"Wunderheiler"

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M.B.L.F.
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"Wunderheiler"

Beitragvon M.B.L.F. » 02.06.2011, 15:02

Hallo,

ich würde hier gerne eine Frage in die Runde werfen:

Hat jemand Erfahrungen mit einem geistlichen,bzw.christlichen Heilern?

Und falls ja,wer war das und wie war es?

Beschäftigt mich schon ziemlich lange !

Liebe Grüße,
Britta

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judithodrich
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Beitragvon judithodrich » 02.06.2011, 15:45

Hallo Ihr,

ist so eine Frage was man unter Wunderheiler versteht. Ich komm vom Dorf und da geht man mit Warzen oder Gürtelrose zum besprechen. Hat bei uns immer geklappt. Ist so, auch wenn ich keine Erklärung dafür habe.

Ansonsten gehe ich ganz normal zum Arzt und zum Homöopaten, aber nicht zu Wunderheilern.

Judith
Andreas 10/73, Judith 2/64 mit Sara 8/86, Ines 7/89, Anne 2/00 und Jonas *13.07.2005 †03.04.2006, SMA Typ I und Joshua 12/2008

Unser Album: http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_per ... er_id=4080

sandraboe
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Beitragvon sandraboe » 02.06.2011, 17:16

Wir gehen auch zu einem Osteopathen und Heilpraktiker. Er hat auch heilende Hände. Ansonsten Kinderarzt und zu speziellen Kontrollen noch mal in die Klinik.

Ansonsten kann ich noch Reiki empfehlen, aber sucht Euch dann jemanden aus, der den Meistergrad und ausbilden darf.

Weiterhin ist eine positive Einstellung wichtig. Negative Gedanken und Worte vermeiden, schöne Bilder hervorrufen und dem Kind schicken. Habe ich bei meinem Sohn gemacht, als er auf der Kippe stand, mehr tot als lebendig. Hätte ihn zwar auch gehen lassen, wenn er gewollt hätte, aber habe ihm weiterhin Bilder geschickt, was er mit uns als Familie erleben kann, wie die Natur aussieht, habe ihn mir als kleinen Jungenmit blonden Haaren (wie seine Schwestern) herumhüpfend vorgestellt und so. Er blieb bei uns und es geht ihm weitestgehend gut bis auf ein paar Entwicklungsrückstände im motorischen Bereich.

Andere Empfehlungen kann ich leider nicht geben, da ich keine Erfahrungen damit habe.
Sandra *1969, Roland *Nov. 2010, peripartale Asphyxie, , muskuläre Hypotonie (Statomotorik große Baustelle), ICP

M.B.L.F.
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Beitragvon M.B.L.F. » 02.06.2011, 18:44

Hallo nochmal,

ich meine natürlich nicht "Wunderheilung" anstatt unserer normalen Therapien und ärtzlichen Behandlungen.
Es sollte nur unterstützend wirken.Es hätte sich um eine Kraftübertragung gehandelt und der christliche Heiler den wir da im Auge hatten,rät auch davon ab ärztliche Anweisungen über Bord zu schmeißen und meint man solle eh Rücksprache mit seinem Arzt halten.
Wir hatten sogar schon einen Termin,hab aber kalte Füße bekommen :roll:
Jetzt ärgert's mich ein bißchen abgesagt zu haben,es kann ja eigentlich nix passieren,entweder es hilft oder nicht.
Wer heilt hat Recht ,oder?
Ich habe keine Ahnung warum ich da ein bißchen schissig war :roll:
Mich würde halt interessieren ob jemand Erfahrungen gemacht hat.

Vielen Dank Euch für die Antworten!
Liebe Grüße, Britta

sandraboe
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Beitragvon sandraboe » 02.06.2011, 22:27

Vielleicht kannst Du ja doch noch mal einen Termin bekommen. Wenn dieser Mensch nicht davon abrät, die medizinische Schiene zu verlassen, sondern nur unterstützt, kann nicht viel schieflaufen.

Das wäre dann ähnlich wie Reiki und so. Auch da wird mental gemacht. Man kann sogar Reiki über die Ferne erhalten.

Aber wenn Du etwas Angst hattest, frag Dich selbst warum. War Dir die Person nicht sympathisch genug, nicht auf Deiner Wellenlänge? Meist hat so etwas seinen Grund. Wenn Du Dir aber nur unsicher warst, was passieren wird, versuche es noch einmal, bei einer Disharmonie würde ich Dir eher abraten.

Mach, was Dein Bauchgefühl Dir sagt und nichts anderes. Nur von Personen, die die Medizin verwerfen wollen, lass die Finger. Auf unterstützende Personen kann man aber immer seine Hoffnung setzen.

LG Sandra
Sandra *1969, Roland *Nov. 2010, peripartale Asphyxie, , muskuläre Hypotonie (Statomotorik große Baustelle), ICP

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Beitragvon Angela77 » 02.06.2011, 22:45

Hallo Sandra,

die christlichen Kirchen bieten Heilungs- und Segnungsgottesdienste sowie das Sakrament oder Ritual der Krankensalbung an.

Das nehme ich für mich und meine Lieben immer wieder gerne in Anspruch. Aber für mich ist es ausschließlich Gott, der heilt.
Von daher würde ich nur einen christlichen Heiler akzeptieren, der sich einzig auf Gott als Kraftquelle stützt und seinen Dienst tatsächlich als kostenfreien Dienst und nicht als kostenpflichtige Dienstleistung anbietet.

