Schulbegleitung nach Paragraph 35a

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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kati543
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Re: Schulbegleitung nach Paragraph 35a

Beitragvon kati543 » 21.07.2019, 23:48

Hallo,
Du darfst Dir echt nicht den Mund fusselig reden, sondern du musst alles schriftlich machen. Jugendamt ist eine heikle Sache. Hast du denn einmal eine schriftliche Ablehnung bekommen?
Mal ganz ehrlich, ich würde das für dieses Schuljahr erneut beantragen. Kommt das Jugendamt nicht in die Puschen, zeitnah Untätigkeitsklage einreichen. Diesmal ALLES(!) nur schriftlich. Du bist telefonisch nicht zu erreichen! Das darfst du dem Jugendamt auch mitteilen.
Ich kenne das auch von den Jugendämtern hier: Die versuchen (übrigens sehr erfolgreich) Zeit zu schinden. Je mehr Zeit ins Land gegangen ist, desto billiger wird es. Sieh doch selbst...bei euch müssen sie schon 2,5 Jahre weniger zahlen.
Ich hatte letztes Jahr die Genehmigung für die Stundenanzahl bei meinem Ältesten längst - aber die wirtschaftliche Jugendhilfe hat 8 Monate gebraucht, um den Bescheid zu erstellen. Das Gleiche wieder mit der Klassenfahrt: der Bescheid für die Genehmigung des Schulbegleiters für die Klassenfahrt kam 2 Wochen nach der Klassenfahrt.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
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D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Re: Schulbegleitung nach Paragraph 35a

Beitragvon Nadine-ini » 22.07.2019, 00:05

Die Jugendamtitsrbeiterin war ich glaube 2-3 mal in der Schule und hat dann ja mit der Schule gesprochen. Von diesen Terminen habe ich erst immer ein paar Tage später erfahren. Ich kann mir vorstellen, dass die Schule nichts schriftlich eingereicht hat. Ich habe vor etwa 2,5 Jahren einen schriftlichen Antrag gestellt und dreimal eine mündliche Absage bekommen.

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Re: Schulbegleitung nach Paragraph 35a

Beitragvon Nadine-ini » 22.07.2019, 00:06

Jugendamtmitarbeiterin habe mich vertippt

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Engrid
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Re: Schulbegleitung nach Paragraph 35a

Beitragvon Engrid » 22.07.2019, 08:24

Und Du hast aktuell keinen schriftlichen Antrag gestellt? Dann solltest Du das schleungst nachholen, aber bitte nicht hudeln, sondern sorgfältig formulieren und begründen. Die haben Dich jetzt 2,5 Jahre nicht ernst genommen, da werden sie nur umschwenken, wenn sie merken, dass Du jetzt auf Zack bist, beantragungstechnisch.
Wenn die Ämter merken, dass jemand seine Rechte nicht kennt, und das Prozedere nicht durchblickt, dann werden diese Rechte sehr häufig auch nicht gewährt. (Das ist nicht nur meine Erfahrung und die vieler anderer Eltern, das sagt zb auch der hier stadtbekannte Fachanwalt.)

Vielleicht kannst Du noch versuchen, konkrete Aussagen von Schulseite pro Schulbegleitung zu belegen?

Grüße
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Re: Schulbegleitung nach Paragraph 35a

Beitragvon Nadine-ini » 22.07.2019, 09:27

Ich habe mich abfertigen lassen mit der Lerntherapie. Irgendwie hat sie mir durch die Blume sagen wollen, dass es sonst gar nichts gibt. Ich hatte Angst, dass ich sonst mit leeren Händen dastehen. Im Nachhinein habe ich es bereut.

Es sind ja Ferien, daher habe ich nichts von der Schulseite bis auf ein Zeugnis.

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Re: Schulbegleitung nach Paragraph 35a

Beitragvon Nadine-ini » 22.07.2019, 11:23

Ich muss jetzt auch wieder bis Dezember warten, dass kjell im spz auf Autismus getestet wird. Auf die zwei Termine die wir gerade hatte, musste ich auch schon 6 Monate warten. Sowas habe ich auch noch nicht erlebt.
Ich wechselte extra in das Spz weil die so gut sein sollen.
Irgenwie soll es wohl nicht sein

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Re: Schulbegleitung nach Paragraph 35a

Beitragvon Engrid » 22.07.2019, 11:50

Hallo,
Irgendwie hat sie mir durch die Blume sagen wollen, dass es sonst gar nichts gibt.
Die Frau vom Amt entscheidet das nicht nach Gnade und Willkür, sondern Eingliederungshilfe ist das Recht von Menschen mit Behinderung. Und die ist auch nicht gedeckelt. Die Maßnahmen müssen gut begründet werden, grade auch facharztlich, und dann stehen sie dem Kind zu.
Was würdest Du Antworten auf die Ansage, wir bezahlen jetzt die Behandlung des Beinbruchs nicht, weil sie ja schon beim Zahnarzt waren??


Dass Autismusdiagnostik extrem lange Wartezeiten hat, ist leider normal. Hoffentlich ist es dann wenigstens eine gute Stelle?!

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Re: Schulbegleitung nach Paragraph 35a

Beitragvon LasseUndJohannes » 22.07.2019, 13:27

Hi, du hast vor 2.5 Jahren einen schriftlichen Antrag gestellt? Auf was genau? Weil, wenn du den Antrag nicht, zum Beispiel mündlich, zurück gezogen hast, dann steht noch die Antwort des JA dazu aus. Als schriftlicher Bescheid. Ein Verwaltungsakt kann zwar auch ohne schriftlichen Bescheid erfolgen, dann kannst du jedoch bei nachvollziehbaren Interesse einen schriftlichen Bescheid nachfordern.
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Re: Schulbegleitung nach Paragraph 35a

Beitragvon Engrid » 22.07.2019, 13:47

Also, ich würde eher vermuten, dass der Antrag nicht mehr gilt, nach so langer Zeit, ohne schriftliche Reaktion, quasi einvernehmlich. Bzw dass angenommen werden kann, dass die Mutter die mündliche Ablehnung akzeptiert hat. Und sowieso ist er ja nicht fürs aktuelle Schuljahr.
Das könnte ein Anwalt klären.
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Re: Schulbegleitung nach Paragraph 35a

Beitragvon Nadine-ini » 22.07.2019, 19:25

Ich musste in den Jahren nie einen neuen Antrag stellen. Wir haben immer telefoniert und ich habe die neuen Gutachten einfach nur eingereicht.
Das stimmt schon, wenn ich nichts schriftlich habe, habe ich nichts in der Hand. werde ich sofort ändern


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