Lamotrigin einschleichen - ab wann Wirkung und welche?

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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Dani+Feli
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ausdosieren OXC und reindosieren LTG

Beitragvon Dani+Feli » 22.01.2011, 22:44

Hallo Judith,
wie hast du genau und wie schnell konntest du das Oxcarbazepin wieder
rausnehmen? Wir dürfen LTG beginnen. Mir ist der Übergang aber unklar.
Woher weiß ich, wann LTG wirkt und ich OXC dann reduzieren kann?
Ich möchte mit wenig LTG auskommen: 10-0-10 oder 25-0-25mg.
Wir kommen gerade mit OXC 75-0-75mg gut aus.
Ein Wechsel kommt wegen der verschlechterten Sprache und wegen mehr Anfällen in Betracht.
LG Dani

Judith121
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Beitragvon Judith121 » 23.01.2011, 20:27

Hallo Dani,

also Arne hatte das OXC ca. 3/4 Jahr aber es hat scheinbar keine Wirkung gezeigt. Dann haben wir es erst recht schnell rausgenommen aber kurz vor schluß, er bekam nur noch ganz wenig (in keinem Wirkbereich mehr), krampfte er auf einmal mehr. Dann haben wir noch mal ca. 3 Monate gewartet und dann ging es ohne Probleme :shock: . Frag mich nicht warum es so war :?:

Wir dosieren das LTR ja nun seit September 10 ein aber wir sind immer noch nicht im Wirkbereich. Das LTR darf ja nur sehr langsam und schrittweise eindosiert werden und es dauert eben auch sehr lange bis man dann eine Wirkung erreicht. Arne wiegt 12kg sein Wirkbereich vom LTG liegt irgendwo zwischen 90 und 100mg am Tag laut Plan. Zur Zeit sind wir bei 72,5mg also noch nicht ganz angekommen und das sieht man auch im Blutspiegel. Ab 3 wäre er im WB und wir sind bei 2,1.

Also glaube ich nicht, dass du mit einer so geringen Dosis auskommen wirst :(

LG Judith
Judith *01/80, Stefan * 08/79, Eik * 05/05 und Arne 07/08 therapieresistente multifokale Epilepsie mit Beginn in der Neugeborenenzeit (4. Tag), Mikrozephalie, Erhebliche supratentorielle Hypomyelenisierung, Schwerste psychomotorische Retardierung, beidseitige Hüftluxion (OP im Jan. ´13)

Irmi 2
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Beitragvon Irmi 2 » 23.01.2011, 22:04

Hallo,


@Dani: ich bin etwas verwundert über deine Frage.... Hat euch denn der Neuro keinen genauen Umdosierungsplan ( wann ,was wie ab und das andere Medi aufdosiert wird) mitgegeben --und vorher besprochen? :shock: Da sich die Medi´s bei gleichzeitiger Einahme vom Spiegel beeinflussen, sollte der Neuropädiater das schon im Blick haben!

Wie hoch die Dosis dann letztendlich vom Lamotrigin sein muss, wirst Du abwarten müssen ,wie es wirkt.
Ich hoffe ,man hat euch über die seltene Nebenwirkung des Lamotrigins aufgeklärt und dementsprechend LANGSAM wird es eindosiert?


Alles Gute und liebe Grüße Conny

Dani+Feli
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Dosierungspläne

Beitragvon Dani+Feli » 25.01.2011, 16:56

Hallo Judith und Conny,
Ausdosierung- und Eindosierungspläne habe ich.
Mir war nicht ganz klar, wann beginne ich was.
Nun weiß ich, wenn ich bei sehr langsamen aufdosieren von LTG (alle 2 Wochen um 5mg), auf 10-0-10 angekommen bin, kann ich 75-0-75 OXC um 37,5mg reduzieren wochenweise oder in zweiwochenweise.
Zur Zeit behalten wir 2x75mg OXC und warten auf Anfälle. So niedrig ist
es wegen der Sprachstörung. LTG ist die Alternative, wenn OXC so nicht
ausreicht. Aber wie hoch LTG bei 20kg sein muß, weiß ich nicht. Bis 25-0-25 sollen wir langsam aufdosieren und dann warten.
Vielen Dank für die wertvollen Tips! Ein richtiges Aufklärungsgespräch über die Medis fehlt mir noch, was ist sehr wichtig zu wissen?
Wie ist das mit den Wechselwikungen zu anderen Medikamenten?

LG Dani

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Beitragvon Irmi 2 » 26.01.2011, 12:15

Hallo Dani,

also wartet ihr erstmal ab ,ob es mit der niedrigen Dosis OXC hinkommt und wenn nicht ,kommt LTG rein ,richtig?

Lamotrigin sollte langsam eindosiert werden ,besondere Vorsicht ist geboten,wenn Hautausschläge auftreten ,die sollten unbedingt dem Arzt gezeigt werden ! Überwiegend sind sie harmlos ,ABER es gibt die seltene Nebenwirkung von schweren Hautauschlägen ,einschließlich Steven JohnsonSyndrom!!!!

Wechselwirkung : OXC und LTG beeinflussen sich vom Spiegel her ,habe ich ja schon oben geschrieben, bin mir gerade nur nicht sicher wie rum ( ist schon so lange her ,das wir die Kombi hatten): ich glaube OXC senkt den LTG Spiegel ,aber bin nicht 100% sicher!

Drücke die Daumen ,das es vielleicht mit "nur" OXC hinkommt!


