Tips für Logopädie-Intensivwoche(n)?

Hier könnt ihr euch über die unterschiedlichsten Therapiemöglichkeiten (Logopädie, Petö, Cranio Sacrale) für eure Kinder austauschen und Fragen rund ums Thema Krankengymnastik und Frühförderung stellen.

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Lena M.
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Tips für Logopädie-Intensivwoche(n)?

Beitragvon Lena M. » 22.07.2019, 11:45

Hallo,
ich habe nun schon oft gehört, dass viele nach Vogtareuth und Baiersbronn gehen, um Intensivtherapie zu machen. Gibt es noch andere Tips für gute Praxen/Kliniken, die sich vielleicht etwas weiter nördlich befinden?
Ich würde es z.B. gerne mal mit Castillo-Morales probieren.
Kennt jemand sogar Logopäden in Berlin oder Brandenburg oder Raum Bielefeld/Münster, die intensivtherapie anbieten? Dann bräuchten wir nichtmal eine Unterkunft..
Ich wäre sehr dankbar für Hinweise.

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Jakob05
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Re: Tips für Logopädie-Intensivwoche(n)?

Beitragvon Jakob05 » 22.07.2019, 11:50

Guck mal, die Bundesvereinigung sitzt sogar in Berlin:

Castillo Morales® Vereinigung e.V.
Brehmestraße 13
13187 Berlin
Tel: 030 - 80205197
www.castillomoralesvereinigung.de
Die helfen gerne weiter !
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†28.07.05,*02.08.05,37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, Rachenfehlbildung,Tracheostoma)

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Re: Tips für Logopädie-Intensivwoche(n)?

Beitragvon FritzMama » 22.07.2019, 12:17

Hallo liebe Lena,

Ich kann zumindest mal 'ganz frisch' von beiden was erzählen:
Wir waren im Mai in Baiersbronn und im Juli in Vogtareuth.

Zu Baiersbronn:
Fanden wir richtig hammermäßig gut! Note 1! Haben gleich den nächsten freien Termin gebucht! Und zusätzlich stehen wir auf der Warteliste. Das Konzept erschien mir erst etwas komisch, und ich war unsicher, ob mein mundsensibles Kind das mitmacht, aber die Umsetzung war gigantisch und die Therapeuten super! Tatsächlich habe ich da zum ersten Mal gesehen, was wohl eine gute Logopädie ausmacht!
Insgesamt hat Fritzi danach das Robben (etwas) angefangen, war stabiler und hat seine Zunge entdeckt. Er speichelt weniger und hat eine deutlich bessere Mundreinigungsfunktion. Stand jetzt (also so ca 3 M danach) kann er 'gehalten Krabbeln', d.h. man muss aufpassen dass er aufgrund seiner Dystonie nicht nach vorne schießt, kann aber den 4-Füßler sehr lange halten und rutscht dann 'froschmäßig' vorwärts. Alleine kommt es zwar noch nicht hoch, aber mit kleiner Hilfestellung!!

Zu Vogtareuth:
Hmmm - leider enttäuschend. Bekommt von mir eine 4. Zusammenfassend sind's einfach zu wenig Therapien (durchschnittlich 2 am Tag) mit 3 x Logo in der Woche. Nachdem wir logomäßig auch noch den Vgl zu BB hatten - auch eher schwächlich.
Insgesamt ist das Konzept dort - so kam es für mich zumindest rüber - 'die Eltern zu entlasten'. Wenn man Kölns 'auf die Beine' kennt, so müsste es dort dann eher 'in den Therapiestuhl' heißen.
Es waren alle sehr nett, und je nachdem was man von dort möchte, sicher nicht schlecht... Für Epilepsie und Ops kann ich nicht sprechen - wir waren dort ausschließlich zur Reha. Aber die kann man sich echt sparen , wenn es sonst keine Gründe gibt. Dann fährt man lieber stattdessen in den Urlaub, dann hat man selber noch was davon...


Liebe Grüße von uns
05/17 dyskinetische ICP durch peripartale Asphyxie, kognitiv ein normaler Zweijähriger :D

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Re: Tips für Logopädie-Intensivwoche(n)?

Beitragvon Elli157 » 22.07.2019, 14:29

Hallo Lena,
leider kann ich dir nicht weiterhelfen, aber ich würde mich gerne anhängen, da ich auch schon länger nach geeigneten Möglichkeiten suche, die Mundmotorik unseres Sohnes zu fördern und zu verbessern.
Vorgeschlagen wurden uns bisher Baiersbronn und im Rahmen einer Reha Pelzerhaken bzw. Kreischa. Allerdings habe ich von den beiden Letztgenannten nicht nur Positives gehört, daher bin ich da noch nicht überzeugt. In Baiersbronn haben wir im Dezember einen Termin, die haben aktuell eine Wartezeit von einem Jahr auf einen Therapieplatz. Hier im nordwestlichen Raum habe ich leider bisher kein alternatives Konzept gefunden. Ich lese also mal interessiert mit...
LG Elli
E. mit großem Sohn (2010) und kleinem Sohn (2015),
33. SSW, Asphyxie, Choanalatresie, gehörlos (einseitig CI versorgt), Kolobome, Netzhautablösung, Schluckstörung, PEG

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Re: Tips für Logopädie-Intensivwoche(n)?

