Welche Schule in Hessen?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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shone
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Welche Schule in Hessen?

Beitragvon shone » 23.05.2004, 10:30

Hallo Liebe Leute,
ich hatte vor ein paar Wochen meinen Sohn Dennis bei Euch vorgestellt (5,4 Jahre, komplexer Herzfehler und atyp.
Autismus). Leider hatte ich mal wieder PC Probleme, deshalb kann ich erst jetzt wieder mitmachen.
Thema Zurückstellung Schule:
Mein Hauptproblem ist eben dass Dennis zur Zeit noch sehr viel aufzuholen hat, er aber auf einer GB Schule meiner
Meinung nicht richtig wäre. Er spricht immerhin seit einem 3/4 Jahr und das wird immer besser, nun bildet er auch schon
Fragesätze und äußert eigene Gedanken !
Er macht seit dem Kiga deutliche Fortschritte. Auch in seinem Imiterenden Verhalten und in der Motorik.
Seine Hauptprobleme sind allerdings die Panik im sozialen Bereich und nicht die Intelligenz oder Fähigleit in (eher 2
Jahren) zur Schule zu gehen. Und diese Probleme im sozialen Bereich, nämlich dass er einfach nur blockiert weil er zuviel
Angst hat, hat er in JEDER Schulform !
Daher hatte ich an Zurückstellung gedacht, weil ihm damit einfach noch etwas ZEIT gegeben würde, um seine sozialen
Probleme besser in den Griff zu bekommen...
Habt ihr eine Idee, ist Zurückstellung und dann Vorschule möglich, wenn ja welche Schulform eignet sich wohl bei Autisten (Lernhilfe, Walldorf, Montessori, Regel-I-Klasse)?
Danke für Infos
LG Inci
(http://www.inci-auth.de - Mama von Dennis, geboren 28.01.1999;
komplexer Herzfehler (Shone-Komplex) mit Lungenhochdruck, Autismus mit Zwangsstörung, Thorakal-lumbal-Skoliose, Epilepsie mit fokalen Anfällen; unser "kleiner" Sonnenschein)

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Sabine
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Beitragvon Sabine » 23.05.2004, 10:51

Hallo Inci,

bekommt Dennis eigentlich Frühförderung? Wir haben uns zum Beispiel bei der Wahl eines geeigneten Kindergartens mit Jan-Pauls Frühförderin beraten. Sie hat uns einen tollen Kindergarten für JP empfohlen und wir freuen uns schon darauf, wenn der Kleine ihn ab Herbst besuchen kann.
Was sagen die Erzieherinnen in Dennis Kiga? Deren Meinung würde ich auf jeden Fall einholen.
Es ist schwer, ein besonderes Kind als I-Kind in einer Regelschule einschulen zu lassen. Da würde ich mich aber auch mal mit dem Rektor der für Dennis in Frage kommenden Grundschule in Verbindung setzen. Eine Walldorf-Schule wäre vielleicht auch nicht schlecht. Wahrscheinlich wird Dennis aber überall, egal wo du ihn vorstellst, so eine Art "Schulreifetest" machen müssen. Das Ergebnis könnte dann auch möglicherweise einen abschlägigen Bescheid zur Folge haben.

Lieben Gruß,
Sabine

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shone
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Beitragvon shone » 23.05.2004, 13:23

Hallo Sabine,
schön wieder von Dir zu lesen...
mit der Frühförderungsstelle komme ich leider gar nicht mehr weiter. Seitdem ich vor 2 Jahren eine andere meinung als die Pädagogen dort hatte, wollen sie nun nichts mehr mit mir zu tun haben. Es ging damals um den Kiga, ich wollte Dennis wegen seiner Panikattacken ein Jahr später inden Kiga geben, was ich gottlob auch gemacht habe !!!! Seitdem haben sie den kontakt rigoros abgebrochen.
Sie haben sogar die heilpädagogische Frühförderung im jetztigen Kiga auf die ich seit 4 Wochen (!) dränge abgelehnt. Nach langem hin und her wird das wahrscheinlich von der Autismusambulanz gemacht. Soviel zu der Unterstützung !
Leider muss ich alles selbst in die Hand nehmen. Daher bin ich ja so dankbar, wenn ich eine Antwort im Forum bekomme ! Ich werde am Montag mal bei der hiesigen Regelschule anrufen und mich auch bei den andern Walldor, Montessori, Lernhilfe etc, erkundigen.
Der Kiga ist im Moment sowieso überfordert, allerdings sind die auch derMeinung, dass Dennis erst 2006/2007 in die Schule solle...
Wenn Du noch einen Tip hast - gerne.
LG Inci
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Beitragvon Heike » 23.05.2004, 20:36

Hallo Inci,

in Hessen wird Integration ziemlich groß geschrieben - aber es hängt auch von der jeweiligen Schule ab, ob sie sich die Integration eines bestimmten Kindes zutraut.

Davon abgesehen: Eine Integrationsmaßnahme in einer Regelklasse bedeutet, dass die Klassengröße 20 Schüler/innen nicht übersteigen darf. Für Dennis sind das vielleicht schon viel zu viele Kinder. Von daher würde ich mich erkundigen, welche Schulen noch in Betracht kommen bzw. für euch erreichbar sind. Infos darüber bekommst du bei eurem zuständigen Schulamt, dort müssten auch die privaten Schulen (Walldorf, Montessori u.a.) bekannt sein. Und dann würde ich mir diese zur Auswahl stehenden Schulen einfach mal anschauen, einen Unterrichtsbesuch und ein Gespräch vereinbaren.

Liebe Grüße

Heike
mit Carla, Jonas und Simon (*11/1998)

********************************
Vergleiche nie ein Kind,
es sei denn mit sich selbst.
J.-U. Rogge

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Beitragvon Helmut » 23.05.2004, 21:20

Hallo Inci,

da Dennis ein Problem mit dem Herzen, und Autismus hat... beides Dinge bei denen "Streßvermeidung" oberstes Gebot sein sollte, müßte das wichtigste Kreterium für seine Schule : so kleine Klassen wie möglich sein. So gesehen solltes du Schulen für geistig und körperlich Behinderte in die Suche mit einbeziehen. Schule für Körperbehinderte klingt abwegig, kommt aber immer auch dann in Frage, wenn ein Kind geistig zwar eher normal, rein kraftmäßig = bei Dennis wegen dem Herzen....aber Probleme hat.

:-) Helmut

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Beitragvon shone » 23.05.2004, 21:35

Hallo Helmut und Heike,
das stimmt mit der Klassengröße. Dass muss ich natürlich stark mit berücksichtigen. Andererseits sind in seinem Kiga im Moment 2 Gruppen mit 17 und 18 Kindern. Und da ist er zwar noch überfordert, macht aber trotzdem seine kleinen Fortschritte.
Ich melde mich wieder wenn ich was neues weiss.
Danke Euch erstmal
LG INCI
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