Warum sollen Kinder getauft werden?

Hier könnt ihr Diskussionen bezüglich religiöser Fragen und Meinungen führen - oder auch einfach über religiöse Feste wie Taufen, Konfirmationen etc. brichten. Für Familien mit besonderen Kindern haben religiöse Sitten und Gebräuche schließlich auch einen besonderen Charakter.

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Martin T.
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überfordert?

Beitragvon Martin T. » 13.10.2006, 13:29

... dem ehemaligen Pfarrer werfe ich nur vor, daß er nicht ein einziges Mal gefragt hat.
Ich bin ihm oft genug über den Weg gelaufen, anfangs ohne, später mit Sohn. Oder er hätte meine Muter fragen können.
Ich denke, ein Dorfpfarrer wird nicht oft gefragt, ob er ein Baby auf der Intensiv tauft.
Daß er nicht taufen wollte, versteh/verzeih ich (Ausrede war was wegen Taufbuch);
Kinder, behinderte und wohl auch kranke Menschen waren nicht sein Ding.
Kann ich mir leider gut vorstellen ... ich fürchte, dass viele Leute ein Problem im Umgang mit kranken, insbesondere mit sterbenskranken Menschen haben - einfach, weil es in unserer Gesellschaft ein Tabu-Thema ist und sie deshalb überfordert sind. Aber von einem Pfarrer erwarte ich das schon - schon von Berufs wegen. Auch in der Stadt wird ein Pfarrer nicht oft soetwas gefragt. Und die Seelsorgerin im Krankenhaus kannte sich auch besser mit den Sorgen rund um die Mandel-OPs aus, als mit lebensbedrohenden Krankheiten.
Meine Hoffnung ist, dass alle, die unsere kranken Kindern kennenlernen, viel dabei lernen und das dann anderen zu Gute kommt. Dann wäre ja wenigstens etwas gewonnen.

In diesem Sinne
Martin
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anner
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Beitragvon anner » 13.10.2006, 19:19

Hallo, Martin,

in meinen Augen ist auch ein Pfarrer nur ein Mensch - auch er hat Schwächen, von daher erwarte ich in meinen Augen nichts "übermenschliches"....nur eine Frage mal, von mir aus auch am Telefon....

Aber vielleicht kann ich jetzt diesen "Stein" in den Rhein werfen, nachdem ich es mir endlich von der Seele reden konnte und ich das erste Mal das Gefühl hatte, daß mich jemand verstanden hat.
Mein Mann kann so Sachen besser und schneller abhaken.

Es gibt manche Begebenheit, gerade im Zusammenhang mit Benedict, die noch nach Jahren immer mal wieder hochkommen.
Gerade heute wieder, als ich mit Benedict bei der Osteopathin war und sie mich nach dem Schwangerschaftsverlauf gefragt hat.
Aber das gehört dann wohl wieder woanders hin....

Hoffe noch öfters von Dir zu lesen.

Eine gute Zeit

Anne
Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits, Makrocephalie, Gaumenspalt, Skoliose, Kleinwuchs, Epilepsie u. e. mehr
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Martin T.
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...

Beitragvon Martin T. » 14.10.2006, 16:30

Hallo Anne,

es ist in der Tat gut, die Dinge einfach mal los zu werden - ich bin auf mein Gespräch mit dem Pastor nächste Woche gespannt. - Ich werden meinen Stein dann hoffentlich in die Leine werfen können.

Dir erstmal ein schönes Wochenende (allen anderen natürlich auch)!

Martin
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Beitragvon anner » 20.10.2006, 19:43

Hallo Martin,

wir war das Gespräch mit Eurem Pastor?

Anne
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nichts wirklich neues ...

Beitragvon Martin T. » 21.10.2006, 14:15

Hallo Anne,

wietgehend leider wie erwartet - ich glaube, er hat nicht wirklich verstanden, worum es uns ging ... Allerdings waren wir auch sehr vorsichtig, was das Austeilen von Vorwürfen anging.
Immerhin hat er uns zugesagt, dass er im Kirchenvorstand vorschlagen will, dass der kirchliche Kindergarten in unserem Stadtteil nun eine Integrationsgruppe bekommt. Ein kleiner Erfolg, an den sich hoffentlich anknüpfen lässt.

Aber was unser oben diskutiertes Anliegen angeht, müssen wir wohl auf den neuen Pastor (nächstes Jahr) hoffen ...
Aber es hat uns trotzdem gut getan, ihm von Leon zu berichten, vielleicht haben wir da ja doch noch etwas in Gang gesetzt, jedenfalls hoffe ich das!
Gestern war Leons Patenonkel mit seiner Frau bei uns. Welch ein Unterschied das war, obwohl wir doch über die gleichen Themen gesprochen haben. Aber die beiden standen uns immer schon recht nahe und hatten ein großes Herz für Leon.

Danke für die Nachfrage
Liebe Grüße
Martin
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Beitragvon Gudrun D. » 21.10.2006, 23:25

Hallo..

Ich habe das Thema jetzt mal durchgelesen. Da ensteht der Eindruck, daß Ihr Euch größtenteils mit einer Taufe überfahren vorkommt.

Eltern sollten ihre Kinder nur dann taufen lassen, wenn sie voll und ganz zum Glauben stehen. Und ihn selbst praktizieren( Das heißt Gottesdienst, freiwillig, mit den Kindern beten und ihnen von Jesus erzählen)!

Alles Andere ist Firlefanz, grins, und bringt nix!!!

Wenn Ihr eure Kinder zur Taufe anmelden wollt, erkundigt Euch bei der HeimatPfarrei, nach Taufkateschesen , oder Ähnlichen Gesprächskreisen.

Aber laßt Euch mal drauf ein..... und Ihr werdet eine Überraschung erleben!
Seid lieb gegrüßt und gedrückt von
Gudrun!


Mit Benjamin Pflegesohn 28 Jahre CP.Tetraspastik, Ohne Sprache. schwerst behindert! und drei lbl. erwachsenen Töchter.
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Beitragvon anner » 23.10.2006, 11:25

Hallo, Gudrun,

ich glaube, Du hast da etwas mißverstanden!
Bei uns war es die Art und Weise!!!
Wir bereiten den Pfarrer und die Taufe unseres Sohnes ganz bewußt vor und der (Pfarrer) hat nur mit seinen eigenen Gefühlen zu tun!!!!
Da fühle ich mich nicht überfahren, sondern nicht ernst/wahr genommen.

Anne
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Beitragvon Gudrun D. » 23.10.2006, 21:58

Sorry, wenn ich das mißverstanden habe. Aber es gibt so viele Kinder die getauft sind und das gar nicht wissen.

Bild
Seid lieb gegrüßt und gedrückt von
Gudrun!


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