Wechsel Förderschule-Regelschule / Tipps gesucht

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LunaBluna
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Re: Wechsel Förderschule-Regelschule / Tipps gesucht

Beitragvon LunaBluna » 19.09.2019, 13:56

Regina: Ist das nicht ein Risiko, den Förderbedarf aufheben zu lassen? Dann hätte man ja im Falle des Falles kein Recht mehr auf Nachteilsausgleiche usw. oder?
Warum lehnen die Regelschulen denn alle ab weil angeblich zu voll?
Unserem Teenie ist es auf der Förderschule langweilig vom Stoff her.
Er möchte raus dort. Wir möchten den Wechsel probieren mit I-Helfer.

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Regina Regenbogen
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Re: Wechsel Förderschule-Regelschule / Tipps gesucht

Beitragvon Regina Regenbogen » 19.09.2019, 14:03

Regina: Ist das nicht ein Risiko, den Förderbedarf aufheben zu lassen? Dann hätte man ja im Falle des Falles kein Recht mehr auf Nachteilsausgleiche usw. oder?
Die Nachteilsausgleiche sind in Abhängigkeit der Behinderung zu gewähren, der Förderbedarf hat damit nichts zu tun. Wir haben bei unserem Sohn im 2. Schuljahr den Förderbedarf aufheben lassen und dann musste ihn die Regelgrundschule nehmen - was sie vorher auch nicht wollten.
Warum lehnen die Regelschulen denn alle ab weil angeblich zu voll?
Weil man nicht antworten kann "Wir nehmen keine Schüler mit Förderbedarf".

Den I-Helfer könnt ihr allerdings erst nach vollzogenem Schulwechsel beantragen.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

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Re: Wechsel Förderschule-Regelschule / Tipps gesucht

Beitragvon LunaBluna » 19.09.2019, 14:25

Aber ist das nicht zum Nachteil fürs Kind, wenn vorher abgelehnt wurde (inoffiziell) wegen Förderbedarf und man lässt sich später übers Schulamt zuweisen?
Hat dann nicht letzendlich das Kind drunter zu leiden, was ja "vorher" nicht gewollt wurde dort?

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Re: Wechsel Förderschule-Regelschule / Tipps gesucht

Beitragvon Regina Regenbogen » 19.09.2019, 14:39

Nicht das Kind war nicht gewollt, sondern der Förderbedarf. Man muss das schon etwas pragmatischer sehen.
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Re: Wechsel Förderschule-Regelschule / Tipps gesucht

Beitragvon LunaBluna » 19.09.2019, 16:04

Welche Nachteile könnte es für uns haben, wenn wir den Förderbedarf aufheben lassen?

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Re: Wechsel Förderschule-Regelschule / Tipps gesucht

Beitragvon Regina Regenbogen » 19.09.2019, 16:19

Das musst du besser wissen als wir. Woher sollen wir wissen ob dein Kind überhaupt noch Förderbedarf hat? Ich habe dir nur geschrieben, wie wir es gemacht haben, eine Gelinggarantie hat uns damals auch niemand geben können. Allerdings haben wir unsere Vorgehensweise mit der Autismustherapeutin abgesprochen.
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Re: Wechsel Förderschule-Regelschule / Tipps gesucht

Beitragvon LunaBluna » 19.09.2019, 16:42

Ich meinte es anders. Ich meinte welche Nachteile könnte es im Alltag in der Schule geben bzgl. Wiederbeantragung Förderbedarf, was steht einem mit Förderbedarf zu, was man ohne Förderbedarf im Schulalltag nicht in Anspruch nehmen könnte?

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Re: Wechsel Förderschule-Regelschule / Tipps gesucht

Beitragvon Regina Regenbogen » 20.09.2019, 05:00

Ich habe keine Ahnung, das ist sicher abhängig von dem Förderbedarf, den dein Kind JETZT hat. Wir hätten damals an der Regelschule mit Förderbedarf nur max. 2 Stunden je Woche Förderunterricht gehabt, für die mein Kind dann auch noch aus dem normalen Unterricht heraus genommen worden wäre. Es hat einfach niemand Förderbedarf gesehen bei meinem Sohn nach dem Wechsel auf die Regelschule. Er ist gut klar gekommen, nachdem wir dann (nach mehreren Fehlversuchen) den richtigen Schulbegleiter gefunden hatten.
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Re: Wechsel Förderschule-Regelschule / Tipps gesucht

Beitragvon Engrid » 20.09.2019, 08:02

Hallo Luna,

welche Förderung konkret auf der Regelschule für den festgestellten Förderbedarf passiert, kommt aufs Bundesland drauf an, und auf die Verhältnisse vor Ort. Hier in Bayern sind das wenige Stunden pro Woche. Dazu sollte es im Internet Infos geben, zb von Deiner Landes-Schulbehörde. Und natürlich muss es auch eine Möglichkeit geben, sich da beraten zu lassen.

Grüße
Engrid
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Re: Wechsel Förderschule-Regelschule / Tipps gesucht

Beitragvon Engrid » 20.09.2019, 08:16

Ich kopiere Dir mal eben rein, was ein bayerischer Flyer des KuMi da auflistet: https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/ ... ba18/pages (Seite 14, „Begleitende Hilfen“)
Sprich: Für Kinder mit normaler Intelligenz und ohne Körperbehinderung bleiben da nur die Stunden des MSD (die werden je nachdem zb verwendet, um Förderziele und -Wege, Differenzierung des Materials usw, mit den Lehrkräften auszuarbeiten, oder aber am Kind selber - eine gute Schulbegleitung plus engagierte Eltern können da sicherlich mindestens genausoviel erreichen, alleine weil die sonderpädagogische Förderung zeitlich viel zu wenig ist). Ich spreche jetzt für Bayern.
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