Entzündete PEG/Button-Eintrittsstelle

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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Nellie
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Beitragvon Nellie » 21.01.2010, 08:26

Hallo Belinda,

mensch, da ist Deine Kleine ja noch sehr klein. Ich finde es toll, dass Ihr Euch schon zur PEG entscheiden konntet. Wir konnten es damals nicht und im Nachhinein hätte ich Linn gerne die weiteren Monate mit dem Ding in der Nase, das sie gehasst hat, erspart.

Wie kommst Du denn an die Metalline dran? Geht das ohne Lösen der Halteplatte? Wann sollt Ihr denn das erste Mal lösen und wann sollt Ihr sie wieder vorstellen? Nach 1 Woche finde ich das Nichtlösen wieder sehr seltsam.
Was hat sie denn für eine PEG? Ich verstehe nämlich die Frage mit dem Verschluss zum Reinsondieren nicht. Kommt nicht nur ein Schlauch aus dem Bauch und der Verschluss ist am Ende und man könnte ihn neben sie legen auf dem Bauch? Hast Du ein Foto?

Ich halte übrigens nichts von Metalline. Das hat bei Linn sowohl am Luftröhrenschnitt als auch an der PEG überhaupt erst für die Entzündungen gesorgt. Wir haben sie dann andersrum benutzt, bis wir andere Kompressen hatten.

Baden durften wir nach so ca. 10 Tagen, aber noch ohne Zusätze, bzw. nur mit Kamillan oder ähnlichem. Da kann man dann ein bisschen aufgeweichten Grind entfernen und es schön trocknen lassen. Das hat dem Stoma sehr gut getan.

LG
Nellie
Linn *2004, schwerste Mehrfachbehinderung durch pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet
A. *2009
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Betty
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Beitragvon Betty » 21.01.2010, 09:17

Hallo Belinda,

Erstmal schließe ich mich den Fragen von Nellie an.

Beim Verschluß: Kann es sein, dass ihr da einen Adapter drauf habt, den ihr evtl. zwischen Sondierungen abmachen könntet?

Ansonsten halte ich von Metalline auch nichts. Bei Janina war das beste, nachdem es abgeheilt war, gar nichts drauf. Einfach feucht abwischen oder einfach mitbaden und dann gut trocknen. Janinas Einstichstelle war dann immer reizfrei, außer als die im KH anfingen da Octinisept drauf zu machen.
Also du siehst, weniger ist manchmal mehr.

Janina hat die Bauchlage geliebt. Wie Vojta mit PEG funktioniert, weiß ich nicht, denn als Janina ihre PEG bekommen hat, hatten wir Vojta bereits aufgehört. Aber die Bauchlage an sich geht gut, allerdings kann es passieren, dass die PEG dann schneller kaputt geht.

Wenn du unsicher bist, ruf doch einfach bei den Ärzten an, die die PEG gelegt haben und frag da nochmal nach, wie du dich verhalten sollst.

Ich wünsche euch alles Gute!
LG Betty
Betty(05/80) mit Janina(08/04)hypoxisch-ischämische Encephalopathie III°,Entwicklungsstand eines Säuglings,Epilepsie,PEG, verstorben:16.01.08; und Pascal(04/06)

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Beitragvon Belinda1 » 21.01.2010, 09:35

Danke für eure Antworten! Wir haben uns dazu entschieden, da sie aufgrund einer Pneumonie beatmet werden musste, und wir mehrere diagnostische Biopsien durchgeführt haben. Um eine spätere erneute Narkose zu sparen, haben wir alles auf einmal gemacht. Heute habe ich die Platte gelöst und gesehen, dass die Austrittsstelle rot ist. Was soll ich jetzt da drauf machen? Das mit der Metalline andersrum werde ich versuchen.
Gruß
Belinda
Belinda mit Valentina (*13.11.2009): unklare Grunderkrankung mit beidseitiger Thalamusläsion, zentraler Schluckstörung, Epilepsie. Button. 6/10 Fundoplikatio.
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MarenZw
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Beitragvon MarenZw » 21.01.2010, 20:30

Hallo Ihr Lieben,.
@Belinda ich gratuliere noch schnell zur Geburt deiner Tochter, nach 9 Wochen kann man das wohl ruhig noch tun.

@all,.....
NAchdem ja Zoés Stoma letzte Woche noch so ziemlich gesuppt hatte, habe ich sie seid Sonntag alle zwei Tage noch in iher Babywanne in Tannolact gebadet. Seid Montag hat sie auch keine Kompresse oder sonstiges an der Sonde unter der Platte.
Es hat komplett aufgehört zu suppen. Der weisse Rand ist verschwunden es ist nur noch leicht gerötet.
Auch geht es ihr seid der Lockerung besser. Ich kann aber immer nur im Badewasser an der Sonde "pflegen" denn sonst tolleriert sie es nicht. Allerdings lässt sich die Sonde prima rein und rausschieben. Es tut ihr dann auch nix weh.
Zum Schluss, kurz vor dem rausgehen aus der Wanne mache ich noch nen Schuss Babyöl in die Wanne, damit ihre trockene Haut auch eine Pflege erhält. Sie lässt sich auch nirgends eincremen hat aber halt trockene Haut.
Alles in allem kommen wir zur Zeit ohne grosses Tam Tam gut klar.
Alle zwei Tage Pflege reicht völlig aus zur Zeit und sie ist dadurch auch weniger gestresst. Selbst die ein oder andere schlaflose Nacht konnten wir eintauschen gegen durchschlafen.

