Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Chaosmarie
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon Chaosmarie » 02.09.2019, 09:01

Die Behinderung an sich hat uns nicht geschadet, wohl aber das beständige Ringen mit den Institutionen. Zuerst der Kinfdergarten, dann die Schule; Träger von Hilfen, und unser Lieblingsamt als Kostenträger. Was haben wir nicht alles gesehen und über uns ergehen lassen dürfen: selbstherrliche Lehrer und Erzieher, SPFHs die uns als Eltern und als Paar gegeneinander ausspielten und auch sonst erhebliche Schäden anrichteten, wild und bösartig herum phantasierende Jugendamtssachbearbeiter, völlig verpeilte Ärzte. Sogar der sparwütige Taxiunternehmer musste zeitweise von uns auf die Spur gebracht werden. Dabei hatten wir auch immer wieder gute Helfer u nd Unterstützer, und unsere Kinder haben sich alle bisher sehr gut entwickelt. Dass der Vater irgendwann an dem Punkt ankam an dem er sagte, dass er dass alles nicht mehr ertragen könne und ging, kann ich nachvollziehen. Aber bei aller Trauer war es ein Auseinandergehen in Frieden.

Das sehe ich bei Dir nicht. Und es scheint eher schon fünf nach zwölf zu sein als dass sich irgendetwas aus eigner Kraft zum Besseren wenden könnte. Wie lange möchtest Du das noch so aushalten? 'Hilfe' vom Jugendamt würde ich übrigens nicht unbedingt erwarten, gerade bei Trennungsgeschichten. Wenn, dann kontaktiere lieber zuerst einen Väterverein.

lg

Marie
"Scheffin" *2006 gesund und topfit, hochbegabt
"Prinzesschen" *2007 fröhliche und charmante Kannerautistin
"kleiner Bruder" *2011 gesund, quietschfidel, Verdacht auf Hochbegabung.

Was glaubt Ihr, was hier los wäre, wenn noch mehr Leute wüssten, was hier los ist!

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Anjali
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon Anjali » 02.09.2019, 09:28

Hallo Anjali,

erlaube mir zu widersprechen. Die Mutter ist derzeit nicht nur depressiv, sondern auch in Opposition. Hier kann ein neuer Spezialist, der nicht VORHER eingelassen wurde, leider nichts mehr ausrichten.
Hallo Anne, ich versteh deinen Einwand und sehe es genauso. Nur hast du mich missverstanden.

Ich meinte, dass Karsten für sich selbst Beratung und Unterstützung im Umgang mit seiner Frau und dem Händeln der schwierigen familiären Situation holen sollte.
Er selbst sollte handlungsfähig bleiben/werden und agieren und damit selbst und aktiv die Verantwortung für eine Veränderung der Situation (und für das Wohl seiner Kinder) übernehmen.
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (18 Jahre / Asperger-Autist)

Lisaneu
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon Lisaneu » 02.09.2019, 13:54

Hallo Karsten!

Wenn ich deine Beschreibungen so lese sehe ich nicht, worauf du wartest. Du hast selbst eine zeitbegrenzte Trennung (ohne Scheidung) angesprochen, deine Frau will ohnehin von dir weg (zumindest in den Phasen, wo sie so drauf ist, wie du das beschreibst), also was muss noch passieren, dass ihr das ausprobiert? Die Lage, in der ihr jetzt seid, ist sowohl für Dich, als auch für deine Tochter und deine Frau unerträglich. Den Wunsch deiner Frau, was daran zu ändern, empfinde ich jetzt spontan als "gesünder" und realistischer als deinen Wunsch, in der bestehenden Situation eine Lösung zu finden.

