Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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esram
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Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon esram » 23.05.2019, 18:11

Hallo liebe Forums-Gemeinde,

ich bin esram. Ich habe zwei Söhne 5 Jahre (08/2013) und 4 Jahre (02/2015), bin verheiratet und im südöstlichen Bayern zu Hause.

Wir haben eine lange Leidensgeschichte hinter uns. Unser großes Kind hat eine chronische Verstopfung seit 1,5 Jahren. Ausgelöst durch stundenlanges nicht gewickelt werden im Kiga, den wir schlussendlich dann gewechselt haben. Hier war unser Sohn vier Jahre alt.

Nach dem Kindergartenwechsel hat unser Kind noch bis Januar 2018 gebraucht, bis er keine Windel mehr wollte. Leider funktionierte das sauber werden überhaupt nicht. Das große Geschäft ging vier Monate lang jedes Mal mehrmals täglich in die Unterhose. Wir starten auch nach 4 Wochen gleich mit Movicol 1 Beutel pro Tag. Nach etwa 4 Monaten klappte es ca für 6-8 Wochen, hier war unser Kind ohne Unfälle sauber. Das kleine Geschäft funktionierte von Anfang an. Auch nachts.

Dann kam unser Sommerurlaub in Italien (Campingurlaub, Stehklos in Italien, Camping-WC) im Juni. Hier kam wieder die Verstopfung. Bis wir im August freiwillig ins Kinderkrankenhaus sind, da unser Kind so gelitten hat und freiwillig nach einem Einlauf gebettelt hat.

Hier wurde festgestellt mittels Ultraschall, dass der gesamte Dickdarm verstopft ist und unser Sohn den Stuhlgang nicht merken kann, da der Darm so unter Druck steht, dass der unverdaute Stuhl sich einen Weg daneben vorbei sucht. Und ein Beutel Movicol bei Weitem nicht ausreicht.

Wir starteten 3 Tage lang mit 6 Beutel, dann langsame Reduzierung auf 2 Beutel pro Tag.

Dann im November erneuter Rückfall. Stationäre Aufnahme im Kinderkrankenhaus, täglich 1x Einlauf und 12 Beutel Movicol 3 Tage lang. Wir wurden entlassen mit leerem Darm und Movicol 3 Beutel pro Tag über 6 Monate, damit sich die festgestellte Darmerweiterung mit weichem Stuhl wieder zurück bilden kann.

Leider hatten wir weitere Rückfälle im Feb./März und Mai 2019. Mittlerweile sind wir bei 4 Beutel Movicol pro Tag und er verstopft regelmäßig alle 6-8 Wochen komplett.

Termin müssen wir monatelang warten (Kindergastroenterologen im Kinderkrankenhaus), als Notfall im Kinderkrankenhaus werden wir abgewiesen, da unser Kind ja täglich stuhlgang hat und unser Kind nicht vor Schmerzen schreit, Kinderarzt weiß sich keinen Rat mehr.

Lebensmittelallergien wurden ausgeschlossen.

Meine Fragen wären:
Warum kann man mit 4 Beutel Movicol trotzdem noch verstopfen?
Ernährung haben wir auf komplett Vollkorn umgestellt, viel Obst, keine stopfenden Lebensmittel
Könnt ihr uns Kliniken empfehlen, Ärzte, Heilpraktiker, ... an die wir uns wenden können?

Unser Kind ist so verzweifelt, da ihm mit fast 6 Jahren noch alle paar Wochen etwas in die Hose geht. Die Einschulung steht nächstes Jahr an, zum Glück kann man das wieder selber entscheiden (Korridorkinder). Fußballspielen, Kinderturnen, all solche Dinge können wir seit Monaten nicht mehr ausführen, da wir Angst vor Hänseleien haben.

Das allerschlimmste, die Entwicklung stockt. Ist der Bauch verstopft, ist der ganze Kopf verstopft.

Wir haben mittlerweile Ergo und Frühförderung. Jedoch bringt dies alles nichts, wenn unser Kind so leidet und sich komplett abkapselt in seine eigene Welt.

Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen mit chronischer Verstopfung mit Überlauf

Vielen Dank!

