Anpassung Fahrzeiten Schultransport

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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TheovoLe
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Anpassung Fahrzeiten Schultransport

Beitragvon TheovoLe » 18.09.2019, 10:45

Hallo!
Theo wird seit 2 Jahrenzur Schule transportiert. Theo hat u.a. eine Essstörung / trinken gehört auch dazu. Letztes Schuljahr waren die Transportzeiten kein Problem, auch Anschlusstermine am Nachmittag konnten wir planen! Auf jeden Fall das Paradies gegenüber dem neuen Schuljahr!
Jetzt gibt es einen neuen Fahrdienst und auch einen neuen Fahrplan, inclusive einer halben Stunde späteren Ankunftstermin bei uns zu Hause. Jetzt ist jeder Nachmittag die Hölle bei uns los! Theo kneift und haut alles kurz und klein, was er erreichen kann. Wenn wir irgendwann ihm etwas zu Essen geben konnten, gehen die Emotionen wieder runter, obwohl gestern ging das auch bis zum abend weiter! Letztes Jahr war es auch schwierig, wenn Theo den ganzen Tag wenig getrunken und kaum etwas gegessen hatte in der Schule, aber der Nachmittag konnte gestaltet werden. Da er nicht spricht, nur körperlich äußern kann, was er will, ist unser Zustand am Nachmittag: Die Hecke brennt nicht mehr, sie ist pulverisiert!
Meine Theorie warum das so ist, wäre die Änderung des Fahrplanes. Weil ansonsten hat sich gegnüber dem letzten Jahr nichts geändert. Gleiche Lehrer, gleiche Schule, gleiche Esststörung, nur andere Fahrzeiten. In der Schule ist das Verhalten gleich geblieben. Auch am Wochenende zu Hause ist das Verhalten gleich. Wir haben unsere Tricks und Kniffe, wie man mit Theo tolle Zeiten erleben kann, ohne das Essen zu sehr in den Mittelpunkt zu stellen.
Theo mag Autofahren, solange genügend LKW´s, Trecker, Busse und Baustellen auf der Strecke sind, könnten wir 10h jeden Tag fahren, ohne Probleme.

Meine Frage an euch ist: Hat jemand über einen Behindertenbeauftragten oder Arzt es hinbekommen, das aus Inklusions- oder medizinischen Gründen die Fahrzeiten angepasst werden?

Danke und LG
Birger
Theo ist am 10.05.2008 geboren und hatte das West Syndrom. Geistig schwer behindertes Kind durch O2 Mangel, div KH Aufenthalte und Unfälle, Pierre Robin Sequenz, V.a. übergeordnetes Syndrom, frühkindlicher Autist- global Entwicklungsverzögert bis auf Sprachverständnis. Fahradanhängerfahrer

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Regina Regenbogen
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Re: Anpassung Fahrzeiten Schultransport

Beitragvon Regina Regenbogen » 18.09.2019, 11:23

Nur mal als Gedankenanstoß: Eine Unterzuckerung kann auch aggressives Verhalten auslösen. Vielleicht könnt ihr ja vorab in diese Richtung mal schauen.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

Manuela1304
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Re: Anpassung Fahrzeiten Schultransport

Beitragvon Manuela1304 » 18.09.2019, 11:46

Hallo

Hilft dir wahrscheinlich nur bedingt aber könntet ihr den Fahrdienst mal fragen ob in der Nähe noch ein Bus von denen herrum fährt und er ggf kürzer unterwegs ist ? Vorher ging es ja auch kürzer.
Bei uns war er das Problem das unser Sohn sich angeschnallt hat, da keine Begleitung im Bus mitfuhr hat der Fahrer nach Tag 2 gesagt er würde ihm nicht mehr mitnehmen.
Wir haben dann beim LVR angerufen und das Problem geschildert, nach kurzer Zeit und nochmal telefonieren bekam unser Sohn einen anderen Fahrdienst, mit Begleitung.
Aber diese Begleitung benötigt er gar nicht mehr, denn er schnallt sich nicht mehr ab
Das macht er bei uns im Auto nicht und auch im Kindergartenbus war das kein Thema.
Meine Theorie, unser Sohn war unruhig da die Chemie nicht passte, das macht bei unserem Sohn extrem viel aus.
Nun passt es zum Glück und er ist total ruhig, singt usw.
Bei uns in der Förderschule parken viele unterschiedliche Transportfirmen, das ist bestimmt auch bei euch so, der LVR war sehr verständnisvoll und bemüht.
Drücke euch ganz fest die Daumen das es eine Lösung gibt.

