Abführmittel - Movicol Junior - gg. extreme Verstopfung

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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Sandra1209
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Beitragvon Sandra1209 » 08.04.2011, 22:21

Hallo Nicki!

Ich verstehe auch überhaupt nicht, warum euch der Arzt kein Movicol junior aufschreibt. Wir geben es Marlies auch schon seit ein paar Wochen und sie ist gerade mal 1 Jahr alt, offiziell ist es für Kinder unter 2 Jahren nicht zugelassen.

Sie hat auch immer sooo gelitten, ich musste dauernd bei ihr nachhelfen und dann kam ein steinharter Knödel - die arme Maus. Dank Movicol flutschts jetzt wieder.

Wir geben 1/2 Beutel vom JUNIOR. Habe auch zuerst mit weniger angefangen, aber das half nix. Und es hat 3 Tage gedauert, bis die erste Wirkung zu spüren war. Ich würde auch dringend einen Einlauf machen!

Viele Grüße Richtung meine alte Heimat :)
Sandra
Sandra *71
Marlies *3/10, Extremfrühchen, IVH III, PVL, HC mit Shunt, Epilepsie, Dystonie, PEG †1.5.12
Laurin *3/10, der "große" Bruder, verst. kurz nach der Geburt
Pflegesohn M. *9/13

'Ich wollte Dir so vieles zeigen, ich wollte Dir die Welt zeigen - dabei hast DU sie MIR gezeigt.'

Christine_HoLa
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Beitragvon Christine_HoLa » 08.04.2011, 22:41

Hallo nicki19805,

ist denn sichergestellt, dass kein Darmverschluss vorliegt? Bei einer akuten länger anhaltenden Obstipation sollte man dies immer im Hinterkopf behalten.

Movicol wird bei Kindern meist erst bei chronischer Verstopfung gegeben. Offiziell ist es ja erst ab 2 Jahren zugelassen und bei akuter Verstopfung verschreiben es die Ärzte vielleicht deshalb nicht sofort.

Hast du denn schon abführende Lebensmittel ausprobiert? Birne, Kiwi, Milchzucker, .... Bei manchen Kindern reicht dies noch aus.

Wenn wirklich länger gar nichts mehr geht, würde ich auch zu Movicol greifen. Unsere Tochter bekam es ein Jahr lang und da war sie noch kleiner als dein Sohn. Sie hat es gut vertragen und es war eine enorme Erleichterung für alle.

Movicol und Movicol junior sind in der Zusammensetzung identisch. Die Movicol-Päckchen enthalten die doppelte Menge Wirkstoff und werden daher auch in der doppelten Menge Wasser aufgelöst. Wenn man also mit Movicol langsam einschleichen möchte, so würde 1/4 Packung (30 ml der fertigen Mischung) einem halben Päckchen Movicol junior entsprechen.

Du hast nichts geschrieben, ob dein Sohn noch weitere Krankheiten oder Behinderungen hat. Daher ist eine Empfehlung hier sehr schlecht zu geben. Die meisten Kinder vertragen es sehr gut. Bei bestimmten Grunderkrankungen gibt es aber sicher auch Gründe, die gegen Movicol sprechen. Diese Fragen kann nur ein Fachmann beantworten.

Gruß
Christine

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Beitragvon TimsMama2009 » 08.04.2011, 22:57

Hallo Nicki,
um gegen die akute Verstopfung was zu machen - sprich dass der Stuhl weich wird - kannst Du in der Apotheke Zäpfchen (bspw. Glycilax) kaufen. Frag die Apothekerin mal danach...

Denn das Movicol braucht ne Weile zum Wirken und 1 Woche ohne Stuhlgang find ich echt heftig!!! Da würde ich zu Zäpfchen greifen, die spontan Erleichterung bringen und danach dann das Movicol einführen... Die werden Dich entsprechend beraten können!

