Vergleich ADHS und Autismus, Artikel aus dem Thieme Verlag

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

Moderator: Moderatorengruppe

Michaela44
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1106
Registriert: 15.06.2016, 12:49

Re: Vergleich ADHS und Autismus, Artikel aus dem Thieme Verlag

Beitragvon Michaela44 » 21.10.2019, 07:47

Jetzt schreibst du selbst, dass es zwei ("beide") und "verwandte" Krankheiten sind, da stimme ich mit dir überein. Zuvor hast du jedoch geschrieben, dass es "Variationen einer" oder gar "Spielarten einer" Krankheit sind und das stimmt nicht. Du hast in deinem letzten Post meine Meinung vertreten, um mich zu überzeugen. Interessant. Und über Myelinisierung steht in dem Artikel immer noch nichts.
Asperger Autistin
mit neurodiverser Familie

melly210
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 653
Registriert: 19.02.2018, 20:07

Re: Vergleich ADHS und Autismus, Artikel aus dem Thieme Verlag

Beitragvon melly210 » 21.10.2019, 15:59

Verwandt heißt ja, daß sie eine gemeinsame Grundlage haben. Daß es sich anders äussert, also klinisch nicht die gleiche Erkrankung ist, ist klar. Nur weil wer ASS hat ist er ja nicht zwingend ADHSler und umgekehrt. Ich meine dasselbe wie vorher, nur habe ich es in anderen Worten ausgedrückt. Vielleicht sind wir dann eh einer Meinung ?
Darüber wie genau die gemeinsamen Grundlagen genau aussehen geht er in dem Artikel nicht ein, weder auf genetischer noch auf molekularer Ebene, das stimmt. Er schreibt nur, daß es sie gibt. Ich denke das hätte ev. auch einfach den Rahmen gesprengt, darüber gibtes ja eigene Studien. Ich habe deshalb auch nur geschrieben, daß es den aktuellen Stand der Forschung UNTERMAUERT, nicht daß das alles in dem Artikel im Einzelnen abgehandelt wurde.

Michaela44
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1106
Registriert: 15.06.2016, 12:49

Re: Vergleich ADHS und Autismus, Artikel aus dem Thieme Verlag

Beitragvon Michaela44 » 21.10.2019, 17:36

So wie ich es lese und verstehe haben sie TEILWEISE eine gemeinsame Grundlage, aber nicht ausschließlich. Cousin und Cousine sind auch verwandt und haben keine gemeinsame "Grundlage", sondern nur in Teilen. Von daher empfinde ich deine Post nicht gleich und nur in anderen Worten sondern unterschiedlich. Ich verstehe immer noch nicht wie du es siehst, aber ich sehe es so: ADHS und ASS haben teilweise die gleiche Grundlage, teilweise jedoch nicht. Und ich glaube auch nicht daran, dass ausschließlich die Myelinisierung für beides verantwortlich ist.

Um zu erkennen, dass ADHS und ASS genetisch irgendwie zusammenhängen, benötigt man gar keine Studie. Es reicht, sich die Fußzeilen der Familien bei REHAkids anzuschauen. :D Das kann kein Zufall sein. :D
Asperger Autistin
mit neurodiverser Familie

melly210
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 653
Registriert: 19.02.2018, 20:07

Re: Vergleich ADHS und Autismus, Artikel aus dem Thieme Verlag

Beitragvon melly210 » 21.10.2019, 18:22

So wie ich es lese und verstehe haben sie TEILWEISE eine gemeinsame Grundlage, aber nicht ausschließlich. Cousin und Cousine sind auch verwandt und haben keine gemeinsame "Grundlage", sondern nur in Teilen. Von daher empfinde ich deine Post nicht gleich und nur in anderen Worten sondern unterschiedlich. Ich verstehe immer noch nicht wie du es siehst, aber ich sehe es so: ADHS und ASS haben teilweise die gleiche Grundlage, teilweise jedoch nicht. Und ich glaube auch nicht daran, dass ausschließlich die Myelinisierung für beides verantwortlich ist.

