Lehrer widerspricht der Evolutionslehre

Hier könnt ihr Diskussionen bezüglich religiöser Fragen und Meinungen führen - oder auch einfach über religiöse Feste wie Taufen, Konfirmationen etc. brichten. Für Familien mit besonderen Kindern haben religiöse Sitten und Gebräuche schließlich auch einen besonderen Charakter.

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RenateT
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Beitragvon RenateT » 21.11.2012, 09:01

Liebe Esthe

Ich kenne persönlich KEINE Christen, die nicht an Gott als den Schöpfer glauben.
Ich kenne persönlich auch keine Christen, die etwas dagegen haben, wenn ihre Kinder in der Schule lernen, was Evolution beinhaltet, auf welche wissenschaftliche Erkenntnisse sie aufbaut usw. Man sollte das wissen oder wenigstens gehört haben, denn 99% vergisst das sowieso wieder :D
Es muss aber die Freiheit geben, dass die Schulen, die das wollen und das wichtig finden, die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Wissenschaftler, die von einer Schöpfung ausgehen, ebenfalls den Kindern vermitteln dürfen.

Es ist gut, eine Regierung zu haben. Es ist gut, Gesetze zu haben. Ohne Regierung und ohne Gesetze wird eine Gesellschaft ins Chaos geführt.
Aber Staatsgläubigkeit lehne ich ab. Es heisst nicht:

Ich glaube an Den Staat, die allmâchtige Regierung, ....

Renate
Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pubertät

"Mut ist Angst die gebetet hat." Corrie ten Boom

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Beitragvon ehemalige Userin » 21.11.2012, 09:08

Hallo Renate,

wie gesagt, Du kannst glauben was Du möchtest. Nur müssen Gläubige auch damit leben, dass sie belangt werden, wenn sie sich nicht an bestimmte Dinge halten. Und um das Christentum zu lehren, haben wir das Fach Religion und Kreationismus verbunden mit deren Lehrbüchern sind dort nicht zugelassen. Wie gesagt, wir können ja nun anfangen von sämtlichen Strömungen die Bücher zuzulassen. :roll: Freie Auswahl an pers. Glauben, Meinungen und "Wissenschaften".

Die Rezeption der Studiengemeinschaft Wort und Wissen ist in der Fachwelt vergleichsweise marginal. Es gibt nur wenige Biologen, die sich mit ihr beschäftigen, da nach deren Auffassung die meisten ihrer Thesen einer fachwissenschaftlichen oder methodologischen Prüfung nicht standhalten[14].

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MichaelK
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Beitragvon MichaelK » 21.11.2012, 11:33

"Also müssen diejenigen, die sich für den Atheismus entscheiden, eine andere Grundlage für Ihre Position finden. Die Evolution ist es nicht." :-)
:wink: :arrow:
Hallo Marc,

es ist doch interessant, dass gerade du den Vertreter einer theistischen Evolution zitierst, der auch noch ganz klar den Kreationismus und ID als unwissenschaftlich ablehnt. Um es nochmal deutlich zu sagen: Unwissenschaftlich heißt idZ. Kreationismus und ID sind keine Wissenschaft. :!:, sondern vielmehr Mumpitz.

Konkret zu dem Zitat:
Die Evolutionstheorie ist eine wissenschaftliche Theorie, die sich mit der Entwicklung der belebten Materie beschäftigt. Der Atheismus ist eine philosophische Weltanschauung, nach der die Welt einen materiellen Ursprung hat und nicht aus der Idee eines Schöpfers hervorgegangen ist.
Man kann aus einer wissenschaftlichen Theorie, m.E. nach, generell nicht auf die "Wahrheit" einer Weltanschauung schließen, es sei denn, die Theorie wäre allumfassend. Insofern ist die Evolutionstheorie keine geeignete Theorie, seinen Glauben zu begründen. Das trifft dann für Collins natürlich auch zu.

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)

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MichaelK
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Beitragvon MichaelK » 21.11.2012, 13:42

Bei vielem frage ich mich, wie das funktionieren konnte - denn die Übergangsformen mussten ja a) lebensfähig sein und b) irgendeinen Vorteil bieten und nicht nur "Materialverschwendung" betreiben, denn sonst hätten sie nach dem Grundsatz der Evolution "survival of the fittest" ja eigentlich verschwinden müssen.
Hallo Elke,

mir ist nicht klar, was du mit Zwischenstufen meinst. Kannst du das mal erläutern? Nach meinem Verständnis ist doch jede Art eine Zwischenstufe.