Beitragvon Monimama » 22.07.2019, 18:15

Hallo zusammen,
vielleicht ist das eine Alternative https://www.camoc.de/exec/centrum?LID=DE
ich hatte gelesen das Markus Wilken, Sondenentwöhnung jetzt mit in der Praxis ist, kann aber nun keine Informationen dazu finden.
Viele Grüße Moni
4 leibliche Kinder '88, '91, '92, '00, Pflegesohn '12 mehrfachbehindert, SOD, keine Sprache, PEG, seit 11/2018 Epilepsie und andere Baustellen, Pflegesohn '15 Dysmelien, Schwerhörig und andere Baustellen, BereitschaftsPfK

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Re: Tips für Logopädie-Intensivwoche(n)?

Beitragvon Susi2015 » 22.07.2019, 20:05

Hallo Lena,
ich kann dir leider keinen Tipp für eine Logo-Intensivwoche im nördlichen Bundesgebiet geben.
Wir waren bisher nur in Baiersbronn (2x) und sehr zufrieden. Am Anfang fanden wir das Konzept etwas gewöhnungsbedürftig, aber es hatte bei uns Erfolg, auch wenn dieser erst Wochen später sichtbar war. Die Wartezeiten auf einen Platz sind mittlerweile wirklich sehr lang, aber es lohnt sich v.a. was die Mundmotorik angeht.
Viele Grüße
Susi

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Re: Tips für Logopädie-Intensivwoche(n)?

Beitragvon Claudia33 » 22.07.2019, 21:31

Hallo Lena,

wir waren vor vielen Jahren einmal in Baiersbronn und fanden es überhaupt nicht toll - entgegen, ich glaube, aller Meinungen hier...

Ich weiß nicht, ob das was für Euch ist, aber in der Nähe von Osnabrück gibt es doch das Behandlungszentrum Werscherberg. Schau doch mal auf deren Seite, ob sie anbieten, was Du suchst...

Lieben Gruß,
Claudia
J. & Claudia mit zwei Jungs *03/06 CP, Tetraspastik, spricht nicht, läuft und sitzt nicht, Rollstuhlfahrer
und *06/09 beide FraX

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Re: Tips für Logopädie-Intensivwoche(n)?

Beitragvon Henrymami » 22.07.2019, 21:47

Uniklinik münster .
Frau Renk
Henry 25.06.13 Goldberg sphrintzen megakolonsSyndrom
PEG, spastische zerbraparese Katarakt bds, Glaukom

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Re: Tips für Logopädie-Intensivwoche(n)?

Beitragvon Elli157 » 22.07.2019, 22:25

Zu Werscherberg und der Uni Münster kann ich noch etwas ergänzen. Mit Werscherberg habe ich letzte Woche gesprochen. Dort kann man ausschließlich eine Sprachheilreha machen, die aber sehr gut sein soll. Werscherberg hat aktuell auch Wartezeiten von einem Jahr. Bei Kindern mit zusätzlichen Beeinträchtigungen neben der Sprache wird zudem vorab geprüft, ob die Kinder aufgenommen werden.
Geht es bei euch denn eher um das Thema Essen oder Sprache, Lena?
Frau Renk kenne ich auch, sie konnte uns leider nicht weiterhelfen, weil unsere Problematik zu komplex ist. Es scheint also wirklich schwierig zu sein. Das Camoc schaue ich mir noch mal an, das kenne ich nicht. Danke für die vielen Tipps hier!
E. mit großem Sohn (2010) und kleinem Sohn (2015),

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Lena M.
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Re: Tips für Logopädie-Intensivwoche(n)?

Beitragvon Lena M. » 23.07.2019, 21:59

Hallo Elli,
bei uns geht es schon um die Mundmotorik insgesamt, nicht direkt um Sprechen. Essen kann sie aber gut. Aber das Schlucken ansonsten (die Kontrolle) ist ein großes Problem. Sie sabbert wie ein Wasserfall. Und die Aussprache ist auch sehr mühsam.
Sprachheilreha klingt auch interessant. Aber ein jahr Wartezeit und wahrscheinlich wird die reha auch noch abgelehnt...eine Intensivtherapie ist wohl einfacher.
Aber danke für die Tips an alle!


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