mit Therapeutin in der Schule nicht zufrieden

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

Moderator: Moderatorengruppe

Larissa7
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 92
Registriert: 24.10.2014, 11:56
Wohnort: Raum Ba-Wü

mit Therapeutin in der Schule nicht zufrieden

Beitragvon Larissa7 » 25.09.2019, 12:18

Hallo zusammen,

mein Sohn besucht seit diesem Jahr eine Schule. Die Ergotherapeutin, die in der Schule als Sonderpädagogin eingestellt, ist auch für meinen Sohn zuständig, sie verbringt 3 Stunden pro Woche mt ihm. Ich war die ersten Therapiestunden anwesend, musste aber den Raum immer wieder verlassen, weil das ihr Wunsch war, damit er sich an sie gewöhnt. Ich habe leider feststellen müssen, dass sie seinen psychischen Zustand nicht erkennen kann bzw. nicht ernst nimmt: er schreit, ist total verspannt, knirscht mit den Zähnen, was für ihn nicht normal ist, ist verängstigt, dabei meint sie: es ist alles ok, er darf das alles machen.. Es geht aber nicht darum, dass er das darf, sondern darum, dass ihm nicht gut geht, es ist nicht in Ordnung, sein Verhalten zu ignorieren und nicht zu versuchen ihn abzulenken. Das habe ihr auch gesagt. Es ist nicht sein normaler Zustand. Ich fürchte, dass sie meine Worte jedoch nicht wirklich ernst genommen hat und wird genau so arbeiten wie gewohnt, ich bin ja in Zukunft bei Ihrer Therapiestunden nicht dabei. Ich hatte mal eine Therapeutin mit der ähnlichen Einstellung, ich habe gewechselt, würde auch jetz gerne tun, In der Schule die Sonderpäd. zu wechseln sehe ich als problematisch an, weil sie dort ja arbeitet und nicht nur für mein Kind zuständig ist. Oder gibt es dennoch Möglichkeiten? Was kann ich tun?
Für Eure Antworten bedanke ich mich ganz herzlich.

LG Larissa

Benutzeravatar
Engrid
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 13928
Registriert: 24.10.2011, 10:36

Beitragvon Engrid » 25.09.2019, 12:24

Hallo Larissa,

erstmal eine Nachfrage zum Verständnis, wie das in Eurer Schule organisiert ist: Ist die Frau denn doppelt qualifiziert? Ergotherapeut und Sonderpädagoge sind zwei völlig verschiedene Berufsbilder. In welchem Kontext ist Dein Sohn denn bei der Frau - Therapie (medizinisch verordnet) oder sonderpädagogische Förderung? Lehrer kann man sich leider nicht aussuchen, da müsste man dann rein inhaltlich intervenieren. Therapeuten kann man relativ einfach wechseln, entweder innerhalb der Einrichtung, oder halt jemanden extern suchen.

Ich weiß jetzt nicht, inwieweit da schon klar ist, dass Deinem Sohn das nicht gut tut, vielleicht gibt es Missverständnisse, Anlaufschwierigkeiten? Jedenfalls würde ich nochmals ausgiebig das Gespräch suchen.
Wenn ich mal von mir ausgehe: Komme ich nach genauem Hinsehen zu der Ansicht, dass jemand meinen Sohn stresst, ihn nicht „lesen“ kann, und ihm schadet anstatt ihn vorwärts zu bringen, dann würde ich Junior ganz bestimmt nicht drei Stunden pro Woche demjenigen „überlassen“.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Larissa7
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 92
Registriert: 24.10.2014, 11:56
Wohnort: Raum Ba-Wü

Re:

Beitragvon Larissa7 » 25.09.2019, 13:23

Hallo Larissa,

erstmal eine Nachfrage zum Verständnis, wie das in Eurer Schule organisiert ist: Ist die Frau denn doppelt qualifiziert? Ergotherapeut und Sonderpädagoge sind zwei völlig verschiedene Berufsbilder. In welchem Kontext ist Dein Sohn denn bei der Frau - Therapie (medizinisch verordnet) oder sonderpädagogische Förderung? Lehrer kann man sich leider nicht aussuchen, da müsste man dann rein inhaltlich intervenieren. Therapeuten kann man relativ einfach wechseln, entweder innerhalb der Einrichtung, oder halt jemanden extern suchen.

Ich weiß jetzt nicht, inwieweit da schon klar ist, dass Deinem Sohn das nicht gut tut, vielleicht gibt es Missverständnisse, Anlaufschwierigkeiten? Jedenfalls würde ich nochmals ausgiebig das Gespräch suchen.
Wenn ich mal von mir ausgehe: Komme ich nach genauem Hinsehen zu der Ansicht, dass jemand meinen Sohn stresst, ihn nicht „lesen“ kann, und ihm schadet anstatt ihn vorwärts zu bringen, dann würde ich Junior ganz bestimmt nicht drei Stunden pro Woche demjenigen „überlassen“.