Ganz liebe Grüße
Manu

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LasseUndJohannes
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Re: Anpassung Fahrzeiten Schultransport

Beitragvon LasseUndJohannes » 18.09.2019, 15:48

Hi,
es ist möglich, wenn zum Beispiel medizinische Gründe vorliegen, eine andere Beförderung zu bekommen. In eurem Fall geht es ja nicht direkt um eine Einzelfahrt sondern "nur" um kürzere Fahrzeit. Wende dich an den Fahrdienst, den Kostenträger desselben oder an die Schule. Wenn er wegen Unterzucker so durchdreht, das kann man Messen und damit belegen, oder?

Soweit ich weiß ist der Schülerspezialverkehr überall anders geregelt. Auf kommunaler Ebene. Deshalb freundlich reden mit den Verantwortlichen und die Lage deines Kindes schildern. Nicht so sehr deine Lage. Zur Unterstützung deiner Aussage ggf Arztbrief beibringen. So haben wir seinerzeit für unseren großen eine Einzelfahrt durchbekommen.

Wie gut versteht euch die Schule? Für unseren kleinen ist in diesem Jahr die Hinfahrt von früher 45 auf 10 Minuten geändert worden. Das hat der Kindi zusammen mit dem Fahrdienst organisiert und wurde dann vom Kreis genehmigt. Hatten wir gar nichts mit zu tun. Er fährt allerdings erst seit kurz vor den Sommerferien im Bus zurück. Und auch jetzt noch bringe ich ihn hin. Ist aber geplant dass er bald wirklich mitfährt und 45 Minuten wäre zu lang. Es bestünde das Risiko, dass er gar nicht mehr fahren könnte wegen Auto Aggression. Du siehst, es gibt Gründe und Wege. Du brauchst Belege oder Mitstreiter.

Viel Erfolg
Johannes 2008, extremes ADHS, Fehldiagnose (?) Autismus
Benedikt 2014, non verbal, auto aggressiv, ADHS, atypischer Autismus

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Re: Anpassung Fahrzeiten Schultransport

Beitragvon JasminsMama » 18.09.2019, 17:33

Hallo,
ich habe vor einigen Jahren erfolgreich durchgesetzt, dass mein Kind nicht vor und nach der Schule fast 2 Stunden Bus fährt, zu einer Schule, die mit dem Auto von uns aus in 15 Minuten zu erreichen ist.

Wir haben ein Attest unserer Neurologin vorgelegt in dem sie vermerkt hat, dass diese Zeiten für mein Kind aus medizinischer Sicht unverantwortlich sind.

Sehr zum Ärger des Landratsamtes, die dann nämlich für mein Kind und einen weiteren Jungen, einen extra Bus organisieren mussten, hat aber danach anstandslos geklappt.

Was ich mich frage ist, ob wirklich die relativ kurze Zeitveränderung von 1/2 Stunde der Auslöser ist, oder der Fahrdienst an sich. Vielleicht hört der Fahrer laute Musik (war bei uns mal ein enormes Problem!) oder es riecht anders/komisch im Bus oder der Fahrer/Busbegleitung sind der Auslöser.

Hast Du mal mit dem Fahrdienst gesprochen?

Was hast Du für einen Eindruck von Fahrer/Begleitung?

