Kann eine Spastik schuld an einer geringen Gewichtszunahme sein?

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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Nina13
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Re: Kann eine Spastik schuld an einer geringen Gewichtszunahme sein?

Beitragvon Nina13 » 30.03.2019, 19:51

Sinale hat geschrieben:
Sinale hat geschrieben:Hallo Nina,


Hallo Sinale!

Ich fühle mich recht wohl, auch, wenn es mich oft schneller friert, als andere. Zwar habe ich einen Vitamin D-Mangel, aber der hat ja nichts mit geringer Gewichtszunahme zu tun ...



Hallo Nina,

das frieren betrifft auch nichtbehinderte, dünne Menschen.
Wie sieht es mit deinem Vitamin B 12 Wert aus?


Hallo Sinale!

Den Vitamin B12-Wert habe ich noch nicht untersuchen lassen. Bei der nächsten Vitamin D-Kontrolle werde ich das aber mit machen.

Liebe Grüße

Nina
Ich: Geboren im Februar 1999, ehemaliges Extremfrühchen (26. SSW, 800 g.), Z. n. Hirnblutung und Intubation, spastische diplegische Zerebralparese, Gangstörung (Kauergang), Gleichgewichtsprobleme, pathologischer Nystagmus, Kurzsichtigkeit, schielen, Redeflussstörung (stottern).

Meine Vorstellung: https://www.REHAkids.de/ftopic134719.html

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Lydiah
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Re: Kann eine Spastik schuld an einer geringen Gewichtszunahme sein?

Beitragvon Lydiah » 08.04.2019, 21:59

Karin2308 hat geschrieben:Das frage ich mich auch schon länger...
Mein 6-jähriges Kind (Frühchen 24 SSW, Spastik etc.) ist auch sehr schmächtig und klein. Uns wurde seitens der Ärzte auch schon erklärt, dass er mehr Kalorien braucht als andere Kinder. Er isst meistens eine normale Menge, mal mehr- mal weniger. Gerne Fett und Kohlenhydrate. Allerdings wächst er trotzdem nicht richtig. Viele 4 jährige Kinder haben ihn schon überholt.
Ich bin gerade in der Überlegungsphase, ob wir mal ärztlichen Rat wegen hochkalorischer Nahrung oder Wachstumshormonen etc. aufnehmen sollen. Aber irgendwie vertraue ich noch darauf, dass der Körper sich schon selber um die nötige Nahrung kümmert.
Ich bin gespannt auf eure Erfahrung.

Schöne Grüße


Hallo Karin,
bezüglich der Stoffwechsellage von Mangelgeborenen (was ja nicht auf alle, aber wohl auf etliche Frühchen zutrifft) habe ich letztens eine interessante Dokumentation gesehen. Es ging um die Diabetesrate in Indien, die die höchste weltweit ist. Das konnte man sich lange nicht erklären, weil dort Nahrung nicht unbedingt im Überfluss vorhanden ist, und sich noch viel mehr arbeitend bewegt wird. Es stellte sich heraus, dass viele indische Kinder mit leichten Mangelsymptomen geboren wurden, also einen Stoffwechsel aufwiesen, der auf Mangel programmiert ist. Wenn diese Kinder nun in den ersten Jahren massiv zunehmen, was heute nicht selten ist, da billige Kalorien auch in weniger privilegierten Ländern mittlerweile breit verfügbar sind, entsteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für Diabetes. Der Stoffwechsel ist auf wenig Nahrung gepolt und kommt mit dem Überfluss nicht gut zurecht. Es scheint also nicht günstig zu sein zu versuchen, dass Mangelgeborene möglichst viel Nahrung aufnehmen und möglichst schnell zunehmen. Stattdessen ist wohl (wie für die meisten Menschen) eine zuckerarme und nicht zu hochkalorische Kost gesundheitlich günstig. Das Zeitfenster dafür sind die ersten sechs Jahre. Ich will dir keine Angst machen, sondern nur ergänzen, dass der Körper deines Kindes vielleicht ganz gut steuert, wieviel er verarbeiten kann... Und noch eine andere Sache, was ist mit Eiweiß? Ich meine mehrfach gelesen zu haben, dass das Größenwachstum vor allem mit der Eiweißversorgung zusammenhängt.

VG
Lydia
____
Maus *2016 mit 460 Gramm bei 24+6, ICP Stufe 1 oder 2, Kraniosynostose und Schielen, sonst fit und ziemlich pfiffig

Karin2308
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Re: Kann eine Spastik schuld an einer geringen Gewichtszunahme sein?

