"negative" Spikes temporal?

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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Alexandra2014
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Re: "negative" Spikes temporal?

Beitragvon Alexandra2014 » 29.08.2019, 09:48

@BauerM:
niemand macht zum „Spaß“ EEG, nur um mal zu gucken, wie es ist.
Bei Lindas Sohn bestand der Verdacht auf Epilepsie, der sich bestätigt hat. Auch ein MRT wurde gemacht (das gehört zur DD bei Epilepsie grundsätzlich dazu, da Epilepsie auch durch einen Hirntumor verursacht werden kann). Die EEG dienen der Verlaufskontrolle unter Medikation.

Deine wilden Interpretationen und Vermutungen nutzen wirklich niemandem.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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BauerM
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Re: "negative" Spikes temporal?

Beitragvon BauerM » 29.08.2019, 09:56

Irmi 2 hat geschrieben: Irmi


Hallo,
Nur kurz;

1.) Ja kann man "versuchen" einzustellen. Ich hab selber nen ziemlich komplexen fokalen Epi Befund.
2.) Mit Genetik kenne ich mich im Vergleich zum EEG wesentlich besser aus.
3.) Ich habe mir das Wissen angelesen, ja, hab aber auch Übersichtsarbeiten (Metastudien) geschrieben und diese peer review (kontrollesen) lassen von Ärzten, aber über die Wirkung von Psychopharmaka. Bei uns wollte man, was leider vom Forschungsgeld her nicht geht, wegen einem Artikel ne Studie zur ALS machen. Also es ist nicht völlig laienhaft erlesen.
Dennoch haben damals, ich machte das freiberuflich, einige Ärzte die Arbeiten genutzt. Klinische Erfahrung habe ich aber kaum. Aber dennoch beläuft ich die Zahl derjenigen die durch die hypothetischen Überlegungen von mir zu einer gesicherten Diagnose, bei schwerer komplexer Erkrankung, zu einer Diagnose gekommen sind, im laufe der Jahren ein 2 Stelle Bereich. Darunter auch fatale Fehldiagnosen. So schrieb ich mit einem der hatte ne Shizo Diagnose, aber gar keine Shizo. Ein anderer Parkinson aber einen Morbus Wilson, usw. Insb hier konnten beide behandelt werden.
4.) Ja ich hab ein EEG, muss mich da aber auch erst richtig einarbeiten, ich kenne zwar Spikes und Waves etc. Aber das reicht ja nun nicht

@Alex, ich kenne Neuros (die mir dies auch so zugaben), dass sie EEGs machen um eine Stunde besser abrechnen zu können. So wie bei Muskelerkrankungen ein EMG "damit man halt was macht". Das muss hier natürlich nicht gelten.

Rein mathematisch gesehen ist das mit der Verlaufskontrolle im übrigen schwer, bei klassischer Epi gehen um Epi Forum viele nach Anfälle. Einer meiner Neuros sagte man "man therapiert ja keine EEGs, sondern Anfälle". Also auch ein auffälliges EEG bei gut eingestellter Epi würde nicht zu einem Therapiewechsel zwingen, umgekehrt ein gutes EEG bei vielen Anfällen schon. Bzgl Epi würde ich ein MR Spektroskopie machen lassen, dass ist halt schon was anderes wie nur ein MRT, etc.

Bzgl EEGs bei Epi hatte ich vor einigen Monaten auch mit einem meiner Ärzte, der ua auch in Chambrigh mit EEGs forschte, auch er meinte, dass die EEGs bei Epi "eigentlich" recht wenig bringen. Bei normalen Anfällen ist das ziemlich wenig hilfreich. Bei Anfällen die man nicht sieht, sehe ich das dennoch anders. Nur muss man dann halt akut ein EEG machen.

MFG
Selbst betroffen & beschäftige mich zwar seit 8, bald 30, intensivst mit Psychologie, Neurobiologie, seltenen Erkrankungen und Medizin allg., schreibe zwar viel mit Ärzten & führte Foren dazu, aber ich habe kein Studium! Meine Publikationen wurden privat publiziert! Meine Ideen bitte als Laie verstehen & mit Ärzten absprechen!

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Re: "negative" Spikes temporal?

Beitragvon Irmi 2 » 29.08.2019, 10:12

Hallo,
ob du dich mit Genetik besser auskennst, als mit EEGs möchte ich gar nicht beurteilen, du müsstest dann zumindest den Zusammenhang zur Epilepsie herstellen können, aber du brauchst da jetzt nicht drauf zu antworten ,kannst dich erst einlesen...
Weitere Kommentare zu deinem Post spar ich mir, Alex hat ja schon nen guten Hinweis geschrieben .
Wie war das mit der Verlinkung der Vorstellung( damit meine ich nicht eine Aufzählung von Menschen mit denen du geschrieben hast und daraus eine neue Diagnose ableiten konntest)?

BauerM
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Re: "negative" Spikes temporal?

Beitragvon BauerM » 29.08.2019, 10:18

Hallo,

Zur Epi werde ich mich gar nicht so tief einlesen, unsere Uniklinik ist ua ein weltweit bekannter Forschungsschwerpunkt für Epi, hier komme einige austherapierte Epileptiker her die dann eingestellt werden können. Da reichts ja wenn ich die EEGs einfach hinschicke oder dort schreiben lasse, das besser zu Interpretieren wie ein weltweit bekannter Prof der selbst nach Japan fliegt um dort Fycompa zu erklären (Medi das aus Japan kommt) ist sicher nicht möglich. Muss aber auch nicht. Meine Vorstellung gibts hier igw, wird hier aber wenig bringen.

LG
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Re: "negative" Spikes temporal?