LG und viel Erfolg!
Nicole, deren Sohn auch kein Movicol verschrieben kriegt, weil so lang wie möglich ohne Medis versucht werden soll...
Grüße von Nicole (*72) und Tim (*09), Lissenzephalie, Balkenagenesie, Erweiterung der Seitenventrikel, seit Febr. 2010 West-Syndrom (nicht anfallsfrei mit auffälligem EEG) und seit Nov. 2013 PEG - kann nicht sprechen, nicht laufen, nicht sitzen, nicht krabbeln - ABER unser Li-La-Launebär
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Beitragvon inge&fredi » 08.04.2011, 23:36

Hallo Nicki,
unser Mädchen (Down Syndrom und.......) hat auch ständig Verstopfung.Wir haben schon mehrere Medis ausprobiert .
Letztes Jahr sind wir ins Krankenhaus wg. Erbrechen , Durchfall ,Schmerzen.
Sie hatte eine Darminvagination und war total verstopft :roll: :(
Jetzt gebe ich morgens u.abends 1 Beutel Movicol j. Es gibt jetzt keine Probleme mit der Verordnung vom Doc.
Ich würde einen Gastroenterologen oder eine Klinik aufsuchen .

Alles Gute
Inge

nicki19805
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Beitragvon nicki19805 » 09.04.2011, 15:53

hallo , danke für eure lieben Antworten jetzt bin ich beruhigt und hatte es versucht ihn das zugeben, nur mein Sohn mag den Geschmack gar nicht aber später kommt mein Mann er hat meist mehr Glück wie ich ihn zu überzeugen . Zu mein Arzt er meinte das das Medi zu teuer wäre und die Kassen es nicht gerne zahlen und wer weiß ob es hilft da der Kleine ja schon seid der Geburt so Probleme hat und bis jetzt auch auf nix angesprochen hat , aber zum Glück hab ich am 12.5 ein Termin bei meiner eigentlichen Kinderärztin hoffe das die uns helfen kann nur leider wohnen wir nicht mehr da in der Nähe und deswegen mache ich bei ihr nur die wichtigsten Termine mit meinen Kindern und den Rest leider bei unseren Dorf Arzt weil ich unter der Woche kein Auto hab . Zu einer Frage wegen Darmverschluss nein es wurde schon untersucht aber zum Glück nichts festgestellt , ich vermute das er nur so Panik vor den Schmerzen hat und es sich deswegen Tagelang verdrückt das einzige was mir der Arzt sagen konnte bei der letzten Untersuchung das sich der Darm vergrößert hat vom ständigen anhalten aber mehr wurde nicht gesagt Ich danke euch aber sehr für eure Antworten und schreib euch sowie sich was neues ergibt

nicki19805
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Beitragvon nicki19805 » 09.04.2011, 16:03

Hallo nicki19805,

ist denn sichergestellt, dass kein Darmverschluss vorliegt? Bei einer akuten länger anhaltenden Obstipation sollte man dies immer im Hinterkopf behalten.

Movicol wird bei Kindern meist erst bei chronischer Verstopfung gegeben. Offiziell ist es ja erst ab 2 Jahren zugelassen und bei akuter Verstopfung verschreiben es die Ärzte vielleicht deshalb nicht sofort.

Hast du denn schon abführende Lebensmittel ausprobiert? Birne, Kiwi, Milchzucker, .... Bei manchen Kindern reicht dies noch aus.

Wenn wirklich länger gar nichts mehr geht, würde ich auch zu Movicol greifen. Unsere Tochter bekam es ein Jahr lang und da war sie noch kleiner als dein Sohn. Sie hat es gut vertragen und es war eine enorme Erleichterung für alle.

Movicol und Movicol junior sind in der Zusammensetzung identisch. Die Movicol-Päckchen enthalten die doppelte Menge Wirkstoff und werden daher auch in der doppelten Menge Wasser aufgelöst. Wenn man also mit Movicol langsam einschleichen möchte, so würde 1/4 Packung (30 ml der fertigen Mischung) einem halben Päckchen Movicol junior entsprechen.

Du hast nichts geschrieben, ob dein Sohn noch weitere Krankheiten oder Behinderungen hat. Daher ist eine Empfehlung hier sehr schlecht zu geben. Die meisten Kinder vertragen es sehr gut. Bei bestimmten Grunderkrankungen gibt es aber sicher auch Gründe, die gegen Movicol sprechen. Diese Fragen kann nur ein Fachmann beantworten.

