MRT bei Hemiparese?

Mit einem besonderen Kind sind Eltern oft Dauergäste beim Kinderarzt. Hinzu kommen Krankenhausaufenthalte und Besuche bei Spezialisten und im Sozialpädiatrischen Zentrum.
Welche Untersuchungen machen Sinn? Wo ist mein Kind in guten Händen? Zahlt die Krankenkasse alle Behandlungen? Fragen über Fragen...

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LovisAnnaLarsMama
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Re: MRT bei Hemiparese?

Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 09.05.2019, 09:17

Wir haben inzwischen sogar zwei MRT s gemacht. Beim ersten ging es darum, welche Schädigungen überhaupt vorliegen- bei Sonografien hat man am Anfang im Krankenhaus nichts gesehen. Dann gab es letztens noch eines im Epilepsiezentrum, das war auch sinnvoll, weil das Kind eine Vielzahl an Problemen hatte, unter anderem regelmäßige Kopfschmerzen, motorische Störungen auf der Nicht- Hemi-Seite.
Das Ergebnis hat allerdings weitere Fragen aufgeworfen. Für die Feststellung der Hemi und Ursache war das erste MRT jedenfalls ganz gut.
Lg LovisAnnaLarsMama
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

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Sinale
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Re: MRT bei Hemiparese?

Beitragvon Sinale » 13.05.2019, 13:47

Hallo AnnaHi,

bei einer frühkindlichen Hirnschädigung muss nicht zwingend ein auffälliges MRT vorliegen, da die Schädigungen vor Abschluß der Hirnreife auftreten. Im Gegensatz dazu z. B. Schädigungen nach späten Schlaganfällen nach Abschluß der Hirnreife. Hier ist das MRT sehr auffällig. Vereinfacht gesagt, beginnt die Hirnreife mit dem Entstehen und ist mit dem Erwachsensein abgeschlossen. So ganz stimmt dies jedoch auch nicht, denn unser Gehirn hat eine Plastizität und so immer die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln. Eine frühkindliche Schädigung kann sowohl im Mutterleib, als auch während, oder kurz nach der Geburt geschehen sein. In diesen Fällen ist auf den MRT-Bildern i. d. R. Nichts, bzw. wenig zu sehen. Wenn während der kindlichen Entwicklung eine Hirnschädigung passiert, ist dies eher zu sehen.

Bei mir wurde vor ca. 10 Jahren ein MRT des Kopfes abgeleitet. Der Neurologe meinte zu mir: "Also wenn ich diese Bilder sehe, würde ich gerne sagen wollen, dass die Bilder nicht von Ihnen sind. Denn Sie sind sehr schwer betroffen und die Bilder zeigen, wenn ich genau hinsehe, eine leichte Auffälligkeit".

Bei mir sind zwei der vier Hinvenrtrikel minimal vergrößert.

Ich habe eine frühkindliche Hirnschädigung in der Ausprägung einer Tetraspastik.

Die Anerkennung einer Behinderung ist nicht von einem MRT des Kopfes abhängig!
Wäre dem so, hätte REHAkids ca. um die Hälfte weniger Mitglieder, weil die Kinder zwar eine Behinderung haben, gemäß des MRT jedoch nicht behindert sind. Ich wäre dann auch nicht in diesem Forum, wegen eines fast unauffälligen MRT bei laut o. g. Aussage des Arztes schwerer Betroffenheit.
Viele Grüße
Sinale

Diagnose: Tetraspastik
Rollstuhlnutzerin


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