Vitamin-D-Mangel bei Valproat

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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eli
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Vitamin-D-Mangel bei Valproat

Beitragvon eli » 14.03.2013, 12:24

Hallo,

Elias hat einen Vitamin-D-Mangel! Sehr seltsam, denn VPA ist auf 45 gesunken, also unter dem therapeutischen Bereich. Trotzdem ist Elias seit Wochen extrem blass. Eisenmangel hat er nicht, aber jetzt laut Bluttest Vitamin-D-Mangel. Ich habe mir ja schon länger Sorgen wegen der Blässe gemacht. Der Neurologe riet zur Überprüfung, da VPA die Vitamin-D-Resorbtion behindern kann und im Winter so ein Mangel entstehen kann. Ich schicke Elias immer viel raus, auch im Winter, doch im neuen Hort gehen sie nicht oft raus und bewegen sich auf dem dunklen Gang.

Elias Cholesterinwerte sind hoch. :( Und er hat schon wieder zugenommen. Zudem hat er Verdacht auf Keuchhusten! Ich könnte... :( Und die Kleine ist erst einmal gegen Keuchhusten geimpft...

Kennt jemand Vitamin-D-Mangel durch VPA? Elias hatte schon viel höhere Spiegel und nie einen Vitamin-D-Mangel, zumindest nicht wissentlich...

LG Petra
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Beitragvon TimsMama2009 » 14.03.2013, 12:28

Hallo Petra,
ich wusste bislang nicht, dass es da einen Zusammenhang gibt. Bin aber für Deinen Beitrag dankbar, denn Tim ist diesen Winter extrem gebeutelt mit grippalen Infekten und ich hab mich schon gefragt, wieso so oft und so extrem.

Muss nächste Woche zur Spiegelüberprüfung und werde den KiA mal drauf ansprechen.

Werde dann berichten...

LG und ich wünsche Euch, dass es aufwärts geht
Nicole
Grüße von Nicole (*72) und Tim (*09), Lissenzephalie, Balkenagenesie, Erweiterung der Seitenventrikel, seit Febr. 2010 West-Syndrom (nicht anfallsfrei mit auffälligem EEG) und seit Nov. 2013 PEG - kann nicht sprechen, nicht laufen, nicht sitzen, nicht krabbeln - ABER unser Li-La-Launebär
unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 66#1229866
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Sandra1209
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Beitragvon Sandra1209 » 14.03.2013, 14:11

Hallo Petra,

irgendwie hab ich auch noch im Hinterkopf, dass wir Marlies ewig D-Fluoretten gegeben haben (also eigentlich bis zum Schluss) und der Arzt vom SPZ meinte, dass das VPA die Vitamin-D-Aufnahme wohl negativ beeinflusst.
Insofern kann es da schon einen Zusammenhang geben.

LG
Sandra
Sandra *71
Marlies *3/10, Extremfrühchen, IVH III, PVL, HC mit Shunt, Epilepsie, Dystonie, PEG †1.5.12
Laurin *3/10, der "große" Bruder, verst. kurz nach der Geburt
Pflegesohn M. *9/13

'Ich wollte Dir so vieles zeigen, ich wollte Dir die Welt zeigen - dabei hast DU sie MIR gezeigt.'

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Beitragvon angela » 14.03.2013, 14:57

Hallo Petra,

schau mal bitte: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 237#839237

LG - Angela
unsere Vorstellung: hier
Angela mit Eric (*93) und Franz (*98);
beide Dravet-Syndrom

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Beitragvon eli » 14.03.2013, 16:43

Hallo Angela,

Danke für den Link. Dort heißt es, Vitamin-D-Mangel kann bei Langzeiteinnahme auftreten. Unser Neuro meinte bei VPA vor allem im Winter, wenn man zu wenig Sonnenlicht abbekommt.

Nun ich hoffe es läßt sich rasch beheben. Können Knochen dann brüchiger werden? Elias Zahnverfärbungen sind auch noch nicht weg. Ich frage mich gerade, ob die auch durch Vitamin-D-Mangel zustande kommen können und nicht die Antibiotikaeinnahme im Dezember der Grund für die gelben Zähen ist?

LG Petra
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Beitragvon rashida* » 14.03.2013, 17:26

Hallo Petra,


mal abgesehen davon dass unter Antiepileptika ein vermehrter Mangel auftreten kann gibt es Studien in denen es sehr befürwortet wird gerade unseren besonderen Kindern (die im Winter nicht so rauskommen wie evtl gesunde Kinder) in den Wintermonaten zusätzlich Vit D zuzuführen. Unter Antiepileptika sogar das ganze Jahr über...

Farid bekommt jeden Tag 500 IE , wir haben das Vigantolöl zu Hause, jeden Tag in der Früh einen Tropfen...