"survival of the fittest" ist idZ. auch mal etwas erklärungsbedürftig. Was meint die Evolutionstheorie damit? Was bedeutet "Überleben" und was "die Stärkeren"

LG Michael
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Beitragvon Angela77 » 21.11.2012, 13:46

Hallo Esthe,

ich glaube, dass Renate und auch wir anderen "Fundamentalisten" :lol: sogar sehr
gut damit umgehen können, was wir

a) selbst glauben und
b) andere glauben.

Keiner von uns möchte, dass die Evolutionslehre aus den Lehrbüchern verschwindet, oder? Wir wollen nur, dass sich jeder frei entscheiden kann, was und in welchen Graustufen er was genau glauben mag :!:

Müssten WIR nicht eigentlich Angst haben, dass wir "arme Christen" von den bösen Evolutionstheoretikern vom "wahren Glauben" weggeführt bzw. manipuliert werden?

Wenn ich lese, mit wieviel unterschwelliger Aggression und Radikalität du (Michael eher mit Spott :wink: ) darauf beharrst zu wissen, was ALLGEMEIN genau wie gelten sollte, muss ich schon sagen: Du scheinst mir eher die Meinungsfreiheit einschränken als fördern zu wollen!

Nöö, da bin ich als Christin aber ganz dagegen: Da halte ich es lieber mit meinem Gott, der viel weniger radikale Verbote zum Schutz der Menschen will, als in erster Linie Vertrauen in und ein freies Ja zu seinen Weisung - und DANN - auch gerne aktive Mitwirkung zur Förderung menschenwürdigerer Lebensbedingungen :wink:

Fröhliche Grüße
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
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Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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Beitragvon ehemalige Userin » 21.11.2012, 13:49

selbst glauben und
b) andere glauben.

Hallo Angela,

ich habe nicht das Gegenteil behauptet.

Und auch ansonsten nichts unterstellt. Ganz klar ist Kreationismus keine anerkannte Wissenschaft. Das war nochmal das Thema. Nicht mehr und nicht weniger.

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 21.11.2012, 14:00

selbst glauben und
b) andere glauben.

Hallo Angela,

ich habe nicht das Gegenteil behauptet.

Und auch ansonsten nichts unterstellt. Ganz klar ist Kreationismus keine anerkannte Wissenschaft. Das war nochmal das Thema. Nicht mehr und nicht weniger.
Aus Elkes Beitrag geht doch ziemlich gut hervor, dass beide Theorien Lücken haben - was sogar deren Anhänger - die Wissenschaftler selbst - zugeben können. Aber DU weißt ganz genau, dass das eine sehr wohl, das andere auf keinen Fall auch nur als Theorie in Schulbüchern vorkommen sollte.

Dass sich auch anerkannte Wissenschaft (also Wissenschaft, der die Masse nachrennt), als fatal herausstellen KANN, sollten wir nach der Rassenlehre, die nicht nur völlig Humbug, sondern auch brandgefährlich war, doch wirklich wissen!

Ach ja, und diese Lehre hatte auch keinen religiösen Bezug. Da war eher die weltliche Sichtweise tödlich. Und keiner hat es hinterfragt, war ja ANERKANNT :shock:

Also, nein, nein: Ich finde mal sollte sich über beide Theorien ein persönliches Bild machen dürfen und dann individuell entscheiden ...

Einseitigkeit war noch nie klug!

LG
Angie
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Beitragvon ehemalige Userin » 21.11.2012, 14:08

Aus Elkes Beitrag geht doch ziemlich gut hervor, dass beide Theorien Lücken haben

Hallo Angela,

was Elke dazu meint, ist ihre pers. Meinung, die auch weiters nicht kommentiert habe.

Wort und Wissen ist kein anerkanntes wissenschaftliches Institut.

Was der Staat ´zu den Lehrplänen vorgibt und was er als Wissenschaft anerkannt hat, das kann man über die Kultusministerien und über die wissenschaftlichen Institute in Erfahrung bringen.

Unabhänhig vom pers. Glauben.