Liebe Grüße
esram
esram mit Sohn Sommer2013 (chronische Verstopfung ohne Diagnose, Verdacht auf Morbus Hirschsprung, Verdacht Tumor FNH Leber) und Sohn Winter2015 (nix)

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melly210
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Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon melly210 » 23.05.2019, 19:27

Hallo Esram :-) Ich kann dir leider zu deiner Frage keine Antwort geben, weil ganz ehrlich: das frage ich mich auch. Mein Sohn hat sehr sicher ebenfalls eine Überlauf-Obstipation. Er war von Geburt an immer sehr verstopft. Bekommen hat er dagegen nie was, weil er so ca alle 4 Tage dann von selbst Stuhlgant hatte, und es hieß dies sei bei Babies und Kleinkinder durchaus normal. Dann so ca ab 2,5 hatte er dann jeden Tag mehrmals kleine Stuhlportionnen, manchmal eben auch größere. Er war im Februar 4 und ist jetzt gerade sauber geworden. Er hat leider auch das Problem, daß der Stuhl teilweise in die Hose geht. Nicht jeden Tag, aber fast. Und auch nicht alles, er macht schon einen Teil ins Klo. Aber ein Teil geht eben auch in die Hose. An manchen Tagen mehr, an manchen weniger. Ich hatte heute schon schwer überlegt hier selber deshalb einen Thread aufzumachen.
Wir haben jetzt auch überlegt ob wir ihm mal eine Zeit Movicol geben lassen sollen, aber wir sind uns unsicher, ob wir ihm und uns das antun sollen. Weil, was ich hier im Forum so lese bringt es ja nicht so wirklich was, wenn die Kinder ann trotzdem verstopfen und weiterhin Überlauf-Obstipation haben...

esram
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Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon esram » 23.05.2019, 20:08

Hallo Melly,

nein meiner war nicht seit Geburt verstopft. Also ich vermute es einfach mal. Ich kanns nicht sagen, weil wie will man das schon feststellen, wenn die Windel immer voll sind? Ich habe gerade gelesen, dass dein Sohn "Wahrnehmungsstörungen" hat
Zitat:
"Hallo :-) Ich denke du beziehst dich auf einen Beitrag von mir :wink: Mein Sohn war im Februar 4 und hat eine deutlich ausgeprägte Wahrnehmungsstörung (Körperwahrnehmung, und eine schlechte visuelle Wahrnehmung). Dazu muskuläre Hypotonie. Er bekommt seit einem Jahr Ergotherapie, bei einer wirklich erstklassigen Ergotherapeutin in einer Ergo-Praxis die darauf spezialisiert ist. Da hat die Ergo schon seit einiger Zeit immer wieder Beckenbodentraining mit ihm gemacht. Und jetzt im Urlaub haben wir ihn binnen einer Woche 2x 30 Min auf einem Pferd geführt. Das war für ihn wohl noch so das Tüpfelchen auf dem i daß ihm zum trocken werden noch gefehlt hat. Ich kann jetzt nicht sagen ob es das intensive Beckenbodentraining war oder ob er sich da einen leichten Muskelkater gefangen hat und die Beckenmuskeln deshalb intensiver gespürt hat. Er hat aber jedenfalls nach dem reiten dann plötzlich gespürt wann er muß und konnte dann auch gezielt und gewollt pinkeln. In Kombi mit einem Anreizsystem (Sticker und dann ab und an ein kleines Spielzeug) ist er dann recht zügig trocken geworden. "
Zitat Ende

Wie hast du gemerkt, dass dein Sohn Wahrnehmungsstörungen hat? Bei uns kommen nämlich durch die Verstopfung (meine Vermutung) noch weitere Probleme hinzu. Wenn er verstopft ist, reagiert er oft nicht. Er ist dann so in seiner eigenen Welt versunken. Wir haben quasi Frühförderung, um die Ergostunden zu bekommen. Er konnte bis 5,5 Jahre den Stift nicht halten, nur mit der Faust. Und seine Stiftführung nur mit ganz wenig Druck, also fast nichts zu sehen am Papier. Es wurde schon besser.

Ich weiß gar nicht, wo ich noch hingehen soll? Kinderpsychologe wegen seinem Selbstwertgefühl, das gleich null ist durch die Verstopfung? SPZ (tja wegen was eigentlich)? Pädaudiologe, weil er oft nicht reagiert, wenns mal wieder ganz schlimm ist? Ich bin ratlos! Ich wäre über deinen "Werdegang" echt interessiert, was du alles getestet hast usw. vielleicht hab ich einfach was übersehen.

