Stan Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit

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Stan Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit

Beitragvon Sabine » 08.12.2011, 11:31

Hallo,

Userin Elka möchte euch diesen Klassiker von Stan Nadolny ans Herz legen.
Elka: "Meine Buchempfehlung ist Stan Nadolnys Die Entdeckung der Langsamkeit. Zum Teil ist es eine Biografie, zum Teil fiktiv. Es geht um den Forscher John Franklin, der "anders" ist als andere. Die Geschichte fängt in seiner Kindheit an und endet eben mit seinem Tod im Alter nach vielen Erlebnissen."

LG
Sabine
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Engrid
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Kommentar zu Sten Nadolny: Die Entdeckung der Langsamkeit

Beitragvon Engrid » 27.11.2012, 22:05

Nadolnys Entdeckung der Langsamkeit ist seit langen Jahren eins meiner Lieblingsbücher.
Franklin, die Hauptperson, ist nicht als behindert benannt, aber man könnte wohl sagen, er hat eine Wahrnehmungsstörung. Er ist sehr langsam, er schaltet ab, wenn ihm "der Film zu schnell läuft", er ist ungeschickt, ein Außenseiter, ein Bücherwurm. Er findet selbst heraus, wie er mit seinem Anderssein umgehen muss und kann und bringt es gerade deshalb zum Kapitän und Entdecker. Er glaubt an sich selbst, er verfolgt seine Ziele konsequent und ist dabei auch ganz schön hart zu sich selbst. Und schließlich macht er seinen Traum wahr - er wird der Entdecker der Nordostpassage (die tatsächlich nach Franklin benannt ist). Nadolny hat die historische Figur ganz wunderbar zum Leben erweckt; weite Strecken spielen in der Kindheit.

Ein Buch, das Mut macht - allen Langsamen und allen, die anders sind. Und allen anderen. :wink:
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Beitragvon AstridNed » 27.11.2012, 23:10

ich liebe dieses Buch... hab es vor langer zeit geschenkt bekommen und suche es seit tagen weil ich wieder Lust habe es zu lesen!

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Beitragvon Lina Mare 67 » 28.11.2012, 10:06

Hallo,

ich glaub das Buch muss ich mir besorgen.

Mein jüngerer Sohn hat auch die Macht der Langsamkeit entdeckt :wink: (und treibt mich damit ab und zu an den Rand des Wahnsinns :shock: ).

Aber es scheint zu funktionieren, bis jetzt hat er alles erreicht was er wollte und er hat immer für alles Zeit. Die Zeit scheint sich für ihn "mitzudehnen" - das ist echt ein Phänomen. Ich bin immer wieder erstaunt wieviel er an einem Tag schafft, obwohl alle ausgeführten Tätigkeiten bei ihm immer gefühlte Stunden für (mich) dauern.

Er meint dann nur immer : Hetz mich nicht so, du weißt ich kann nicht schneller, sonst mach ich halt nooch laangsaaaameeer.

Interessierte Grüße Lina

Felix83
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Beitragvon Felix83 » 27.06.2015, 00:28

Ich lese es derzeit wieder. Und erkenne ihn als Autist wieder. Der nicht langsam denkt, sondern eine andere Wahrnehmung hat.
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