Heiko (Logopäde)

Hier stellen sich verschieden Fachleute vor, die im REHAkids Forum aktiv sind.

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Heiko (Logopäde)

Beitragvon HeikoK » 12.02.2011, 10:54

Hallo Leute,

wollte mich an dieser Stelle kurz vorstellen.
Ich bin Logopäde und lese hier bei REHAkids schon länger "von außen" mit. Habe nach meiner Ausbildung zwei Jahre in einer freien Praxis gearbeitet, welche an zwei Krankenhäuser angeschlossen war. Danach bin ich als fachliche Leitung in ein interdisziplinäres Therapiezentrum gegangen und habe mich dann dort 10 Jahre um eigentlich alle Belange der Logopädie gekümmert. Allerdings wurde durch den Aufbau einer interdisziplinären Frühförderung mein Tätigkeitsfeld schon etwas stärker auf die "kleinen Würmer" verlagert. Seit zwei Jahren arbeite ich nun für einen heilpädagogischen Träger in Osnabrück als fachliche Leitung der Institutsambulanz. Ich versorge einen heilpädagogischen Kindergarten und eine Praxis. Durch die Arbeit in unserem Kindergarten habe ich mich mehr und mehr auf Kinder mit Ess- und Fütterproblemen "eingeschossen" . Gerade dieser Bereich ist meiner Ansicht nach mit vielen Ängsten für die Eltern besetzt. Hinzu kommen hunderte unterschiedlicher Meinungen (Der Arzt sagt das wächst sich aus, die Oma sagt das Kind muß sehen wo es langgeht und die Freundin sagt man muß immer mit dem Essen am Kind bleiben.... und und und). Ich selber habe hier schon lange mitgelesen, immer mal wieder gute Anregungen erhalten und auch immer mal wieder von Eltern gelesen die von "ihren" Therapeuten schmälich im Stich gelassen wurden. Ich will hier nicht die Welt verbessern, aber vielleicht kann ich ja an der ein oder anderen Stelle Mut machen oder unterstützen.
Ein wenig lang, naja was solls :wink:
Gruß
Heiko
Logopäde
Sprachanbahnung, Fachtherapeut für kindliche Schluckstörungen

"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

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Beitragvon Anja Katharina » 12.02.2011, 10:58

Hallo Heiko!

Herzlich willkommen in diesem tollen Forum!!

Wünsche dir einen guten Austausch und denke, du kannst hier einigen sicherlich hilfreiche Tips geben.

Liebe Grüße Anja
Tochter Alena , Gehirnbluten durch ein Angiom

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HeikoK
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Beitragvon HeikoK » 12.02.2011, 11:18

Danke Anja,

lieb von Dir. Ja, ich hoffe auch auf einen guten Austausch. Eltern kennen ihre Kinder halt immer am besten, wir "professionellen" müssen dann nur alles richtig einsortieren. Daher finde ich das Miteinander hier ganz gut.

Gruß
Heiko  8)
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Beitragvon Anja Katharina » 12.02.2011, 11:24

Hallo Heiko,

der Satz klingt gut, Eltern kennen ihre Eltern immer am besten.

Das sah unsere Logopädin in der Reha nicht so, immer wenn ich ihr sagte, ich sei mir sicher, das Alena alles verstehe und nur nicht reden könnte, wurde ich belächelt.

War auch in den Abchlußberichten immer so geschrieben, von der Mutter Frau..... wurde das so nicht wahrgenommen.

Aber ich habe immer an mein Kind geglaubt und der Erfolg gibt uns recht!!!!

Liebe Grüße Anja
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Beitragvon angelica145 » 12.02.2011, 11:32

Hallo HeikoK,

Willkommen im Club. Selbst hiuer im Forum gibt es schon den einen oder anderen Fachmann aus der Logopädie. Es ist immer interessant zu lesen wie die Meinungen zu bestimmten Problemen auseinander gehen.

Ich habe auch schon Erfahrungen mit Logopäden gesammelt. Keine schlechten, aber zum Schluß muß man sich auf sein Kind einstellen.

