Notfallmedikament Schule

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Larissa7
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Re: Notfallmedikament Schule

Beitragvon Larissa7 » 21.10.2019, 23:23

Da die Schule noch einige u.a. rechtliche Fragen klären will und immer noch nicht bereit ist ein Notfallmedikament meinem Kind zu geben (sollen 3 Menschen vom Schulpersonal, so die Schule, das Medikament im Notfall, verabreichen können), halte ich mich an Schultagen in der Nähe meines Sohnes in der Schule auf.
Langsam kann ich mir das echt nicht mehr leisten, mir sind viele Nachteile dadurch, dass ich mehrere Stunden pro Tag nicht auf meine Sachen konzentrieren kann, entstanden, ich verzichte auf meinen Job und andere wichtige Sachen und Termine, geschweige Hobbys, damit mein Sohn in die Schule kann. Sind Eltern überhaupt dazu verpflichtet, wegen einem event. Notfall in der Schule zu sein, damit Kind seiner Schulpflicht nachgehen kann? Ich meine, ich darf auch mal sagen, dass er entweder gar nicht oder nur an Tagen, an welchen ich nicht arbeiten oder Termine wahrnehmen muss, in die Schule geht solange die Schule nicht weiß, wie sie das mit dem Medikament genau macht. Weiss jemand, welche rechtliche Folgen es hat oder nicht, wenn ich mich weigere mit Kind Schule zu besuchen und ihn auch mal zu Hause bzw. bei Betreuung lasse?

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Regina Regenbogen
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Re: Notfallmedikament Schule

Beitragvon Regina Regenbogen » 22.10.2019, 04:50

Ernsthaft? :shock:

Die ursprüngliche Forderung hast du zwischenzeitlich erfüllt?
Die Einrichtung, über welche diese Schulbegleterin eingestellt wird, hat mir erst heute geschrieben (was ich nicht in Ordnung finde, weil die Einschulung schon vor einer Woche stattgefunden hat und mein Kind soll ohne mich in der Schule betreut werden), dass sie von mir Folgendes brauchen:
die Delegation der Eltern über die Verabreichung des Notfallmedikamentes

· hierzu die Verfügung des Arztes

· eine Bestätigung der stattgefundenen Einweisung und dass Frau... dies als Nichtfachkraft durchführen darf.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
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Re: Notfallmedikament Schule

Beitragvon Larissa7 » 22.10.2019, 08:22

Ernsthaft? :shock:

Die ursprüngliche Forderung hast du zwischenzeitlich erfüllt?
Die Einrichtung, über welche diese Schulbegleterin eingestellt wird, hat mir erst heute geschrieben (was ich nicht in Ordnung finde, weil die Einschulung schon vor einer Woche stattgefunden hat und mein Kind soll ohne mich in der Schule betreut werden), dass sie von mir Folgendes brauchen:
die Delegation der Eltern über die Verabreichung des Notfallmedikamentes

· hierzu die Verfügung des Arztes

· eine Bestätigung der stattgefundenen Einweisung und dass Frau... dies als Nichtfachkraft durchführen darf.
Schon lange, vor über 2 Wochen..

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Beitragvon Engrid » 22.10.2019, 08:38

Hallo Larissa,

wenn Du das Verlangte längst beigebracht hast, und die Schule nun neue Hürden gefunden hat, dann würde ich mal mit dem Schulamt sprechen (vorausgesetzt, Du hast der Lehrkraft und dann der Schulleitung Deine Kritik schon vorgebracht?).
Natürlich kann Dir da keiner an den Karren fahren, wenn Du Dein Kind auch mal zuhause lässt unter den Bedingungen.

