Grundsicherung / Vermögensübertragung

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SophiaR
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Grundsicherung / Vermögensübertragung

Beitragvon SophiaR » 27.08.2011, 15:04

Hallo zusammen,

ich hatte schon einmal etwas dazu gelesen, weiß aber nicht, ob das hier auf dem Forum war und wenn, dann finde ich es nicht mehr.

Also: Im Antrag auf Grundsicherung wegen Erwerbsminderung muss ja angegeben werden, ob in den letzten 10 Jahren eine Vermögensübertragung stattgefunden hat.

Wie wird dies aber nun bewertet, wenn der Antrag gestellt wird, wenn die erwerbsgeminderte Person jetzt eben gerade 18 ist und die "Vermögensübertragung" auf die Eltern stattgefunden hat, als das Kind z.B. 15 Jahre alt war.

Als Eltern sorgt man ja für das Kind, macht einen gemeinsamen Familienurlaub, kauft neue Möbel, finanziert eine Klassenfahrt usw.

Kann man denn so argumentieren, auch wenn keine Quittungen mehr vorhanden sind?

Oder wird dann konsequent erst einmal keine Grundsicherung gewährt, solange bis das "übertragene Vermögen" rechnerisch aufgebraucht ist?

Hat jemand Erfahrung damit?

Und gleich fällt mir noch eine Frage zur Grundsicherung ein:

Wie sieht es aus, wenn das erwerbsgeminderte Kind im Haushalt der Eltern im Eigenheim wohnt? Geht das nur über Abschluss eines Mietvertrages (d.h. es muss noch ein extra Betreuer bestellt werden)?

VG, *Sophia*

PS zum Vermögen: Der Freibetrag von 2600 Euro ist zwar noch nicht ganz ausgeschöpft, aber mit dem "übertragenen Vermögen" wird er überschritten.
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MichaelK
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Beitragvon MichaelK » 27.08.2011, 17:04

Hallo SophiaR,

war das der? http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... verm%F6gen

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
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Beitragvon SophiaR » 27.08.2011, 19:42

Hallo SophiaR,

war das der? http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... verm%F6gen

LG Michael
Hallo Michael,

könnte sein, allerdings hilft mir das auch nicht weiter, die Frage nach der Vermögensübertragung im Kindesalter bleibt weiter ungeklärt.

VG. *Sophia*
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Beitragvon angela » 27.08.2011, 20:21

Hallo Sophia,

ich denke mal, wenn ihr nicht gerade 2000€ aufwärts auf einmal "übertragen" habt interessiert es nicht wozu das Geld verwendet wurde.
Ich habe in den letzten Jahren auch diverse Gelder vom Sparbuch für Eric genutzt (Klassenfahrt, Möbel) und niemand wollte eine Quittung sehen. :wink: Es waren Beträge unter 500€.

Zu Deiner 2. Frage weiß ich keine konkrete Antwort, mir ist aber auch so das für einen Mietvertrag im Eigenheim ein anderer Betreuer bestellt werden müßte.

LG - Angela
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Beitragvon SophiaR » 01.09.2011, 00:48

Hallo Angela,

danke noch für Deine Antwort. Bei uns war es aber schon eine Vermögensübertragung (mit Namen).
Aber wir werden - wenn wir denn für unseren Sohn den Antrag auf Grundsicherung stellen, die Vermögensübertragung angeben und eben wie oben beschrieben schildern, dass wir für unseren Sohn ja einige Ausgaben hatten. Und wenn dann doch für ein paar Monate die Grundsicherung gestrichen werden sollte, dann werden wir auch damit leben können.

Einen Mietvertrag mit unserem Sohn werden wir sicher nicht machen. Wir werden einfach eine Kostenaufstellung machen (Zinsen für Kredit, Heizkosten usw.) und hoffen dann, dass das so angerechnet wird.

Diese Grundsicherung bringt mich echt noch zum Verzweifeln, werde gleich noch einen neuen Beitrag aufmachen (müssen).

VG, *Sophia*
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