Reha-Rad Kosten Zusatzantrieb ?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Jakob05
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Reha-Rad Kosten Zusatzantrieb ?

Beitragvon Jakob05 » 17.07.2019, 09:12

Hallo,
wir brauchen ein neues Dreirad wegen Wachstum. Da die Beinkraft immer noch sehr schwach ist und bei Fahrgeschwindigkeiten unter 12km/h der Spass für begleitende Freunde und Angehörige schnell schwindet, wurde vorgeschlagen einen Zusatzantrieb (E-Bike) mitzubeantragen. Die Krankenkasse sieht den Bedarf, bewilligt auch das Fahrrad, aber sieht den Antrieb als Hilfe zur Teilhabe und hat den Antrag gesplittet.
Der Bezirk will nun das ganze als Sozialhilfeantrag mit Vermögensoffenlegung bearbeiten. Ist das richtig ? Wird Teilhabe nicht einkommensunabhängig finanziert ? Darf die Bewilligung überhaupt gesplittet werden ?
Was nutzt ein Fahrrad, wenn er mit seinen Altersgenossen geschwindigkeitsmässig nicht mithalten kann ? Welche Argumente zählen bei der Teilhabe ? Schulweg ? Weg zu Freizeitaktivitäten? Gibt es Weglängen innerhalb derer verlangt werden kann, die Wege zu Fuss oder mit Bus zurückzulegen statt mit dem Fahrrad ?
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†28.07.05,*02.08.05,37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, Rachenfehlbildung,Tracheostoma)

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Re: Reha-Rad Kosten Zusatzantrieb ?

Beitragvon Jakob05 » 18.07.2019, 12:12

Weiss hier wirklich keiner etwas dazu ??
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Re: Reha-Rad Kosten Zusatzantrieb ?

Beitragvon Rita2 » 18.07.2019, 12:36

Hallo Cordula,

zu deiner eigentlichen Frage kann ich leider nichts sagen.

Aber ein paar Anmerkungen zum Dreirad.
Wollt ihr ein "normales" Rehadreirad kaufen oder ein Liegedreirad.

Für viele Kinder gibt es nämlich eine bessere Lösung als ein normales Dreirad, die Liegedreiräder.
Hier der Link zur Firma Hase Bikes: https://hasebikes.com/110-0-Reha-Dreirad-TRIX.html
Sollte das Trix noch zu groß sein, dann gibt es das Trets für etwas kleinere Kinder. Beide haben eine Hilfsmittelnummer. Für beide gibt es die Möglichkeit, daß man sie ans Erwachsenenrad anhängen kann. Du kannst ja mal in diesem Thread viewtopic.php?f=27&t=135378&p=2179664&hilit=kettwiesel#p2179285 meinen ersten Beitrag lesen. Alles was dort für das Kettwiesel steht, gilt genauso für das Trix.

Die Räder von Hase sind auf jeden Fall deutlich leichter als ein klassisches Rehadreirad. Und diese Räder wachsen mit. Man kann das Trix auch als Erwachsener fahren, vielleicht mit ein paar Umbauten.

Auch die Firma HP Velo hat seit neuerem ein Liegedreirad für Kinder mit Hilfsmittelnummer.
Hier der Link dazu: https://www.hpvelotechnik.com/produkte/ ... dex_d.html

Was man auch nicht vergessen sollte ist die Wirkung und damit die Reaktion der anderen auf das Fahrrad.
Bei unserem Fahrrad mit Stützrad hat man von den anderen so gehört, warum hat der den noch Stützräder der ist doch schon groß? Jetzt hört man: Was ist das für ein Fahrrad? Ich will auch so eins. Mit dem Rehadreirad wird der Unterschied ähnlich sein.

Unser Sohn fährt ein Kettwiesel von Hase (jetzt nicht mehr über die KK möglich). Als wir es gekauft haben, gab es das Trix leider noch nicht. Wer sind sehr froh darüber ein Kettwiesel gekauft zu haben und kein Rehadreirad.

Fährt dein Sohn so langsam, weil er körperlich nicht schneller kann, oder weil er von der Wahrnehmung mit höheren Geschwindigkeiten überfordert wäre.
Bei unserem Sohn ist letzteres der Fall. Aber wir haben auch einen übervorsichtigen Sohn. Am Anfang war seine normale Fahrgeschwindigkeit so 7 km/h. Das macht dann wirklich nur noch bedingt Spaß. Inzwischen sind wir so bei 10 bis 13 km/h. Wir finden damit kann man ganz gut leben. Aber alles ist relativ, wir sind jetzt glücklich damit, da es früher noch viel schlimmer war. Es gab mal eine Zeit, da haben wir überlegt einen Antrieb nachzurüsten. In der Zeit hat er die ca 12 km/h noch nicht geschafft von der Kraft/Ausdauer her, aber von seinem Sicherheitsgefühl wäre es gegangen. Jetzt paßt beides wieder zusammen.

