Wieviel ml/l trinken eure Kinder pro Tag?

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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Elisabeth1
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Beitragvon Elisabeth1 » 22.10.2004, 06:38

Hallo Ihr lieben!Mein Maxi ist auch schon von Anfang an ein schlechter Trinker gewesen.Ist er auch zum Teil heute noch.Er trinkt bis ca.500ml am Tag,höchstens.Er ißt aber noch dazu pürrierted Obst aus Gläschen jeden Tag 1-2x und seine Nahrung ist ja auch sehr dünn,da er nur pürriertes essen kann.
Ich stelle ihm sein Trinkfläschhen in sein Zimmer und ein Fläschhen ins Wohnzimmer auf den Tisch und er nimmt es sich dann immer wenn er Durstig ist.Und ich fülle immer nach,wenn es fast leer ist.
Es gibt halt bei ihm mal Tage wo ich ihn ständig mit seinem Trinkfläschhen sehe und es gibt auch mal Tage wo ich es ihm anbiete und er es nicht möchte.Ich lasse ihn dann auch,weil durch Zwang erreicht man meißtens das Gegenteil.
Lieseb Gruß Elisabeth
Mutter Elisabeth 29J.,Vater 33J.,Sohn Tobi 6J. J.gesund,Maximilian 7J.,ehm.Frühgeb.33+1SSW,Chromosomenanomalie,Entwicklungsverz.um fast 2 Jahre Geistig und Körperlich,2 Herzfehler.Elias verstorben in der 16 SSW auch Chromosomenanomalie.
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Isolde
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Beitragvon Isolde » 22.10.2004, 07:48

Hallo Kerstin und alle anderen,

also bei mir ist es gerade umgekehrt, wenn Jonathan kein Fieber hat, trinkt er etwas mehr, mit ganz vielen Tricks, dass ich dann auch trinken muss, ihm zuproste. Das findet er lustig und ich machs mit, weil ich mir sage, jeder Tropfen zählt.
Aber wenn Fieber in Anmarsch ist, wie es gerade jetzt auch wieder ist, dann verweigert er alles. Er mag dann auch nicht essen - das ist in Ordnung, kann er sehr gut vertragen. Aber dann mag er auch nciht trinken, selbst mit Spielereien nicht. Und da ist die Situation schon kritischer.
Er hat so schon keine Wasserreservespeicher und bei Fieber ist dann alles aufgebraucht.
Wie sieht das bei Euch dann aus ??????
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fienchen
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Beitragvon fienchen » 22.10.2004, 09:35

Hallo Isolde,

man sagt ja immer: Fieber nimmt den Appetit. Bei Nele ist das nicht so, sie isst trotzdem weiterhin ihren Brei. Trinken dagegen mag sie bei Fieber noch weniger als sonst. Ich flöße ihr dann Tee oder Saftschorle oder was auch immer mit dem Teelöffel ein, das klappt ganz gut. Nur bin ich damit dann rund um die Uhr beschäftigt, aber wie du schon so richtig sagtest: jeder Tropfen zählt!

Lieben Gruß
Manuela
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Sabine
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Beitragvon Sabine » 22.10.2004, 11:09

Hallo!

Also Jan-Paul trinkt, wenn er Fieber hat (was zum Glück nicht oft vorkommt :)) mehr als sonst. Er hat seine eigene Art, uns mitzuteilen, wenn er durstig ist. Er macht dann eindeutige Schmatzgeräusche oder stößt mit der Zunge immer wieder an seinen Gaumen. Dann wird´s aber auch höchste Eisenbahn mit dem Trinken! Soweit lasse ich es aber meist erst gar nicht kommen, sondern biete ihm die Flasche immer wieder an.
Ich zeige ihm die Flasche, die er dann sekundenlang fixiert und schließlich mit einem freudigen Laut mit der rechten Hand ergreift. Im Halbliegen kann er die Flasche selbst halten und trinken. Da JP ja ansonsten praktisch gar nicht nach irgendwas greift, finde ich es schon sehr beachtlich, dass er ohne Probleme seine Flasche erkennt und halten kann.
An Obst gebe ich oft Apfelmus, zerquetschte Birne, Pfirsichobst von Hipp oder eine Banane. Außerdem gibt´s regelmäßig Müsli in Joghurt eingerührt (Babymüsli) und grob püriertes bzw. kleingedrücktes Gemüse - das führt auch ganz gut ab.
Morgens und manchmal auch abends wird dann immer noch ein Esslöffel Milchzucker ins Essen oder in die Flasche "gemogelt". Kakao gebe ich nur selten zu trinken, denn der stopft ja auch so :roll:... Zum Glück akzeptiert JP auch Milch mit etwas Honig gemischt. Manchmal mische ich die Milch auch mit "Actimel"-Vanille-Joghurt.
Manuela, kann Nele ihre Flasche selbst halten?

