Einsamkeit - gewollt?

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JennyK
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Einsamkeit - gewollt?

Beitragvon JennyK » 16.10.2019, 07:27

Hallo ihr Lieben,
mein Großer ist nun 13, geht in die 8. Klasse und zieht sich immer mehr zurück.

Er hatte in der Nachbarschaft einen Freund, der ihn immer zum Spielen abgeholt hat oder auch mal mit ihm bei uns gespielt hat. Mein Sohn mochte ihn sehr, er war auch sehr zugewandt. Nach und nach berichtete unser Sohn öfter davon, dass sein Freund komisch sei, sich über ihn lustig mache, wenn andere dabei sind. Gegen Ende der Sommerferien bekamen wir zufällig mit, dass sein Freund seinen Geburtstag feiert, unser Sohn war zutiefst verletzt, dass er nicht eingeladen wurde. Seitdem hat er keinerlei Kontakt mehr zu ihm. In der Schule hat er dann feststellen müssen, dass sein Schulfreund sich auch verändert hat und ihn z.B. auf der Klassenfahrt nicht mit im Zimmer haben wollte. Auch das hat ihn zutiefst verletzt. Letztlich hat er mit einer Mitschülerin, mit der er sich sehr gut versteht, ein Haus geteilt. Leider haben sich die beiden dann dort zerstritten, so dass er nun quasi ohne Freunde da steht. Sämtliche Bemühungen meinerseits, ihn mit anderen Jugendlichen in Kontakt zu bringen, lehnt er vehement ab.
Ich bin echt ratlos, er sitzt fast nur noch in seinem Zimmer und liest, gerade mal zu den Mahlzeiten kommt er notgedrungen zu uns. Oft habe ich den Eindruck, dass er ganz zufrieden ist damit, aber so richtig glücklich und fröhlich wirkt er nicht. Dazu kommt, dass er sich ja auch kaum bewegt, fast gar nicht nach draußen geht. Er sagt selbst, dass er zu faul ist, sich zu bewegen, gleichzeitig aber gerne eine bessere Figur hätte. Mit viel emotionalem und körperlichem Aufwand gelingt es uns, ihn zu gemeinsamen Aktionen zu überreden, bei denen er offensichtlich auch Spaß hat. Trotzdem ist es immer wieder ein Kampf, ihn dazu zu bewegen, und anschließend motzt er auch meistens darüber. Aber ihn dann doch mal ausgelassen und lachend zu sehen, ist eine schöne Belohnung für diese Mühen.

Ich weiß gar nicht so genau, worauf ich hinaus will... vielleicht geht es euch auch so mit euren Teenies? Muss ich mir Sorgen machen? Was machen eure Teens in ihrer Freizeit? Ist es eher dem Alter geschuldet oder dem Asperger? Könnten das Vorboten einer Depression sein?

Wichtig wäre wohl noch zu wissen, dass zum Ende des letzten Schuljahres seine Schulbegleitung eingestellt wurde, weil es so super lief in der Schule. Seit Beginn des Schuljahres hat die Therapie im ATZ begonnen, was auch sehr gut angelaufen ist.

Vielen Dank fürs Lesen!
Liebe Grüße
JennyK
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Engrid
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Beitragvon Engrid » 16.10.2019, 07:57

Hallo Jenny,

ich hab hier ja kein Aspergerkind, aber ich kenne 14jährige, die auch ohne Freunde sind bzw deren Freunschaften sich zerschlagen haben mit Beginn des Teeniealters. Die viel in ihrem Zimmer sind, viel alleine. Das ist also schon irgendwie normal (im Sinne von häufig), aber depressiv kann man so sicherlich trotzdem werden.
Die Kinder entwickeln sich rasant, und halt nicht alle im gleichen Tempo und in die gleiche Richtung. Ich habe da jetzt auch schon einige recht plötzliche Brüche bei Freundschaften gesehen ... (Habe eine Tochter in dem Alter)

Ich glaube, es ist auch wichtig aufzuarbeiten, wie und warum Freundschaften zerbrechen, grade in dem Alter.
Dass es zb kein Verrat ist, wenn man sich auseinanderentwickelt, und ein klärendes Gespräch oft gut tut, auch wenn die Freundschaft nicht weitergeführt wird. Weil dann zumindest die frühere gemeinsame Zeit nicht rückblickend entwertet wird. Oder genauer zu gucken: Wie es kommt, dass man sich zerstritten hat. Sowas.
Manchmal fehlt den Teenagern generell und den Autisten speziell da das Gespür für die Zwischentöne, und auch dafür, dass Dinge sich verändern. Von meinem Sohn her habe ich das Gefühl, dass es leider mit den Jahren (oder mit der Pubertät?) mehr wird, bei Misserfolgen im Sozialen sich zurückzuziehen. Dass also Einsamkeit gewollt ist, aber nicht generell, sondern aus den eingesteckten Frustrationen heraus. Das ist nachvollziehbar, aber natürlich nicht gut für die Seele :-/

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
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Shelly
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Re: Einsamkeit - gewollt?