Ich kann dir nur raten, mal zu einem Arzt zu gehen, der einen Ultraschall macht vom Bauch deines Sohnes. Da sieht man sofort, ob der Dickdarm zu ist oder nicht. Und da hilft auch kein bisschen Movicol, sonder erst mal muss der ganze Darm von dem angestauten Kot befreit werden. Das heißt man fängt mit hoher Dosis Movicol an (wir damals mit 6 Beutel), so lange, bis der Stuhl ganz flüssig ist. Movicol bindet Wasser im Darm, ist kein Abführmittel. Und erst dann (!!!) kannst du beginnen, deinen Sohn ans Klo zu gewöhnen. Vorher funktioniert das nicht, solange noch Kotknödel im Darm sind. Stuhlgangtraining nennt man das. Zwanzig Minuten nach der Mahlzeit aufs Klo setzen 5-10 Minuten lang. Hier ist alles erlaubt. Buch Gameboy Tablet Gummibärchen, Sticker, Malen. Und das zweimal am Tag. Und glaub mir, da kommt was ins Klo :-) weil der Stuhl dann so weich ist, dass man es nicht mehr verdrücken kann.

Der Bauch muss das ja erst wieder lernen, dass er angeregt wird. Klappt am Besten nach dem Essen. Wir hatten sofort Erfolge, und keine Unfälle mehr. ... ... ... bis nach 6-8 Wochen wieder die Rückfälle eingetreten sind. Aber bei den meisten Kindern reicht diese Methode aus.

Vielleicht hat ja mein Sohn noch was ganz Anderes. Ich werde mir deine Threads alle noch durchlesen!

Liebe Grüße
esram mit Sohn Sommer2013 (chronische Verstopfung ohne Diagnose, Verdacht auf Morbus Hirschsprung, Verdacht Tumor FNH Leber) und Sohn Winter2015 (nix)

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Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon Saabina » 23.05.2019, 22:01

Hallo Esram,

ich kenne mich nicht aus, habe das Problem auch nicht, aber beim Recherchieren wurde unter anderem auf folgendes hingewiesen (Die Ernährung habt Ihr schon umgestellt, daher führe ich sie nicht mit auf):
- Lactoseintoleranz
- Schilddrüsenunterfunktion
- Flüssigkeitsaufnahme nicht ausreichend
- Medikamente
- Stress
- neuronale Schädigungen
- dann gibt es noch verschiedene anatomische Ursachen

Was habt Ihr denn schon abklären lassen?
LG Sabina
Sabina (1977) mit
Ana (2006)
Moritz (2016):
Sprachentwicklungsstörung (rückläufige Sprachentwicklung zur Lautsprache mit ca. 25 Monaten - noch keine Diagnose) und
Absencen (auch mit 25 Monaten und ohne Diagnose), PG 3
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Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon melly210 » 23.05.2019, 22:05

Hallo :-) Naja es funktioniert ja schon am Klo es geht nicht alles/viel in die Hose, das meiste geht schon ins Klo. Und woher es kommt...mein Sohn hat Muskelhypotonie. Ich denke immer schon, und ich denke daher auch, daß sein Darm einfach ebenfalls betroffen und die Darmmuskulatur daher nicht so toll ist. Daß sein Darm geweitet ist kann ich mir auch vorstellen. Er macht teilweise wirklich richtig dicke Würste, die wären selbst für einen Erwachsenen eher groß. Aber hart per se ist da eigentlich nix. Wenigstens nicht was wir sehen könnten. Daher bin ich auch so skeptisch ob so eine Movicol-Kur bei ihm was bringen würde. Weil ich mir eben denke, die Ursache, nämlich die träge Muskulatur, lässt sich so auch nicht beseitigen.

Die Wahrnehmungsstörung war bei unserem Sohn deutlich. Er ist sehr überempfindlich. An den Händen, im Mund, generell ist ihm schnell was zu laut, zu hell, zu wild. Er mag keine matschige oder schleimige Sachen angreifen, isst auch sehr selektiv. Auditiv hat er keine Probleme, aber visuell. Er kann nachwievor nicht puzzlen oder Muster nachlegen. Dreidimensionale Bauwerke bauen (Lego und so) fällt ihm sehr schwer, genau wie die orientierung auf den Bretten mancher Brettspiele, je nachdem wie chaotisch die sind. Lesen fällt ihm aber nicht schwer. Er hat schon mit 3 alle Ziffern und Formen gekannt, mit 3,25 hat er sinnerfassend die Uhr abgelesen (dh er hat gewusst wann es Zeit zum Abendessen ist und wie lange es bis dahin noch ca dauert), mit 3,5 dann die Buchstaben, mit knapp 4 mehrstellige Zahlen und jetzt setzt er grade alles daran lesen zu lernen.
Die Feinmotorik ist bei unserem Sohn Muskelhypotonie-bedingt auch nicht super, er fängt jetzt mit 4 an den Stift nicht mehr in der Faust zu halten. Manchmal hält er ihn im Dreipunktgriff, manchmal in diversen Übergangshaltungen, manchmal noch mit der Faust. Generell würde ich sagen, das Verstopfungs-Thema steht bei uns nicht wirklich im Vordergrund, wenigstens bisher nicht. Er braucht aber auch keine Einläufe oder Ähnliches. Ist halt ein Ausruck seiner Muskelhypotonie, genau wie das verwaschen reden, das ab und an noch sabbern und die schlechte Feinmotorik. Für uns ist das Wahrnehmungsthema da mehr im Vordergrund.

