Beantragung Muki-Kur, ich PKV, Sohn GKV-versichert

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Andrea5
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Beantragung Muki-Kur, ich PKV, Sohn GKV-versichert

Beitragvon Andrea5 » 22.04.2019, 14:54

Hallo alle Zusammen,

jetzt wird es wohl kompliziert. Ich habe vom Müttergenesungswerk die Empfehlung "DRK-Therapiezentrum Mardorf" bekommen. Ich bin PKV-versichert bei der Postbeamtenkrankenkasse und Ben GKV-versichtert bei der DAK. Als Kureinrichtung steht "Mahndorf" bei meiner Krankenkasse in der Vertragsliste. Bei der DAK für Ben natürlich nicht. Vermutlich wird Ben als Begleitkind??? fahren. Er hat ja in seinem eigenen Therapieprogramm keine Physiotherapie, sondern Logopädie. Begleitkind habe ich mit ??? geschrieben. Wie soll ich Ben denn deklarieren? Als Therapie- oder Begleitkind? Da könnte mir vielleicht jemand bitte auf die Sprünge helfen. Er ist frühkindlicher Autist. Die Aufnahme scheint wohl so kein Problem zu sein. Nur die Kostenübernahme bei der DAK für Ben könnte schwierig werden. Zur Info Ben ist beihilfeberechtigt.


Was mache ich jetzt? Stelle ich bei der DAK einen Antrag auf Mutter und Kindkur fürs Kind und bei mir für mich als Mutter?

LG einer fragenden Andrea
Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD) blockadefrei, Legasthenie mit kormobide AVWS
Ben 01/04 KISS(KIDD) blockadefrei , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, expressive Sprachstörung , Hyperakusis und
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melanie03
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Re: Beantragung Muki-Kur, ich PKV, Sohn GKV-versichert

Beitragvon melanie03 » 22.04.2019, 16:33

Hallo,
wenn Dein Sohn als Begleitkind fährt, ist die GKV nicht zuständig sondern die PKV. Bei uns war es so, dass die PKV für ein reines Begleitkind nicht gezahlt hätte.
Fährt Dein Sohn aber als Therapiekind, ist für Deinen Sohn die GKV zuständig. Bei uns war es so, dass die GKV die Kostenübernahme an die Bedingung geknüpft hat, dass die PKV die Kosten der Mutter übernimmt.

Du stellst bei der PKV den Antrag für Dich und bei der GKV den Antrag für deinen Sohn.
Vorteil über GKV: Es bleiben keine offenen Kosten.

Ich denke, dass es keine Probleme gibt, dass die DAK das Haus nicht in der Liste hat. Da es eine Mutter-Kind-Kur ist, betrifft die Hauptleistung die Mutter und das Kind ist - auch wenn Behandlungskind- quasi ein Anhängsel.

Zu bedenken gilt allerdings: Sollte die nächste Zeit eine Reha fürs Kind geplant sein, "verlängert" die MuKiKur die "Wartezeit".

Viel Erfolg.
melanie03

GabySP
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Re: Beantragung Muki-Kur, ich PKV, Sohn GKV-versichert

Beitragvon GabySP » 22.04.2019, 17:36

Hallo Andrea, hallo Melanie,

Bin auch PKV mit Beihilfe (Bund) und Kind GKV. Wir waren 2012 zur MuKiKur. Die GKV hatte gar nichts damit zu tun, mein Anteil wurde ganz normal über Beihilfe und PKV gezahlt, für meinen Sohn bekam ich 80% der Kosten von der Beihilfe, den Rest konnte ich bei der Klinik über zusätzliche Betreuungskosten abrechnen.

Mein Sohn war als therapiebedürftig anerkannt, die Entscheidung hierüber wurde von meinem Amtsarzt getroffen. Als reines Begleitkind hätte die Beihilfe zwar auch gezahlt, aber keine 80%. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wären es 50% gewesen, nämlich die Höhe der Beihilfe, auf die ich Anspruch habe.

Wahrscheinlich ist es aber ein Unterschied, ob man Anspruch auf Beihilfe Bund, Land oder Kommune hat.

Mein Sohn ist dann 2014 wieder zur Reha gefahren, obwohl er sogar schon 2011 zur Reha war. Die Anerkennung als therapiebedürftiges Kind bei der MuKi Kur war da völlig unerheblich.

LG Gaby
Asperger-Sohn, 01/2000

melanie03
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Re: Beantragung Muki-Kur, ich PKV, Sohn GKV-versichert

Beitragvon melanie03 » 22.04.2019, 17:58

Hi nochmal,
genau, die Beihilfe hätte sich beim Begleitkind damals auch nach meinem Beihilfesatz bemessen. Auf die Idee mit den zusätzlichen Betreuungskosten bin ich gar nicht gekommen. Das merke ich mir.
Daher war Abrechnung über GKV zu 100% für uns "günstiger". Bei unserer GKV zählt aber die MuKiKur zur "Wartezeit".
Einen sonnigen Abend wünsche ich, melanie03

kati543
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Re: Beantragung Muki-Kur, ich PKV, Sohn GKV-versichert

Beitragvon kati543 » 25.04.2019, 11:35

Hallo,
eigentlich ganz einfach. Die Mutter-Kind-Kur ist eine Kur für die Mutter. Selbst wenn das Kind als Therapiekind mitfährt, ist die Mutter die „Hauptperson“. Nach ihr richtet sich also alles, ganz besonders eben auch der Kurort.
Bei uns war es damals genau anders herum - die Kinder waren PKV, ich GKV. Meine GKV hat sich geweigert die Jungs als reine Begleitkinder zu finanzieren mit den Diagnosen. War aber auch kein Problem. Die Kinder waren dann eben Therapiekinder. Das war sowieso besser. So wurden die ganzen normalen Therapien nicht unterbrochen und sie erhielten dort noch zusätzliche Therapien. Ich bekam die Genehmigung für meine Kur (von der GKV) sofort mit der Auflage, dass die Kinder als Therapiekinder mit mir fahren.
Beantrage deine Kur für deinen Kurort gemäß PKV und beantrage die Kinder bei ihrer GKV ebenfalls dort. Es ist vollkommen egal, ob das ein Vertragshaus ist. Ich war auch nicht in einem Vertragshaus - weder von der GKV, noch der PKV. Man muss es nur begründen.
Ich empfehle dir dringend zu einer Kurberatung z.B. der Caritas zu gehen. Die haben mir damals sehr geholfen...auch mit den ganzen Begründungen.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)


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