Beitragvon Shelly » 16.10.2019, 08:11

Hallo Jenny,
Ich war als Kind in einer ähnlichen Situation, nur, dass ich statt des Autismus einen Herzfehler habe. Leider hat dass, ähnlich wie bei deinem Sohn, in der Schule zu Ablehnung geführt. Gerade in der 8 Klasse ist dann auch meine eine Freundin auf Abstand gegangen. Ich habe mich genau so wie dein Sohn in Bücher vergraben.

Ich hätte in den Alter wirklich gerne eine gute Freundin gehabt. Aber die Leute in der Schule waren nicht wirklich eine Option. In der Freizeit bei einem Hobby neue Leute kennen zu lernen war schwierig, weil ich vom Land komme und die Vereinskameraden auch mit mir zur Schule gingen. In der Ausbildung wurde es dann besser. Die anderen waren deutlich Erwachsener und ich habe erstmal lernen müssen, wie man sich in Gruppen verhält, wenn man nicht eh außen vor ist (ich hatte noch ganz lange das Problem zwar Teil einer Gruppe zu sein, aber mich nicht dazugehörig zu fühlen). Im letzten Jahr der Ausbildung begann ich in einen Jugendkreis der örtlichen FeG (Freie evangelische Gemeinde) zu gehen. Dort habe ich dann wirklich gute Freunde gefunden, mit denen ich jetzt nach 8 Jahren zum Teil immer noch in engem Kontakt stehe, obwohl ich an das andere Ende Deutschlands gezogen bin.

Die freundefreie Zeit in den letzten Schuljahre waren damals zwar nicht leicht, aber im Nachhinein auch nicht schlecht für mich. Ich denke, dadurch haben Freunde und andere Menschen einen ganz anderen Stellenwert für mich und dank meines (dem Lesen "verschuldeten") guten Allgemeinwissens habe ich trotz Hauptschule ein ausgezeichnetes Abi hingelegt.

Ich denke, du musst dir nicht zu viele Sorgen machen. Wenn du in einer größeren Stadt lebst, wäre die Idee nach einem Hobby oder so zu gucken nicht schlecht, aber dann besser außer Reichweite der Klassenkameraden.

Liebe Grüße,
Shelly

Bika
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Re: Einsamkeit - gewollt?

Beitragvon Bika » 16.10.2019, 13:21

Hallo jenny,

Ich kann deine Sorgen total nachvollziehen, da ich hier ebenfalls einen 13jährigen Asperger habe, der einen großen Teil seiner Freizeit oben auf seiner Hochbetthöhle verbringt.
Wie zufrieden unsere Jungen wirklich sind, können wir wahrscheinlich nie mit Sicherheit wissen, dafür kommunizieren sie ihre Bedürfnisse zu wenig.
Freundschaften verändern sich bei Kindern und Jugendlichen oft, manchmal ist das noch nichtmal persönlich gemeint,
das ändert aber nichts daran, dass sowas als unerträglich schmerzvoll wahrgenommen werden kann.
Ob als gefühlte oder tatsächliche Ablehnung, hinterlässt diese Spuren in unserem Selbstwertgefühl und in unserer Selbstsicherheit.
Das gilt natürlich auch für nichtautistische Jugendliche aber die können darüber viel besser reden und können sich nachfolgend trösten und seelisch wieder aufbauen lassen.
Diesen Unterschied erlebe ich hier jeden Tag.
Während meine sehr kommunikative Nichtautistin ihr Herz auf meist auf der Zunge trägt und ihre Bedürfnisse eindeutig mitteilt, müssen wir bei ihrem Bruder immer sehr genau beobachten, sein Handeln und seine Mimik deuten, um zu wissen ob es einen Leidensdruck für ihn gibt.
Das gelingt nicht immer. Im Guten wie im Schlechten.
Damit meine ich, dass ich manchmal (vermeintliche) Signale falsch deute und von einem seelischen Kummer ausgehe, der aber nur einer ganz normalen “Pubertätsgrummelei“entspricht, wirklichen Frust und Unwohlsein dann wiederum nicht erkenne.
Bei deinem Sohn wird es vielleicht so sein, dass er sich zwar einsam fühlt, diese aber nicht als allzu quälend wahrnimmt, die gefühlte Ablehnung hingegen schon?
Weil letztere verunsichert und weil er aus dieser Verunsicherung heraus, soziale Kontakte noch mehr meidet, um sich zu schützen.
Wichtig ist dann immer, so auch meine Erfahrung, für Erfolgserlebnisse zu sorgen, für schöne gemeinsam erlebte Momente, das Gefühl zu vermitteln, dass man gerne Zeit mit ihnen verbringt.
Auch gegen ihren Widerstannd. :mrgreen:
Je mehr man sich da ins Zeug legt, desto besser für das Selbstwerterleben unserer Liebsten.
Nach meinem Empfinden, macht ihr alles genau richtig!

Trotzdem wirst du bestimmt bei Gelegenheit deine Sorgen im ATZ ansprechen?
Diese Möglichkeiten habe ich während der Therapie meiner Tochter (anderes Problemfeld) immer genutzt.

Depressionen entwicklen sich oft schleichend und sind für Laien nicht offensichtlich erkennbar.

euch alles Gute

JennyK
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Re: Einsamkeit - gewollt?

Beitragvon JennyK » 16.10.2019, 18:20

Vielen Dank für eure Antworten!
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Dario
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Re: Einsamkeit - gewollt?

Beitragvon Dario » 16.10.2019, 22:04

Hallo Jenny,

wenn gute Freunde sich ohne erkennbaren Grund zurückziehen, dann ist das wahrscheinlich für jeden eine bittere Erfahrung. Für Autisten ist es vielleicht besonders schwer, den Verlust haltgebener Freundschaften zu bewältigen, weil sie sich nicht so locker und unkompliziert neue Kontakte suchen können, wie viele Nicht-Autisten das können.

Ich hatte als Kind nur ganz wenige Freunde. Wenn diese wenigen dann aus irgendeinem Grund (z.B. Umzug) nicht mehr da waren, das war das ein Verlust, den ich kaum kompensieren konnte und der mich noch sehr lange beschäftigt hat. Ich nehme an, dass es deinem Sohn ähnlich geht.

Akzeptiere es, wenn dein Sohn jetzt viel Zeit für sich braucht, um die Verluste zu bewältigen. Ich würde aber auch immer wieder vorsichtig nachfragen, wie es ihm geht und ihm Hilfe anbieten, wenn du das Gefühl hast, er ist wieder bereit und offen für Neues. Ihn zu irgendetwas zu bedrängen oder zu überreden halte ich aber für den falschen Weg,
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Re: Einsamkeit - gewollt?

Beitragvon Regina Regenbogen » 17.10.2019, 09:41

Ich weiß gar nicht so genau, worauf ich hinaus will... vielleicht geht es euch auch so mit euren Teenies?
Ja, unser Jüngster ist auch so, war es eigentlich auch immer schon. Er hat mittlerweile ein paar wenige sehr gute Freunde, die er aber äußerst selten in seiner Freizeit trifft. Mit einem von denen, der sogar im gleichen Dorf wohnt, hat er nur Kontakt in der Schule und die beiden gehen einmal im Jahr auf ein Festival - das war es. Mit denen, die nicht in seine Schule gehen, kommuniziert er ausschließlich über Whatsapp oder diverse Spieleserver. Aber alle seine Freunde nehmen ihn so wie er ist. In der Grundschule hat er noch fast verzweifelt versucht, Kontakte zu knüpfen und so zu sein wie die anderen sind, das ist regelmäßig schief gegangen. Er war im Alter zwischen 8 und 12 insgesamt drei Mal in einer speziellen Sommerfreizeit (Tokolive) für jeweils 2 Wochen. Seitdem ist er selbstbewusster und steht dazu, wie er ist. Seitdem funktioniert merkwürdigerweise auch die Kommunikation mit den anderen Teenies. Er verbiegt sich nicht mehr und ist sehr zufrieden damit. Einen Schulbegleiter hat er auf eigenen Wunsch seit Ende der Grundschule auch nicht mehr, er besucht die Regelrealschule und es hat wunderbar funktioniert.

Und unsere Beharrlichkeit, ihn in familiäre Aktivitäten mit einzubeziehen, hat sich im Laufe der Jahre auch ausgezahlt, seit einigen Jahren kommt er schon von sich aus und möchte dieses oder jenes mit uns unternehmen.

