Unterhalt bei Jugendhilfemaßnahme

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

Moderator: Moderatorengruppe

Benutzeravatar
AlexMama2006
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 119
Registriert: 27.07.2014, 15:29
Wohnort: München

Unterhalt bei Jugendhilfemaßnahme

Beitragvon AlexMama2006 » 06.11.2019, 19:39

Hallo zusammen,

wie ich ja schon geschrieben hatte, ist mein Sohn seit September in einer Jugendhilfeeinrichtung mit Internat.

Jetzt kam vom Jugendamt die Berechnung des Kostenbeitrages, ich muss erwartungsgemäß nur das Kindergeld abgeben, weil ich nur die Mindestpension zum Leben habe.

Der Vater muss allerdings weniger zahlen, als er bisher an mich Unterhalt bezahlt hat (nach Düsseldorfer Tabelle hatten wir das berechnet).

Mein Sohn ist weiterhin bei mir mit Hauptwohnsitz gemeldet, wir Eltern sind schon lange getrennt und geschieden.

Mir fehlt jetzt jeden Monat richtig viel Geld und ich bin gesundheitlich nicht in der Lage dazuzuverdienen. Ich bin zwar verheiratet, aber mein Mann muss jetzt meinen fehlenden Beitrag zur Hypothek ausgleichen. Das ist finanziell alles dadurch eng und ich weiß nicht so genau, wie das weitergehen soll.

Alex kommt jedes 2. Wochenende und in den Ferien heim, wir können sein Zimmer ja nicht vermieten oder uns etwas kleineres suchen oder so. Er wohnt dann bei uns, isst und wir unternehmen Dinge, Kleidung soll er wohl vom Heim bekommen, aber da tut sich nix, er braucht z. B. neue Winterschuhe.

Wie ist das denn mit dem Unterhalt rechtlich? Habe ich einen Anspruch auf den Unterschied zwischen dem, was der Vater an mich zahlen müsste und was er jetzt ans Jugendamt als Kostenbeitrag bezahlt?

Wie ist das mit den Fahrtkosten zu Elterngesprächen, Arztterminen und Hilfeplangesprächen?

Gibt es die Möglichkeit, dass ich das Kindergeld behalten kann? Gibt es wohl nur bei besonderer Härte, die bei uns laut Bescheid verneint wurde. Was bedeutet besondere Härte?

Vielleicht hatte jemand sowas schon einmal und kann mir ein paar Tipps geben.

Vielen Dank und viele Grüße,

AlexMama
AlexMama (*1971, ADHS, ME/CFS, Fibromyalgie, Lumboischialgie)
Alex (*2006, ADS, AWVS, Emotionale Störung des Kindesalters, Chronische Schmerzstörung, Asthma Bronchiale mit Allergien, Hypothyreose, Hochbegabung, unregelmäßiger Schulbesuch, schwerbehindert)

Michaela44
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1106
Registriert: 15.06.2016, 12:49

Re: Unterhalt bei Jugendhilfemaßnahme

Beitragvon Michaela44 » 06.11.2019, 20:47

Hallo AlexMama,

Unterhalt steht dir nicht mehr zu, das Kindergeld musst du abführen. Die Kosten für das Zimmer trägst du allein. Das ist leider so. Es ist eine große Ungerechtigkeit, da es bei körperlich behinderten Kindern mit Eingliederungshilfe anders läuft. Aber so ist es leider.

Wenn dein Sohn dich besucht, bekommst du von dem Internat das Verpflegungsgeld ausgezahlt. Bei uns waren es 5,50 € pro Tag. Für notwendige Fahrten bekommst du 30 ct pro Entfernungskilometer oder 20 ct pro gefahrenen Kilometer. Das wird unterschiedlich gehandhabt. Zu den notwendigen Fahrten zählen zum Beispiel das HPG, die Besuchswochenenden (sofern dein Sohn nicht mit der Bahn fahren kann), Lehrergespräche in der Schule. Lass dir die Fahrten quittieren!

Hat dein Sohn einen Pflegegrad? Dann bekommst du anteilig das Pflegegeld an den Tagen, an denen er zu Hause ist.

Viele Grüße
Michaela
Asperger Autistin
mit neurodiverser Familie

Susanne Th.
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 214
Registriert: 15.03.2015, 10:24

Re: Unterhalt bei Jugendhilfemaßnahme

Beitragvon Susanne Th. » 08.11.2019, 11:47

Hallo Alexmama,

vielleicht wäre auch dies eine Hilfe in Eurer Situation:

https://mein-bau.com/51522/wohngeld-eigentum/

LG
Susanne


Zurück zu „Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast