Erfahrungen bei Kindern mit verbaler Entwicklungsdyspraxie

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Sprachverzögerung/Sprachstörung austauschen und Erfahrungen bezüglich UK (unterstützter Kommunikation) weitergeben. Logopäden dürfen natürlich auch gerne hier Tipps geben!

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Eliotsmama
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Beitragvon Eliotsmama » 23.02.2016, 12:00

Hallo Dani,

wir hoffen sehr, das wir mit GUK einiges erreichen können. Das wäre wirklich traumhaft. Immerhin so etwas differenzierter zu kommunizieren. Es ist manchmal wirklich nicht leicht herauszufinden, was er denn gerade will. Und das führt natürlich zu Frustrationen. :-(

Ja, ohne Spaß würde Eliot eh komplett blockieren. ;-)

Foto/Karten werden wir erst einmal nicht nutzen, da Eliot sich diese nicht anschaut. Wir werden diese zwar auch im einzelnen hinhängen (Baden an die Badezimmertür, Saft an den Kühlschrank etc.) aber der Fokus liegt derzeit noch rein auf den Gebärden selbst. ;-)

Liebe Grüße
Yvonne
Yvonne & Eliot Liam *12/2010, SBA 100% GBH, PG 4,
Frühkindlicher Autismus mit geistiger Behinderunh, Alternierende Hemiplegie im Kindesalter (AHC), schw. allg. Entwicklungsst. und fehl. expressiver Sprache, Umschr, Entwicklungsst. der Mundmotorik, extrem kurze Aufmerksamkeitsspanne und hohe mot. Unruhe, Muskelhypotonie etc.

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Anne.Berlin
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Beitragvon Anne.Berlin » 20.03.2016, 22:08

Hallo,

da mich Dani schon per PN auf diesen Thread aufmerksam gemacht hat, will ich nun mal kurz meine Hauptfrage formulieren: Bei meiner Tochter steht der Verdacht auf VED im Raum, aber sowohl unsere Logopädin als auch die zuständige Dipl. Sprechwisssenschaftlerin vom SPZ sind der Meinung, dass für eine VED-Diagnostik Nachahmübungen durchgeführt werden müssen, zu denen meine Tochter noch nicht fähig ist.
Jetzt frage ich mich, wann und wie ihr zur Diagnose gekommen seid. Was mussten eure Kids bei dem Test konkret machen?
Kurz zur Situation: Meine Tochter nutzt kaum die Zunge beim Lautieren, das heißt hauptsächlich nur Vokale. Seit kurzem kann sie das ch bei auch :) Seit wenigen Monaten haben wir den Eindruck, dass sie versucht nachzusprechen. Ansonsten ist das Hauptwort Mama. Mit ja und nein kommuniziert sie allerdings sehr aktiv. Und mit GUK haben wir vor ca. zwei Wochen begonnen und sind begeistert, wie schnell sie zumindest versucht die Gebärden nachzumachen. Das macht ihr offenbar Spaß :wink:
Die Logopädin hat für das kommende halbe Jahr den Plan, GUK und Neurofunktionstherapie (myofunktionelle Störung) durchzuführen. Wenn das nicht anschlägt, will sie weitersehen...
Beste Grüße
Anne
Töchterchen, geb. Mai 2013, komb. Entwicklungsstörung, Sprachentwicklungsstörung, Hypoton, Kleinwüchsig, Verdacht auf mildes Syndrom (noch ohne ursächliche Diagnose)

BiancaH
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Beitragvon BiancaH » 21.03.2016, 08:30

Hallo Anne,
was ich unten in deinem Post lese, trifft in allen Punkten auf meine Tochter Baujahr 07 zu, selbst der Kleinwuchs. Wir haben das Thema Diagnostik für uns abgeschlossen. Mir ist es mittlerweile egal, ob es eine Dyspraxie, Entwicklungsstörung, Syndrom oder was auch immer ist. Ich schaue was für Therapien in diesem Moment für sie zielführend sind und welche nicht. Mit der Zeit wird man dabei zum Experten. Das SPZ war mir bei dieser Reise leider nie eine wirkliche Hilfe. Solltest du Interesse am Austausch haben, melde dich, ich bin nicht mehr so oft hier unterwegs.
LG Bianca

C.S.
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Beitragvon C.S. » 31.03.2016, 08:43

Hallo,
ich bin schon länger nicht mehr hier unterwegs gewesen und lese dieses gerade.
Also, mein Sohn ist jetzt 5 geworden und bekommt seit ca.2,5Jahren Logo.
Das hat nicht viel gebracht. Dann habe ich von einer Bekannten von der Rehaklinik Werscherberg gehört und bin zu unserem Kinderarzt gegangen. Für unsere Pädaudiologin war er noch zu jung. Das war ein harter Kampf den Antrag zu bekommen.
Wir mussten erst unsere Pädaudiologin wechseln, dann konnten wir mit unserem Kinderarzt den Antrag stellen.
Gott sei Dank, denn dort erhielten wir die Diagnose VED und therapieren jetzt mit TAKTIN und KoArt, was schon vieles gebracht hat. Die Reha war im September 2015. Jetzt stellen wir den nächsten Antrag für das Frühjahr 2017.
Die Reha dauert 4 Wochen mit einer Begleitperson. Das war super und das beste was uns passieren konnte.
Google einfach unter Rehaklinik Werschergerg.