Nur der Stuhlgang mag doch nicht so recht, somit habe ich die Movicolgabe von 1 Beutel auf 4-5 erhöhren müssen. Morgen kaufe ich ihr Birnensaft, damit ging es vor 10 Tagen recht gut...

Nochmal an Belinda....Metalline kenne ich nicht, bzw hatte Zoé nicht, aber wie du oben schon lesen konntest, weniger ist wirklich oftmals mehr....nur gerötet klingt gut....besser als eitrig übelriechend suppend....

alles gute...
LG Maren (1976), Philipp 04/00, Felix (HLHS) *29.11.01 + 05.12.01, Hannah 02/03, Zoé (*36+0 SSW, frühkindlicher Autismus ( Kanner), GdB 90, Sondenkind seid 01/10) 06/07, PSIII

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Beitragvon Elisabeth » 30.01.2010, 01:15

Hallo zusammen, liebe Nellie,

ich wollte mich nochmal mit unseren Erfahrungen melden.
Wir haben jetzt also täglich mit Calendula-Lösung gereinigt, anfangs war das klasse, die Rötung ging sichtbar zurück, war aber nie ganz verschwunden. Wir waren zufrieden.

Aber seit ein paar Tagen wird sie wieder größer und dunkeler. Ich habe auch den Eindruck, dass die Haut um die Eintrittstelle herum leicht feucht ist durch austretendes Sekret/Magensaft oder was auch immer. Jedenfalls sind auf der Kompresse immer "Rückstände".
Kann es denn sein, dass sich das Stoma wieder weitet?

Ich habe jetzt seit zwei Tagen nach dem Reinigen einen Tropfen Teebaumöl aufgetragen. Liebe Nellie - wie lange muss ich mich gedulden, bis ich auf Erfolg hoffen kann?

Liebe Grüße,
Elisabeth

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Beitragvon MarenZw » 30.01.2010, 13:14

Ich bin nicht Nellie und auch nicht so erfahren wie sie,
Aber, wir haben die Kompressen komplett weggelassen und tauschen lieber einmal bis zweimal tgl das Unterhemd.
So trocknet das Stoma bei uns fast vollständig ab, bis auf minimals "nässränder" die aber nicht weiter beachtenswert sind.
Damit das Öl auf der Stoma bleibt.....habe ich es in eine leere ausgewaschene Desinfektionssprayflasche getan und sprühe es Zoé mit zwei bis drei Sprühstössen auf.
ein bis zweimal die Woche bade ich sie in einer Babybadewanne in Tannolact, DAS tut ihr und dem Stoma gut.
Ich behandel sie nun gut zweieinhalb Wochen so und kann nur staunen, wie gut alles aussieht. Rot ist da Stoma auch noch, denke aber, das das nie ganz veschwinden wird.
LG Maren (1976), Philipp 04/00, Felix (HLHS) *29.11.01 + 05.12.01, Hannah 02/03, Zoé (*36+0 SSW, frühkindlicher Autismus ( Kanner), GdB 90, Sondenkind seid 01/10) 06/07, PSIII

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Beitragvon Nellie » 30.01.2010, 13:56

Hallo Elisabeth und Maren,

hm, schwierig aus der Ferne zu sagen. Wenn eine Entzündung im Gange ist, kann sich das Stoma schon auch nochmal weiten. Ich kann mir unter dunkler nichts vorstellen.
Die Wirkung von Teebaumöl zeichnet sich nach unserer Erfah
rung nach ein paar Tagen ab, nach einer Woche sieht man deutliche Besserung.
Tannolact haben wir übrigens auch am wunden Po damals gerne genommen.
In der Tiefe bleibt es bei uns auch immer rot und manchmal auch ein bisschen weiter.
Hier mal ein Foto von Linns Button und Stoma, wie es gut aussieht:
Bild

Elisabeth, kannst Du ein Foto einstellen?

LG
Nellie
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Beitragvon MarenZw » 30.01.2010, 14:26

Ich versuche auch mal demnächst ein Foto einzustellen. Übrigens, bei uns schaut es nur minimal roter aus und am Rand zur Sonde hin etwas nässender....aber für uns völlig in Ordnung, Sonde geht gut rein und raus und es ist generell recht entspannt, mittlerweile :lol:
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entzüdete peg sonde

Beitragvon Eric08 » 30.01.2010, 15:08

hallo
mein sohn hat auch eine peg und hin und wider rot und entzündet mir hat man im krankenhaus gesagt nemmt die METALINE ist ne art schlitzkompresse.

versuch es mal bei uns hilft es

lg andrea
Eric Marcel 37 ssw Apert syndrom syndaktelie an händen und füssen, epilepsie. 100 % behindert seit dem 8 monat dauer shunt. seit 2.7.09 eien PEG sonde. Skoliose, entwicklungsverzögert.
Lena-Sophie 37 SSW gesund 8 jahre
Larissa Emely 37 SSW gesund 2 jahre

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MarenZw
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Beitragvon MarenZw » 30.01.2010, 18:57

So sieht es aktuell bei uns nach dem Baden in Tannolact aus:

Bild

Bild

Bild

leider nur unter Protest zu fotografieren gewesen und auch nur im Sitzen und auf die Schnelle.... :roll:
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