Um zu erkennen, dass ADHS und ASS genetisch irgendwie zusammenhängen, benötigt man gar keine Studie. Es reicht, sich die Fußzeilen der Familien bei REHAkids anzuschauen. :D Das kann kein Zufall sein. :D
Na dann sind wir uns eh einig. Es sind verwandte Krankheiten, dh sie teilen eine gemeinsame Grundlage, aber natürlich haben sie auch Unterschiede. Daß die Myelinisierung wird auch nicht das Einzige ist was es ausmacht glaube ich auch nicht. Ich denke das ist die gemeinsame Grundlage, die die Reizoffenheit etc ausmacht. Und dazu kommen dann schätze ich, genetisch und klinisch, andere Faktoren die ausmachen ob man ASS hat, AD(H)S, eine SI-Störung oder auch nichts davon. Weil das sind ja Spektrum-Erkrankungen, dh die Übergänge zur Normbevölkerung sind fließend. Mutmaßlich gibt es auch Faktoren die die klinische Ausprägung abmildern....

Benutzeravatar
Alexandra2014
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2974
Registriert: 04.12.2014, 14:04

Re: Vergleich ADHS und Autismus, Artikel aus dem Thieme Verlag

Beitragvon Alexandra2014 » 21.10.2019, 19:00


Um zu erkennen, dass ADHS und ASS genetisch irgendwie zusammenhängen, benötigt man gar keine Studie. Es reicht, sich die Fußzeilen der Familien bei REHAkids anzuschauen. :D Das kann kein Zufall sein. :D
Und genau diese Annahme ist falsch. Es gibt diverse Familien mit nur einem Autisten oder AD(H)Sler. Genau deswegen gibt es diese Studien. Es ist oft genetische Veranlagung, aber eben nicht immer.

Man hat festgestellt, dass bei Autisten und AD(H)Slern der Hirnstoffwechsel verändert ist. Und diese Veränderung des Hirnstoffwechsels kann eben auch durch „äußere Einflüsse“, wie z.B. vorgeburtliche oder Geburtskomplikationen, hervorgerufen werden, ohne dass die Genetik betroffen ist.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Michaela44
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1106
Registriert: 15.06.2016, 12:49

Re: Vergleich ADHS und Autismus, Artikel aus dem Thieme Verlag

Beitragvon Michaela44 » 21.10.2019, 19:56


Um zu erkennen, dass ADHS und ASS genetisch irgendwie zusammenhängen, benötigt man gar keine Studie. Es reicht, sich die Fußzeilen der Familien bei REHAkids anzuschauen. :D Das kann kein Zufall sein. :D
Und genau diese Annahme ist falsch. Es gibt diverse Familien mit nur einem Autisten oder AD(H)Sler. Genau deswegen gibt es diese Studien. Es ist oft genetische Veranlagung, aber eben nicht immer.

Man hat festgestellt, dass bei Autisten und AD(H)Slern der Hirnstoffwechsel verändert ist. Und diese Veränderung des Hirnstoffwechsels kann eben auch durch „äußere Einflüsse“, wie z.B. vorgeburtliche oder Geburtskomplikationen, hervorgerufen werden, ohne dass die Genetik betroffen ist.

Gruß
Alex
Ich verstehe nicht, warum meine Annahme deiner Meinung nach falsch ist. Deine Erklärung hat nichts mit meiner Annahme zu tun. Du schreibst selbst, dass es oft genetisch veranlagt ist.

Ein genetischer Zusammenhang zwischen ADHS und ASS bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass es keinen anderen "Erstauslöser" geben kann oder dass mehrere Personen einer Familie betroffen sein müssen. Häufig gibt es aber mehrere Betroffene in einer Familie, selbst dann, wenn nur eine Person diagnostiziert ist. (Mit Familie meine ich nicht nur Vater, Mutter, Kind sondern auch weitere Verwandte).
Asperger Autistin
mit neurodiverser Familie

Benutzeravatar
Alexandra2014
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2974
Registriert: 04.12.2014, 14:04

Re: Vergleich ADHS und Autismus, Artikel aus dem Thieme Verlag

Beitragvon Alexandra2014 » 21.10.2019, 20:42

Hallo Michaela,

es tut mir leid. Ich hatte deine Aussage offenbar nicht richtig gelesen und deswegen fehlinterpretiert. Nichts für Ungut!

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral


Zurück zu „Krankheitsbilder - Autismus“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste