Pflege und Vollzeitjob

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Nata
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Pflege und Vollzeitjob

Beitragvon Nata » 06.10.2019, 14:28

Liebe Alle,
ich habe eine Frage an erfahrene in rechtlichen Fragen.
Ich möchte vorübergehend (ca. 1 Jahr) mehr als 30 Stunden arbeiten.
Mein Sohn ist 16 und hat Pflegegrad 5. Ich bin die pflegende Person.
Der Job lässt sich so organisieren, dass ich einen Großteil davon in Homeoffice machen kann, die Pflege wird so gewehrleistet.
Ich habe verstanden, dass die Pflegekasse für die Zeit keine Rentenversicherungsbeiträge zahlt. Aber wie ist es mit dem Pflegeld selbst, Verhinderungspflehge etc.? Muss ich die Pflegekasse benachrichtigen und wie?

Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten!

Natalja
Natalja mit Anastassia 8/97, einer Leseratte und Anton 1/03, Zwerchfellhernie, perinatale cerebrale Schädigung, Hydrocephalus et vacuo, mehrfach behindert aber ein Sonnenschein

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Rita2
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Re: Pflege und Vollzeitjob

Beitragvon Rita2 » 06.10.2019, 15:09

Hallo Natalja,

solange die Pflege sichergestellt ist, wird auch das Pflegegeld einschließlich Verhinderungspflege etc. gezahlt.
Informieren solltest du die PK, da die ja die Zahlungen zur Rentenversicherung einstellen, wenn du mehr als 30 Stunden arbeitest. Ich steht sicher irgendwo drin, daß du verpflichtest bist, die PK zu informieren, wenn du mehr arbeitest.
Ich würde einfach einen Brief oder Email schreiben und darin mitteilen ab wann die wie viele Stunden arbeitest. Wenn die mehr wollen, melden die sich schon.

Bist du dir aber sicher, daß du die Pflege weiterhin schaffst, wenn du Vollzeit arbeitest. Auch wenn du im Homeoffice arbeitest wird ja trotzdem erwartet/verlangt, daß du in der Zeit arbeitest und dich nicht um dein Kind kümmerst. Wobei ich natürlich nicht weiß, wie viel Betreuungsbedarf den Sohn während deiner Arbeitszeit hat.

LG
Rita
(auch berufstätig aber nur 24 Stunden)
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

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Re: Pflege und Vollzeitjob

Beitragvon Silvia & Iris » 06.10.2019, 16:07

Hallo Nata,

sehe es auch so wie Rita,

man bekommt ja nicht Pflegegrad 5 zugesprochen wenn nichts zu tun ist... - ich merke selbst, wie viel Verwaltungsaufwand dahinter steckt... alle Termine wahrzunehmen, Anträge Fristgerecht zu stellen, die Hilfs- und Heilmimttelversorgung zu gewährleisten, die täglichen Gymnastikeinheiten... - selbst wenn Kind 6 - 8 Stunden außer Haus ist... zumindest bei mir ist das nur das halbe Jahr wirklich der Fall - also 130 Tage... keine Ahnung, wie das bei dir läuft? - Und ich nehme nicht an, dass mich jemand beschäftigen würde, wenn ich lediglich in dieser Zeit zur Verfügung stehe - denn die meinen sicherlich, dass ich 48 Wochen im Jahr zur Verfügung stehen muss!

Ich komme ja schon mit dem täglichen Baden und der Körperpflege, dem Aufdehnen und sonstigen Maßnahmen direkt am Kind kaum mehr zurecht und merke, dass auch andere hier schon sehr zu tun haben... auch das An- und Ausziehen wird immer anstrengender... das Wickeln... habt ihr auch Mieder, Nachtlagerungsschienen, Stehständer, Rollator, orthopädische Schuhe, Rolli... und vielleicht noch mehr Hilfsmittel? - Die angepasst werden müssen, richtig und regelmäßig angelegt?

Das tägliche Mobilisieren, Marschieren, Massieren... - oder machen das alles bei deinem Kind andere?
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

SonnenscheinStella
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Re: Pflege und Vollzeitjob

Beitragvon SonnenscheinStella » 06.10.2019, 20:09

Ja man kann Vollzeit arbeiten bei PG 5 und bekommt alle anderen Leistungen, genau das mache ich auch
und meine Maus ist nur 6h ausser Haus regelgrundschule

( PG 5 bei Beatmet, Rollifahrerin, Therapien, Kathetersieren ect ... vieles macht sie schon selbstständig, einen Pflegedienst haben wir auch zu Hause teilweise)
Ich habe einen AG wo ich auch viel in Homeoffice leisten kann, teilweise auch Anwesendheitspflicht, es ist organisatorisch machbar.
Stella ist aber auch trotz allen einfach händelbar, da sie vieles alleine umsetzt bzw mithilft.
Papa und Ich ( PDL in Kinderintensivdienst) mit Adoptivmaus Stella 06/12: Arnold-Chiari 2 Malformation, Rhickham Shunt, Trachestoma, PEG mit Jejunalsonde, ANS 24h Vollbeatmung, Syringomyeliene, MMC

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Re: Pflege und Vollzeitjob

Beitragvon Nata » 16.10.2019, 09:33

Liebe Alle,
vielen Dank für Eure Antworten!
Die Frage hat sich erledigt, denn ich übernehme nur 75%. Und das ist unter 30 Wochenstunden.
Ja, mein Kind hat diverse Hilfsmittel, Krankengymnastiktermine und andere Therapien.Und ja, teilweise machen das die Andere. Dazu kommt die ganze Bürokratie, Anträge, Wiedersprüche etc. Außerdem hat mein Sohn nicht nur mich, sondern einen Papa, eine erwachsene Schwester und eine rüstige Oma, die ihn alle sehr lieben, im selben Haus wohnen und mich bei der Pflege unterstützen.
Jeder organisiert sein Alltag so, wie er es kann und für richtig hält. Und unsere Kinder sind sehr unterschiedlich. Anton ist rundum auf Hilfe angewiesen, aber sehr wach und fröhlich. Er gibt sehr viel zurück. So hat man genug Energie.
Danke und einen schönen Tag
Natalja
Natalja mit Anastassia 8/97, einer Leseratte und Anton 1/03, Zwerchfellhernie, perinatale cerebrale Schädigung, Hydrocephalus et vacuo, mehrfach behindert aber ein Sonnenschein


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