Hyposensibilisierung gegen Allergien

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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Ullaskids
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Hyposensibilisierung gegen Allergien

Beitragvon Ullaskids » 05.09.2019, 08:03

Hallo,
meine Tochter (18) ist allergisch gegen Früh- und Sommerblüher und noch einzelne andere Allergene. Sie hatte bereits mit 11-14 Jahren eine ziemlich erfolglose Hyposensibilisierung.
Nachdem die Allergie seit einem halben Jahr deutlich heftiger geworden ist (allerg. Asthma), soll sie nun eine weitere Hyposensibilisierung machen.
Allerdings wohnt sie als Studentin alleine in einem Apartment und auch 350km entfernt von uns; die (neue) Allergologin sieht kein Risiko, der Kinderarzt, der die erste Hyposensibilisierung durchgeführt hat (er ist in diesem Bereich speziell fortgebildet), hat allerdings schon einen Fall von allergischem Schock Stunden nach der Behandlung erlebt und rät ihr davon ab... hat irgendwer hilfreiche Gedanken oder Ratschläge für uns zum Thema?
Kann man eventuelle Probleme durch das Bereitstellen eines Notfallmedikaments (Kortison) auffangen?
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (15): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.

MajaJo
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Re: Hyposensibilisierung gegen Allergien

Beitragvon MajaJo » 05.09.2019, 10:16

Hallo Ulla,

im Falle eines seltenen allergischen Schocks ist Kortison wirkungslos. Hier ist Adrenalin in Form eines Pens das Mittel der Wahl.

Liebe Grüße

Maja
Maja m. Jo (*10) Neurod., Ichth. vulgaris, Asthma, Allergien m. Anaphylaxie, GdB 70 H, A (*05) Chêneau-Korsett versorgte Skoliose und Sternenenkel (3/18-5/18)

Ullaskids
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Re: Hyposensibilisierung gegen Allergien

Beitragvon Ullaskids » 05.09.2019, 10:23

Ah, danke!
Vielleicht kann man sowas ja dann verschreiben... wenn sie es sich damit zutraut.
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (15): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.

ulilenny
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Re: Hyposensibilisierung gegen Allergien

Beitragvon ulilenny » 05.09.2019, 12:16

Hallo Ulla,
ich kann dir nur von mir selbst berichten und ich bin gesund soweit.
Ich habe eine schwere Pollenallergie und bin auf alles allergisch, was blüht zwischen Januar und November.

Mir hat die Desensibilisierung sehr geholfen, so dass ich aktuell fast beschwerdefrei bin.
Ich mußte nach jeder Spritze 45min beim Arzt sitzen bleiben, um genau das Risikos eines allergischen Schockes sofort behandeln zu können.
Es kann vorkommen.

Einige Allergene (Gräser z.B.) kann man auch mit einer tgl. Schmelztablette desensibilisieren. Dies habe ich paralell zu den Spritzen gemacht, da es zeitlich einfacher ist für mich. Hier mußte nur die erste Einnahme ärztlich überwacht werden.

Da ich auch starkes allergisches Asthma habe, habe ich die Desensibilisierung bei einem Lungenfacharzt/Allergologen durchführen lassen.

Vg
Uli
Uli mit
L. (01/2009)Enuresis, ADHS, Bindungsstörung
J. (03/2013) gesund, und ganz anders als sein Bruder

Ullaskids
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Re: Hyposensibilisierung gegen Allergien

Beitragvon Ullaskids » 05.09.2019, 12:47

Hallo,
danke, von den Tabletten und dem Sitzenbleiben beim Arzt weiß ich. Allerdings ist dieser vom KiA erzählte Fall bei Tabletten und mehrere Stunden nach der Einnahme aufgetreten, daher... hm.
Und die Tabletten sollen nicht ganz so gut wirken, sagt er. Da wir ja schon einmal erfolglos 3 Jahre Hyposensibilisierung durchgezogen haben und unsere Tochter auch gerne ein Auslandssemester machen würde etc., sind gerade viele Fragen offen...
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (15): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.

kati543
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Re: Hyposensibilisierung gegen Allergien

Beitragvon kati543 » 05.09.2019, 13:04

Hallo,
ich habe in meiner Kindheit auch mehrere ziemlich erfolglose Hyposensibilisierungen hinter mir. Hat man jetzt überhaupt eine Chance, dass eine erneute Hyposensibilisierung da besser hilft?
Aktuell bin ich bei einer Mischung aus Akupunktur und Medikamenten, die ich einfach bei Bedarf nehme. Auslandsaufenthalte sind bei mir immer sehr positiv während der Heuschnupfenzeit. Vielleicht kann man das Auslandsemester ja auch so planen, dass Lunge und Herz sich mal etwas erholen können?
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

Ullaskids
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Re: Hyposensibilisierung gegen Allergien

Beitragvon Ullaskids » 05.09.2019, 19:00

Hallo,
naja, das Ziel des Auslandsaufenthalts hängt direkt an der Sprache, die sie seit einem Jahr dafür lernt... ;) das ist nicht sehr flexibel.
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (15): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.


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