Hera Lind, wenn nur dein Lächeln bleibt

Berichte von Eltern, die mit einem besonderen Kind leben

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Hera Lind, wenn nur dein Lächeln bleibt

Beitragvon Sabine » 08.12.2011, 11:27

Hallo zusammen,

Userin Annele hat folgende Buchvorstellung von Hera Lind:

Annele: "Habe ein Buch zu empfehlen. Es ist eine ganz leichte Lektüre, geschrieben von Hera Lind. Ich habe es an einem Tag gelesen.
Es beruht auf einer wahren Geschichte.
Mich hat es sehr berührt, da ich in vielen Situationen mein eigenes Leben mit meiner Tochter wiedererkenne. Es mag vieles, besonders am Anfang zur Geburt, sehr übertrieben klingen, aber ich denke, dass es so war.
Mir macht das Buch noch mehr Mut durchzuhalten und zu kämpfen für mein Kind und unsere Familie."

Inhalt: Als die Diplom-Betriebswirtin Angela Hädicke Ende der Siebzigerjahre mit fünfundzwanzig ein Kind erwartet, sind sie und ihr Mann Bernd überglücklich. Doch sie spürt sehr bald, dass die Schwangerschaft nicht normal verläuft. Unter entsetzlichen Schmerzen bringt Angela die kleine Anja als lebloses Bündel zur Welt. Die Diagnose ist erschütternd: Durch Sauerstoffmangel ist Anja spastisch gelähmt, sie wird geistig und körperlich behindert bleiben. Angela nimmt ihr Schicksal an und kämpft für ein menschenwürdiges Leben ihrer Tochter, die im Rollstuhl sitzt, gewickelt werden muss und nicht sprechen kann. Immer wieder muss sie erfahren, dass Ärzte schwerstbehinderte Kinder vernachlässigen und jede Förderung purer Luxus ist. Doch die Liebe zu Anja schweißt Angela und ihren Mann zusammen. Sie wollen nur eins: Ihre Tochter soll leben.

LG
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Beitragvon sandraunik » 08.12.2011, 11:30

Danke für die Info, hab vor kurzem in einer Illustrierten gelesen, und mir war der Titel entfallen... Jetzt weiß ich ihn ja wieder... :lol:

LG Sandra
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Beitragvon Sabine » 08.12.2011, 11:36

Hallo Sandra,

schön! :) Ich kenne Hera Lind vor allem durch ihren Bestseller "Ein Mann für jede Tonart". Habe die Autorin auch mal persönlich kennen lernen dürfen als sie in "unserer" Buchhandlung eben dieses Buch vorstellte. Muss Anf. der 90er Jahre gewesen sein.

LG
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Beitragvon Petra146 » 08.12.2011, 19:57

Hallo zusammen,

auch ich habe diesen Sommer 2 Bücher von Hera Lind verschlungen:

"Der Mann der wirklich liebte" und
"Himmel und Hölle"

Beide beruhen ebenfalls auf wahren Begebenheiten - sehr empfehlenswert!

LG
Petra
Petra m. Mann + Maus *2008: Frühchen SSW24, HC, ICH lll-lV°rechts, VP-Shunt - fröhlich, neugierig, unsere kleine Wundertüte

NICHT HINFALLEN UND LIEGENBLEIBEN, SONDERN WIEDER AUFSTEHEN UND WEITERKÄMPFEN!!!

"Nicht behindert zu sein ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das uns jederzeit genommen werden kann." R. v. Weizsäcker

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Beitragvon InesSi » 08.12.2011, 20:20

Hallo,

schön, dass das Buch jetzt vorgestellt wurde. Hera Lind und die Mutter waren beim MDR und haben es vorgestellt. Da habe ich auch sofort ans Forum gedacht. Sicher ein schönes Weihnachtsgeschenk, falls jemand noch etwas sucht.

LG
Ines (*73) Eineiige Zwillinge Pia (* 05/2006 in der 37.SSW, Sauerstoffmangel durch Thrombose in der 25.SSW) Jana (+25.SSW)
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Beitragvon Sabine » 08.12.2011, 20:23

Hallo,

ihr macht mich neugierig - dann werde ich das sicher auch noch bestellen.