LG Conny

nadja71
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Beitragvon nadja71 » 26.01.2011, 12:30

Hallo zusammen,
wir lassen auch gerade Lamotrigin einschleichen. Alle 2 Wochen 5mg mehr. Seit der letzten Aufdosierung (zur Zeit 25mg-0-25mg)haben wir Probleme mit Dominics INR-Wert(Gerinnungswert). Das testen wir jeden morgen um zu sehen wieviel Marcumar wir Abends dosieren müssen. Dieser Wert ist zur Zeit am Schanken und ausserdem hat er Wassereinlagerungen im Gesicht.
Von kardiologischer Seite ist alles bestens. Dr. meinte vielleicht Nebenwirkung von Lamotrigin.
Hattet ihr sowas auch schon?
Er wollte es mit der Neurologin absprechen, aber er meldet sich nicht. Habe ihm schon eine Email geschrieben und bisher kam keine Antwort. :(
LG aus Südbaden
Nadja
Nadja Mama von Dominic *02.12.2000, DiGeorge Syndrom, div. Herzfehler,Thymusaplasie, Autoimmunthrombo-, leukopenie, Thalus vertikalis, Hörgeräte, geistige Behinderung, keine Sprache vorhanden, Epilepsie,

Dani+Feli
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Beitragvon Dani+Feli » 28.01.2011, 09:46

Hallo Conny,
ja so hoffen wir es.
Ist denn das Lamotrigin eine schlechtere Alternative als Monotherapie?
Mit OXC klappt es zwar, aber wir sind unter dem Wirkbereich. ?
Wir würden nur wegen der Sprache wechseln, in der Hoffnung LTG macht
nicht die gleichen Nebenwirkungen. Wenn ich aber dann mit anderen
Medikamenten, größere Schwierigkeiten bekomme, bleibe ich lieber bei
OXC. ? Bis jetzt kann die Anfallsfreiheit auch Zufall sein, denn er hatte ja
eher seltenere Anfälle.
@Nadia:
Es steht wohl im Beipackzettel drin, aber keine Gegenmaßnahmen.

Viel schlimmer ist, dass im BZ keine Rede vom langsamen Eindosieren drin ist! Nur die Dosis-Gewichtsangaben, die ich ja niemals sofort geben darf! Hier ist wirklich ein gutes Arztgespräch zwingend erforderlich!
LG Dani

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Beitragvon Irmi 2 » 28.01.2011, 11:49

Hallo Dani,

ja , das sehe ich auch so " Hier ist wirklich ein gutes Arztgespräch zwingend erforderlich!",

deshalb hatte ich ja auch anfangs gefragt!
Wie geschrieben ,die NW ist selten ,aber man sollte halt schon wissen ,auf was man achten muss und warum!

Zu deiner Frage als Alternative: generell kann man das nicht sagen ,weil das Medikament ja von verschiedenen Faktoren abhängig ist : zB Epilepsieform/syndrom ,Anfallsformen ,aber auch sonstige Erkrankungen , andere Medikamente undundund

Für viele ist Lamotrigin schon sehr gut geeignet,wenn es denn eben richtig ausgewählt wurde ( und langsam eindosiert wird) , was letztlich an NW auftritt kann bei jedem unterschiedlich sein! Wir hatten Lamotrigin lange als Medi ( erst in Mono ,später als Kombi mit diversen anderen),und mein Sohn hat es ohne NW gut vertragen!

@Nadja: kann dir leider nicht weiterhelfen bei der Frage!

LG Conny

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Wechsel der Medis?

Beitragvon Dani+Feli » 06.03.2011, 19:49

Hallo Conny,
nun hatte Feli 2-3 kleine Anfälle innerhalb von 6 Wochen mit OXC.
Wir sind unter dem Wirkbereich, weil im Wirkbereich die Sprache schlechter wurde. Er ist nun wieder gut drauf und es sind andere Anfälle
als sonst (kein Sturz, keine Schlappheit).

Wann und warum kommt es zum Wirkstoff-/Medikamentenwechsel?
Wie und wer entscheidet das am besten (Eltern oder Arzt)?
Der Arzt muß es dann verordnen und sein ok geben, das ist schon klar.
Das EEG ist ja immer gut, somit kann man das nicht in die Wechselentscheidung einbeziehen.

Oder können Anfälle auch toleriert werden, weil sie leichter erscheinen?

Das Apydan Extent nimmt Feli gut an, eine andere Tablette (LTG) dazu, ist
blöd ihm zu erklären.
LG Dani

(Komplex-fokale Anfälle im Temporallappen/Hippocampus)

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Beitragvon Irmi 2 » 07.03.2011, 11:31

Hallo Dani,

schwierig zu beantworten...

Habt ihr denn einen Termin zur Verlaufskontrolle bei eurem Neuropädiater? Wenn der nicht in allzu weiter Zukunft liegt und dich die 2-3 Anfälle nicht sonderlich beunruhigen ,würde ich bis zu dem Termin warten und dann ausführlich beraten. Entscheiden müsst ihr es mit dem Arzt gemeinsam,denke ich , denn sowohl er muss es medizinisch vertreten ,aber ihr als Eltern solltet ja auch von der Richtigkeit der Therapie überzeugt sein!
Wären denn die Anfälle in dieser veränderten Form für euch so akzeptabel oder wo wäre die Grenze ,wo du denkst ,es ginge so nicht?
Hat der Neuro eine Aussage gemacht bezüglich Anfallsfreiheit?

LG und alles Gute Conny


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