Alles aus !! :-(

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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SimoneD.
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Re: Alles aus !! :-(

Beitragvon SimoneD. » 18.09.2019, 14:58

Eine zu enge Bindung wurde nicht attestiert. Jedoch eine Unsicherheit meinerseits ihm gegenüber, die seine Entwicklung massiv hemmen würde...

Da wurde mir im Abschlussgespräch ja gesagt das ich das völlig falsch auffassen würde, als ich konkrete Beispiele für mein Verhalten wollte. Das sie mir erklären sollte worin bzw womit ich ihn genau hemmen....konnte sie nicht. Hat sich gewunden wie eine Schlange und meinte wenn ich das falsch aufgefasst hätte, täte es ihr leid...
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (9 Jahre) Asperger Autist

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SimoneD.
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Re: Alles aus !! :-(

Beitragvon SimoneD. » 18.09.2019, 15:32

Termin in der KJP erst am 08.10. ......
Einen Krankenschein/Attest bekomme ich vorher nicht...telefonisch würde das nicht gehen :-/
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (9 Jahre) Asperger Autist

maikeb
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Re: Alles aus !! :-(

Beitragvon maikeb » 18.09.2019, 15:45

Das HPG ist doch eigentlich die logische Konsequenz, da die Schulbegleitung in diesem Rahmen offenbar nicht effizient ist. Die Verantwortlichen müssen nun überlegen, wie es schulisch weitergehen kann. Denkbar wäre nun eine fachliche Schulbegleitung, also eine ausgebildete Person. Das wäre doch ein Gewinn.
Lass es auf Dich zukommen. Wenn Du arge Bedenken hast, nimm Dir eine Rechtshilfe mit in das HPG.

HeikeLeo
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Re: Alles aus !! :-(

Beitragvon HeikeLeo » 18.09.2019, 17:53

Liebe Simone,

Attest geht auch von Kinderarzt/Kinderärztin.

Wir haben in solchen Situationen Sohn auch immer rausgenommen - mit Mama-Entschuldigung. Die Schule scheint ja mitzuspielen.
Das war bei uns nicht wirklich so....aber bei uns ist auch nicht das Jugendamt drohend und besserwisserisch vor der Tür gestanden. Aber immerhin soll das Jugendamt die Schulbegleitung bezahlen....

Liebe Grüße und ein dickes Kraftpaket von mir
Heike

svennie
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Re: Alles aus !! :-(

Beitragvon svennie » 18.09.2019, 22:40

Hallo Simone,

vielleicht kannst Du auch Hausunterricht beantragen, bis eine passende Schulbegleitung gefunden ist. Mir erscheint die Krankschreibung auch erstmal als der beste Weg, um kurzfristig Ruhe in die Situation zu bringen. Und Du brauchst für Dich auch „Auszeiten“, zB über Verhinderungspflege, damit Du Dich emotional nicht total aufreibst. Erst recht, wenn N vorerst die Schule nicht besuchen kann.
LG,
Svenja
Sohn 10/2011: Asperger, hyperkinetische Störung, umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen, PG 2

SimoneD.
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Re: Alles aus !! :-(

Beitragvon SimoneD. » 19.09.2019, 07:49

Habe gestern noch lange mit N. Lehrer gesprochen.
Das Problem sind die Anforderungen. Also wenn man ihm sagt was bzw welche Aufgabe er tun soll.
Er ist unheimlich selbstbestimmend und will sich das auch nicht nehmen lassen. Er hat das sagen!
Wenn man ihm dann Grenzen aufzeigt bzw Druck aufbaut knallts.
Ich verstehe nur nicht, warum er so reagiert??
Hier Zuhause ist er ja auch nicht der King.
Ich lasse ja auch nicht alles durchgehen und setze Dinge durch die grade dran sind. Ok...bei den Hausaufgaben stoße ich auch an meine Grenzen, da er die nicht einsieht weil er meint Schule ist Schule und Zuhause ist Zuhause. Trotzdem verlange ich von ihm, dass er (wenn auch nicht alles) kleinschrittig Hausaufgaben macht.

Was kann ich zu Hause noch tun, damit er bei Anforderungen und Grenzen in der Schule nicht ausrastet??
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (9 Jahre) Asperger Autist

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Re: Alles aus !! :-(

Beitragvon Engrid » 19.09.2019, 08:07

Hallo,

das kannst Du von zuhause aus nicht erreichen.
Beim Junior haben wir daran in der Therapie langfristig gearbeitet. Anforderungsverweigerung ist ein Problem vieler Autisten. Oft hat es zu tun mit einem eingebauten Perfektionismus, und einen geringen Selbstbewusstsein - wenn Aufgaben als überfordernd erlebt werden, dann macht das Kind zu. Dein Sohn hat da ja schon einiges erlebt, insofern muss er therapeutisch da langsam hingeführt werden. Von jetzt auf gleich wird es nicht gehen.
Bei uns war auch die Schulbegleitung wichtig, die ihm erstens Sicherheit gegeben hat und zweitens darauf schaute und schaut, dass die Anforderungen genau richtig für ihn sind, also nicht zu leicht, aber halt sicher schaffbar. So dass ein Erfolgserlebnis da ist.
Wie sind sie denn bisher in der Schule damit umgegangen? Ich dachte, es wäre gut gelaufen?

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Re: Alles aus !! :-(

Beitragvon SimoneChristian » 19.09.2019, 08:13

Hallo Simone!

Spontan habe ich gedacht: "Nichts"
Weil Schule ist Schule. Und die Beziehung und Kommunikation läuft da ohne dich.

Aber du könntest vielleicht noch mal ganz allgemein darüber reden, warum Lehrer bestimmte Anforderungen stellen.
Und man kann auch zu Hause ganz gut üben, diffuse Aufgaben besser zu strukturieren.

Andere Frage: entspricht denn das Niveau seinem Leistungsstand?
Sowohl Unter-,als auch Überforderung führen hier zu Verweigerung.
Viele Aufgaben beinhalten leider auch beides in unterschiedlichen Bereichen.

LG
Simone
C. (*9/11) Sprachentwicklungsverzögerung, Regulationsstörungen des Kindesalters
atypischer Autismus (Diagnose 07/15)

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Re: Alles aus !! :-(

Beitragvon SimoneChristian » 19.09.2019, 08:16

Noch eine Ergänzung, weil Engrid schneller war.

Bei uns ist die sonst massive Verweigerung mit I-Kraft und Lehrerwechsel aktuell und relativ spontan in Leistungswille umgeschlagen, weil jetzt einfach Beziehung und Kommunikation mit allen beteiligten Erwachsenen funktioniert.
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Michaela44
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Re: Alles aus !! :-(

Beitragvon Michaela44 » 19.09.2019, 08:50

Ich möchte noch einen weiteren möglichen Grund der Verweigerungshaltung hinzufügen: mein Sohn hat stets die Dinge verweigert, die er selbst nicht als sinnvoll erachtet hat.

Während seine nichtautistische Schwester in solchen Situation irgendwann einlenkt oder kompromissbereit ist, war und ist bei meinem Sohn nichts zu machen.

Ein krasses Beispiel: er hat jahrelang die Zähne nicht geputzt und da er in der ganzen Zeit nur einmal Karies hatte, sah er sich in seinem Verhalten bestätigt. Dass das langfristige Folgen haben kann oder das Zahnfleisch darunter litt (für den Zahnarzt sichtbar aber für meinen Sohn nicht spürbar), glaubte er nicht.
Asperger Autistin
mit neurodiverser Familie


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