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Beitragvon dagmar neo frea » 21.11.2012, 14:54

Hallo Angela

Es bleibt bei Deiner Argumentation der Aspekt,das Kreationismus,bzw. intelligent Disign nun mal keine Wissenschaft ist,sondern Religion.
Das hatten wir aber nun schon 1000 Mal in diesem Thread.
Die Schöpfungslehre findet im Religionsunterricht statt,Biologie usw. im Biologieunterricht usw..
Es gibt also faktisch nix zu ändern,weil alles ist wie es sein sollte.
Du deutest nun an,Evolution wäre zu vergleichen mit der Rassenlehre bei den Nazis.
Möglicherweise habt Ihr das komisch durchgenommen,denn im Grunde werden,wenn es um das Thema geht,Die verschiedenen Thesen zuzüglich zugrundeliegender Forschung gelehrt.
Der normale Mensch macht sich dann ohnehin aus den angebotenen Informationen sein Bild.

mir wäre neu,das jemand,wenn er da Fragen hat,gleich vergast wird.
Du hast wirklich krause(düstere) Gedanken.

Ich kann nur empfehlen,die Doku zu schauen,die Michael verlinkt hat.
da wird auch nochmal erklärt,warum sich die Kreationisten so um einen wissenschaftlichen Ruf bemühen.
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

http://www.institut-fuer-menschenrechte ... rpd_de.pdf
https://www.youtube.com/watch?v=dVrX7Gqjzs0

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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 21.11.2012, 16:20

Hallo Dagmar,

so kraus sind meine Gedanken gar nicht :wink:
Was heute "anerkannte Wissenschaft" ist, KANN morgen als völliger Humbug, MANCHMAL sogar: gefährlicher Humbug entlarvt sein ...

Mir geht es eher ums Prinzip für das ich lediglich ein BEISPIEL angeführt habe.

Zum Kreationismus selbst habe ich noch gar nichts gelesen. Zur Evolutionstheorie eben so wenig.

Was ich aber bemerkt habe ist der abfällige Tonfall - in aller Regel NICHT in der Threads der Menschen, die (auch) Toleranz für den Kreationismus einfordern.
Um es mit einem Beispiel von dir zu vergleichen: Du hat für den Ex-Junkie, der die seine Sicht zeigen wollte, nur ein: Wenn er es braucht und ein Augenrollen über.

Der EX-Junkie wird deine Sicht auch nicht teilen, aber ob er deine Reaktion so abfällig kommentieren würde? Ich glaube eher nicht :!: Jedenfalls nicht, wenn er wirklich etwas von Gott verstanden hat.

Weißt du, ich werde oft von Zeugen Jehovas angesprochen und es ist so überhaupt nicht meine Spiritualität, weswegen ich ihre Heftchen auch immer ablehne. Aber ich tue dies mit absolutem Respekt! Mir würde nicht in den Sinn kommen, auch nur im Gespräch mit anderen die Augen zu rollen über ihre Bemühung, mir ihre Sicht aufs Leben zu zeigen. Ich denken, dass sie mir etwas Gutes tun wollen, aber ich für mich schon entschieden habe ... und das sage ich Ihnen auch.

Und weißt du was? Sie haben sich schon oft für meine Ehrlichkeit bedankt und dafür, dass ich nicht einfach die Heftchen nehme und demonstrativ wegschmeiße. Die sind ihnen nämlich wichtig.

Diese Art von Toleranz vermisse ich in diesem Thread sehr - und zwar gerade bei denen, die zwischen den Zeilen oder direkt die Ansicht vertreten, der christliche Glaube nehme den Menschen die Freiheit ...

In unseren Schulbücher war es übrigens normal, dass auf Nachbarwissenschaften verwiesen wurde, die einen bestimmten Aspekt unter einer anderen Perspektive betrachten.


EDIT:

Kreationismus sollte wahrscheinlich nicht vorrangig in Bio behandelt werden, einen Querverweis fände ich aber nicht schlimm. Und noch was: Man kann sich persönlich auch nur bewusst von Dingen abgrenzen, die man wirklich kennt.
Schade, dass wir in der Schule nie auf diese Strömung hingewiesen wurden. Vielleicht hätte ich heute sonst eine fundiertere Meinung dazu :wink:

LG
Angie
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