Entwicklungsstörung und Stottern

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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Anke72
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Entwicklungsstörung und Stottern

Beitragvon Anke72 » 17.05.2019, 17:20

Hallo zusammen!

Irgendwie trifft es meine Überschrift nicht so ganz, aber ich hoffe, dass mein Problem im Laufe des Textes klarer wird.

Wir hatten heute einen Termin mit J. zur U10. Und eigentlich waren wir auch ganz entspannt. Das J. eine schwere Stotterproblematik hat, die auch weiterhin besteht, ist auch seit Jahren bekannt. Bis zur Einschulung im letzten Jahr (J. wurde zuvor für ein Jahr vom Schulbesuch zurückgestellt) hatte er auch noch einige motorische Defizite sowohl im grob-, fein- und graphomotorischen Bereich, die sich aber zu unserer Freude sehr verbessert haben, so dass er im Moment mit der Regelbeschulung im 1. Schuljahr gut zurecht kommt. Bisher wurde weder das Stottern noch die motorischen Defizite (außer im Säuglingsalter) im U-Heft festgehalten. Das war für uns auch okay. Wir waren regelmäßig zur Kontrolle auch abseits der U-Untersuchungen und wir sahen ja, dass er sich entwickelt. Halt nur etwas langsamer. Die Therapien (Physio, Ergo und Logo) bekamen wir auch so ohne Probleme verordnet.

Also alles gut.
Nun gestern die U10. Ich berichte, dass wir ziemlich froh sind, wie Sohnemann sich im letzten Jahr entwickelt hat. Doc macht seine Tests. Und ja, er hat immer noch Schwierigkeiten über die Körpermitte zu gehen, Fingerbilder zu spiegeln und der Hampelmann geht nach wie vor nicht. Aber alles nichts im Vergleich zu früher. Also habe ich mir nichts gedacht, als ich nach der Untersuchung den Bogen bekommen haben und nur registriert, das unter Bermerkungen nun das Stottern aufgeführt war. Erst zu Hause habe ich das Kreuz bei „umschrieben Entwicklungsstörung“ bemerkt. Darüber ist überhaupt nicht gesprochen worden. Auch nicht worauf sich diese Entwicklungsstörung bezieht.
Jetzt meine Frage: Weiß jemand von euch, ob Stottern als Sprechbehinderung zu den „umschriebenen Entwicklungsstörungen“ gehört? DocGoogle spricht eher dagegen, äußert sich aber nicht eindeutig. Unseren KiA kann ich auch erst in zwei Wochen kontaktieren, da er nun im Urlaub ist. Finde, wenn man so etwas ankreuzt, sollte man es Eltern gegenüber auch wenigstens kurz erläutern :x .

LG Anke
Anke mit J. (4/11 ; ehm. Frühchen 33+0), motorisch entwicklungsverzögert, Redeflussstörung, V.a. Wachstumsstörung, hyperreagibles Bronchialsystem, Allergien

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kati543
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Re: Entwicklungsstörung und Stottern

Beitragvon kati543 » 17.05.2019, 18:26

Hallo,
eine „umschriebene Entwicklungsstörung“ kann alles sein. Es muss eben noch erwähnt sein, welcher Bereich konkret betroffen ist. Ein Kind mit einer umschriebenen Entwicklungsstörung ist normal entwickelt, bis eben auf diesen einen Bereich mit der Entwicklungsstörung.
Wenn nichts anderes als das Stottern erwähnt ist, würde ich davon ausgehen, dass sich die Entwicklungsstörung darauf bezieht.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Re: Entwicklungsstörung und Stottern

Beitragvon Anke72 » 18.05.2019, 13:17

Hallo Katrin!

Danke, für deine Antwort. Ich habe jetzt eine Seite gefunden, die Stottern ganz klar aus den umschriebenen Entwicklungsstörungen ausschließt. Jetzt bin ich zumindest diesbezüglich schlauer. Was nun tatsächlich dahinter steckt, werde ich dann wohl erst in zwei Wochen erfahren :evil: . Wird dann wohl doch auf die Motorik hinauslaufen. Obwohl wir da im letzten Jahr so zufrieden mit J. Entwicklung waren :oops: .

LG Anke
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Re: Entwicklungsstörung und Stottern

Beitragvon Angela77 » 18.05.2019, 20:38

Hallo Anke,
lasst euch von dem Begriff nicht stören! Meine Tochter hat vom SPZ auch eine feinmotorische und graphomotorische Störung attestiert bekommen. Dennoch ist sie dadurch kaum beeinträchtigt, auch schulisch nicht ;) Sie schreibt zwar nicht schön, aber durchaus sehr leserlich ;)
Liebe Grüße
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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Re: Entwicklungsstörung und Stottern

Beitragvon Anke72 » 18.05.2019, 23:07

Hallo Angie!

Von dem Begriff lasse ich mich auch nicht stören. Ich weiß ja selber seit der Säuglingszeit, dass J. in einigen Bereichen so seine Schwierigkeiten hat. Was mich aber stört ist die Art und Weise, wie es jetzt gelaufen ist. Der KiA hatte die Besonderheiten immer auf dem Schirm und hat ja auch die Therapien anstandslos verordnet. Er hat uns aber auch immer wieder gesagt, dass er davon ausgeht, dass sich das alles mit der Zeit „auswächst“. Er halt etwas mehr Zeit braucht. Ich finde es einfach sehr schade, dass dann auf einmal eine Entwicklungsstörung vermerkt wird, ohne dass dies mir gegenüber erwähnt, geschweige denn näher erläutert wird.

LG Anke
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Re: Entwicklungsstörung und Stottern

Beitragvon Angela77 » 19.05.2019, 16:41

Hallo Anke,
das finde ich vom KiA auch sehr unsensibel und das würde ich ihm auch rückmelden.
LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin

Vorstellung plus Diäteffekte:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html



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