Lamotrigin einschleichen - ab wann Wirkung und welche?

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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Judith121
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Lamotrigin einschleichen - ab wann Wirkung und welche?

Beitragvon Judith121 » 20.11.2010, 23:15

Hallo,

wir schleichen nun seit ca. 9 Wochen das Lamotrigin bei Arne ein und zwar gaaanz langsam. Wir sind gerade bei 32,5mg pro Tag. Unser Arzt meinte man würde wohl eine Wirkung bei 60mg oder mehr pro Tag merken. Was die Anfälle angeht, würde ich sagen es wirkt schon ein wenig. Sie sind jedenfalls nicht mehr so oft und wenn ich so darüber nachdenke war es die letzten 3 mal nur, weil er Fieber hatte.

Was mir aber noch mehr auffällt ist, dass Arne viel wacher und aufmerksamer ist. Er lautiert mehr und schaut mich sehr bewusst an, auch wenn ich ihn nicht anspreche und nur vor ihm stehe. Außerdem bewegt er sich deutlich mehr als vorher. Man muß jetzt immer aufpassen wenn er auf der Couch liegt, weil er soviel rumrammelt :shock: :lol: Er ist ein offensichtlich freundlicheres Kind geworden.

Kann es vom Lamotrigin kommen oder spielen doch eher andere Dinge eine Rolle. Er bekommt seit August in der Kita das Rundumkomplettpaket an Förderung, außerdem hat er seit 2 Monaten ein Brille. Die Physiotherapeutin ist sehr zufrieden mit ihm und meint sogar letztes Mal, dass er es wahrscheinlich doch schafft irgendwann zu sitzen. :lol:

Also beschreibt mal eure Erfahrungen bei der Einstellung von Lamotrigin!

LG Judith
Judith *01/80, Stefan * 08/79, Eik * 05/05 und Arne 07/08 therapieresistente multifokale Epilepsie mit Beginn in der Neugeborenenzeit (4. Tag), Mikrozephalie, Erhebliche supratentorielle Hypomyelenisierung, Schwerste psychomotorische Retardierung, beidseitige Hüftluxion (OP im Jan. ´13)

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Biehlchen
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Beitragvon Biehlchen » 21.11.2010, 08:07

Hallo, Judith!
Wir bekommen Lamotrigin seit Ende September 2010 als Zusatzmedikament zu Orfiril, weil Steffi plötzlich sehr viele Anfälle hatte. Außerdem noch über einen kurzen Zeitraum zusätzlich Frisium, um die Anfälle schnell zu bekämpfen. Die Anfälle waren nach 3 Tagen komplett verschwunden, sie ist allgemein fitter, aufmerksamer und lautiert auch wieder, das ist sehr auffällig.
Wir sind jetzt bei Lamotrigin morgens und abends jeweils 50 mg, steigern aber noch weiter, allerdings sehr langsam, weil ja wohl bei zu schneller Steigerung Hautausschläge kommen können und das wollen wir vermeiden. Also, ich bin mit der Wirkung super zufrieden.
LG! Astrid
Astrid mit Steffi geb. 01.04.88, Microcephalus, Epilepsie, Skoliose, Hüftdysplasie, Asthma bronchiale, Button Sonde.

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Beitragvon Justins-Mami » 21.11.2010, 09:34

Auch wir haben Lamotrigin schon seit 8 Monaten und mittlerweile ist er auf einer Dosis von 150 morgens und 150 abends. Bei Justin wurde es erst kürzlich wieder gesteigert, in der Hoffnung, das er endlich mal über längeren Zeitraum Anfallsfrei bleibt, haben auch 3,5 Wochen geschafft und dann gabs wieder nen Anfall :-(

Nebenwirkung können auch Müdigkeit,Sehstörung,Schwindel etc sein. Bei Justin is gerad der Verdacht das er mit Müdigkeit reagiert, soll es dieses WE noch beobachten und dann Bericht erstatten und gegebenfalls müssen wir wieder runter dosieren :roll:


lg
Steffi' 84 ->Kinderpflegehelferin, Asthma, einseitige Schwerhörigkeit, Hüftdysplasie mit Coxarthrose, einige Hüftoperationen hinter sich, Hüft-Tep, Hüftluxation, Fussheberparese versorgt mit Orthese, massive Wundheilungsstörung sowie V.a Ehlers-Danlos-Syndrom hypermobiler Typ
mit
Justin Luca' 05 ->Epilepsie, Adhs, Migräne

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Beitragvon Nellie » 21.11.2010, 09:39

Hallo,

schau mal hier: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic71246.html

WIr haben es auch ganz langsam eingeschlichen. Ich weiß nicht mehr, wann die Wirkung kam, aber auch Linn ist davon wacher und aufmerksamer geworden. Das ist auch typisch für das Medikament. Leider war es für Linn zum Teil einfach zuviel Wahrnehmung, sodass sie mit Tonussteigerung reagiert hat.