Mein heute 9jähriger Sohn hatte die ersten sechs Monate einen Tubus in der Nase und dazu noch eine Magensonde. Naja, glücklicherweise hat ja die Nase zwei Löcher. :lol: :lol:
Er hat nie gelernt zu saugen oder aus der Flasche zu trinken und hatte dadurch mächtige Probleme beim Schlucken. :cry: :roll:
Die Magensonde haben wir erst mit zwei Jahren engültig entfernt. Solange wurde er darüber ernährt.
Ich hatte da aber schon versucht ihn auf den Löffel umzustellen. Je nach Laune des Jungen hat es mal besser geklappt und mal nicht.
Selbst heute habe ich manchmal noch den Eindruck das er das Kauen vergißt, die Kartoffel im ganzen schluckt und dann laufen ihm die Tränchen.
Er hatte in dieser Zeit mehrere Lungenentzündungen, weil er sich verschluckt hatte.
Mit der Sprache hat er auch noch seine Probleme. Er hat jetzt eine Kanüle(seit dem 6.Monat), geht in die Förderschule. Er macht nur kleine Fortschritte, aber ich bin zufrieden.
Wir haben viel Freude mit ihm und kommen mit der Problematik klar.

Na dann auf regen Info-austausch wünscht

Angelica
angelica(45) und Jesus(41) und die Kinder
06/82; 04/87; 09/95; 07/97; 03/99 Beckenendlage, normale Geburt, Gehirnblutung bekommen,verstorben 09/99; 03/01, Hyperventilationssyndrom und Epilepsie und der letzte 11/04, Neurodermitis und Hühnereiweißallergie

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Beitragvon HeikoK » 12.02.2011, 11:36

Hallo Angelika,

den wichtigsten Satz hast Du find eich zuletzt geschrieben. "Wir haben viel Freude mit ihm" Das finde ich toll, denn das gibt die Kraft auch die schwierigen Zeiten zu überstehen.
Kleine Frage... wie sieht es mit Rotation aus? Kann der Kleine sein Becken drehen oder ist er da sehr steif?

Gruß
Heiko
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Beitragvon angelica145 » 12.02.2011, 11:38

Hallo Anja Katharina,

das Problem kenne ich auch zur genüge. Das man belächert wird, weil man nicht der gleichen Meinung ist, wie der Arzt oder auch der Therapeut.

Damit muß man sich abfinden, nicht so eng sehen. Schließlich sind wir es die ständig mit dem kind zusammen sind und es eben besser einschätzen können.

In diesem Sinne, alles Gute weiterhin
Angelica
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Beitragvon angelica145 » 12.02.2011, 11:47

Hallo HeikoK,

jetzt muß ich ganz dumm fragen, was meinst Du mit Rotation?

Mein Junge hat keine körperlichen Einschränkungen. Er ist für meine Begriffe auch nicht geistigbehindert(obwohl das viele auch anders sehen)

Seine Grunderkrankung heißt, "UNDINE - syndrom" ! Vielleicht hast Du mit solchen Kindern auch schon gearbeitet.

Zurück zu Deiner Frage, ja er kann sein Becken ganz normal bewegen und drehen. Wenn er gesund ist, ist er sehr mobil.

Noch Fragen, dann bitte melden.

Liebe Grüße
Angelica
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Beitragvon Anja Katharina » 12.02.2011, 11:47

Hallo Angelica,

wie wahr!!

Alena kann wieder richtig gut sprechen und all das was die Logopädin gesagt hat, ist nich eingetroffen :P

In diesem Sinne,

euch auch alles Gute und Liebe

Anja
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Beitragvon HeikoK » 12.02.2011, 11:56

Hallo Angelica,

Undine Syndrom sagt mir was.
Rotation deswegen, weil ein Kind mit Problemen in der Hüftrotation (braucht man beim Gehen oder beim Drehen über die Seite) immer auch Probleme bei Kauen hat (Rotationsmuster der Kiefer)... Vielleicht ist das "Vergessen" des Kauens ja auch durch die Atmung begründet... Achte doch mal darauf wie die Atmung beim Essen, bzw. dann ist wenn er "vergisst" zu kauen. Auch wenn er jetzt eine Kanüle hat, so kann er immer noch unbewußt Ängste haben vor lauter Kauen (und dadurch dauert es ja nun mal länger) zu ersticken... Ist aber auch nur so eine Idee... ohne das Kind zu kennen kann man da natürlich nicht wirklich was zu sagen

Gruß
Heiko
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