Lisa mit Sonnenschein Eva (Asphyxie perinatal)

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xLisax
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Lisa mit Sonnenschein Eva (Asphyxie perinatal)

Beitragvon xLisax » 26.03.2019, 14:27

Hallo erstmal in die Runde,
hab's heute geschafft mich zu registrieren, nachdem ich schon sehr viele Beiträge gelesen habe, die mir sehr viel Hoffnung gegeben haben.
Am 1. Juli 2018 kam unsere Tochter Eva nach einer wunderbaren Schwangerschaft ohne Probleme, 6 nach ET zur Welt. Für uns brach an diesen Tag unsere Welt zusammen und ist seitdem nicht mehr so wie sie war. Ich bin's Krankenhaus nicht wegen Wehen sondern nachts wegen Magen Darm. Ich sollte drin bleiben, kurz nachdem ich Zimmer im war platzte meine Fruchtblase (Fruchtwasser war grün). Im Kreissal war alles in Ordnung, bis die Hebamme im Spätdienst kam. Ich hätte da schon eine länger eine PDA. Es kamen 2 Ärzte dazu die meinten weil nichts mehr voran ging, entweder Saugglocke oder Kaiserschnitt. Sie entschieden sich für die Saugglocke. Was ich und mein Mann da nicht wussten das mein Muttermund schon 4 Stunden offen war und unser Kind mit dem Kopf gar nicht Becken war. Ich wurde in den Op geschoben ( warum weiss ich bis heute nicht) und von meinen Mann getrennt. Was dann passierte war der reinste Horror, ich würde festgeschnallt und dann haben Sie die Wehenhemmer erhöht. Ich hätte meine Augen zu, mit mir wurde nicht gesprochen. Ich wusste nicht was geschieht. Plötzlich sind alle in Panik geraten, die Ärztin hat mir mit voller Wucht bei geschlossen Augen ohne Vorwarnung ihren Ellenbogen in den Bauch gerammt, ich dachte es ist alles vorbei. Der ganze Spuk war dann irgendwann vorbei, von meinen Kind hab ich nur die Haare gesehen. Es gab nach der Geburt keine Glückwünsche, ich wusste nicht mal ob Mädchen oder Junge. Nachdem ich versorgt war, wurde ich in den Aufwachraum gebracht. Dort lag ich 7 Stunden lang, das einzige was mir gesagt wurde war das mein Kind reanimiert wurde. Eva hab ich kurz sehen dürfen da war Sie schon herunter gekühlt (Hypothermie 72 Stunden lang) und hatte gefühlt tausende Schläuche an und ihrem Körper. Eva wurde ca. Eine Woche per Tubus beatmet und danach mit Sauerstoffbrille. MRT zeigte keine Hirnschäden. EEG sagte immer nur das die Gehirnströme flach sind (keine Ahnung was das heisst). Wir wurden dann vom KH direkt auf Reha geschickt zur Entwöhnung der Magensonde die Eva hatte. Die Reha haben wir abgebrochen, es war der reinste Horror dort. Sind wieder ins KH dort wurde ich angelernt Magensonde zu legen. Ende August waren wir endlich zuhause mit Magensonde und Überwachungsmonitor. Wir haben es ohne Therapien geschafft die Magensonde Mitte Oktober los zu werden. Eva entwickelt sich bis jetzt grossartig, man merkt keinen Unterschied zu anderen Gleichaltrigen. Wir sind sehr froh das Sie so ein glückliches Baby ist nachdem holprigen Start ins Leben. Wir Eltern haben weiterhin daran knabbern, weil wir bis jetzt immer noch nicht alles wissen, wurden nie richtig informiert.
Es ist sehr viel Text geworden, aber ich denk mir so versteht man unsere Geschichte besser. Schonmal Danke fürs Lesen =)
Andi + Lisa + Eva

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Nina13
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Re: Lisa mit Sonnenschein Eva (Asphyxie perinatal)

