflegegeldes verzichten) :( . Da ich im Moment aber nicht arbeite (wg. Janika), brauchen wir das Geld, sodass wir das dann abgelehnt haben. Janika hat aber auch epileptische Anfälle und eine PEG, die wir jedoch nahezu ausschließlich für die Flüssigkeit brauchen (abgesaugt werden muß sie nicht). Die Erzieherinnen haben dann einen "Sonden-Lehrgang" bei einer Krankenschwester gemacht und haben dann das Sondieren übernommen. :wink:
Du schreibst, dass bei euch die Schulbegleitung (ganz?) von der KK übernommen wird. Hat das bei euch Auswirkungen auf das Pflegegeld? Und was hatte das Jugendamt mit euren Auseinandersetzungen zu tun? Dann noch eine Frage: Habt ihr jemanden, der die Schulbegleitung langfristig macht oder sucht ihr zu jedem Schuljahr neu???
LG - Heidi

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Beitragvon mathias » 14.08.2004, 21:02

Hallo Heidi,
wir hatten die Kindergartenbegleitung zuerst beim Jugendamt beantragt, da der Sozialdienst des Kindergartens meinte, dass die dafür zuständig wären. Das Jugendamt hat es dann an den Bezirk (Sozialträger) weitergeleitet, wo dann monatelang nichts mehr weiterging (Akten verloren, Sachbearbeiter versetzt, krank ...). Dann bekamen wir vom Bezirk die mündliche Zusage, dass das Jugendamt es genehmigen würde. Danach wieder monatelang nichts Schriftliches, bis plötzlich die Auskunft vom Jugendamt kam, dass nach einem neuen Gerichtsurteil eigentlich die KK zuständig sei. Und die KK hat dann ziemlich überraschend sehr schnell genehmigt - jeweils immer für ein Jahr.
Die Kindergartenbegleitung und seit einem Jahr Schulbegleitung für Anna wird von Krankenschwestern eines ambulanten Kinderpflegedienst durchgeführt. In Annas Klasse ist noch ein 2.Kind, das Begleitung benötigt und jetzt teilen sich die beiden eine Krankenschwester (und die beiden Kassen die Kosten)
Die Begleitung wird nicht vom Pflegegeld abgezogen. Ob wir da nur Glück hatten, oder weil die Begleitung nur zur Behandlungspflege ist, weiss ich nicht. Die Kinderpflegedienste kennen sich natürlich mit den Gesetzen gut aus und unserer hat uns auch bei der Formulierung der Anträge geholfen. Wenn Ihr so jemand hättet, wäre das sicher von Vorteil.

Gruss Mathias


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