Gruß
Christine
Hallo Christine wir haben alles versucht alle möglichen Marken von Babymilch probiert da er sie liebt sein Milch , Nahrungsumstellung , Schokolade gibt es bei uns eh nur ganz ganz selten da keiner meiner Kinder sie mag , alles was stopft wurde gestrichen für ihn aber leider kam keine Änderung der Probleme, zu der Frage wegen andere Krankheiten nein hat er nicht wirklich nur eine leichte Entwicklungsverzögerung der Sprache alles andere hat er aufgeholt (er war ein Frühchen )

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Beitragvon AndreaR » 09.04.2011, 16:10

Wenns nicht schmeckt, kann man den Inhaltsstoff von Movicol als solchen in den Apotheken kaufen unter dem Namen "Macrogolum". Das ist fast ohne Geschmack und wir geben's im Kakao. Wichtig ist aber, das genug dazu getrunken wird, sonst kann es nicht wirken.

LG Andrea
Lucia (2004), mehrfachbehindert (spastische Tetraparese) wegen multipler de novo Mikrodeletionen, Isabelle (2006) fit und munter

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Beitragvon Nicomum » 02.05.2011, 08:24

Hallo Nicki,
um gegen die akute Verstopfung was zu machen - sprich dass der Stuhl weich wird - kannst Du in der Apotheke Zäpfchen (bspw. Glycilax) kaufen. Frag die Apothekerin mal danach...

Denn das Movicol braucht ne Weile zum Wirken und 1 Woche ohne Stuhlgang find ich echt heftig!!! Da würde ich zu Zäpfchen greifen, die spontan Erleichterung bringen und danach dann das Movicol einführen... Die werden Dich entsprechend beraten können!

LG und viel Erfolg!
Nicole, deren Sohn auch kein Movicol verschrieben kriegt, weil so lang wie möglich ohne Medis versucht werden soll...
Was bekommt denn dein Sohn dann verschrieben gegen die Verstopfung oder nimmt er nichts? Ich würde Movicol jetzt nicht als ein Abführmittel im klassischen Sinne sehen, weil es eben nicht die üblichen Nebenwirkungen hat, wie Gewöhnungeffekt und weitere Darmträgheit.
Liebe Grüße
Elke

Sohnemann (5.03), Hypospadie, Autismus-Spektrum-Störung - mit großem Bruder und großer Schwester

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Beitragvon Christine_HoLa » 02.05.2011, 13:39

Hallo,
Nicole, deren Sohn auch kein Movicol verschrieben kriegt, weil so lang wie möglich ohne Medis versucht werden soll...
Warum sollt ihr das Movicol denn nicht nehmen. Wenn die Kinder zu lange einhalten, können sich im Darm auch Taschen bilden und dann hat man längerfristig Probleme. Außerdem sollte man Schmerzen beim Stuhlgang eher vermeiden.

Wie Elke auch schon schreibt, führt Movicol nicht zu Darmträgheit o.ä. Somit ist es doch recht unbedenklich. Unsere Tochter nahm Movicol ein Jahr lang. Seit sie sich in den Stand hochziehen kann und ständig durch die Gegend krabbelt braucht sie das Movicol nicht mehr. Movicol kann man problemlos absetzen, wenn es nicht mehr nötig ist.

Gruß
Christine

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Beitragvon Pati » 21.10.2011, 15:11

hallo alle miteinander,
meine tochter sibel wird im januar 4 seit einem halben jahr leidet sie an chronischen verdauungsproblemen...
zurzeit sind wir deswegen sogar im kh da sie 2 wochen kein stuhlgang hatte trotz movicol und mikroklist musste jetzt alles künstlich eingeleitet werden und sie bekommt infusionen....
sie war von baby an ein sehr schlechter esser und trinker das verschlimmert ihre probleme natürlich da man auch gar nicht richtig weiss wie man ihr was geben soll..
ich habe jetzt von einem neuartigen medikament gehört benefiber es soll sehr sehr gut die darmflora wieder in ein normales gleichgewicht bringen ist aber auch leider noch so unbekannt auf dem markt und man muss es selber bezahlen,hat das jemand schon mal gehört oder erfahrungen mit gemacht?
weiss sonst jemand einen rat wie man am besten kindern mit solchen problemen helfen kann?
lg patricia


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