Nach einer zeitlich begrenzten Trennung, wo sich deine Frau vielleicht bei ihrere Mutter erholen kann (nicht von Dir, sondern von einer Situation, die sie offensichtlich sehr belastet und überfordert) ist vielleicht wieder ein gemeinsamer Konsens möglich. Aktuell ist das nicht der Fall und "von selber" wird das auch nicht besser werden. Und vielleicht bekommen dann auch die Schwiegereltern mehr vom Zustand deiner Frau mit, sie wird vermutlich nicht von einem Tag auf den anderen vollkommen normal agieren, nur weil sie von Dir weg ist. Diese Möglichkeit hast du ja selbst angesprochen.

Eine mögliche Scheidung an die Bedingung zu knüpfen, dass ein Psychater vorher die psychische Gesundheit deiner Frau bescheinigt, empfinde ich als sehr schlechte Idee. Unabhängig davon, ob deine Frau psychisch gesund, etwas krank, oder sehr krank ist, sie ist doch ein mündiger Bürger und kann selbst entscheiden, ob mit Dir verheiratet bleiben will, oder nicht. Auch wenn sie psychisch krank sein sollte kannst du sie nicht zwingen, die Ehe aufrecht zu erhalten. Wie soll das gehen? Glaubst du, dass unter solchen Voraussetzungen irgend etwas besser werden kann?

An deinem Wortlaut merke ich außerdem viel Verbitterung und vor allem, dass du euer gemeinsames Kind in die Streiterein oft einbeziehst, um deiner Frau klar zu machen, dass sie sich falsch verhält. Wenn aber eine psychische Erkrankung hinter ihrem Handlen stecken sollte, hilft das gar nichts sondern macht alles noch verfahrener. Das ist in etwa so, als würdest zu einer Frau in der Sahelzone vorwerfen, ihre Kinder nicht gesund genug zu ernähren. Jeder Mensch kann nur das geben, was er (an persönlichen Ressourcen, also Kraft, Liebe, Verständnis, Einsicht, usw.) hat. Wenn deine Frau mehr davon hätte würde sie auch mehr geben. Hat sie aber sehr offensichtlich nicht! Da noch den Vorwurf zu machen, dass das Verhalten dem Kind schadet, ist in offenen Wunden zu wühlen. Abgesehen davon weiß das deine Frau sicher selbst. Ich sage meinem Mann, der Raucher ist, auch nicht täglich, dass das ungesund und den Kindern ein schlechtes Vorbild ist. Er weiß es selbst.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

AnnalenaO
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon AnnalenaO » 02.09.2019, 15:35

Hallo!
Lisa in vielem stime ich dir zu, nicht aber bei deiner Aussage dass Karsten die Kinder oft in die Streitigkeiten einbezieht um der Frau zu zeigen dass sie sich falsch verhält.
So wie ich das verstanden habe beschimpft die Mutter Karsten im Beisein der Kinder. Alles was Karsten jetzt machen möchte ist in so einem Fall ruhig zu bleiben und nicht in den Streit einzusteigen um die Kinder davor zu schützen. Dass er seiner Frau sagt dass das streiten vor den Kindern nicht geht finde ich vollkommen richtig! Meine Eltern haben oft vor meiner Schwester und mir gestritten. Es war das allerschlimmste für mich. Würde mein Partner vor den Kindern ausrasten wär das allererste was er von mir zu hören bekommen würde: NICHT VOR DEN KINDERN! Ich finde es lobenswert dass Karsten seine Kinder vor lautstarken Streitereien beschützen möchte.
Ansonsten wäre mein Rat am ehesten auch der Trennung auf Zeit zuzustimmen gepaart damit dass du dir für dich Beratung suchst. In der Hoffnung dass deine Schwiegereltern merken dass es deiner Frau nicht gut geht und dass sie mit dir an einem Strang ziehen um die Situation zu verbessern. Könnten deine Schwiegereltern evtl zum Teil zumindest das Vojtaturnen übernehmen? Oder sich zeitweise um die Kinder kümmern damit deine Frau entlastet ist?
Karsten ihr wohnt nicht in Deutschland oder? Die Frage ist in wie weit es bei euch Beratungsangebote überhaupt gibt?
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft und Durchhaltevermögen!
Alles Gute, AnnalenaO
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Lisaneu
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon Lisaneu » 02.09.2019, 16:58