Beitragvon Irmi 2 » 29.08.2019, 10:21

Doch noch ne Frage, auch wenn du dic h erst arbeiten musst, was machst du mit dem EEG zu Hause?
Befunde überprüfen, die du geschrieben.kriegst?
Oder deine eigenen kontrollieren?
Zuletzt geändert von Irmi 2 am 29.08.2019, 10:24, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: "negative" Spikes temporal?

Beitragvon Irmi 2 » 29.08.2019, 10:23

Ach, welche Klinik ist das denn?

BauerM
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Re: "negative" Spikes temporal?

Beitragvon BauerM » 29.08.2019, 10:32

Der Thread ist von Linda und ich will das hier auch nicht ausufern lassen, das bringt niemanden was, warum ich ein EEG habe ist zudem nicht "mal eben" erklärt. Primär gehts mir um Herdbefunde in der Nacht (ich befunde die ja nicht selbst), die sind nämlich oft wesentlich wichtiger wie EEGs am Tag (bzw in bestimmten Situationen), es ist schwer dauernd im KH ein EEG schreiben zu lassen (insb Nachts), zudem kann man dann auch mal je nach Symtome ein EEG 7 Tage durchführen, diese ultra kurzen EEGs sind deshalb so schwer zu interpretieren, da sie ja nur eine Spontanaufnahme sind. Kann sein dassein EEG nach einer Stunde völlig anders aussieht als bei Arzt. Darum versucht man ja auch Epi Potenziale mit Licht zu provozieren, das ist halt äußert schwer die Dynamik bei einer Epi zu erkennen, wenn man so ein ultra kurzes EEG macht und dauernd 7 Tage EEG im KH geht auch nicht.

Die Klinik kann ich dir, wenn du möchtest, per PN nennen. Kommst du aus DE brauchst du aber einen E112, in DE kenne ich (nur ganz oberflächlich) eine (angeblich) sehr gute Uniklinik. Hab aber keine persönliche Erfahrung dort.

MFG
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Re: "negative" Spikes temporal?

Beitragvon Irmi 2 » 29.08.2019, 12:01

Danke, ich brauche keine neue Klinik.
Ja ,jetzt sollte es weiter um Lindas Thema gehen, ich denke , ich/wir haben dein Problem verstanden.
VG Irmi

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Re: "negative" Spikes temporal?

Beitragvon Alexandra2014 » 29.08.2019, 12:39

@BauerM: je mehr du schreibst, umso offensichtlicher wird und werden deine Unwissenheit und Fehlinterpretationen.

Natürlich ist es möglich, in der Klinik über Tage ein EEG abzuleiten. Und noch so einiges mehr... aber ganz ehrlich, es wäre eine Mammutaufgabe, dich hier aufzuklären, für die mir schlicht die Zeit fehlt.

Auf der einen Seite schreibst du, dass Ärzte aus „Spaß“ EEG ableiten, um Geld zu verdienen. Auf der anderen dann, dass du um jedes EEG betteln musst und nicht ständig eins geschrieben wird. Widerspricht sich! Nicht?
So ein Irrsinn!
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Re: "negative" Spikes temporal?

Beitragvon BauerM » 29.08.2019, 12:53

Du liest mich falsch Alex, natürlich bekommt man bei jedem Neuro ein EEG, aber ...

1 sind das meist keine akut EEGs (ich kenne nur 2 Neuros wo man hingehen kann und ein Akut EEG bekommt, [die das auch nur in meinen Fall für mich so gehandhabt hätten] auch Krankenhäuser machen nicht immer akut EEGs) ,

2 wird kein Neuro zB 7 x pro Woche ein EEG 2-3 x pro Tag machen (das ist alleine von der Verrechnung her problematisch), auch ein 7 Tages EEG ist nur gelegentlich elektiv, also geplant möglich, dass man einfach hingeschickt wird und dann akut, also sofort, ein 7 Tage EEG gemacht wird, ist bei uns zumindest nicht üblich. Wenn du da Kliniken kennst die das anders machen wäre das aber sehr interessant.

Man muss also ein 7 Tage EEG planen, dann muss man "Glück" haben, dass genau hier die Potenziale auftreten, das ist je nach Epi unterschiedlich, und wenn man nochmal ein 7 Tage EEG will, benötigt es lange Zeitabstände (was auch wieder begründet werden muss), weil die Epi- Monitore ziemlich ausgelastet sind.

Auch Schlaflabore machen ja EEGs. Aber auch hier ist das gleiche Problem, man macht 1x einen Termin aus, dann wird 1x geschaut und dann kann man, wenn der Arzt sich einsetzt, maximal nach einer langen Zeit nochmal eines haben. Soviel ich weiß ist das in DE genau das gleiche. Darum ist es bei bestimmten Krankheiten recht schwer, dass man eine akute Abklärung bekommt, wenn die VC schwankt.

Aber, dass da dynamisch, je nach Krankheit und oft ein EEG gemacht wird, besonders ein langes EEG über Stunden, nicht die kurzen EEG, ist bei keiner mir bekannten Klinik üblich, weil das mit der Fallpauschale von den Kassen nicht gezahlt wird (d.h. die Klinik muss das von ihrem eigenen Geld zahlen, das tun sie aber selten). Ein Fall ist mir bekannt wo das wirklich so gemacht wurde, da hat sich aber der leitende Prof dafür eingesetzt und das viel unter Forschung, da hat man dann Forschungsgelder und kann einen lange aufnehmen/abklären.

Auch in einer Reha kann man natürlich akute EEGs machen, ich hatte schon akut EEGs in einem großen KH, da wurde aber "getrickst" mit der Abrechnung, so dass man es doch noch verrechnen konnte (was nur ging, weil mich der Arzt mochte und die Prof dem zustimmte).

Vielleicht hast du ja noch andere Möglichkeiten, aber das würde mich schon stark wundern.

MFG
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