Urlaub mit Intensivkind

So manches Kind muss aufgrund seiner Behinderung besonders intensiv betreut werden - z. B. mit Hilfe eines Pflegedienstes. Viele Kinder werden von einer Krankenschwester in Kindergarten oder Schule begleitet, um optimal versorgt werden zu können. Das gilt beispielsweise für viele tracheotomierte Kinder. In dieser Rubrik können sich Eltern von so genannten Intensivkindern über die besonderen Bedürfnisse ihrer Kinder austauschen.

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SonnenscheinStella
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Urlaub mit Intensivkind

Beitragvon SonnenscheinStella » 13.05.2019, 19:01

Hallo ich habe eine Frage,
wir betreuen ein Kind, Genehmigung der KK 24H Behandlungspflege.

Jetzt möchten die Eltern nach 5 Jahren mal in den Urlaub fahren, Fahrtkosten, Kost und Logie von den Fachkräften würden sie übernehmen, es gibt ein Team das gerne mitgehen würde, soweit ist alles geklärt.

Nur möchte die KK den PD vor Ort nicht bezahlen, und lehnen auch eine Übernahme der Sauerstoffversorgung vor Ort ab.

Kann mir jemand, am besten mit Gesetztexten, weiterhelfen, wie die Eltern da vorgehen können.

Lg
Stellas Mama
Papa und Ich ( PDL in Kinderintensivdienst) mit Adoptivmaus Stella 06/12: Arnold-Chiari 2 Malformation, Rhickham Shunt, Trachestoma, PEG mit Jejunalsonde, ANS 24h Vollbeatmung, Syringomyeliene, MMC

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Inga
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Re: Urlaub mit Intensivkind

Beitragvon Inga » 13.05.2019, 19:22

Hallo,
als wir noch einen PD hatten (jetzt haben wir PB), waren wir in Kur. Da hat die KK problemlos den PD mit den Stunden die dauerhaft bewilligt waren weiter gezahlt. Die Fahrtkosten wurden vom PD bezahlt (3 Wochen, jede Woche einen anderen Nachtdienst, ca. 700 Km ein Weg). Unterkunft haben wir über Eingliederungshilfe beim SozA beantragt, wurde auch übernommen.
Da es bei uns problemlos lief, kann ich dir leider kein Gesetz dazu nennen.
Viel Erfolg euch!

Wir haben jetzt extra auf Konzentratoren umgestellt, damit wir das problem bei Urlaub und co nicht haben, haben aber auch keinen Dauerbedarf, da nervt das ewige "gepumpe" ja schon dolle.

Gruß, Inga
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Re: Urlaub mit Intensivkind

Beitragvon chriz » 13.05.2019, 20:14

Hallo,
ich verstehe jetzt ehrlich gesagt das Problem nicht. Die KK zahlt doch in Bezug auf die Pflegekräfte nichts anderes, als wenn sie nicht vereist wären?
Wenn alle einverstanden sind, Unterkunft etc. finanziert, ist es doch irrelevant, ob man verreist?
Wie lautet der Ablehnungsgrund?
Mit dem Sauerstoff ist dann nochmal die zweite Frage.
Gruß

SonnenscheinStella
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Re: Urlaub mit Intensivkind

Beitragvon SonnenscheinStella » 14.05.2019, 07:38

Guten Morgen,
der Ablehnegrund ist, das eine Versorgung nur im häuslichen Umfeld von der KK zu leisten wäre.

lg
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Jakob05
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Re: Urlaub mit Intensivkind

Beitragvon Jakob05 » 14.05.2019, 08:09

Die Begründung ist quatsch. Gerade bei Kindern gehört die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, mit allen Belangen dazu. Unser PD begleitet auch zu Freizeitaktivitäten, Schule, Landschulheim und Urlaub. Was würde die KK sparen, wenn das Kind zuhause bliebe ohne seine Familie ? Wo blieben die Enwticklungsmöglichkeiten des Kindes, wenn es wirklich nur zu Hause (= im Haus) leben dürfte ?
Auch die Lieferung von Flüssigsauerstoff an eine Urlaubsadresse im Jahr, ist sogar bei Erwachsenen üblich. Sprecht doch mal mit Eurem Versorger, die müssten das doch kennen.
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†28.07.05,*02.08.05,37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, Rachenfehlbildung,Tracheostoma)

Mama Ursula
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Re: Urlaub mit Intensivkind

Beitragvon Mama Ursula » 16.05.2019, 13:58

Hallo,

bislang wusste ich von einigen KK, dass nur 1x im Jahr für 2 Wochen eine "kostenlose" Urlaubsversorgung (dazu zählt auch Kurzzeitpflege und Hospiz) übernommen wird. Aber "gar nicht"? Das ist mir unbekannt.

Wäre ein mobiler Sauerstoff-Konzentrator (für den Urlaub) eine ergänzende Möglichkeit?

Grüßle
Ursula
Kinderkrankenschwester mit Fachweiterbildung Palliativ Care und Außerklinische Beatmung.
Pflegemutter von Jessy (16 J., schwerster Hirnschädigung wegen Sauerstoffmangel), kl.Bub (1 Jahr mit schwerster Hirnschädigung, Reflux, Spastisch-steife Knie), 2 gr. Jungs - ausgezogen.


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