So wie ich das verstanden habe beschimpft die Mutter Karsten im Beisein der Kinder. Alles was Karsten jetzt machen möchte ist in so einem Fall ruhig zu bleiben und nicht in den Streit einzusteigen um die Kinder davor zu schützen. Dass er seiner Frau sagt dass das streiten vor den Kindern nicht geht finde ich vollkommen richtig! Meine Eltern haben oft vor meiner Schwester und mir gestritten. Es war das allerschlimmste für mich. Würde mein Partner vor den Kindern ausrasten wär das allererste was er von mir zu hören bekommen würde: NICHT VOR DEN KINDERN! Ich finde es lobenswert dass Karsten seine Kinder vor lautstarken Streitereien beschützen möchte.
Hallo Annalena!

Karsten hat wörtlich geschrieben
"Falls meine Fau nochmal ausrastet, werde ich ganz ruhig bleiben, sagen dass ich mich an solchen Streiterein nicht mehr beteilige und falls sie möchte dass Ihre Tochter einen schlechten Eindruck von Ihr hat, das Ihre eigene Sache ist."

Was soll das bringen? Wenn er sich an den Streiereien nicht mehr beteiligen will, soll er es einfach bleiben lassen. Wenn es ihm ein Bedürfnis ist kann er noch EIN MAL sagen dass er da nicht mehr mitmacht. Aber wenn er DANN noch nachsetzt "Falls du willst, dass deine Tochter einen schlechten Eindruck von Dir hat,...!" gießt er ja noch mal Öl ins Feuer.

Dagegen, dass die Mutter Karsten im Beisein der Kinder beschimpft, kann ER ja nichts tun. Dass Karsten den Streit vor den Augen seiner Tochter nicht will, um sie zu schützen, haben ich schon verstanden. Natürlich kann er sagen, dass er es nicht gut findet, aber das hat er ja schon mehrmals gemacht und wenn er es noch 20x wiederholt wird das an der aktuellen Situation auch nichts ändern.

Und es ist ein Irrglaube, die Kinder allein dadurch zu schützen, dass man nicht VOR IHNEN streitet. Kinder spüren Unstimmigkeiten zwischen den Eltern grundsätzlich IMMER und leiden darunter, unabhängig davon, ob diese jetzt vor ihnen ausgetragen werden oder nicht. Eine Freundin hat mir mal erzählt, dass zwischen ihren Eltern monatelang eiskaltes schweigen geherrscht hat und nur das allernotwendigste (mit eisiger Mine) gesprochen wurde. Sie weiß noch, wie sie und ihr Bruder Angst vor einer Scheidung hatten und was dann mit ihnen passieren würde. Nächtelang waren die beiden Kinder mit dieser Angst alleine. Bei diesen Eltern ist nie ein böses Wort in Gegenwart der Kinder gefallen, aber diese Zeit war für meine Freundin die schlimmste ihrer ganzen Kindheit. Sie hatte übrigens als Erwachsene massive Probleme damit, eigene Konflikte auszutragen, weil sie es im eigenen Elternhaus nie miterlebt hatte.

Meine Eltern haben ihre Konflikte teilweise auch vor mir ausgetragen. Ich habe gesehen wie sie sich gestritten haben, aber auch, wie sie danach ihren Streit wieder beigelegt haben. Ich habe sehr wohl unter den Streitereien gelitten, aber es wäre nicht besser gewesen, wenn diese hinter verschlossenen Türen stattgefunden hätten.
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon AnnalenaO » 03.09.2019, 10:57