Zum Diagnostik-Thema: egal was da diagnostiziert wird, therapiemäßig bekommst du sowieso nicht mehr als Ergo und Frühförderung. Wir machen daher auch keine weitere Diagnostik aktuell. Wir waren imk SPZ (haben wir beendet, sinnlos) und haben uns dann auf deren Empfehlung eben mit Ergo angefangen, Wir haben uns eine sehr, sehr gute Ergotherpeutin gesucht, die in einer Praxis arbeitet die sich auf Kinder mit Wahrnehmungsstörungen spezialisiert hat. Bei den Ergos gibt es qualititativ wirklich sehr große Unterschiede. Ist eure Ergotherapeutin auf die Arbeit mit Kindern spezialisiert, hat sie die Ausbildung als SI-Therapeutin (Spezialausbildung für die Arbeit mit Kindern mit Wahrnehmungsstörungen)? Es hat sich bei uns in dem Jahr daß wir jetzt Ergo machen sehr viel getan. Die Reizoffenheit ist schon viel besser, genau wie die Körperwahrnehmung, incl Beckenmuskeln und Sauberkeits-Thema. Jetzt geht Söhnchen aktuell die Feinmotorik und die visuelle Wahrnehmung an. Also ja, persönliche Meinung: bei Wahrnehmungsstörungen ist eine wirklich gute Ergo das um und auf. Ruhig auch mehrere Therapeuten anschauen, nachfragen wieviel Erfahrung sie mit dem Thema haben etc ppp. Die Therapie ist generell recht holistisch, wir bekommen auch immer sehr gute Alltagstipps.

yanaica
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Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon yanaica » 24.05.2019, 00:09

Hallo ihr Zwei,

mein Andy hatte das auch obwohl er 2 ltr. Flüssigkeit bekam. Nach 3 Anläufen in der Klinik haben wirs geschafft. Er bekommt 3,5 ltr. Flüssigkeit , dazu noch seine Sondennahrung. Seit 2 Jahren kommen wir so einigermassen gut über die Runden. Wenns mal schlechter geht , 1 Beutel movicol jeden 2. Tag.
Wenn jemand Vollkorn isst, ist ganz wichtig, viel Flüssigkeit, aber Milch nicht als Flüssigkeit rechnen, denn die dickt im Magen ein.
Was bei manchen Menschen auch abführt ist Pflaumensaft.

LG yanaica
Es ist eine grosse Erfahrung im Leben, besondere Kids zu haben.

Andy 31 SSW - schwerstmehrfachbehindert, blind, kein Sprachvermögen, Epilepsie, Button
Matze 28 SSW - schwerbehindert, Tetraparese, links beinbetont, BPD, ADHS
Kev 39 SSW - ADHS hochgradig, grob, fein, und graphomotorische Störung
Robby 32 SSW mit 14 Mon. Sternenkind 1997

esram
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Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon esram » 24.05.2019, 05:55

Saabina hat geschrieben:Hallo Esram,

ich kenne mich nicht aus, habe das Problem auch nicht, aber beim Recherchieren wurde unter anderem auf folgendes hingewiesen (Die Ernährung habt Ihr schon umgestellt, daher führe ich sie nicht mit auf):
- Lactoseintoleranz
- Schilddrüsenunterfunktion
- Flüssigkeitsaufnahme nicht ausreichend
- Medikamente
- Stress
- neuronale Schädigungen
- dann gibt es noch verschiedene anatomische Ursachen

Was habt Ihr denn schon abklären lassen?
LG Sabina


Hallo Sabrina,
Stuhl- und Blutprobe wurden gemacht im KH sowie Ultraschall.
- Flüssigkeit ist ausreichend
- Medikamente nur Movicol
- Stress => haben wir zu Hause nicht, Kiga nehm ich an auch nicht. Die Situation selbst stresst ihn bestimmt. Oder belastet ihn extrem
- Nahrungsmittelunvertr. wurden ausgeschlossen, aber vielleicht kann man nicht alles mit Blut/Stuhl feststellen?