Beitragvon Nina13 » 26.03.2019, 15:03

xLisax hat geschrieben:Hallo erstmal in die Runde,
hab's heute geschafft mich zu registrieren, nachdem ich schon sehr viele Beiträge gelesen habe, die mir sehr viel Hoffnung gegeben haben.
Am 1. Juli 2018 kam unsere Tochter Eva nach einer wunderbaren Schwangerschaft ohne Probleme, 6 nach ET zur Welt. Für uns brach an diesen Tag unsere Welt zusammen und ist seitdem nicht mehr so wie sie war. Ich bin's Krankenhaus nicht wegen Wehen sondern nachts wegen Magen Darm. Ich sollte drin bleiben, kurz nachdem ich Zimmer im war platzte meine Fruchtblase (Fruchtwasser war grün). Im Kreissal war alles in Ordnung, bis die Hebamme im Spätdienst kam. Ich hätte da schon eine länger eine PDA. Es kamen 2 Ärzte dazu die meinten weil nichts mehr voran ging, entweder Saugglocke oder Kaiserschnitt. Sie entschieden sich für die Saugglocke. Was ich und mein Mann da nicht wussten das mein Muttermund schon 4 Stunden offen war und unser Kind mit dem Kopf gar nicht Becken war. Ich wurde in den Op geschoben ( warum weiss ich bis heute nicht) und von meinen Mann getrennt. Was dann passierte war der reinste Horror, ich würde festgeschnallt und dann haben Sie die Wehenhemmer erhöht. Ich hätte meine Augen zu, mit mir wurde nicht gesprochen. Ich wusste nicht was geschieht. Plötzlich sind alle in Panik geraten, die Ärztin hat mir mit voller Wucht bei geschlossen Augen ohne Vorwarnung ihren Ellenbogen in den Bauch gerammt, ich dachte es ist alles vorbei. Der ganze Spuk war dann irgendwann vorbei, von meinen Kind hab ich nur die Haare gesehen. Es gab nach der Geburt keine Glückwünsche, ich wusste nicht mal ob Mädchen oder Junge. Nachdem ich versorgt war, wurde ich in den Aufwachraum gebracht. Dort lag ich 7 Stunden lang, das einzige was mir gesagt wurde war das mein Kind reanimiert wurde. Eva hab ich kurz sehen dürfen da war Sie schon herunter gekühlt (Hypothermie 72 Stunden lang) und hatte gefühlt tausende Schläuche an und ihrem Körper. Eva wurde ca. Eine Woche per Tubus beatmet und danach mit Sauerstoffbrille. MRT zeigte keine Hirnschäden. EEG sagte immer nur das die Gehirnströme flach sind (keine Ahnung was das heisst). Wir wurden dann vom KH direkt auf Reha geschickt zur Entwöhnung der Magensonde die Eva hatte. Die Reha haben wir abgebrochen, es war der reinste Horror dort. Sind wieder ins KH dort wurde ich angelernt Magensonde zu legen. Ende August waren wir endlich zuhause mit Magensonde und Überwachungsmonitor. Wir haben es ohne Therapien geschafft die Magensonde Mitte Oktober los zu werden. Eva entwickelt sich bis jetzt grossartig, man merkt keinen Unterschied zu anderen Gleichaltrigen. Wir sind sehr froh das Sie so ein glückliches Baby ist nachdem holprigen Start ins Leben. Wir Eltern haben weiterhin daran knabbern, weil wir bis jetzt immer noch nicht alles wissen, wurden nie richtig informiert.
Es ist sehr viel Text geworden, aber ich denk mir so versteht man unsere Geschichte besser. Schonmal Danke fürs Lesen =)
Andi + Lisa + Eva


Hallo Lisa!

Herzlich Willkommen im Forum!

Oh man, da habt Ihr ja ziemlich viel durchmachen müssen. :( Toll, dass Eva die Strapazen so gut weggesteckt und durch die Reanimation keine Schäden davongetragen hat. Du schreibst, dass Ihr das Erlebte noch nicht verarbeitet habt. Ein Psychologe könnte dabei helfen.

Ich wünsche Euch weiterhin Alles Gute!

