Konfirmation u. Firmung - wie Unterricht gestalten?

Hier könnt ihr Diskussionen bezüglich religiöser Fragen und Meinungen führen - oder auch einfach über religiöse Feste wie Taufen, Konfirmationen etc. brichten. Für Familien mit besonderen Kindern haben religiöse Sitten und Gebräuche schließlich auch einen besonderen Charakter.

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Sabine
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Beitragvon Sabine » 10.04.2013, 09:28

Hallo Ulla,

es ist sicher ein schwieriges Thema. Wir feiern ja z. B. auch JPs Geburtstage mit Kaffee und Kuchen, er hat einen Geburtstagstisch mit Kastanien, Blättern und Luftschlangen wie bei Lea Wintersternchen dekoriert sind und bei Tim stets Osterglocken auf dem Tisch stehen, wo die verpackten Geschenke drauf sind. Vielleicht sieht man es ein bisschen anders, wenn die gesunden Geschwister jünger sind. Mir ist es wichtig, dass die anderen beiden sehen, dass JP nicht "anders" behandelt wird als sie selbst.
Er selbst hat ja kein Verständnis von seinem Geburtstag oder Feiern gleich welcher Art. Für die anderen beiden ist aber wichtig, dass auch JPs Geburtstag gefeiert wird, er Geschenke bekommt usw.
Und für uns als Eltern eigentlich auch! :oops: :) Da auch die anderen beiden konfirmiert werden, ist uns das bei JP auch wichtig. Zumal er als erster an der Reihe sein wird. Man muss schon oft genug immer so viele Ausnahmen machen und anders entscheiden als bei einem gesunden Kind. Das muss nicht auch noch bei Feiern und kirchlichen Anlässen sein.

LG
Sabine
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Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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Heike**
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Beitragvon Heike** » 10.04.2013, 10:00

Hallo Claudi,

unser nichtsprechender Sohn geht gerade hier in Bangkok zum Konfirmationsunterricht.
Wir haben das Glück, hier ein sehr liebes Pastorenehepaar gefunden zu haben.
Von ihnen kam dann der Vorschlag, dass J-P mit Bibelapps für sein iPad mitarbeiten könnte.
Dies klappt wohl sehr gut. J-P arbeitet auch in der Schule mit einem Kommunikationsapp und er liebt sein iPad.
Wir haben hier allerdings auch den sehr großen Vorteil, dass die Gruppe aus insgesamt 4 Kindern besteht. Da ist es natürlich leichter ihn zu integrieren.

Falls ihr also ein iPad in der Familie habt, wäre das evtl. eine Möglichkeit.
J-P hat dann seinen Kopfhörer dabei, so dass auch teilweise ein zweigeteilter Unterricht möglich ist.
Er wird wahrscheinlich auch nicht die Zusammenhänge begreifen, ihm bringt es aber Spass und vor allem mir war es wichtig, dass J-P konfirmiert wird.

Lg Heike
Unser besonderes Kind wurde 1997 als Frühchen geboren und hat nach einer Hirnblutung eine Cerebrale Mehrfachbehinderung. Er ist Shunt versorgt und spricht nur wenig. Wir haben noch eine große, gesunde Tochter.

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Beitragvon Claudi-BaWü » 10.04.2013, 10:38

Hallo Heike,

danke für Deine Anregung aber leider kann mein Sohn mit keinem I-Pad umgehen.

Werde jetzt mal abwarten bis Dienstag wenn ich das Gespräch mit dem Pfarrer habe was da für Ideen entstehn.

lg claudi
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D. 12/2000 Tetraspastik, ICP, keine Sprache, Autistische Züge, Entwicklungsverzögert, Rollstuhlfahrer, seit 24.05.2005 Pohlig US-Orthesen, 10/2011 Hüft OP li. und 04/2017 und 06/2017 beide Knie/Füsse OP in Aschau.

Die Zukunft sollte man nicht voraussagen wollen,
sondern möglich machen (Antoine de Saint Exepury)

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Beitragvon Heike** » 10.04.2013, 11:10

Hallo Claudi,

was mir sonst noch einfällt sind Lieder.
J-P liebt Lieder im Allgemeinen und auch Kirchenlieder.
Vielleicht kann euer Pfarrer ja Lieder aus dem Bereich Kinderkirche nutzen um einen Teil des Konfirmandenunterrichts abzuhalten. Vielleicht dann auch teilweise über Walkman mit Kopfhörer (falls dein Sohn den toleriert). Dann kann mit den gesunden Kindern auch in der Zeit noch intensiverer Unterricht abgehalten werden.

Die meisten unserer Kinder mögen ja Musik und Lieder.

Lg Heike
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Beitragvon fini » 10.04.2013, 12:45

Hallo

Kann dem Beitrag von Sabine nur zustimmen :icon_thumleft:.
Melanie hat einen Bruder der älter ist als sie.
Es war für uns selbstverständlich, ihr auch die Möglichkeit zu diesen Fest zu geben.
Wir hatten bei beiden Kinder Gäste eingeladen, sind Essen gegangen und beide haben Geschenke bekommen.
Es ist für uns Eltern schön, unsere Kinder gleich behandeln zu können.

Liebe Grüße Fini


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