Lieben Gruß,
Sabine
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Beitragvon fienchen » 22.10.2004, 20:20

Hallo Sabine,

nein, Nele kann die Flasche nicht selbst halten oder danach greifen. Ich versuche dies natürlich anzuregen, indem ich die Flasche, wenn sie im Therapiestuhl sitzt, auf ihren Tisch stelle und diese dann mit ihren Händen umschließe. Sie öffnet dann auch den Mund, weil sie die Flasche sieht und wahscheinlich auch an ihren Händen spürt, nur den Weg dann zum Mund, den kriegt sie nicht hin. Auch ihr Griff ist nicht richtig fest. Ich bleibe aber am Ball, denn vielleicht macht es durch die ständige Wiederholung doch einmal "klick".

Außerdem merke ich, dass sie die Bedeutung der Worte "trinken" und "Tee" versteht, denn ich frage sie vorher immer:"Nele möchtest du trinken? Nele möchtest du Tee?" und sie öffnet den Mund, ohne dass ich ihr die Flasche zeige.

Lieben Gruß
Manuela
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Beitragvon Claudi-BaWü » 23.10.2004, 10:05

Hallo,

ich glaube das Thema Trinken ist echt aktuell.
Dominik trank am anfang nur immer seinen Milchflaschen und dazwischen nichts.
Mittlerweile hat sich das ganze dann doch etwas gebessert. Er trinkt morgens nach dem aufstehen 100 ml Milch, im Kindi am Vormittag 120-150 ml, nach dem Mittagessen 50-100 ml, am Nachmittag nochmals 50-100 ml und vor dem Zubett gehen nochmals 150-200 ml.
Das heisst also wenns super gut läuft kommen wir auf 650 ml.

Da Dominik auch unter Verstopfung leidet, bin auch auch immer bedacht, daß er genug trinkt. Aber ich muss sagen, er isst auch gerne Suppen und ansonsten versuche ich auch immer, daß Essen etwas flüssig zuhalten.

Also
schönes Wochenende
Claudi
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D. 12/2000 Tetraspastik, ICP, keine Sprache, Autistische Züge, Entwicklungsverzögert, Rollstuhlfahrer, seit 24.05.2005 Pohlig US-Orthesen, 10/2011 Hüft OP li. und 04/2017 und 06/2017 beide Knie/Füsse OP in Aschau.

Die Zukunft sollte man nicht voraussagen wollen,
sondern möglich machen (Antoine de Saint Exepury)

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Beitragvon Isolde » 23.10.2004, 12:52

Hallo,

weitgehendst habe ich jetzt gelesen, dass Eure Kinder noch recht flüssige Nahrung zu sich nehmen, wo man mit dem Trinken trixen kann. Jonathan isst aber inzwischen handfeste Nahrung und trinkt auch keine zusätzl. Milchflaschen mehr. Also am Morgen eine Scheibe Brot mit Marmelade und dazu eben einen Becher trinken.

Insofern muss ich eigentlich das Trinken zu einem Thema machen.
3 Bissen essen - dann trinken, und wenn getrunken ist, dann gibt es den nächsten Bissen. Ist total Mist. Jonathan ist aber dann so schlau und verzichtet gerne auf sein Frühstück, hauptsache er muss nichts trinken. So ist es heute morgen gelaufen. Er weiß ganz genau, dass es jetzt nichts außer der Reihe gibt bis er getrunken hat. Und als sein Papa vorhin am Telefon zu ihm meinte, er solle doch trinken, meinte er in den Hörer - Nein.

Es liegt auch nicht dran - was trinkt Jonathan gerne.
Er trinkt alles, und was übrig bleibt nach Streichen von gewissen Unverträglichkeiten, wie Säfte u. Milch, das reicht in der Auswahl trotzdem. Tees trinkt er gerne, wenn er will. Es gibt so leckere Tees. Es liegt auch nicht an der Süße. Jonathan trinkt wenn er durstig ist, und das ist nicht oft derfall, oder wenn er unter Druck steht, d.h. das Mittagessen ihm sehr wichtig ist. Dann lässt er sich auf das Spiel ein, Trinken, Essen, Trinken.