Grüße
Engrid
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Re: Notfallmedikament Schule

Beitragvon Sia » 22.10.2019, 20:34

Hallo Zusammen

Ich muss für die Abgabe der Medikamente, Notfallmedikamente in der Schule ein "Medikamentenblatt" ausfüllen. Darauf steht wann und wie das Medikament zu verabreichen ist. Das Blatt wird von den Eltern unterschrieben und muss bei Änderung neu erstellt werden! Bei einem "Notfall" bei uns meist epileptischer Anfall bekommt mein Sohn sofort sein Notfallmedikament, das er immer bei sich trägt. Das heisst egal wo er ist, jede Betreuungsperson (Lehrer, Therapeuten, Transportbegleitung) kann ihm das geben.
Eine schöne Zeit wünscht
Sia (aus der Schweiz :wink:)
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Re: Notfallmedikament Schule

Beitragvon Larissa7 » 24.10.2019, 11:53

Hallo Zusammen

Ich muss für die Abgabe der Medikamente, Notfallmedikamente in der Schule ein "Medikamentenblatt" ausfüllen. Darauf steht wann und wie das Medikament zu verabreichen ist. Das Blatt wird von den Eltern unterschrieben und muss bei Änderung neu erstellt werden! Bei einem "Notfall" bei uns meist epileptischer Anfall bekommt mein Sohn sofort sein Notfallmedikament, das er immer bei sich trägt. Das heisst egal wo er ist, jede Betreuungsperson (Lehrer, Therapeuten, Transportbegleitung) kann ihm das geben.
So leicht ist bei uns leider nicht, wir haben schol viele Unterlagen ausgefüllt und unsere Mitwirkungspflicht erfüllt, es ist immer noch nicht genug, sie überlegen sich und lassen sich Zeit, dabei entstehen unserer Familie erhebliche Nachteile: ich oder mein Mann muss alle unsere Sachen, Job, Termine, Haushalt verschieben, Hilfe und Betreuung bezahlen, die wir nicht gebraucht hätten, wenn unser Kind in der Schule ohne unsere Anwesenheit dürfte.

Grüße
Larissa

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Re: Notfallmedikament Schule

Beitragvon Larissa7 » 24.10.2019, 12:02

Hallo zusammen,

weiß jemand Rat, was wir jetzt in der Situation machen können? Die Schule überlegt sich immer noch, wie sie das mit Notfallmedikament regelt und wer dieses verabreicht (sollen 3 Personen benannt werden). Es sieht auch so aus, dass keine Lösung in Sicht ist.
Weiß jemand, ob man eine Person von der Eingliederungshilfe für Behinderte bezahlt bekommen kann nur für die Medikamentverabreichung in der Schule?

LG
Larissa

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Beitragvon Engrid » 24.10.2019, 13:09

Hallo,

wie schon geschrieben, wenn die aus ärztlicher und rechtlicher Sicht notwendigen Maßnahmen getroffen sind, und die Schule immer noch nicht zu Potte kommt, wende Dich ans Schulamt.
Die Schule kann da jetzt nicht endlos neue und übertriebene Forderungen aufstellen, und muss sicher stellen dass hier Schulpflicht und Recht auf Bildung gewahrt bleiben.

Grüße
Engrid
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Re:

Beitragvon Larissa7 » 24.10.2019, 13:57

Hallo,

wie schon geschrieben, wenn die aus ärztlicher und rechtlicher Sicht notwendigen Maßnahmen getroffen sind, und die Schule immer noch nicht zu Potte kommt, wende Dich ans Schulamt.
Die Schule kann da jetzt nicht endlos neue und übertriebene Forderungen aufstellen, und muss sicher stellen dass hier Schulpflicht und Recht auf Bildung gewahrt bleiben.



Grüße
Hallo,

ja, ich habe mich vor einer Woche ans Schulamt gewandt, passiert ist es immer noch nichts. Einen Termin hat mir das Schulamt zum Runden Tisch in der Schule gesendet, der findet in 3 Wochen statt. Möglicherweise wird nach diesem Termin eine Lösung gefunden. :? Tja.

LG

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Beitragvon Engrid » 24.10.2019, 14:08

Hallo,

da würde ich glatt nochmal nachhaken, hartnäckig, mit dem Amtsleiter evtl sprechen. Manchmal wirkt es Wunder, wenn man mitsamt dem Kind im Amt gleich persönlich vorbeikommt.
Das kann ja wohl nicht sein, die Fakten sind ja bekannt (oder?), da muss dann halt zeitnah entschieden werden. Was soll denn der Runde Tisch für offene Fragen klären??

Grüße
Engrid
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