LG
Nellie
Linn *2004, schwerste Mehrfachbehinderung durch pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet
A. *2009
Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann. (Richard von Weizsäcker)
https://cruise4life.de

Judith121
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Beitragvon Judith121 » 21.11.2010, 10:08

Hallo,

danke für eure Antworten. Also bilde ich mir das doch nicht nur ein. Arne ist wirklich wacher... Schön, dann freut es mich ja, dass das Medikament doch schon eine kleine Wirkung zeigt, auch wenn wir noch nicht im richtigen Wirkbereich sind.

Lg Judith
Judith *01/80, Stefan * 08/79, Eik * 05/05 und Arne 07/08 therapieresistente multifokale Epilepsie mit Beginn in der Neugeborenenzeit (4. Tag), Mikrozephalie, Erhebliche supratentorielle Hypomyelenisierung, Schwerste psychomotorische Retardierung, beidseitige Hüftluxion (OP im Jan. ´13)

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Beitragvon Nicole_Devin » 21.11.2010, 13:36

Devin nimmt nun seit September 2010 Lamotrigin. Er ist mit einer ganz geringen Dosierung von nur 10 mg täglich völlig Anfallsfrei und seit er es nimmt wie ausgewechselt.
Er ist putzmunter, fit und viel aufnahmefähiger als früher. In der Zeit in der die Anfälle kamen war er ständig müde und nicht belastbar, das hat sich endlich wieder geändert.
Liebe Grüße,

Nicole mit Maximilian (13), Devin (11), Cornelia-de-Lange-Syndrom, Epilepsie, und Schutzengel Alissa (10.05.06 - 15.05.06)

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Beitragvon Iris15 » 22.11.2010, 16:28

Hallo!

Alex hat vor 8 Wochen zum zweiten Mal Lamictal eindosiert. Wir hatten es letztes Jahr schon, aber in Minidosis und da hat es nicht gewirkt. Nun waren wir innerhalb von 7 Wochen bei 50 mg morgens und 50mg abends angekommen. Etwa ab der 5 Woche ging es Alex merklich schlechter, mehr Anfälle, schlechte Sprache, apathisch.... wir wollten aber einfach mal zur Höchstdosis, denn sonst weiß man ja wieder nicht, ob es wirkt oder nicht. Allerdings mussten wir dann nach den 7 Wochen abbrechen und entziehen, weil es nicht mehr zum Mitansehen war. Es ging ihm total schlecht. Unser Doc meinte, bei manchen Epi-Formen würden Medis, und eben auch das Lamotrigin, ins Gegenteil umschlagen, aber das könne man vorher nicht wissen. Schade.
Ansonsten sagte er uns ganz am Anfang, dass Lamictal ein "stimmungsaufhellendes" Medikament sei, also sich positiv auf die Psyche auswirken würde. Deshalb habt ihr wohl alle den Erfolg, dass eure Kinder "fitter und wacher" sind. Schön.
Vielleicht ist das ja das richtige Medi für euch. Bei uns war es es leider nicht.

Viele Grüße
Iris
Sohn mit ideophat. generalisierter GM-Epi

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Vergleich Lamotrigin zu Apydan extent?

Beitragvon Dani+Feli » 10.01.2011, 18:21

Hallo Zusammen,

Feli nimmt Apydan extent 150mg-0-150mg (Oxcarbazepin retard) seit 12/10.
Er ist nicht müder und ist bis jetzt anfallsfrei!
Aber die Feinmotorik wurde auffälliger und seine Sprache wurde undeutlicher.
Wie ist bei Lamotrigin, die Gefahr von allergischen Hautreaktionen gegeben und wie sicher ist die Anfallsfreiheit?
Theoretisch sollte sich unter Lamotrigin die Sprache wieder verbessern. ???
Ist die Eindosierung viel höher oder komplizierter?
Hilfe, Danke!
LG Dani

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Beitragvon Judith121 » 11.01.2011, 12:49

Hallo Dani,

ich glaube du solltest deine Frage noch mal in einen eigenständigen Thread stellen. Hier findet das keiner so richtig!

Also wir hatten das Apydan auch. Leider zeigte es bei uns keine Wirkung und darum nahmen wir es schnell wieder raus.

LG Judith
Judith *01/80, Stefan * 08/79, Eik * 05/05 und Arne 07/08 therapieresistente multifokale Epilepsie mit Beginn in der Neugeborenenzeit (4. Tag), Mikrozephalie, Erhebliche supratentorielle Hypomyelenisierung, Schwerste psychomotorische Retardierung, beidseitige Hüftluxion (OP im Jan. ´13)

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Beitragvon Judith121 » 11.01.2011, 12:50

Hallo,

ich wollte mal alle die Fragen die Lamotrigin erst seit Neustem nehmen und ob es bei ihnen wirkt?

LG Judith
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