Da würde ich lieber Flaschennahrung geben und wüsste, genügend Flüssigkeit kann ich da reinschmuggeln.

Es ist das Gegenteil zu den anderen Kindern, die nur trinken und das Essen nicht mögen.
Mal sehen, ab 15.11. haben wir hier in München eine neue Kinderärztin, und mit der werde ich mal darüber reden. Mit meinem anderen Kinderarzt konnte ich nicht reden, der löste in mir höchstens das Versagererleben aus, weil er meinte, sie müssen es ihm immer wieder nur anbieten. Schade, dass er noch keinen Alltag mit unseren besonderen Kindern erlebt hat, sondern sich nur auf die Humangenetik konzentriert.
Im Alltag sieht Vieles anders aus, als sich manche Ärzte das so vorstellen, nach dem Motto: Die Haut muss geschmeidiger werden, das Kind muss mehr trinken, wie Sie das machen, ist aber Ihr Problem :? .

Einen lieben Gruß
Isolde und Jonathan
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Beitragvon Leonie » 23.10.2004, 22:29

Hallo Isolde,
bei einem Kind aus unserer Nachbarschaft habe ich erlebt, dass es aus einer "besonderen" Flasche auch Saft getrunken hat, obwohl es eigentlich keinen Saft mochte. Die besagte Flasche stammt aus England und war so ähnlich wie die Powerade Flaschen, nur kleiner und bunter. Vielleicht lässt er sich durch sowas ja locken?
Eine Langzeitlösung ist das wahrscheinlich nicht, aber evt. wäre es ja mal eine "Ausweichidee", wenn echt gar nichts mehr geht.
Liebe Grüße
Leonie

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Beitragvon Sabine » 25.10.2004, 11:20

Hallo zusammen,

das Thema "Trinken" scheint ja wirklich ein "heißes Eisen" zu sein...
Also ich habe jetzt mal aufgeschrieben, wieviel JP am Tag so trinkt und komme (ohne morgendliche Milchflasche - halb Milch/halb Wasser) auf ca. 700-800 ml. Gut, es fehlen mir dann rund 200-250 ml, aber ich denke, diese Flüssigkeit holt sich Jan-Paul über den Joghurt, den er fast täglich isst. Außerdem gebe ich zwischendurch immer mal wieder diese Trinkjoghurts von HIPP. Die kann JP auch aus der Flasche trinken. Ich denke, das ist o.k. so.
Ich benutze übrigens schon seit fast zwei Jahren zum Trinken Breisauger! Da kommt einfach mehr raus - andere Sauger lehnt JP auch ab.
Meine Schwiegermutter hat schon ab und zu mal bei JP das Trinken aus der Trinklernflasche versucht, aber da JP die ja nicht selbst halten kann, ist das mehr ein "Flüssigkeit in den Rachen schütten". Wir werden wohl noch lange Zeit die herkömmlichen Babyflaschen benutzen. Da JP diese Flaschen selbst halten kann, ist das wohl derzeit auch noch die beste Lösung.

Lieben Gruß,
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-marika-
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Beitragvon -marika- » 10.11.2004, 09:33

Hallo Sabine,

mein sohn martin hat schon mit 7 monaten angefangen die milchflasche zu verweigern.da martin knapp 4 monate nach der geburt im krankenhaus lag und ich dort meinem kind keinen tee geben durfte.
glaube ich deshalb das martin so ein schlechter trinker geworden ist ,die ersten 3-4
jahre hat er am tag so ca.200-350ml getrunken und das war schon ein kampf.
er trinkt nicht aus der flasche oder glas sondern ich drücke es ihm mit einer spritze(OHNE NADEL) in den mund.
ich probiere es immer wieder mit becher oder flasche aber er will nicht!
jetzt trinkt martin so ca.600-900ml am tag ich frage ihn ob er durst hat und an seiner haltung merke ich ob er was will probiere aber öfters .wenn es nach ihm gehen würde, würde er noch weniger trinken vorallem in den wintermonaten will er nicht so viel trinken.aber es geht ihm gut er kommt mit dieser menge aus.
und das ist das wichtigste.
viele grüsse marika und martin
Marika 05/72,Markus 02/71,Moritz 09/95 gesund und Martin03/98 shuntversorgter Hydrocephalus,Amaurose bds.blind,Epilepsie und Spastik links.


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