Grüße
Sie ist nicht doppelt qualifiziert, übernimmt aber die Funktion einer Sonderpädagogin, weil die Schule keine qualifizierte Sonderpädagogin gefunden hat. Was kann ich dann tun, wenn ich nach genauem Hinsehen zu der Ansicht komme, dass sie weiter so macht und keine Gespräche geholfen haben?

IlonaN
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2429
Registriert: 07.01.2015, 10:52
Wohnort: Land Brandenburg

Re: mit Therapeutin in der Schule nicht zufrieden

Beitragvon IlonaN » 25.09.2019, 13:34

Hallo,
hm so ganz steige ich da noch nicht durch. Eine Sonderpädagogin mach ja eigentlich keine Therapien sondern Schule, wenn auch als zusätzlichen Förderunterricht, manchmal einzeln manchmal in Gruppe, je nachdem wo der Förderschwerpunkt liegt. Was hat dein Kind für einen Förderbedarf das die Sonderpädagogin mit ihm arbeitet? Therapien im klassischen Sinne darf sie ja nicht machen oder hast du ein Ergo-Rezept dafür eingereicht?. Sollte das so sein und sie rechnet das als Ergotherapie ab, kannst du das außerhalb der Schulzeit bei einer Ergotherapeutin machen lassen.
Wenn Reden mit ihr nicht reicht, dann mach einen Termin beim Schulleiter oder einen Förderausschuß.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

Michaela44
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1106
Registriert: 15.06.2016, 12:49

Re: mit Therapeutin in der Schule nicht zufrieden

Beitragvon Michaela44 » 25.09.2019, 13:36

Wenn sie sozusagen zum "Lehrerkollegium" gehört, die Stunden zur Regelschulzeit zählen und Gespräche mit ihr nichts bringen, kannst du dich vermutlich nur an ihren Vorgesetzten, sprich den Schuldirektor wenden oder auch an das Schulamt oder eine entsprechende Beschwerdestelle. Ich würde dann evtl. auch die (vorübergehende) Einstellung der 3h beantragen/verlangen. Dass sie nicht über die eigentlich Notwendige Qualifikation verfügt, kannst du auch als Argument anbringen.

Das ist natürlich die Holzhammermethode, aber wenn Gespräche tatsächlich nichts bringen und es deinem Kind dort schlecht geht, würde ich sie notfalls anwenden und zwar zügig.
Asperger Autistin
mit neurodiverser Familie

Benutzeravatar
Engrid
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 13928
Registriert: 24.10.2011, 10:36

Re: mit Therapeutin in der Schule nicht zufrieden

Beitragvon Engrid » 26.09.2019, 02:47

Hallo Larissa,
Ich war die ersten Therapiestunden anwesend, musste aber den Raum immer wieder verlassen, weil das ihr Wunsch war, damit er sich an sie gewöhnt. Ich habe leider feststellen müssen, dass sie seinen psychischen Zustand nicht erkennen kann bzw. nicht ernst nimmt: er schreit, ist total verspannt, knirscht mit den Zähnen, was für ihn nicht normal ist, ist verängstigt, dabei meint sie: es ist alles ok, er darf das alles machen.. Es geht aber nicht darum, dass er das darf, sondern darum, dass ihm nicht gut geht, es ist nicht in Ordnung, sein Verhalten zu ignorieren und nicht zu versuchen ihn abzulenken. Das habe ihr auch gesagt. Es ist nicht sein normaler Zustand. Ich fürchte, dass sie meine Worte jedoch nicht wirklich ernst genommen hat und wird genau so arbeiten wie gewohnt
Wir Eltern sind die ersten und besten Experten für unser Kind, und kennen es gut. Andere müssen sich erst ihr Bild machen, sich mit dem Kind „zusammenraufen“. Aus Deiner Beschreibung kann ich mir beides vorstellen: Dass die Förderstunden mit der Frau Deinem Sohn nicht gut tun, sie nicht gut und aufmerksam arbeitet. Oder aber dass
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Benutzeravatar
Engrid
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 13928
Registriert: 24.10.2011, 10:36

Re: mit Therapeutin in der Schule nicht zufrieden

Beitragvon Engrid » 26.09.2019, 07:50

Sorry, ich mach hier mal weiter :mrgreen: (gestern unbemerkt versehentlich vorzeitig abgeschickt)

... oder aber dass die Frau gar nicht so schlecht ist, aber halt Dein Kind erst kennenlernt, die zwei sich erst einspielen müssen. Ich habe schon öfter erlebt in Juniors „Förder-Lebenslauf“, dass Leute, die mir erst „komisch“ vorkamen, dann doch ganz gut waren. Also, nochmal ein offenes (!) Gespräch führen.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)


Zurück zu „Kindergarten und Schule“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Regina Regenbogen und 9 Gäste