VG
Sandra
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Jasmin Marie 05/02 globale Entwicklungsverzögerung, vis. Wahrnehmungsstörung, Lernbehinderung, starke Hyperopie rechts, hochpathologisches EEG (Besserung seit Jan. 12),
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***Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht***

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Re: Anpassung Fahrzeiten Schultransport

Beitragvon TheovoLe » 21.09.2019, 10:44

Hallo zusammen und Danke für eure Antworten,

also Theo hat mittlerweile Fahrer und Beifahrer die wir als Eltern als sympathisch und Hilfsbereit erleben und die im Rahmen ihrer Möglichkeiten Helfen, da sie auch schon das Problem erkannt und erlebt haben, was es heißt, wenn Theo unterzuckert ist. Die Lehrer können ihm seine Reismilch ( das ist das einzige, was er trinkt! ) bis zu einer halben stunde vor Abfahrt noch anbieten, falls er nichts gegessen hat! Er nimmt dann meist ein paar Schlücke, aber der Nährgehalt ist begrenzt, sodass eine halbe Stunde längere Fahrt nicht gut ist.
Das was mich nervt ist, das seit 4 Wochen unser Problem bei Behörde und TU vorliegt und es sich garnichts rührt. Selbst eine Überprüfung der GPS Tracker wurde nicht gemacht, da die errechneten Fahrzeiten des TU nicht mit der Echtzeit übereinstimmen. Ich werde zornig, wenn inkompetente Beamte mir sagen ( O-Ton ) : Dann ist ihr Sohn nicht transportfähig! Mein Sohn hat Hunger und Durst, es ist möglich, das Abhilfe geschaffen werden kann, aber da die Vorschriften eingehalten sind, kann nichts getan werden. Hier würde es um 2 Kinder gehen, die nach einer Umstellung der Fahrroute 10 min später zu Hause sind. Die beiden sind pfiffige Teenager, also bitte- was ist das Problem?
Aber meine Frage ist eigentlich die, ob das Kennzeichen H im SBA von Theo es ermöglicht, hier die zumutbaren Zeiten von 60 min zu verringern, da der Rücktransport ja auch Vorbereitungen beinhaltet ( Hygiene, Tasche packen, umziehen, wickeln, etc ).
Kurzer Textauszug aus meinem vorbereiteten Antrag

---------------------------------
Da Theo das Kennzeichen H trägt, sind nach unserer Auffassung bei zumutbaren Zeiten auch die Vorbereitung zum Transport zu berücksichtigen, sowie die Zeit die gebraucht wird, nach Ankunft zu Hause, wenn die zu betreuende Person von Theo ihm etwas anbieten kann zur Nahrungsaufnahme.
Zur Vorbereitung in der Schule gehört:
- Abwaschen der zur Verfügung gestellten Hilfsmittel 2 min
- Windelwechsel 4 min
- Packen des Schulranzens 2 min
- Nachricht schreiben über Vorkommnisse an die Eltern 3 min
- Gesicht und Hände Waschen und trocknen 2 min
- Kleidungswechsel aufgrund unsauberem essen 3 min
- Anziehen von Jacke und Schuhe 1 min
- Zum Transportübergabepunkt gehen 3 min
- Wartezeit incl. Einstieg in den Bus 10 min
Gesamt 28 min
Somit ergibt sich, wenn die offizielle Abfahrt 14.21 Uhr sein soll, eine fast 30min Vorbereitungszeit für Theo.
- Ankunft Zuhause 14.55 Uhr 34 min
Nachbereitung
- Abschnallen und Ausstieg aus dem Bus 2 min
- Weg ins Haus 2 min
- Ausziehen von Jacke und wechseln der Schuhe 1 min
- Kleidung wechseln aufgrund Speichelfluss 1 min
- Gesicht und Hände Waschen und trocknen 1 min
- Vorbereitung Nahrungsaufnahme 2 min
Gesamt 9 min
Daraus ergibt sich für den Rücktransport für Theo eine Zeit von 71 min, ohne das hier Zwischenfälle einkalkuliert wurden. 71 Minuten ist die minimale Zeit, in der Theo kein Angebot zur Nahrungsaufnahme erhalten kann und 62 Minuten ist Theo ohne direkte Betreuung, da Theo keine Schulassistenz hat. Realistische Annahme wäre 80 - 90 min im Durchschnitt, da im Tagesablauf der Schule, des TU, der Verkehrslage und auch Theos eigene Tagesform viele Variablen stecken.
Die Zeiten der Nachbereitung habe ich aus der Pflegetabelle entnommen, die der MDK bei Beantragung der Pflegestufe genehmigt hat.