Neuronale Schäden und anatomische Ursachen weiß ich nicht. Schilddrüse nehm ich an auch unauffällig.

Vielen Dank! Deine nächsten zwei Punkte muss ich noch recherchieren, was das genau ist und wo ich das untersuchen lassen kann. Das ist ja mein ganzes Problem, mein Kinderarzt sowie unsere zweite Kinderärzrtin wissen auch keinen Rat
esram mit Sohn Sommer2013 (chronische Verstopfung ohne Diagnose, Verdacht auf Morbus Hirschsprung, Verdacht Tumor FNH Leber) und Sohn Winter2015 (nix)

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Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon Anne_mit_2 » 24.05.2019, 07:44

Hallo Esram,

bitte verlier mechanische Ursachen nicht aus dem Blick. Wenn der (End-)Darm so blöd ausgeleiert ist, dass er nicht direkt mehr zum Loch, sondern ein bischen daneben in eine Aussackung führt, dann muss man regelmäßig mechanisch nachhelfen. Wenn man dann bei leicht festerem weichen Stuhl nicht gleich von hinten nachhilft, dann bleibt etwas hängen und baut sich langsam zu einem Pfropfen auf. War bei mir nach der zweiten Schwangerschaft so -- hat ewig gedauert, bis wieder alles von alleine um die Ecke kam. Mir hat damals die Hebamme geholfen.

Viele Grüße,
Anne

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Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon Saabina » 24.05.2019, 11:06

Mir hat in der Schwangerschaft Milchzucker geholfen, weil dies wohl den harten Stuhl wieder weich machen kann. Aber ich nehme an, dass dieses Movicol das auch macht, bzw. besser macht, da es ein Medikament ist?!

Und bei Umstellung auf Vollkornprodukten und einer ballaststoffreichen Ernährung habe ich auch festgestellt, dass es mehr an Flüssigkeitszufuhr braucht, wie oben schon geschrieben.

Schilddrüse würde ich ohne Untersuchung beim Nuklearmediziner nicht ausschliessen. Eine Störung beeinträchtigt sehr viel.

Meine Große hat auch eine Unterfunktion und die hat sich über Gewichtszunahme, Müdigkeit und Konzentrationsstörung gezeigt. Ich hatte zusätzlich mit "einschlafenden Händen" zu tun...also Körperfunktionen können betroffen sein.

Lg Sabina
Sabina (1977) mit
Ana (2006)
Moritz (2016):
Sprachentwicklungsstörung (rückläufige Sprachentwicklung zur Lautsprache mit ca. 25 Monaten - noch keine Diagnose) und
Absencen (auch mit 25 Monaten und ohne Diagnose), PG 3
Jan (2017)

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esram
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Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon esram » 24.05.2019, 13:46

Anne_mit_2 hat geschrieben:Hallo Esram,

bitte verlier mechanische Ursachen nicht aus dem Blick. Wenn der (End-)Darm so blöd ausgeleiert ist, dass er nicht direkt mehr zum Loch, sondern ein bischen daneben in eine Aussackung führt, dann muss man regelmäßig mechanisch nachhelfen. Wenn man dann bei leicht festerem weichen Stuhl nicht gleich von hinten nachhilft, dann bleibt etwas hängen und baut sich langsam zu einem Pfropfen auf. War bei mir nach der zweiten Schwangerschaft so -- hat ewig gedauert, bis wieder alles von alleine um die Ecke kam. Mir hat damals die Hebamme geholfen.

Viele Grüße,
Anne


Liebe Anne,
vielen Dank für deine Information! Das kann gut möglich sein, also das weiß ich gewiss, dass der Darm (Rektum? Heißt das so?) am Ende geweitet ist. Und es stopft eben alle 6-8 Wochen wieder zu. Oder es hängt sich in dieser Erweiterung ein. Mit was hilfst du hier nach? Wenn dir das zu persönlich ist, darfst du mir gerne eine Nachricht schreiben. Ich werde das dann bei meinem Kinderarzt mal ansprechen.
esram mit Sohn Sommer2013 (chronische Verstopfung ohne Diagnose, Verdacht auf Morbus Hirschsprung, Verdacht Tumor FNH Leber) und Sohn Winter2015 (nix)


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