Fokale Anfälle erkennen

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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Alexandra2014
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Re: Fokale Anfälle erkennen

Beitragvon Alexandra2014 » 27.06.2019, 10:29

Sabinä1984 hat geschrieben:Ah danke Alex :) jetzt hab ich’s kapiert. War wohl zu wenig Kaffee heut früh :)


Gerne! Apropos Kaffee... :lol: *nachfüll* :mrgreen:
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Ikki
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Re: Fokale Anfälle erkennen

Beitragvon Ikki » 27.06.2019, 12:48

Danke Alex. Ich werde das mit unserer Ärztin besprechen. Ich habe heute erfahren dass sie bis zum 09.07. im Urlaub ist. Bis dahin werde ich abwarten und beobachten.
LG
Christiane
mit T. * April 2013, Frühchen 28ssw, Hirnblutung Grad III, Hemiparese, Epilepsie seit 2018

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Re: Fokale Anfälle erkennen

Beitragvon Ikki » 27.06.2019, 13:00

...noch was... :lol:
Ihr denkt also, diese "Sehphänomäne" könnten auch Anfälle sein? Auch wenn sie über ggf. Stunden, zumindest deutlich über 30 minuten andauern und ansonsten keine Auffälligkeiten bestehen? Läge dann nicht ein Status vor? :shock:
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Re: Fokale Anfälle erkennen

Beitragvon Sabinä1984 » 27.06.2019, 13:25

Jep ich denk auch das diese Sehstörungen fokale Anfälle sein können.

Ein Status liegt in der Version nicht vor. Ich denke ein Status geht immer mit Bewusstseinsverlust vor, aber es können über 30 Minuten immer wieder Entladungen sein, die man dann im EEG evtl sehen würde als spitzen.

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Alexandra2014
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Re: Fokale Anfälle erkennen

Beitragvon Alexandra2014 » 27.06.2019, 13:40

Ikki hat geschrieben:...noch was... :lol:
Ihr denkt also, diese "Sehphänomäne" könnten auch Anfälle sein? Auch wenn sie über ggf. Stunden, zumindest deutlich über 30 minuten andauern und ansonsten keine Auffälligkeiten bestehen? Läge dann nicht ein Status vor? :shock:


Die Länge ist bei occipitalen Anfällen nicht unüblich. Hatten wir regelmäßig über 8 Stunden, leider auch verbunden mit Erbrechen...
Es gibt auch Staten ohne Bewusstseinsverlust. Tatsächlich ist das bei den occipitalen Anfällen eine Ausnahme, dass sie so lange dauern, ohne dass ein Status als solcher vorliegt.

Gruß
Alex
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Re: Fokale Anfälle erkennen

Beitragvon Ikki » 27.06.2019, 13:53

Das würde bedeuten, die Sehphänomäne sind gefährlich? Können bei solchen Anfällen Schäden entstehen?
Ich frage mich, ob ich ihm dann Diacepam geben sollte... Bis jetzt habe ich das nicht in Erwägung gezogen, da ich dachte, ich sollte das nur machen, wenn er mit Bewustseinsverlust krampft und nicht aufhört. Das Zeug hat er zwei mal bekommen und er war beide Male fünf Tage neben der Spur...
Deshalb möchte ich es ihm nur im echten Notfall geben (wobei ein Satus ja ein nitfall ist...)
Sorry meine vielen Fragen, aber ich bin hier echt noch blutiger Anfänger... :oops:
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Re: Fokale Anfälle erkennen

Beitragvon Sabinä1984 » 27.06.2019, 13:58

Also ich würde das Diazepam nicht geben, wenn kein Bewusstseinsverlust vorliegt.

Erst wenn dein Zwerg bewusstlos wird und dieses nicht wiedererlangt dann diazepam.

Zum Thema gefährlich. Natürlich können spitzen zu einem Anfall werden. Deswegen würde ich ihn gut beobachten und ggf. Kindergarten etc informierten, das sie aufmerksamer sind.

Spitzen im EEG können Zellen zerstören.

