Fragen zu Verordnungen bei über 18Jährigen

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Jennifer
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Fragen zu Verordnungen bei über 18Jährigen

Beitragvon Jennifer » 16.05.2019, 09:36

Hi Alina ist jetzt 18 und nicht mehr beim KiA wir waren
Grad bei dem Hausarzt und wollte wie gewohnt Octenisept und Leukosilk Rollen auf ein rotes Rezept. Ich bekam aber gar keins da Octenisept nicht verordnet wird, und Leukosilk rollen ebenfalls nicht das könnte man so in der Apotheke kaufen und dafür gäbe es 390 Euro im Jahr.... liegt es daran das sie jetzt 18 ist oder was ist los verstehe es nicht....Hustensaft Nasenspray und Panthenol bekommen wir nur noch auf grüne Rezepte die bekamen wir zuvor auch auf Rote.????
LG Jenny
Alina Janine 10.01.01 FG 24SSW, 390g, Cerebralparese, Hirnblutungen, Balkenhypoplasie, Blind, Epilepsie, ASD2, Tetraparese, Mikrozephalus, Bronchopulmonale Dysplasie II, Hüftdysplasie, war Langzeitbeatmet, PEG Sonde,
Manuel Mika geb.gest.8.3.07 (Alinas Cousin)
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Re: Fragen zu Verodnungen

Beitragvon IlonaN » 16.05.2019, 09:58

Da habt ihr bisher echt Glück gehabt. Schon nach 12 stehen den Kindern diese Sachen nicht mehr als "frei zu" egal ob gesund , behindert oder nicht. Das Desinfektionsspray könntest du über die Pflegehilfsmittel der Pflegekasse beziehen.
Ich 1961 Ösophagusatresie
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Re: Fragen zu Verodnungen

Beitragvon yves » 16.05.2019, 21:27

Wir bekommen alles auf Rezept ohne Zuzahlung,bis !8,der Arzt muss nur "entwicklungsverzögert" auf dem Rezept vermerken.

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Jennifer
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Re: Fragen zu Verodnungen

Beitragvon Jennifer » 17.05.2019, 09:11

Ich war in der Apotheke und habe nachgefragt, Octenisept und Leukosilk bei einem Stoma ist es auch nach 18 möglich weiter zu verschreiben.
Octenisept kann allerdings nicht bei den Pflegehilfsmittel mit aufgeschrieben werden, wurde mir mitgeteilt.
Das würde bei uns nicht mehr ausreichen, leider.
Mal sehen wenn ich jetzt hingehe mit den Infos ob es mir dann aufgeschrieben wird.

Danke nochmal
Jenny
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Re: Fragen zu Verodnungen

Beitragvon JasminsMama » 17.05.2019, 11:46

Hallo,

wir zahlen, seit das Kind 12, ist alles was vorher verschrieben wurde selbst. :?

Uns wurde gesagt, das es egal ist, ob das Kind eine Behinderung hat oder nicht. Die zwar apothekenpflichtigen aber frei käuflichen Mittel müssen ab 12 selbst gezahlt werden....mit der Ausnahme, wenn die Mittel die Behinderung direkt betreffen! Dann können sie verschrieben werden.

Wenn das bei Euch der Fall ist, würde ich noch mal nachfragen, zur Not auch bei der KK.

LG
Sandra
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Jasmin Marie 05/02 globale Entwicklungsverzögerung, vis. Wahrnehmungsstörung, Lernbehinderung, starke Hyperopie rechts, hochpathologisches EEG (Besserung seit Jan. 12),
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Re: Fragen zu Verodnungen

Beitragvon monika61 » 17.05.2019, 12:11

Hallo Jennifer,

schau mal hier:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... ommt-es-an

LG
Monika

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Re: Fragen zu Verodnungen

Beitragvon Rita2 » 17.05.2019, 12:36

Hallo Sandra,

die Aussage war falsch. Es sind "fast" alle apothekenpflichtigen aber frei käuflichen Mittel auf Rezept möglich, unabhängig ob sie etwas mit der Behinderung zu tun haben.
Siehe: https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... kostenfrei

Unsere Ärztin hat immer Entwicklungsstörung mit auf das Rezept geschrieben.
Wir mußten aber auch bei jeden Rezept darauf hinweisen, daß es bei unseren Sohn wegen der Behinderung möglich ist.

Viele Grüße
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel


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