-------------------------Ende ------------------------------------

Ich hoffe das klappt..
Gruß
Birger
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Re: Anpassung Fahrzeiten Schultransport

Beitragvon LasseUndJohannes » 22.09.2019, 10:14

Hi,
dass das H hier greift denke ich nicht. Wäre mir zu weit hergeholt. Ich würde die Argumentation etwas umstellen. Dein Kind ist behinderungsbedingt schnell im Unterzucker und benötigt Hilfe, wie sie während des Transports nicht gewährt werden kann. Er ist prinzipiell transportfähig, da die Fahrzeiten bei entsprechender Planung prinzipiell möglich sind. Zu beachten ist zudem, dass vor und nach dem reinen Transport weitere Massnahmen notwendig sind, in denen dein Kind die notwendige Hilfe zur Nahrungsaufnahme nicht erhalten kann.

Die Massnahmen davor und danach würde ich kritisch durchgehen. Das Nachrichtenheft könnte ja auch schon vorher geschrieben werden. Hier könnte man pauschaler bleiben, aus organisatorischen Gründen kann vor dem Transport spätestens eine halbe Stunde vorher was zu Essen gegeben werden?

Den Punkt Transportfähig ... Der Sachbearbeiter hat sich ja verraten wie er denkt. Hier noch was zu schreiben, wie wichtig die Schule für dein Kind ist. Neben Schulpflicht auch das Recht deines Kindes darauf anführen. Denn dann hat er abzuwägen zwischen dem wirtschaftlichen Aufwand der kürzeren Fahrzeit und der Beeinträchtigung für dein Kind, wenn er nicht zustimmt.

Und, du brauchst ein Attest vom Arzt!
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Beitragvon Engrid » 22.09.2019, 11:06

Hallo,

ich denke, es ist schlicht so: Die zumutbare Fahrzeit beträgt eine Stunde. Wenn das zuviel ist, muss das durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden.
Was ich aber vorher nochmal durchdenken würde: Kann man es nicht so einrichten, dass der Junge innerhalb der Zeit Vorbereitung-Fahrzeit-Danach (zb bei den 10 Minuten Warten auf den Bus, da wäre das doch vielleicht nebenbei auch eine gute Strukturierung?) etwas Nahrhaftes zu sich nimmt? (Ohne jetzt Details zu der Essstörung zu wissen, wenn da etwas dagegen steht, würde ich das aber auch dem Amt kommunizieren, im Rahmen des ärztlichen Attestes bzw als Ergänzung)

Hier würde es um 2 Kinder gehen, die nach einer Umstellung der Fahrroute 10 min später zu Hause sind. Die beiden sind pfiffige Teenager, also bitte- was ist das Problem?
Das ist nun etwas, womit das Amt gar nichts zu tun hat. Die Planung der Tour ist Sache des Fahrdienstes, ich habe auch schon erlebt, dass Touren umgestellt werden, aber das funktioniert auf Goodwill und Kooperation und Wille zum Kompromiss bei allen (!) beteiligten Eltern, dem Fahrer und der Fahrdienstleitung, es funktioniert nicht auf "Befehl" (ohne jetzt etwas unterstellen zu wollen). Woher weißt Du so sicher, dass für die zwei Kinder die Verlängerung kein Problem wäre??