Hallo Lisa,
ein gesunder Streit ist für Kinder immer ok. Ich streite mit meinem Mann auch aber unsere Kinder können immer darauf vertrauen dass wir unsere Streitigkeiten auch klären werden und dass sie damit nichts zu tun haben. Trotzdem möchte ich nicht im Beisein meiner Kinder mit meinem Mann rumschreien.
Ich habe nicht rausgelesen dass Karsten zuvor schonmal seiner Frau vermittelt hat "nicht vor den Kindern". Ich finde es absolut in Ordnung der Frau auch zu sagen dass sie gerade vor den Kindern ausrastet und dass das nicht ok ist.
Aber egal wie, ein gesunder Streit ist es bei Karsten ja leider nicht, daher werden die Kinder so oder so leiden, da hast du vermutlich leider Recht.
Sohn 5/2009 Asperger Syndrom
Tochter 10/2012 Topfit

Chantal-Marie
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon Chantal-Marie » 03.09.2019, 12:27

Na ja, gut getan hat uns unser behindertes Mädel nicht............zumindest für eine ganze Weile. Sprich wir hatten ganz schön zu knappsen und die vorletzte Tochter kam als Frühchen und war viel krank und das erste Kind in der Pubertät............ Also enormer Stress auf der ganzen Linie. ABER Körperliche Gewalt hat es nie gegeben auch wenn die Fetzen geflogen sind. Mein Mann hätte mich genau einmal zuschlagen lassen dann wärs das gewesen und mein Mann ist ein Mensch dem Frieden und Harmonie sehr am Herzen liegt. Ich bin da schon eher auf Krawall gebürstet wenn mir was nicht passt. Treten geht schon gleich gar nicht. Hormone hin oder her, so ein Verhalten ist inakzeptabel und Karsten sollte sich mal genau überlegen was als nächstes kommt. Geht sie dann auf die Kinder los? Kriegen die dann Prügel weil sie sich nicht beherrschen kann? Er sollte die Kinder nehmen und sie ganz weit von dieser Mutter bringen wenn es nicht noch mehr Scherben geben soll. Und es wäre dringendst psychologische Hilfe nötig. Vor allem hätte er schon bei der ersten Attacke Einhalt gebieten müssen denn so schaukelt es sich hoch und irgendwann knallts gewaltig.

Streiten ist ok, das gehört zu einer funktionierenden Beziehung dazu. Wir haben uns auch vor den Kindern gefetzt aber die wussten dass es nur vorübergehend ist und kurze Zeit später alles wieder ok ist.
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

grace
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon grace » 03.09.2019, 14:11

Hallo,

Ich bin da ganz bei Chantal-Marie und rate dir Karsten das was ich jeder Frau sagen würde, sollte sie so von ihrem (männlichem) Partner behandelt werden: Nichts wie weg dort! Suche dir gute Beratung, einen guten Anwalt und trenne dich sofort, was soll denn noch alles passieren bevor du verstehst das diese Frau Gift für dich ist?
Gewaltsames Verhalten einer Frau in einer Beziehung mit Hormonen, Stillen und Muttersein zu entschuldigen ist genau so falsch wie gewaltsames Verhalten bei einem Mann in einer Beziehung durch Arbeitsstress, Überforderung und dergleichen zu entschuldigen, es gibt immer Erklärung warum sich Menschen so verhalten es ist nie Bosheit; aber Aushalten muss das der Partner bitte nicht!

Gerade weil deine Frau eine mündige Bürgerin ist muss sie mit den Konsequenzen ihres Verhalten leben und wenn sie gar nicht um Hilfe bittet wird ihr auch schwer zu helfen sein.

Lass keine Zeit verstreichen und agiere schnell!

LG

Grace

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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon Lisa85 » 05.09.2019, 21:23

Hallo Karsten, ich würde dir raten, Dir einen Psychotherapieplatz zu suchen. Denn wie du hier schon vielfach gelesen hast, ist es inakzeptabel was deine Frau tut. Jedoch ist es auch nicht gesund, dass du das mit dir machen lässt. Such dir Hilfe und Entlastung für dich. Deine Situation klingt schlimm.