Liebe Grüße

Nina
Ich: Geboren im Februar 1999, ehemaliges Extremfrühchen (26. SSW, 800 g.), Z. n. Hirnblutung und Intubation, spastische diplegische Zerebralparese, Gangstörung (Kauergang), Gleichgewichtsprobleme, pathologischer Nystagmus, Kurzsichtigkeit, schielen, Redeflussstörung (stottern).

Meine Vorstellung: https://www.REHAkids.de/ftopic134719.html

xLisax
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Re: Lisa mit Sonnenschein Eva (Asphyxie perinatal)

Beitragvon xLisax » 01.04.2019, 00:13

Hallo erstmal in die Runde,
hab's heute geschafft mich zu registrieren, nachdem ich schon sehr viele Beiträge gelesen habe, die mir sehr viel Hoffnung gegeben haben.
Am 1. Juli 2018 kam unsere Tochter Eva nach einer wunderbaren Schwangerschaft ohne Probleme, 6 nach ET zur Welt. Für uns brach an diesen Tag unsere Welt zusammen und ist seitdem nicht mehr so wie sie war.
Es war ein sehr schwierige Geburt, mit Komplikationen. Durch eine Schulterdystokie kam es zu einer Asphyxie. Eva musste nach der Geburt reanimiert werden. Eva wurde ca. Eine Woche per Tubus beatmet und danach mit Sauerstoffbrille. MRT zeigte keine Hirnschäden. Es wurden weitere etliche Untersuchungen gemacht, wie auch 2 Lumpalpunktionen.
Wir wurden dann vom KH direkt auf Reha zur Ebtwöhnung der Magensonde, die Eva seit der Geburt hatte.
Die Reha haben wir abgebrochen, es war der reinste Horror dort. Sind wieder ins KH dort wurde ich angelernt Magensonde zu legen.
Ende August waren wir endlich zuhause mit Magensonde und Überwachungsmonitor.
Wir haben es ohne Therapien geschafft die Magensonde Mitte Oktober los zu werden. Eva entwickelt sich bis jetzt grossartig, man merkt keinen Unterschied zu anderen Gleichaltrigen. Wir sind sehr froh das Sie so ein glückliches Baby ist nachdem holprigen Start ins Leben. Wir Eltern freuen uns über jeden Fortschritt den Eva macht.

Andi + Lisa + Eva[/quote]

Sermin84
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Re: Lisa mit Sonnenschein Eva (Asphyxie perinatal)

Beitragvon Sermin84 » 10.04.2019, 21:33

Hallo Lisa, herzlich Willkommen hier. Mein Sohn kam ebenfalls vor 4,5 Mo mit zu niedriger Herzfrequenz und Sauerstoffgmangel zur Welt und musste reanimiert und inturbiert werden. Allerdings wurde er bei Ankunft in der Kinderintensiv wieder exturbiert wegen guter Eigenatmung. Die Sonde wurde 2 Tage nach der Kältetherapie entfernt und auch ein Heimmonitor blieb uns erspart. Hatte deine Maus weitere Atemaussetzer oder dergleichen?

Deine Sorgen und Ängste kenne ich allzugut. Seit geraumer Zeit (einige bereits von Geburt an) gehen die Ärzte aber davon aus dass er vermutlich alles ohne Folgeschäden überlebt hat, nachdem er in seiner Entwicklung stets im oberen Grenzbereich steht (3 Mal Holzklopf dass das so bleibt).

Und auch deine Geschichte beweist mir wieder dass die kleinen Kämpfer mehr kompensieren als wir uns vorstellen können.

Ich freue mich über deine kleine Heldin und wünsche ihr weiterhin eine tolle Entwicklung. Zwischenzeitlich sehe ich das Erlebte in einem anderen Licht, es ist wie wenn der Vorhang vor den Augen fällt und man plötzlich begreift worauf es wirklich im Leben ankommt und dass jeder Moment im Leben in vollen Zügen genießen werden sollte und wir unserem Schöpfer Dankbarkeit und Wertschätzung schuldig sind. So geht es sicherlich vielen hier.

Einen schönen Abend wünsche ich allen.


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