Reisekosten Begleitperson

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Michaela.Sandro
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Reisekosten Begleitperson

Beitragvon Michaela.Sandro » 16.09.2019, 14:20

Hallo zusammen, ich habe beim Finanzamt Reisekosten für eine Freundin von mir geltend gemacht, weil Sando SBA 100, H, G, B hat. Mir wurde die Anerkennung abgelehnt, weil es Familienurlaub war und es angeblich keine Rolle spielt, dass kein Verwandtschaftsverhältnis besteht. Die Freundin ist wirklich nur eine Freundin, keine Lebensgefährtin und auch nicht bei uns lebend! Können die das ablehnen? Sie verweisen auf ein Urteil, bei dem jedoch ein Ehepaar die Kosten geltend machen wollten, das ist doch etwas ganz anderes! Ich würde mich über Erfahrungen und Erklärungen sehr freuen. Danke. Liebe Grüße Michaela
Michaela alleinerziehend, Teilzeit berufstätig (Bj. 12/67) und Sohn Sandro (19.01.07.) Herz-OP nach Geburt, geistige Behinderung, Diagnose, evtl. ein unbekanntes Syndrom. Er kann laufen, einigermaßen sprechen, PG 4 , 100% SB aber ein Schatz!

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SarahmitFlorian
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Re: Reisekosten Begleitperson

Beitragvon SarahmitFlorian » 16.09.2019, 15:25

Hallo,
das WISO-Sparbuch schreibt, dass für die Notwendigkeit einer Reisebegleitung das "B" im SBA ausreichend ist. Ein Urteil hierzu wird leider nicht angegeben.
Schau auch mal in diesen Threat:
ftopic132060.html
LG Sarah

chrissibaer
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Re: Reisekosten Begleitperson

Beitragvon chrissibaer » 16.09.2019, 15:42

767 EUR kann man maximal als "Außergewöhnliche Belastungen" angeben.

Bei den "außergewöhnlichen Belastungen" gibt es jedoch eine zumutbare Eigenbelastung, erst wenn diese überschritten wird, wirkt es sich steuerlich aus. Je höher das Einkommen desto höher der zumutbare Eigenanteil.

Wenn man sonst keine weiteren "außergewöhnlichen Belastungen" hat, bringt das nix.

kati543
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Re: Reisekosten Begleitperson

Beitragvon kati543 » 16.09.2019, 17:08

Hallo Michaela,
das darf nicht abgelehnt werden. Natürlich musst du nachweisen, dass du die Kosten der Freundin voll übernommen hast.
Ich gebe die 767€ auch ganz gerne an. Bei uns wurde schon anerkannt, wenn ein Elternteil die Begleitperson war. Man muss halt alles nachweisen.

https://www.anwalt.de/rechtstipps/begle ... 12964.html

LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

EvaHH
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Re: Reisekosten Begleitperson

Beitragvon EvaHH » 17.09.2019, 08:17

Hallo Michaela,

also mit Teilzeit und alleinerziehend, denke ich, dass du schon mit den Fahrtkosten über die zumutbare Belastung kommst (je nachdem was du da angibst), somit würden sich die Reisebegleitungskosten und alle anderen Kosten hier für dich positiv auswirken.
Problem ist allerdings, dass das FA diese Kosten nicht immer anerkennt. Hast du denn die einzelnen Kosten für die Reisebegleitung aufgeführt oder hast du einfach den Höchstbetrag angegeben?
ich weiß nicht wie Dein Kind ist, aber meiner ist Wegläufer, Autist und und und....und Urlaub ist für uns eigentlich kein Urlaub und damit es wenigstens etwas Erholung gibt, nehmen wir meistens meine Eltern mit.
Als wir in den USA waren, hat das FA diese Kosten anerkannt. in diesem Jahr wollen die alle Kosten für außergewöhnlich Belastung nachgewiesen haben. ich denke da werden die auch vieles nicht anerkennen.
Aber ich würde es, wenn Du die Kosten nachweisen kannst und die Begleitung begründen kannst, auf jeden Fall mit Widerspruch versuchen.
ich drücke die Daumen.
lg
Eva
Eva mit Sohn 2012 (MRD7 bei Mutation im DYRK1A-Gen, ASD II, Veränderung der weißen Substanz mit Hypomyelinisierung, ASS, expressive Sprachstörung,frühkindlicher Autismus...)


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