Emmas Mama mit Emma (Gaumenspalte, Fieberkrämpfe und ?)

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Emmas Mama
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Emmas Mama mit Emma (Gaumenspalte, Fieberkrämpfe und ?)

Beitragvon Emmas Mama » 08.09.2019, 16:35

Hallo,

meine Tochter wurde vor 4,5 Jahren mit einer Gaumenspalte im Weichgaumen geboren. Diese wurde schnell operiert, sie brauchte keine Paukenröhrchen. Regelmäßige Kontrollen zeigen, das alles gut ist.
Es kamen noch einige Fieberkrämpfe, aber sie entwickelt sich völlig normal. SIe hat viele Freunde, puzzelt, spielt viel und ausdauernd, hat mir drei Jahren Fahrrad fahren gelernt und vor kurzem das Seepferdchen gemacht.
Im Kindergarten sprach man mich im April an, ob sie denn Ergo hätte. Ich verneinte dies und fragte warum. Man sagte, dass sie manchmal nicht reagieren würde, wenn es unruhig ist, im Morgenkreis oder beim Mittagessen häufig unruhig ist und sich leicht ablenken lässt. Ich ging damit zum Kinderarzt. Der sagte, dass daran nix Pathologisches sei und es kein Grund für eine Ergo Verordnung gäbe. Da ich bis auf ein sehr aktives Kind (das ich auch war), das sich aber auch stundenlang alleine beschäftigen kann, die Problematik nicht beobachte, war das für mich ok. Als Zusatz möchte ich noch erwähnen, dass ich Emma ja auch beim Schwimmen, turnen oder tanzen in Gruppen sehe. Dort ist sie völlig normal.
Der Kindergarten fragte dann noch mal nach und schlug vor, dass sie eine Auflistung an den Arzt schicken wollten, in der sie schildern, welches Verhalten Emma im Kiga zeigt. Das Schreiben bekam ich leider nicht zu sehen. Daraufhin bekamen wir aber die Ergo Verordnung. Als ich die abholte, lies ich mir das Schreiben des Kindergartens aushändigen und war geschockt von der daraus (logischen) resultierten Diagnose: Entwicklungsverzögert, Wahrnehmungsstörung.
Die Erzieherin hatte mir vorher schon gesagt, dass sie übertreiben würde, aber so hätte ich es nicht erwartet. Da hätte ich nicht zugestimmt. Es steht zum Beispiel drin, dass sie Gefahren nicht einschätzen könnte. DAs stimmt nicht im Ansatz. Oder dass sie manchmal Probleme hätte die Grenzen anderer Kinder zu erkennen. Das war anfangs in der Kiga Zeit tatsächlich so. Ist aber längst vorbei (wurde auch im Gespräch bestätigt.
Mitterweile läuft die Ergo. Die Ergo sagt es sei alles normal. Die Auffälligkeit scheint ja nur in der Gruppe gegeben. Macht also wenig Sinn. Die Erzieherin möchte Emma im Morgenkreis filmen, damit wir uns ihr Verhalten anschauen können. Ich warte noch auf den Gesprächstermin dort.
Mit unserem Kinderarzt habe ich schon gesprochen. Der hatte schon vermutet, dass der Kiga hier stark übertrieben hat.
Naja, nun zu meinen Fragen: Können diese (wahrscheinlich falschen) Diagnosen negative Konsequenzen für mein Kind haben?
Wie und wann könnte denn eine richtige Diagnose gestellt werden?

IngaW
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Re: Emmas Mama mit Emma (Gaumenspalte, Fieberkrämpfe und ?)

Beitragvon IngaW » 10.09.2019, 11:47

Die Kita hat die "Diagnose" gestellt? Verstehe ich das richtig?

Emmas Mama
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Re: Emmas Mama mit Emma (Gaumenspalte, Fieberkrämpfe und ?)

Beitragvon Emmas Mama » 10.09.2019, 15:23

Der Kindergarten hat eine Liste mit Verhaltensbeobachtungen an den KiA geschickt. Daraus resultiert dann die Diagnose des Kinderarztes.

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Jakob05
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Re: Emmas Mama mit Emma (Gaumenspalte, Fieberkrämpfe und ?)

Beitragvon Jakob05 » 12.09.2019, 10:21

Hallo Emmas MAMA,
von den Diagnosen einer Verordnung brauchst du dich nicht verrückt machen lassen. Hier gibt es einfach klare Vorgaben, was ein Arzt schreiben muss, um bestimmte Prozesse anzustossen. Der Arzt will sich mit dieser Verordnung wahrscheinlich auch nur absichern, damit er keine Probleme bekommt, wenn später doch etwas gefunden würde. Die Verordnung muss also nicht heissen, dass er selbst Handlungsbedarf sieht. Schaden wird deiner Tochter diese Vorgehensweise nicht, für sie sind es Spielstunden.
Die Vorgehensweise dieses Kindergartens finde ich allerdings sehr übergriffig. Hast du denn einer direkten Kommunikation mit dem KiA zugestimmt. Nur mit einer Schweigepflichtsentbindung dürfen die Erzieher überhaupt mit jemandem ausserhalb des KiGa über dein Kind reden. Unterlagen ohne Wissen der Eltern weiterleiten, geht gar nicht. Ich hoffe, die Erzieher bleiben wenigstens im Umgang mit Emma fair. Kinder merken sehr schnell, wenn sie jemand "auf dem Kieker" hat und ihre Unruhe beim Morgenkreis und ein Verhalten, dass sich als Entwicklungverzögerung interpretieren lässt, kann da durchaus eher die Folge als die Ursache sein.
In diesem Alter darf ein Kind doch wohl auch einfach mal keine Lust auf Stillsitzen haben und unter den Argusaugen einer "besorgten" Erzieherin würden auch wir Erwachsenen schnell ein ungewöhnliches Verhalten an den Tag legen.
Ich hoffe, du kannst mit Gesprächen zumindest für deine Tochter ein gutes KiGa-Umfeld wieder herstellen. Eine Diagnose "NORMAL" wird wohl schwerer zu stellen sein, denn was ist schon NORMAL?
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†28.07.05,*02.08.05,37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, Rachenfehlbildung,Tracheostoma)


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