Aus den Erfahrungen mit seinen älteren Geschwistern weiß ich, dass Teenies selten so unbeschwert und glücklich wirken wie man es sich als Eltern wünscht und irre viel mit sich selbst ausmachen.
Muss ich mir Sorgen machen? Was machen eure Teens in ihrer Freizeit? Ist es eher dem Alter geschuldet oder dem Asperger? Könnten das Vorboten einer Depression sein?
Solange ihr ihn noch lesen könnt, er sich vielleicht wenigstens ab und zu auch bei euch öffnet (zumindest auf Aufforderung), denke ich nicht, dass ihr euch Sorgen machen müsst. Unser Jüngster daddelt am PC (er betreibt auch eigene Server) und am Handy. Ansonsten bewegt er sich viel in seiner Berufsorientierung mit freiwilligen und Pflichtpraktika, seine Traumausbildung steht fest (und es hat NICHTS mit IT zu tun), auch sein Wunschausbildungsbetrieb.

Mein Mann und ich haben erst gestern abend darüber geredet, dass unser Jüngster mit Autismus mittlerweile der liebevollste, freundlichste und offenste Teenager ist, den wir je hatten. :wink:

Nein, ich denke nicht, dass es sich bei einer, dem Autismus geschuldeten Introvertiertheit um eine Depression handelt.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

JennyK
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Re: Einsamkeit - gewollt?

Beitragvon JennyK » 17.10.2019, 11:02

Vielen Dank für die weiteren Antworten!

Es beruhigt mich ungemein, dass ihr mich versteht.

@Engrid dass Freundschaften sich verändern, aber die gemeinsame schöne Zeit dadurch nicht zerstört wird zückwirkend, ist ein guter Ansatz, den ich ihm noch näher bringen muss. Danke!

@Shelly dein Bericht macht mir Mut, dass er irgendwann und irgendwo die richtigen Menschen trifft und Freundschaften aufbauen kann. Genau das, was du beschreibst, Teil einer Grupe zu sein, sich aber nicht zugehörig zu fühlen, ist sein Problem.

@Bika ja, er meidet gerade alle sozialem Kontakte, um sich zu schützen. Uns gegenüber hat er sich ein bisschen geöffnet, vielleicht war die Klassenfahrt einfach zuviel für ihn... Die Bemühungen, ihm positive Erlebnisse zu verschaffen sind sooooo anstrengend. Ich weiss, dass es sich lohnt, aber ehrlich gesagt habe ich nicht immer die Kraft dazu...Klar, meine Sorgen und Beobachtungen werde ich im ATZ ansprechen, aber der nächste Termin ist erst in 4 Wochen...

@Dario ich lasse ihm die Zeit, es hat sich ja auch bereits wieder etwas gelegt, er kommt immerhin auch mal auf uns zu und redet mit uns. Mit Zwang erreicht man bei menen Kindern eh nichts, das habe ich mittlerweile gelernt...

@Regina Regenbogen dein Erfahrungsbericht hilft mir sehr, entspannt zu bleiben und positiv in die Zukuft zu blicken. Es ist schön zu lesen, dass sich die Beharrlichkeit bei Familienaktionen auszahlt. Fühlt sich manchmal nicht so an, gerade wenn man so viel Energie aufbringen muss, um ihn zum Mitkommen zu bewegen. Aber schon währenddessen ist es toll, ihn ausgelaassen und fröhlich zu sehen.

Es ist toll, hier Austausch und Erfahrungsberichte haben zu können, das ist wirklich wertvoll!
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Re: Einsamkeit - gewollt?

Beitragvon Regina Regenbogen » 17.10.2019, 12:07

Es ist schön zu lesen, dass sich die Beharrlichkeit bei Familienaktionen auszahlt. Fühlt sich manchmal nicht so an, gerade wenn man so viel Energie aufbringen muss, um ihn zum Mitkommen zu bewegen. Aber schon währenddessen ist es toll, ihn ausgelaassen und fröhlich zu sehen.
:D Kenne ich, man hat die ganze Zeit das Gefühl, sein Kind seelisch zu misshandeln, weil man es zu etwas "zwingt", was es vermeintlich nicht will, auch, wenn die Aktionen gut abgestimmt sind auf dieses besondere Kind. Aber schon die Ausgelassenheit und Fröhlichkeit bestätigt diese Vorgehensweise sofort.

Unser Jüngster erinnert sich immer wieder gerne an die verschiedenen Familienunternehmungen, es sind für ihn sehr wertvolle Erinnerungen. Das es keine davon gegeben hätte, wenn es bei der Planung ausschließlich nach ihm gegangen wäre, ist ihm aber entfallen. :wink:
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

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