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Re: Anpassung Fahrzeiten Schultransport

Beitragvon TheovoLe » 22.09.2019, 22:52

Hallo!
Warum sollte das H nicht greifen. Kinder die nicht das H haben, könnten sogar im Bus ihre Stullen herausholen und essen und sich selbst was zu trinken geben, wenn nicht etwas anderes noch die Kinder daran hindert! Ohne H können die meisten Kinder ohne große Vorbereitung in den Bus springen und losfahren. Bei Theo muss alles vorbereitet sein, vorallen Dingen, wenn die Fahrzeit jetzt verdreifacht wurde.
Die Nachricht an die Eltern, wird nicht während der Unterrichtszeit geschrieben. Wir müssen zu Hause ja irgendwie wissen, ob zum Schluss alles ok war, oder er mal wieder nichts gegessen hat, wie sein Verhalten war, ob er sich Wohl gefühlt hat. Wie sollen wir sein Zustand beurteilen, wenn unser Kind nicht spricht und ein Verhalten zeigt, das uns beunruhigt?
Des weiteren ist es wohl auch nicht von der Hand zu weisen, das, wenn Theo evtl Stuhlgang während des Transportes hat / irgendwie die Windel falsch sitzt und durchgepinkelt ist ( das ist schon ein paar mal vorgekommen ), die Mitinsassen im Bus im betörenden Duft bis zu 60 minuten sitzen. Das sollte alleine schon reichen, das alle Beteiligten für Theo von vorn herein eine möglichst kurze Zeit einplanen sollten, im eigenen Interesse! :wink:
Was ich aber vorher nochmal durchdenken würde: Kann man es nicht so einrichten, dass der Junge innerhalb der Zeit Vorbereitung-Fahrzeit-Danach (zb bei den 10 Minuten Warten auf den Bus, da wäre das doch vielleicht nebenbei auch eine gute Strukturierung?) etwas Nahrhaftes zu sich nimmt?
Sollen die Lehrer ihre Aufsichtspflicht im Wartebereich den anderen Kindern der Klasse gegenüber verletzen, nur um Theo etwas zu trinken / Essen zu geben? Du denkst vielleicht, das Theo einen Schulbegleiter hat? Dem ist nicht so und selbst wenn es einen geben würde, wäre es unwahrscheinlich, das Theo im Gewusel des Wartebereiches etwas zu sich nimmt. Außerdem muss Theo nach der Nahrungsaufnahme teilweise oder auch komplett neue Klamotten bekommen und gewaschen werden! Wo soll das stattfinden? Falls das nicht gemacht wird, sitzt er dann 60 min vollgeschmiert und nass im Bus.
Es wäre am schönsten, wenn Theo regelmäßig wenigstens sein Minimum im Magen hätte. Er fährt gerne Auto. 9h Fahrt nach Schweden sind nie ein Problem gewesen. Man muss nur alles gut timen...
Mal sehen was passiert. Die Bescheinigung des Arztes ist unterwegs
Gruß
Birger
Theo ist am 10.05.2008 geboren und hatte das West Syndrom. Geistig schwer behindertes Kind durch O2 Mangel, div KH Aufenthalte und Unfälle, Pierre Robin Sequenz, V.a. übergeordnetes Syndrom, frühkindlicher Autist- global Entwicklungsverzögert bis auf Sprachverständnis. Fahradanhängerfahrer

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Re: Anpassung Fahrzeiten Schultransport

Beitragvon JasminsMama » 25.09.2019, 17:33

Hallo Birger,

ich denke auch, dass das H beim Fahrdienst nicht greift, bei uns hat es auf jeden Fall nichts genutzt.

wie ich zuvor schon geschrieben habe, reichte bei uns ein Attest vom Arzt, dass es medizinisch nicht zumutbar ist, dass mein Kind eine so lange Fahrtzeit hat.

Was ich mich auch frage ist (vielleicht wurde die Frage schon gestellt und ich habe es überlesen), warum Theo keine Schulbegleitung hat. Das würde ja alles vereinfachen, oder?

LG
Sandra
Sandra 06/76
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