Viel Kraft dafür wünsche ich dir!
Lisa mit 2 Söhnen: E. (6/2015, gesund) und A. (11/2017, tuberöse Sklerose, Zystenniere --> "The TSC2/PKD1 contiguous gene Syndrome".

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Karsten1981
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Re: Hat die (mögliche) Behinderung eurer Beziehung geschadet?

Beitragvon Karsten1981 » 06.09.2019, 12:23

Vielen Dank für Eure Antworten.

Bei mir ist das ganze nicht so einfach.Ich lebe in Japan (meine Frau ist Japanerin), das bedetutet, dass ich wochentags erst um 21.00 Uhr nach Hause komme, was sehr normal hier ist. Ich glaube das ist auch ein Grund, warum meine Frau normalerweise nicht genug Entlastung bekommt.

Ich hätte meine Frau schon mehrmals verlassen, wären nicht die Kinder da. Ich liebe meine Frau, aber dieses Monster derzeit ist eben nicht meine Frau. Ich habe das Problem, dass ich nicht ohne die Kinder leben kann und wie soll ich meine Frau mit den Kindern verlassen, ich müsste meinen Job aufgeben, da es keine Einrichtungen gibt die die Kinder solange annehmen und meine Eltern sind nunmal in Deutschland. Weiterhin hätte ich vermutlich vor Gericht exreme Nachteile, dadurch dass ich nunmal Ausländer bin.

ABer Ihr habt natürlich recht, so kann es nicht weiternehmen, wir hatten gestern wieder einen absoluten Tiefpunkt erreicht. Nach dem Abendessen geben wir unserem Sohn immer etwas Vitamine, leider hat er sich mehrmas übergeben, wobei auch das ganze Abendessen herauskam. Ich hab den Kleinen dann genommen und habe mit ihm geduscht, weil er auch schon müde war. Da meine Frau bereits ins Bett ist und auch wieder auf 180, weil er nunmal nicht seine Vitamine genommen hat und das automatisch auf mich geschoben wird, dachte ich mir dass ich ihm vielleicht noch eine kleine Tüte Babynahrung gebe, da er ja sehr hungrig sein müsste und ich meine Frau nicht auwecken wollte wenn er Milch trinken will. Leider hat er nur die halbe Tüte gegessen und solange rumgeschriehen bis meine Frau doch wieder Milch geben musste, als ich Ihr sagte, ich hätte versucht ihn zu füttern ist sie extrem ausgerastet und hat gemeint wir hätten nicht genug Geld (obwohl ich mehr als der Durschschnitt verdiene und die Packung gerade mal 70 Cent kostet) und hat mich im Stehen viermal getreten (und das obwohl ich noch unseren Sohn im Arm hatte). Sie sagte dann ich solle direkt aus dem Haus und die Nacht bei ihren Eltern verbringen weil sie mein Gesicht nicht sehen will und hat auch eine Warnung ausgesprchen, dass wenn sie mich die Nacht auf dem Sofa sehen würde (ich schlafe da seit einer Woche), sie ein Messer nehmen würde und mich erstechen würde). Ich hab dann die Nacht bei Ihren Eltern geschlafen.

Nun mach ich mir natürlich umso mehr Sorgen um sie (sie hatte gesagt sie denke teilweise über Selbstmord nach) und vor allen Dingen um die Kinder. Ich habe dann noch die Nacht ein längeres Gespräch mit Ihren Eltern gehabt, dass sie dringend Hilfe bräuchte und ich erklärte auch wieder, dass ich über Frauen im Internet mit änhlichen Problemen gelesen habe, aber die sind auch wieder ausgeflippt und meinten das Internet wäre nur voller Lügen und ich könnte nichts trauen was ich im Internet lese.

Weis eine eine Internationale Stelle in Deutschland die ich fragen könnte ob sie Kontakte in Japan haben?


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