Alles Gute Christina

Sabine-BB
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Beitragvon Sabine-BB » 25.04.2016, 20:49

Hallo :-) Seit damals hat sich eine Menge getan bei uns. Mein Sohn ist nun in der 5. Klasse, wir sind wieder mal ständig beim SPZ, aber wegen Nachteilsausgleichsfeststellung. Also nix schlimmes.
Schön das es nun eine offizelle Dyspraxie Online Seite gibt, ich bin begeistert. Das erleichtert doch vieles, auch gibts eine Dyspraxie Fb Gruppe.
Alles ist am wachsen, auch dank Arte, die inen tollen Beitrag über Dyspraxie gebracht haben.
Wenn ich merke , wieviele Menschen davon noch nie was gehört haben haben, bin ich überzeugter denn je, das diese Krankheit an die Öffentlichkeit muss.
ADHS kennt jeder, aber Dyspraxie?
Sorgenschatz (März 2005) allerg. Asthma,muskel. Hypotonie, verbale Dyspraxie mit Koordinationstörung und Probleme bei der Handlungsplanung

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 28.06.2016, 10:40

Hallo in die Runde!

Bei meiner Tochter, 8,5 Jahre, ist es nun auch sicher diagnostiziert, dass sie eine VED hat (auch eine motorische Dyspraxie liegt vor, das war aber schon bekannt, seit sie 4 war).
Leider waren 6,5 Jahre Logopädie in der Vergangenheit umsonst, da unsere Therapeutin die völlig falschen Übungen mit ihr gemacht hat. Unsere neue Therapeutin war ziemlich entsetzt, weil die Diagnose wohl relativ offensichtlich auf der Hand lag.

Nun geht es endlich in die richtige Richtung und unsere Tochter hat sogar Spaß an den täglichen Übungen! :D

Dafür nehme ich auch den Fahrtweg von 40 Minuten (einfache Strecke) gerne in Kauf!

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Birgit1972
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Beitragvon Birgit1972 » 29.06.2016, 10:20

Hallo Alex,

mir geht es gerade ähnlich! Mein Sohn Niklas ist auch seit ca. 6 Jahren in logopädischer Behandlung und gerade habe ich das Gefühl,
eigentlich könnten wirs auch sein lassen! Es gibt kaum Fortschritte und Niklas ist auch kaum zu verstehen - zumindest für Außenstehende :(

Deshalb bin ich gerade auf der Suche nach einem geeigneten Therapieansatz. Was macht ihr denn jetzt genau für eine Therapie? Ich bin für alle Tipps sehr dankbar!!

Viele Grüße, Birgit

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Beitragvon Daniela1974 » 29.06.2016, 13:47

Hallo Alex ,

könntest Du uns etwas berichten ? Was genau macht Ihr jetzt bei der Logo (anders)????

lg Dani
Papa , Mama und Sonnenschein C. 2/08 , Epilepsie seit Geburt ,muskuläre Hypotonie ,glob.Entwicklungsverzögert ,extr.Knick-Senkfüße , keine aktive Sprache

Tanja a.
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Beitragvon Tanja a. » 17.07.2016, 21:15

Hallo,
Ich habe gestern Nacht diese Seite gefunden und sehr viel gelesen und erfahren.
Mein Sohn wird bald 4 und hat diagnostizierte Ved. Logo bekommt er seit ca 1,5 Jahren. Unsere Logopädin macht es wirklich toll und er übt sehr fleißig mit ihr, jedoch nur mit ihr (2x die Woche also). zur Zeit redet Luca wirklich ganz viel, traut sich mittlerweile auch mal, fremde anzusprechen. Nur verstehen sie ihn kaum.
Dachte ich mir also, beantrage ich auch mal eine Kur im "werscherberg". Und nun auch genehmigt, soll Ende September beginnen.
Nun war ich vorletzte Woche beim Landkreis: Platz im Sprachheilkindergsrten ist wohl sicher.
Nun bin ich hin und her gerissen: Sprachheilkindergsrten für Minimum 1 Jahr oder 4 wöchige Kur im werscherberg? Eins geht nur, da die Krankenkasse nur eine Maßnahme bezahlt. Grundsätzlich ist Sprachheilkindergsrten bestimmt sinnvoller, vermute ich.

Was denkt ihr? Was kann ich tun?
Luca, gerade 4 Jahre, Ved, sonst alles Altersgemäß

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Verena S
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Beitragvon Verena S » 19.07.2016, 12:01

Mein Sohn Elias (Sprachentwicklungsstörung mit verbaler Dyspraxie) ist drei und kann wahrscheinlich ab Januar oder spätestens ab August nächsten Jahres in einen Sprachheilkindergarten wechseln. Zwecks Kur oder Reha überlege ich auch schon lange und habe mir nun aufgrund deines Beitrages einiges auf der Homepage "Werscherberg" durchgelesen. Dort steht u. a.
"Ziel des Aufenthaltes in der Rehabilitationsklinik ist neben einer sorgfältigen und umfassenden Diagnostik eine an den Fähigkeiten und Stärken orientierte Therapie, um die individuelle Entwicklung und die Teilhabe in Familie und Gesellschaft zu unterstützen."
Da ihr bereits eine Diagnose habt und die Logopädin euch sicher auch unterstützt, könnte ich mir vorstellen, dass ihm langfristig Unterstützung im Sprachheilkindergarten (später dann mit Schulvorbereitung) mehr mitgibt... Das wäre meine Meinung dazu ;)
LG Verena


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