Beitragvon Karin2308 » 10.04.2019, 10:46

Hallo Lydia,
vielen Dank für deine ausführlichen Hinweis. Das klingt spannend. Ich werden mal sehen, ob ich die Doku finde.
Das man Eiweiß zum Wachsen braucht, habe ich auch gelesen. Zum Glück sind Haferflocken und Milchprodukte recht beliebt.
Auf jeden Fall habe ich jetzt mal einen Termin im SPZ gemacht um der Sache auf den Grund zu gehen. Zucker ist zum Glück erst seit einem Jahr interessant. Vorher mochte mein Kind einfach keine Süßigkeiten. Das war sehr praktisch.
Schöne Grüße

Lisa Maier
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Re: Kann eine Spastik schuld an einer geringen Gewichtszunahme sein?

Beitragvon Lisa Maier » 10.04.2019, 19:21

Hallo Nina,

ich habe jetzt nicht alles gelesen. Meine Frage trotzdem: Warum willst du denn unbedingt zunehmen? Ich war lange Jahre ziemlich untergewichtig, aber eigentlich gesund. Und zum Glück kam in meiner Jugend noch niemand auf die Idee einem dürren aber im Rahmen seiner Behinderung fitten Kind hochkalorische Nahrung reinzustopfen. Das Untergewicht hat sich im Laufe der Jahre leider verloren und heute, in den Wechseljahre, kämpfe ich eher gegen das Gegenteil. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre als Kind schon gemästet worden...

Viele Grüße

Lisa

Nina13
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Re: Kann eine Spastik schuld an einer geringen Gewichtszunahme sein?

Beitragvon Nina13 » 12.04.2019, 18:44

Lisa Maier hat geschrieben:Hallo Nina,

ich habe jetzt nicht alles gelesen. Meine Frage trotzdem: Warum willst du denn unbedingt zunehmen? Ich war lange Jahre ziemlich untergewichtig, aber eigentlich gesund. Und zum Glück kam in meiner Jugend noch niemand auf die Idee einem dürren aber im Rahmen seiner Behinderung fitten Kind hochkalorische Nahrung reinzustopfen. Das Untergewicht hat sich im Laufe der Jahre leider verloren und heute, in den Wechseljahre, kämpfe ich eher gegen das Gegenteil. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre als Kind schon gemästet worden...

Viele Grüße

Lisa


Hallo Lisa!

Aufgrund der Spastik bin ich ja nicht gesund. Wenn ich nicht so leicht wäre, würde es mich vielleicht auch weniger frieren. Ich habe ständig kalte Füße und Hände - die Durchblutung ist nicht die beste. Eventuell hätte es darauf auch positive Auswirkungen? Mit hochkalorischer Nahrung habe ich zum Glück auch keine Erfahrung und würde es nie machen.

Liebe Grüße

Nina
Ich: Geboren im Februar 1999, ehemaliges Extremfrühchen (26. SSW, 800 g.), Z. n. Hirnblutung und Intubation, spastische diplegische Zerebralparese, Gangstörung (Kauergang), Gleichgewichtsprobleme, pathologischer Nystagmus, Kurzsichtigkeit, schielen, Redeflussstörung (stottern).

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Tina&Andi
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Re: Kann eine Spastik schuld an einer geringen Gewichtszunahme sein?

Beitragvon Tina&Andi » 13.04.2019, 17:40

Hallo Nina,
ich habe auch ein Spastik und friere auch ständig. Kalte Hände und Füsse sind auch bei mir im Sommer manchmal. Bin jetzt nicht untergewichtig. Ich denke viele Menschen mit einer Spastik frieren leicht. Eine Kollegin hatte sogar fast immer dicke ihre dicken Puschen an, weil sie sonst es nicht aushalten könnte. Andreas ist ganz gegensätzlich er friert fast nie.
LG
Tina
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Re: Kann eine Spastik schuld an einer geringen Gewichtszunahme sein?

Beitragvon Nina13 » 14.04.2019, 11:54

Tina&Andi hat geschrieben:Hallo Nina,
ich habe auch ein Spastik und friere auch ständig. Kalte Hände und Füsse sind auch bei mir im Sommer manchmal. Bin jetzt nicht untergewichtig. Ich denke viele Menschen mit einer Spastik frieren leicht. Eine Kollegin hatte sogar fast immer dicke ihre dicken Puschen an, weil sie sonst es nicht aushalten könnte. Andreas ist ganz gegensätzlich er friert fast nie.
LG
Tina


Hallo Tina!

Wenn es im Sommer 25 Grad (und wärmer) sind, dann werden auch die Hände und Füße langsam warm. Bis vor Kurzem hatte ich unter der Jeans noch eine dünne Hose an, damit die Beine etwas wärmer stecken und die Schmerzen nicht so stark sind - das hat aber leider auch nicht viel gebracht. :cry: Zum Glück habe ich keinen Beruf, bei dem ich in der Kälte arbeiten muss ...