Ach ja: Und Heilung ist für mich vielfältig. Die Frucht eines Heilungsdienstes kann auch sein, dass du mit der Krankheit deines Kindes besser klar kommst, nicht unbedingt, dass die Krankheit besser wird.

Ist aber meine persönliche Meinung.

Ich wünsche dir und deinem Kind in jedem Falle alles Gute und Gottes Segen (und das ist für mich nie eine Floskel :wink: )
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

sandraboe
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Beitragvon sandraboe » 03.06.2011, 00:04

Hallo Angela,

bin selbst in der evangelischen Kirche und gestalte Kindergottesdienste mit. Von daher als Christin. Meinen Sohn habe ich 2 Tage nach seiner Geburt nottaufen lassen, weil er kurz vorm Tod stand und er getauft zu den Engeln gehen sollte. Er entscheid sich aber für uns, weil ich ihm positive Bilder schickte.

Desweiteren hatte ich nette und gute Gespräche mit dem Pfarrer, der ihn taufte, als auch mit unserer Pfarrerin. Wir werden noch einen Dankgottesdienst mit Segnung abhalten. Du siehst, ich glaube an Gott. Ist für mich auch ein Herzensanliegen.

Aber nicht jeder Mensch glaubt an Gott oder kann mit seinem direktem Bodenpersonal etwas anfangen. Da sucht man sich Hilfe, auch wenn man dann evtl. bezahlen muss.

Leider gibt es den Typus asketischer Mönch in der Höhle, der für Essen und Trinken Gutes tut, nicht mehr. Heutzutage benötigen auch diese Menschen Geld, man muss nur aufpassen, dass man dann nicht an Scharlatane gerät.

Meine Freundin und Patin zweier meiner Kinder (Roland und Joy) ist als praktizierende Katholikin Reiki-Meisterin. Also kein Widerspruch, sondern nur eine Ergänzung. Natürlich mussten wir für ihre Hilfe nicht zahlen, aber so jemanden hat auch nicht jeder im Freundeskreis.

Ich bin einfach für alles, was positiv ist und das Positive im Menschen hervorbringt. Deswegen hatte ich im Gegensatz zum Klinikpersonal und vielen Verwandten und Freunden auch nie ein Problem mit den Gegebenheiten nach der Geburt meines Sohnes. Ich hätte ihn auch zu den Engeln und Gott gehen lassen, er hat sich aber für uns entschieden, wofür wir dankbar sind.

Daher wünsche ich Dir auch alles Liebe und Gute, denk weiterhin positiv.

LG Sandra
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Rouven
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Beitragvon Rouven » 03.06.2011, 11:13

Hallo,
wir gehen auch zu einem Heiler, er kostet kein Geld. Es sei denn ich kaufe Globulis oder er kommt zu ins in die Wohnung,dann bezahle ich das Spritgeld in Form von Kilometergeld und die Edelesteine die hier angebracht werden.
Mir ist das ganze manchmal immer noch suspekt aber meinem Sohn hilft es und oft sagt er mir Dinge wo ich denke das kann er doch jetzt gar nicht wissen...
Ich meine damit das er sachen auf den Punkt genau sagt und ich mich frage ob man das von Menschenkenntnis ableiten kann oder er wirklich soclhe Sachen sehen kann.
Er hat mir nie falsche Versprechungen oder Hoffnungen gemacht, bei unserem esrten Treffen vor ca 9 Jahren sagte er mir zb gleich das er meinen Sohn nicht gesund machen kann, aber es vielleicht mildern kann. Meinem Sohn geht es nach diesen Besuchen immer super gut und ich vertrete die Meinung wer heilt, egal in welcher Form,hat recht. Aber wenn man öffentlich erzählt das man ab und an die Hilfe eines Heilers in Anspruch nimmt wird man doch komisch angeguckt... :D
LG Rouven

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 03.06.2011, 22:59

Hallo liebe Sandra,

ich bin auch praktizierende Christin. Für mich persönlich wären Reiki & Co aber keine "Ergänzung" zur Heilung/Hilfe durch Gott, denn Gott ist nach meinem Verständnis so allunfassend, dass es für den Menschen keiner zusätzlichen "Energiequelle" (wohl aber Ärzte, Therapeuten etc.) bedarf.

In der katholischen Kirche ist die geistliche Begleitung, in deren Rahmen natürlich auch um Heilung gebetet werden kann, übringes in aller Regel auch kostenlos. Sie erfolgt durch (bezahlte) Priester, GemeindereferetInnen/TheologInnen oder - tatsächlich durch Mönche, deren Klöster allerdings in aller Regel recht komfortabel sind :wink: :wink: :wink:

Alles Liebe
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin

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Ute Maria
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Beitragvon Ute Maria » 05.06.2011, 06:59

judithodrich hat geschrieben:Hallo Ihr,

ist so eine Frage was man unter Wunderheiler versteht. Ich komm vom Dorf und da geht man mit Warzen oder Gürtelrose zum besprechen. Hat bei uns immer geklappt. Ist so, auch wenn ich keine Erklärung dafür habe.

Ansonsten gehe ich ganz normal zum Arzt und zum Homöopaten, aber nicht zu Wunderheilern.

Judith


Hallo Judith,

was meinst du damit "...und da geht man zum besprechen..."?

Zu WEM?

Und WAS wird dann besprochen?


Liebe Grüsse

Ute
André, geb. 1982, SSW 29+1, Blind, leichte Körperbehinderung, Lernbehindert.
André hat noch zwei nichtbehinderte Brüder, geb. 1983 und 1989

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Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben,
macht unser Schicksal aus. (Marie v. Ebner-Eschenbach)


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