Beziehung Rollifahrer/in - "Fußgänger/in"

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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thomas263
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Beziehung Rollifahrer/in - "Fußgänger/in"

Beitragvon thomas263 » 02.07.2019, 14:36

Hallo,

habe diese Frage schon woanders gestellt, allerdings noch keine Antwort darauf. Ich weiß, hier sind hauptsächlich Eltern, aber vielleicht sind/werden diese Themen bei eurem Kind ja auch relevant und ihr macht euch Gedanken darüber und könnt mir vielleicht helfen.

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Hallo,

ich bin 20 und seit nunmehr 2 1/2 Jahren in dieselbe verliebt, seit 1 1/2 Jahren spreche ich sogar direkt von Liebe. Ich sitz mit ICP-bedingter Tetraspastik im Rollstuhl. Sie ist nur wenige Stunden jünger als ich und kann laufen, ihre Schwerbehinderung wurde aberkannt, sie weiß nicht mal was das gewesen sein soll (ist also für meine Begriffe ohne Handicap). Da wir uns gut verstehen, einander vertrauen und sie auch sonst immer mal wieder durchblitzen lässt dass ich für sie auch mehr als ein guter Freund bin, haben wir vor einem Jahr mal gewagt, den Schritt weiter und sozusagen "offiziell miteinander zu gehen". Lange gehalten hat das nicht, da es meine erste Beziehung war und ich aus Angst Fehler zu machen so ziemlich jeden um Rat fragte.

Mein Vater, dem ich eigentlich als einzigem wirklich vertraue, hat mir schon des öfteren ans Herz gelegt, mir doch eine Freundin mit ähnlichem Einschränkungsbild zu suchen. Also bin ich, gerade in Sachen Sexualität, lieber zu gleichalterigen und habe dort gefragt. Das daraus entstehende Gelaber hat letztlich sie dazu veranlasst Schluss zu machen.

Nach einigen Monaten Funkstille nähern wir uns zurzeit langsam wieder einander an, und meine damit verbundenen Gefühle, Gedanken und Wünsche (unter anderem der, mit ihr intim zu werden) brechen wieder auf. Ihr gegenüber gehe ich offen damit um, was in mir vorgeht, sie behandelt das ganze auch grundsätzlich sehr ernsthaft und respektvoll. Allerdings haben wir beide noch keine Erfahrungen damit gemacht, sind also auch mit dem ganzen Drumrum, insbesondere Verhütung und ähnliches, noch auf vertrauensvolle Beratung angewiesen, da ich ja trotz der vorhandenen Theorie aus Schule und Internet in der Praxis ihre Hilfe brauche.

Meinem Vater scheint es die komfortabelste Lösung zu sein mich zu bitten ihn noch nicht Opa werden zu lassen und bei der fehlenden "Ausstattung" dann auf "Verzicht aus Angst" zu setzen, was bisher auch funktioniert hat. Ich traue mich auch nicht, sie direkt um entsprechende Besorgungen zu bitten, da sie glaub ich mindestens gleich ratlos in der Drogerie vor dem entsprechenden Regal stehen würde wie ich. Außerdem erscheint mir das im Zuge dieser sich wiederaufbauenden Zuneigung eher taktlos, so direkt auf diese Schiene zu gehen.

Könnt ihr mir, einerseits zu der Konstellation an sich, andererseits zu der Problematik weiter unten, vielleicht aus eurer eigenen Erfahrung damit Rat geben oder mir/uns eine hilfreiche Seite, Adresse oder so nennen?

Danke!

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Tanja2014
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Re: Beziehung Rollifahrer/in - "Fußgänger/in"

Beitragvon Tanja2014 » 02.07.2019, 16:15

Hallo Thomas,

zur Konstellation kann ich nicht viel beitragen.

Wie Du die richtige Kondomgröße herausfindest, kannst Du bspw. hier nachlesen:
https://www.vinico.com/beratung/kondom- ... immen/oder

Der Online-Shop bietet auch Probiersets mit verschiedenen Größen an, wenn Du anfangs nicht ganz sicher bist: https://www.vinico.com/kondome/extras-probiersets/

Ansonsten spräche ja auch nichts dagegen, mal gemeinsam den Drogeriemarkt unsicher zu machen...

Ich wünsch Euch jedenfalls alle Gute!
Viele Grüße
Tanja
mit B. (*2012) - Extremfrühchen, spastische ICP beinbetont GMFCS Level 1
und Wirbelwind (*2013)

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Re: Beziehung Rollifahrer/in - "Fußgänger/in"

Beitragvon Silvia & Iris » 02.07.2019, 16:27

Hallo Thomas,

es gibt ja nicht nur Kondome! - Es gibt auch Creme für die Frau... - https://www.netdoktor.at/sex/verhuetung ... ittel-5477

Aus meiner Erfahrung kann ich berichten, dass Creme bei Frau und Kondom beim Mann wirklich gewirkt haben... - der Vorteil ist, dass man auf 2 Gleisen unterwegs ist und der Körper nicht angegriffen wird - im Ggs. zu einer Pille.

Es gibt da sicher einiges zu entdecken!

Viel Erfolg!
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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Jakob05
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Re: Beziehung Rollifahrer/in - "Fußgänger/in"

Beitragvon Jakob05 » 04.07.2019, 09:12

Schau doch mal hier:
https://www.profamilia.de/themen/sexual ... erung.html
Die gibt es bestimmt auch in Eurer Nähe. Macht doch mal gemeinsam einen Termin .
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†28.07.05,*02.08.05,37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, Rachenfehlbildung,Tracheostoma)


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