Was sagen den der Hersteller bzw. euer Sanitätshaus zu deiner eigentlichen Frage? Die müßten doch Erfahrung damit haben.

Viele Grüße
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

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Re: Reha-Rad Kosten Zusatzantrieb ?

Beitragvon Jakob05 » 18.07.2019, 13:02

Hallo Rita,
danke für deine detaillierte Radvorstellung, die kann ich zu 100% bestätigen: Hase Bikes sind spitze !!!
Mein Kleiner hat das Trets seit er 4 ist (war 2012 sogar Katalogkind; also schon 8 Jahre) und soll jetzt das Trix bekommen. Auch unsere Erfahrungen in der Aussenwirkung
sind durchwegs positiv. Er kann kognitiv durchaus altersgemäss am Strassenverkehr auch mit höheren Geschwindigkeiten teilnehmen, schafft es aber
körperlich (Hüfte, Beine, Rücken....) nicht. Da er mit seinen Freunden mithalten möchte, frustriert es mittlerweile schon sehr. Der Motor würde das ausgleichen.
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Re: Reha-Rad Kosten Zusatzantrieb ?

Beitragvon Rita2 » 18.07.2019, 14:45

Hallo Cordula,

da hätte ich vielleicht doch erstmal nur fragen sollen, was für ein Fahrrad soll das Kind bekommen. Aber das meiste habe ich aus anderen Beiträgen von mir zusammen kopiert.
Wir waren im April auf der Spezi und haben dort das "neue" Rad von HP Velotechnik gesehen. Ich finde das ist echt eine Alternative zu den Hase-Bikes.
Durch das Doppelrad vorne sieht man, wie breit das Fahrrad ist (wobei damit unser Sohn noch nie Probleme hatte. Er weiß genau, so er durchpaßt und wo nicht). Hinter nur ein Rad hat zur Folge, daß für den Antrieb leichter Standardkomponenten verwendet werden können, auch kann man hinten einen normalen Gepäckträger montierten und dort auch Fahrradtaschen anbringen. Bei Hase mit den zwei Rädern die einen Sturz haben, ist das immer etwas problematisch, bzw. sind Sonderlösungen notwendig. Auch ist das HP Rad kürzer, allerdings sind die Füße ganz vorne. Beim Hase ist noch das Vorderrad vor den Füßen.
Es gibt aber auch einen Nachteil dieser Bauform. Der Wendekreis ist deutlich größer.
Bei welcher Bauform man sich leichter setzen bzw. aufstehen kann ist, ist wahrscheinlich je nach Anwender unterschiedlich.
Wie es Gewichtsmäßig aussieht weiß ich nicht.

Ich an eurer Stelle würde mir beide Räder im Vergleich anschauen.

LG
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,

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Re: Reha-Rad Kosten Zusatzantrieb ?

Beitragvon Anja mit Tristan » 18.07.2019, 18:28

Hallo Cordula,

ich habe ein ähnliches Problem.
Unsere PKV hat das Outdoorrad für den Rolli nicht genehmigt und die Eingliederungshilfe will einen SGB XII- Antrag von mir. Ich dachte auch, bei Kindern wird keine Einkommens- und Vermögensprüfung durchgeführt.
Ich bin gerade dabei, Kommentierungen zum SGB XII zu lesen. Falls ich etwas finde, melde ich mich.

Liebe Grüße
Anja
Tristan: 10/2014, HIE, Aphagie (Button), Hiatushernie, Cardiainsuff., GÖR, Fundoplicatio, ICP, Laryngomalazie, Sehbehind., global entwicklungsverz. - Mamas und Papas Sonnenscheinchen

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Re: Reha-Rad Kosten Zusatzantrieb ?

Beitragvon Jakob05 » 22.07.2019, 21:09

Nun versuche ich es doch noch mal, vielleicht waren meine Fragen etwas undeutlich formuliert.
Kann mir jemand folgende Fragen beantworten:
- Darf die Krankenkasse die Finanzierung eines E-Motors für ein Therapierad an den Sozialhilfeträger abwälzen ? Habe ich ein Widerspruchsrecht?
Kind kann zwar super mit dem Therapierad fahren, aber nicht schneller als 10-12km/h
- Muss ich dem Sozialhilfeträger für diesen Antrieb meine fianziellen Mittel offen legen ? Oder muss soetwas einkommensunabhängig gefördert werden ?
Wäre auch eine anteilige Kostenübernahme möglich ?
- Welche Argumente zählen bei Eingliederungshilfe nach §54 Abs.1 SGBXII bzw. §55 Abs.2 Nr.1 SGB IX?
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†28.07.05,*02.08.05,37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, Rachenfehlbildung,Tracheostoma)


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