Frontallappen-Epilepsie... oder doch nicht??

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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LovisAnnaLarsMama
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Re: Frontallappen-Epilepsie... oder doch nicht??

Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 04.09.2019, 07:55

Hallo Ario,
der Kleine hat/ hatte leider unterschiedlich Absencen. Manche spürt man kommen, da wird er schon vorher ganz ruhig und still, dann erstarrt er, reagiert nicht auf Reize, zwinkert auch nicht, starrt irgendwo weit in die Ferne. Es gab auch welche, da erstarrt er mitten in der Bewegung, bleibt stehen, reagiert nicht, die Augen bleiben starr. Dauer: von extrem kurz bis zu über einer Minute war da alles drin. Diese Form bemerkt er nicht...
Dann gibt es noch die Variante: Kind reisst plötzlich die Arme hoch, Kopf in den Nacken und kippt hinten über... Relativ schnell nach dem Aufprall ist er aber wieder da und weint. Das müssten auch Absencen sein.
Das Problem ist aber auch zu erkennen, wann etwas war und wann nicht. Ich notiere aktuell nur die Vorfälle bei denen ich mir sicher bin, weil er länger nicht reagiert hat.
Lg
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Re: Frontallappen-Epilepsie... oder doch nicht??

Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 04.09.2019, 08:00

Achso: wichtig sind bei ihm auch noch andere Anzeichen: wenn er an einem Tag sabbert, weiß ich dass etwas kommt. Wenn seine gute Hand extrem unsicher wird und einen Tremor hat oder er häufiger fällt oder extrem müde wird, früh im Auto einschläft, schaue ich immer genauer hin.
Lg
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Re: Frontallappen-Epilepsie... oder doch nicht??

Beitragvon Ario » 04.09.2019, 15:45

Wahnsinn, ich seh da soviele Gemeinsamkeiten... Vor allem das Speicheln und dieses kurze innehalten. Ich habe den Eindruck, als wüde bei ihm dann alles in Zeitlupe ablaufen, weil er auch verzögert reagiert. Habt ihr dann auch öfter bei Infekten und Fieber Krämpfe oder vermehrt epileptische Auffälligkeiten ?

Ist denn bei euch dieses Panayiotopoulos Syndrom festgestellt worden?
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Re: Frontallappen-Epilepsie... oder doch nicht??

Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 04.09.2019, 18:56

Hallo Ario,
Wir haben keinen Namen, es sitzt auch nicht frontal, sondern occipital. Da liegt auf jeden Fall ein Focus...
Der focale Anfall sah aber anders aus... da hatte sich mal ein Bein selbstständig gemacht, dann die Hand, wir hätten auch einmal eine Version mit starr werden, schmatzen, Speicheln.... ein Kind was Probleme beim wecken hatte mit Pupillen die einige Male auf- und zugingen.... Eine kompletten Ausfall der etwa 5 min. ging- da wusste ich aber noch nichts davon, dass das evtl. ein Anfall war....
Irgendwie komme ich mir aktuell eh etwas blöd vor...
Lg
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Re: Frontallappen-Epilepsie... oder doch nicht??

Beitragvon Ario » 10.09.2019, 20:47

Hallo,

leider haben wir den OxC Spiegel erst heute abend bekommen. Was mich jetzt total verwirrt ist der niedrige Wertvon 10,2 und das bei 180mg morgens und 120mg abends. Die letze Gabe vor der Blutuntersuchung war aber auch über 13 Stunden.
An was kann as denn liegen?
Er bekommt morgens aber auch Joghurt und Milch, kann das eventuell an den Milchprodukten liegen? Ich meinte mal gelesen zu haben, dass Milchprodukte die Wirkung von manchen Medis beeinträchtigen können.

Ich gehe davon aus, dass der Spiegel nach der Verabreichung stark steigt aber trotzdem sollte er ja nicht auf 10, 2 fallen
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Re: Frontallappen-Epilepsie... oder doch nicht??

Beitragvon Alexandra2014 » 10.09.2019, 22:01

Hallo Ario,

jeder Mensch verstoffwechselt Medikamente anders, zum Teil auch abhängig vom Alter und Präparat.
Bei 25 mg/kg, wie dein Kind jetzt bekommt, hatte meins einen Spiegel von 15, auch rund 13 Stunden nach der letzten Gabe.

Milchprodukte machen nichts bei der OxC Gabe.
Habt ihr unretardiertes oder retardiertes OxC? Vielleicht wäre die Umstellung auf retardiertes OxC (Apydan extent) eine Möglichkeit, dass der Spiegel nicht so stark abfällt. Zudem ist retardiertes OxC besser verträglich, besonders in höheren Dosierungen, da der Spiegel nach der Gabe eben auch nicht so stark ansteigt, sondern gleichmäßig über den Tag verteilt ist.

Aber das solltest du mit dem behandelnden Neuropädiater besprechen. Der wird ja sicher auch eine Meinung zum aktuellen Spiegel haben.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Re: Frontallappen-Epilepsie... oder doch nicht??

Beitragvon Ario » 10.09.2019, 23:18

Hallo Alex,

danke für die Infos
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