LG
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Beitragvon claudia C. » 25.01.2012, 11:26

Hallo,
ich hab das Buch auch gelesen! Bin erschrocken, da es "unsere" Geschichte vor 30 Jahren sein hätte können, nur mit dem Unterschied, daß die Familie in der ehemaligen DDR wg. der politischen Situation es viel schwerer hatte als wir hier! Aber die Übereinstimmungen in vielen Situationen sind verblüffend!

LG
Claudia
Claudia und Toni mit Tochter Laura, geb. 2000 und Nina, geb. 2005 seit dem Sauerstoffmangel während der Geburt schwere Tetraparese, Schluckstörung, Strabismus, Refluxproblematik...

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Beitragvon Sabine » 28.01.2012, 08:28

Hallo,

nun habe ich das Buch auch gelesen. Ehrlich gesagt hat es mir nicht besonders gut gefallen. Man merkt schon bei Sprache und Stil sehr deutlich, dass hier eine Belletristik-Autorin geschrieben hat... :? Mir war das ganze zu seicht und zu oberflächlich. Zudem wurde die Paarbeziehung reichlich verkitscht geschildert - mir war da einfach zu viel Süßholzraspelei im Spiel. Auch die gesamte Ärzteschaft kam in meinen Augen zu schlecht weg. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich in der ehemaligen DDR noch in den 80er Jahre solche Szenen abgespielt haben - da war wohl doch das eine oder andere Mal dichterische Freiheit und Übertreibung mit im Spiel, um Leseraufmerksamkeit zu sichern. Sorry, bei mir erreicht man damit eher das Gegenteil... :roll:
Auf den Keks ging mir auch die permanente Opferbereitschaft der Eltern - insbesondere der Mutter, die, abgesehen von ihrer Berufstätigkeit, die sie erstaunlicherweise dann doch nicht für die behinderte Tochter komplett aufgibt (das wäre in der Ex-DDR wohl auch nicht gegangen), ganz dem Klischee der eigenen Bedürfnisse verleugnenden Frau entspricht. Immer zu Diensten der Tochter. Wenn jemand mal eigene Bedrüfnisse anmelden darf, ist es höchstens der Ehemann, der beim Mauerfall spontan mit einem Freund nach Berlin fährt, mit Kumpels abends einen trinken geht und später mit der gesunden Tochter Ausflüge und Fahrten unternimmt - während die Mutter mit der behinderten Tochter permanent fröhlich zu Hause hockt und keine eigenen Wünsche zu haben scheint. Dazu passt, dass die erwachsene Tochter, inzwischen auf die 40 zugehend, natürlich nicht in einer Einrichtung, sondern immer noch bei den Eltern wohnt, die, inzwischen im Rentenalter angekommen, keine Probleme damit zu haben scheinen, ihre Tocter ohne großartige Hilfe noch durch die Gegend zu wuppen... :roll:
Ganz ehrlich - das ist mir einfach zu viel des Guten, zu viel Menschelei und ja, auch zu viele Klischees. Kann ja sein, dass das Buch nach einer wahren Begebenheit geschrieben wurde - leider wirft es für Außenstehende ein falsches Licht auf die Alltagsrealität von Eltern mit schwer mehrfach behinderten Kindern. Wir haben ja auch ein ähnliches Kind wie Anja - allerdings habe ich mich in dieser Geschichte an keiner Stelle wiedergefunden. Empfehlen kann ich das Buch nicht.
Da habe ich schon wirklich bessere Bücher zum Thema "behindertes Kind" gelesen, die wirklich unter die Haut gingen.

LG
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Beitragvon carmy » 28.01.2012, 11:19

Habe das Buch "Wenn nur dein Lächeln bleibt" auch gelesen und war total begeistert. Ganz tolles Buch :icon_thumright:

Lg Carmen

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Beitragvon dagmar neo frea » 28.01.2012, 11:46

Hallo

Auf der Seite der Autorin gibt es ein Interwiew und die Reale Mutter auf You Tube

http://www.heralind.com/interviews.html

L.G.
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

http://www.institut-fuer-menschenrechte ... rpd_de.pdf
https://www.youtube.com/watch?v=dVrX7Gqjzs0


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