Noch was interessantes, auch bei dunkler pigmentierter Haut wird die Einnahme von Vit D in unseren Breiten in den Wintermonaten empfohlen... Mein Mann nimmt ebenfalls Vit D in den Wintermonaten...


Hier moch einige Infos zum Mangel:

http://www.vitamind-mangel.com/


Lg
Rashida
Rashida (08/80, Kinderkrankenschwester), Papa, Farid (9.7.07 war gesund, 6.10.10 Hirnblutung im dritten Ventrikel durch Zyste, schwerer hypoxischer Hirnschaden, Tetraspastik, Minimal responsive state, Epilepsie, HC, VP-shunt 10/10 und PEG 11/10 und Malik (2.1.10) und Bilal (15.5.13)

Frage nicht warum, mach immer das Beste daraus...

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Beitragvon Rita2 » 14.03.2013, 19:19

Hallo,

auch viele Erwachsene ohne Einnahme von AE haben in Deutschland einen Vitamin D Mangel,besonders im Winter.
Im Winter reicht in Deutschland der Sonnenstand nicht aus, daß in der Haut Vitamin D gebildet werden kann. Daher ist es egal, ob man im Winter raus kommt oder nicht.

Daher ist es sicher nicht verkehrt, den Spiegel bestimmen zu lassen und gegebenenfalls zu substituieren.

Viele Grüße
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

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Beitragvon eli » 14.03.2013, 21:03

Hallo,

wir wurden noch nie darauf hingewiesen, daß VPA oder AEs die Vitamin-D-Aufnahme im Körper verhindern kann. Bisher gab es auch keine Anzeichen eines Mangels. Aber routinemäßig scheint es nicht kontrolliert zu werden, vor allem wenn AEs genommen werden. Meine Hebamme hat auch mal gesagt, daß wir alle Vitamin D benötigen, nicht nur Kinder im 1. Lebensjahr. Dennoch habe ich auch schon einen Artikel gelesen, daß Kinderärzte vor zu viel Vitamin D warnen, da es bei Überdosierung zu Nierenversagen führen kann. Das Vigantolöl stand in der Kritik, da man es nie so ganz genau dosieren könnte...

Elias ist seit längerer Zeit extrem blass. Das veranlasste den Neuro im Blut Vitamin D überprüfen zu lassen. Aber wenn ich lese, was ein Mangel noch alles bewirken kann...

LG Petra
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Beitragvon rashida* » 14.03.2013, 21:36

Petra,


das mit dem Öl war vor glaub ich zwei Jahren... Das lag an dem verwendeten Dosierungssysten.... Das wurde geändert, jetzt kann man sehr genau den Tropfen dosieren...

Was hat Euch denn der Doc geraten, denn der Mangel ist ja bei Elias nachgewiesen...


Lg
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Beitragvon Britta68 » 14.03.2013, 21:42

eli hat geschrieben:Hallo,

wir wurden noch nie darauf hingewiesen, daß VPA oder AEs die Vitamin-D-Aufnahme im Körper verhindern kann. Bisher gab es auch keine Anzeichen eines Mangels. Aber routinemäßig scheint es nicht kontrolliert zu werden, vor allem wenn AEs genommen werden.



Petra, wir wurden da auch nie drauf hingewiesen. Aber ich erwarte gar nix mehr hier vom SPZ, die haben ja auch nicht bemerkt, dass unser Sohn ne SD-Unterfunktion hatte, obwohl er deutliche klinische Symptome zeigte. Und geprüft haben die die Werte auch nur bei den ersten 2 Untersuchungen danach nicht mehr, obwohl ja beim Orfiril sogar im Beipackzettel steht, dass das Valproat die SD-Werte verändern kann... Traurig, alles. ´Für die waren das NW vom Valproat, die ich halt hinnehmen muss bzw. halt ein ADS. Basta aus, vorbei. Schublade auf, Patient rein, nächster Bitte. Bin gerade so desillusioniert und hab da echt viel Vertrauen verloren....

Petra, vielen Dank für diese Info. Das muss ich auf jeden Fall bei der nächsten BE auchmal checken lassen. Blass ist unser Sohn nämlich auch sehr momentan. Da wir ja jetzt mit unserem KIA (der ist wirklich toll, dem vertraue ich jetzt erstmal wieder alles an und nicht dem SPZ) die Schilddrüsen-Behandlung machen, muss er sowieso regelmäßig die Blutwerte kontrollieren....


LG
Britta
Liebe Grüße
Britta mit 2 Jungs: JP (01/04) Absencen-Epilepsie, LRS, SD-Unterfunktion (vom Valproat?) und ADS
und JF (08/07) gesund


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