Liebe Grüße

Nina
Ich: Geboren im Februar 1999, ehemaliges Extremfrühchen (26. SSW, 800 g.), Z. n. Hirnblutung und Intubation, spastische diplegische Zerebralparese, Gangstörung (Kauergang), Gleichgewichtsprobleme, pathologischer Nystagmus, Kurzsichtigkeit, schielen, Redeflussstörung (stottern).

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Sinale
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Re: Kann eine Spastik schuld an einer geringen Gewichtszunahme sein?

Beitragvon Sinale » 14.04.2019, 12:13

Nina13 hat geschrieben:
Wenn es im Sommer 25 Grad (und wärmer) sind, dann werden auch die Hände und Füße langsam warm. Bis vor Kurzem hatte ich unter der Jeans noch eine dünne Hose an, damit die Beine etwas wärmer stecken und die Schmerzen nicht so stark sind - das hat aber leider auch nicht viel gebracht. :cry: Zum Glück habe ich keinen Beruf, bei dem ich in der Kälte arbeiten muss ...

Liebe Grüße

Nina


Hallo Nina,

es ist hilfreich, Stulpen über die Knie zu ziehen und darüber eine Hose zu tragen.
Viele Grüße
Sinale

Diagnose: Tetraspastik
Rollstuhlnutzerin

Sinale
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Re: Kann eine Spastik schuld an einer geringen Gewichtszunahme sein?

Beitragvon Sinale » 14.04.2019, 12:26

Nina13 hat geschrieben:
Lisa Maier hat geschrieben:Hallo Nina,

ich habe jetzt nicht alles gelesen. Meine Frage trotzdem: Warum willst du denn unbedingt zunehmen? Ich war lange Jahre ziemlich untergewichtig, aber eigentlich gesund. Und zum Glück kam in meiner Jugend noch niemand auf die Idee einem dürren aber im Rahmen seiner Behinderung fitten Kind hochkalorische Nahrung reinzustopfen. Das Untergewicht hat sich im Laufe der Jahre leider verloren und heute, in den Wechseljahre, kämpfe ich eher gegen das Gegenteil. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre als Kind schon gemästet worden...

Viele Grüße

Lisa


Hallo Lisa!

Aufgrund der Spastik bin ich ja nicht gesund. Wenn ich nicht so leicht wäre, würde es mich vielleicht auch weniger frieren. Ich habe ständig kalte Füße und Hände - die Durchblutung ist nicht die beste. Eventuell hätte es darauf auch positive Auswirkungen? Mit hochkalorischer Nahrung habe ich zum Glück auch keine Erfahrung und würde es nie machen.

Liebe Grüße

Nina


Hallo Nina,

es ist hilfreich, öfter etwas Heißes zu essen (z. B. mit Mandelmus, oder Kürbiskernöl, oder Apfelmus, oder..., oder, .... oder.... aufgepeppter Haferflockenbrei). Dies sorgt rasch für warme Hände und Füße.
Viele Grüße

Sinale



Diagnose: Tetraspastik

Rollstuhlnutzerin

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Nina13
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Re: Kann eine Spastik schuld an einer geringen Gewichtszunahme sein?

Beitragvon Nina13 » 14.04.2019, 17:18

Sinale hat geschrieben:
Nina13 hat geschrieben:
Wenn es im Sommer 25 Grad (und wärmer) sind, dann werden auch die Hände und Füße langsam warm. Bis vor Kurzem hatte ich unter der Jeans noch eine dünne Hose an, damit die Beine etwas wärmer stecken und die Schmerzen nicht so stark sind - das hat aber leider auch nicht viel gebracht. :cry: Zum Glück habe ich keinen Beruf, bei dem ich in der Kälte arbeiten muss ...

Liebe Grüße

Nina


Hallo Nina,

es ist hilfreich, Stulpen über die Knie zu ziehen und darüber eine Hose zu tragen.


Sinale hat geschrieben:Hallo Nina,

es ist hilfreich, öfter etwas Heißes zu essen (z. B. mit Mandelmus, oder Kürbiskernöl, oder Apfelmus, oder..., oder, .... oder.... aufgepeppter Haferflockenbrei). Dies sorgt rasch für warme Hände und Füße.


Hallo Sinale!

Die Spastik betrifft aber die Oberschenkel und Waden. Wenn ich mir die Stulpen über die Knie ziehe, nützt es mir wahrscheinlich recht wenig.

Suppen wärmen auch von innen und die Hände und Füße werden automatisch warm. Das hält aber leider nicht lange an.

Liebe Grüße

Nina
Ich: Geboren im Februar 1999, ehemaliges Extremfrühchen (26. SSW, 800 g.), Z. n. Hirnblutung und Intubation, spastische diplegische Zerebralparese, Gangstörung (Kauergang), Gleichgewichtsprobleme, pathologischer Nystagmus, Kurzsichtigkeit, schielen, Redeflussstörung (stottern).

Meine Vorstellung: https://www.REHAkids.de/ftopic134719.html


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