Lg Sabine :)

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Re: Fokale Anfälle erkennen

Beitragvon Sabinä1984 » 27.06.2019, 14:02

Das gefährliche an so einem Status ist, das Körperschutzfunktionen aufhören können z.b das das Kind zum Atmen aufhört Bzw nicht ausreichend atmet und die Sättigung im Blut nicht ausreicht um Gehirn Bzw Organe weiter zu versorgen. Sollte das der Fall sein, also Status mit Bewusstseinsverlust - diazepam Tube und Notarzt anrufen. Das Zeug kann nämlich auch Atemdepressiv machen.

Glg

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Re: Fokale Anfälle erkennen

Beitragvon Alexandra2014 » 27.06.2019, 14:39

Liebe Ikki,
das sind Dinge, die du auf jeden Fall mit der behandelnden Neuropäd besprechen solltest, die dein Kind, die EEG und die Diagnose kennt.
Hier Empfehlungen zu geben, wann du das Notfallmedikament geben sollst, ist fahrlässig.

Bei meinem Kind sind die Anfälle anfangs recht schnell generalisiert, so dass wir auch bei einfach fokalen Anfällen, ohne Bewusstseinsverlust, nach spätestens 5 Minuten das Notfallmedikament geben mussten.
Nach dem Einstellen auf das zweite Medikament, war die Tendenz zum Generalisieren weg, so dass ich auch schon mal 7-8 Minuten gewartet habe. Über mehrere Stunden würde ich mir das (bei meinem Kind) in keinem Fall anschauen, ohne etwas zu unternehmen.

Wenn seine Ärztin im Urlaub ist, hat diese doch sicher eine Vertretung. Du kannst auch in der Klinik anrufen und dich mit dem diensthabenden Neuropäd verbinden lassen, um abzuklären, ob du bei den Sehphänomenen - vor allem wenn sie länger anhalten - Diazepam geben sollst.

Uns wurde zumindest in Bethel (Epilepsieklinik) gesagt, dass die einfach fokalen Anfälle (wir haben nur einzelne Spikes im EEG) nicht gefährlich sind oder schädigen. Aber auch dort sagte man, dass wir nicht länger als diese 7 bis 8 Minuten warten sollen, bis wir das Notfallmedikament geben.

Gruß
Alex

Du könntest mit der Neuropäd besprechen, ob ihr statt Diazepam auch Buccolam nehmen könnt. Die Wirkung lässt wesentlich schneller nach, mein Kind schläft oft nicht mal davon.
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Re: Fokale Anfälle erkennen

Beitragvon Yael » 27.06.2019, 15:11

Ikki hat geschrieben:Das würde bedeuten, die Sehphänomäne sind gefährlich? Können bei solchen Anfällen Schäden entstehen?
Ich frage mich, ob ich ihm dann Diacepam geben sollte... Bis jetzt habe ich das nicht in Erwägung gezogen, da ich dachte, ich sollte das nur machen, wenn er mit Bewustseinsverlust krampft und nicht aufhört. Das Zeug hat er zwei mal bekommen und er war beide Male fünf Tage neben der Spur...
Deshalb möchte ich es ihm nur im echten Notfall geben (wobei ein Satus ja ein nitfall ist...)
Sorry meine vielen Fragen, aber ich bin hier echt noch blutiger Anfänger... :oops:

Wie bereits erwähnt wurde, können wir keine medizinischen Ratschläge geben, aber laut meinem Epileptologen und eigenen Erfahrungen gilt:
Ja, es gibt Status auch ohne Bewusstseinsverlust und so etwas wie visuelle Symptome können der einzige Hinweis sein. Es gibt sogar Fallbeschreibungen von Leuten, die Monate oder sogar Jahre derartige Symptome hatten. Laut meinem Neurologen muss man nicht mit bleibenden Schäden rechnen wie es bei einem GTCS der Fall sein kann, aber trotzdem darf/sollte man diese Staten natürlich unterbrechen. Wenn das Diazepam bei deinem Kind so viele Nebenwirkungen verursacht, wäre es eventuell überlegenswert für diese Phasen ein anderes Notfallmedikament auszuprobieren? Ich gebe zu, dass ich selber manchmal auch "abwäge" ob mir nun der einfach-fokale Status oder die Nebenwirkungen der Benzos lieber sind, aber die negativen Auswirkungen des Status überwiegen dann doch meist. :wink:
Ursprünglich für meine ratsuchenden Eltern angemeldet - nun im "Alleingang". ;)
Autismus, formal multifokale Epilepsie


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