Merkwürdige "Anfälle" bei FAS-Kind

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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sandra8374
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Re: Merkwürdige "Anfälle" bei FAS-Kind

Beitragvon sandra8374 » 26.03.2019, 00:12

Vielleicht durch die Hormone „begünstigt“?
LG Sandra

S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

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JasminsMama
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Re: Merkwürdige "Anfälle" bei FAS-Kind

Beitragvon JasminsMama » 26.03.2019, 09:49

Hallo Johanna,
viel helfen kann ich leider nicht.

Die Aussage, dass ein auffälliges EEG sich nie zu einer Epilepsie entwickelt finde ich auch mehr als fragwürdig.
Gerade in der Pubertät kann sich da viel tun, zum Positven und aber auch zum Negativen.

Kann Deine Tochter denn nach diesen Aussetzern sagen, ob sie alles mitbekommt oder was sie fühlt? Oder kann sie das nicht kommunizieren?

Du sagst, wenn man versucht sie rauszuholen aus dem Zustand, wird sie aggressiv...ist sie dann wieder voll da, während dieses "aggressiv werdens"?

Kann sie mit etwas Schönem wie z.B. der Aussage komm wir gehen ein bisschen shoppen oder schwimmen oder was auch immer, rausgeholt werden aus diesem Zustand?

Ich würde auf jeden Fall einen Neurologen hinzuziehen und das abklären lassen.

LG
Sandra
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Jasmin Marie 05/02 globale Entwicklungsverzögerung, vis. Wahrnehmungsstörung, Lernbehinderung, starke Hyperopie rechts, hochpathologisches EEG (Besserung seit Jan. 12),
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Re: Merkwürdige "Anfälle" bei FAS-Kind

Beitragvon Kerstin74 » 02.04.2019, 10:10

Johanna, ich kenne ähnliches von meinen beiden - einer mit pFAS, der Große "nur" mit ADS, wobei der Kleinere hinsichtlich weg beamen deutlich ausgeprägter ist...FAS eben...für mich hört es sich schon nach "typisch FAS" als Reaktion auf Stress an. Ich vermute mal dass deine Tochter mit 14 wunderbar pubertiert. Da stehen die Kinder doch allein schon deswegen unter Dauerstress, machen sich einen Kopf über Gott und die Welt, in ihrem Inneren steppt der Bär. Und als wäre das nicht Stress genug dürfte ein kleiner äußerer Auslöser reichen um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Unser Junior beamt sich dann entweder weg, entwickelt Stereotypen oder flippt aus, wobei letzteres zum Glück nur selten passiert - danach weiß er meistens nichts mehr davon....

Dir weiterhin gute Nerven!

LG
Kerstin
der Große (10/06) mit ADS, LRS und senso-/graphomotorischer Schwäche

der Kleine (10/11) mit pFAS, ADHS, SIS, Hyperakusis, Hypermobilität, Beckenschiefstand mit skoliotischer Fehlhaltung, Vorhofseptumdefekt (ASD II), Fruktoseintoleranz, globale Entwicklungsverzögerung, Hypomotilität des Ösophagus, V.a. ASS => PG 3, GdB 70%

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Re: Merkwürdige "Anfälle" bei FAS-Kind

Beitragvon Pammy » 07.04.2019, 20:59

Das Lautieren und "unsinnige " Handlungen können auch komplex fokale Anfälle sein. Die hatte meine Tochter auch. Sie hat u.a. eine Hand in ein Apfelglas getan und komisch Geräusche gemacht. Gibt es mit und ohne Bewusdtseinstrübung und können sehr lange dauern.
Das sieht man im EEG zur Not im LangzeitEeg.
Viel Glück euch

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Re: Merkwürdige "Anfälle" bei FAS-Kind

Beitragvon JohannaG » 23.05.2019, 23:22

So, heute waren wir beim EEG..... und Mist, da ist was. Allerdings passt das Muster von dem, was da im EEG sichtbar wurde, nicht zu den beschriebenen "Anfällen". Der Doc hat lang hin und her überlegt, ob er da jetzt was draus macht oder nicht. Nachdem aber die Muster genau so sind wie bei dem EEG vor vier Jahren, es sich also nicht "verwachsen" hat, und es wohl doch "mehr" war als man mir damals gesagt hat, folgt jetzt als nächstes ein Schlafentzugs-EEG und ein MRT.

.... nein, ich hab nicht hier geschrien. Mein Großes KInd hat doch schon genug Diagnosen. Bittebitte, nicht noch eine Epilepsie.
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
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Re: Merkwürdige "Anfälle" bei FAS-Kind

Beitragvon sandra8374 » 24.05.2019, 03:18

Ich finde es jetzt erstmal positiv das genauer geguckt wird und es einen Anhaltspunkt gibt.

Nein, weiter Diagnosen braucht man nicht, aber man möchte ja auch wissen was los ist und bei genauer Diagnose findet sich bestimmt auch eine „Lösung“.

Kopf hoch, stark sein!
LG Sandra



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Re: Merkwürdige "Anfälle" bei FAS-Kind

Beitragvon JohannaG » 24.05.2019, 08:37

Sandra, in der Sache hast du sicher recht. Ich stöhne trotzdem, denn es ist einfach noch mal irre viel mehr Aufwand. Ich muß mit in die Klinik, wer kümmert sich um die anderen? Sohnemann wird feixen, dass seine Schwester noch behinderter ist als sie eh schon ist, und lauter so Zeug. NAtürlich ist es gut, wenn eine Ursache gefunden wird, noch besser, wenn es dann auch noch gut behandelbar ist. Aber das ist ja noch die Frage, ob das zutrifft.... und "Kopf hoch, du schaffst das.... " .... naja, nett gemeint. Ich weiß. Aber manchmal bin ich nicht so sicher, wie lang das noch stimmt.
LG Johanna
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Re: Merkwürdige "Anfälle" bei FAS-Kind

Beitragvon Alexandra2014 » 24.05.2019, 09:05

Aber Johanna, was wäre die Alternative? Es bleibt einem ja nichts anderes übrig, als durchzuziehen...

Wenn eins der Kinder länger stationär müsste (warum auch immer... Mandeln, Blinddarm etc.), müsste man die anderen beiden ja auch anderweitig unterbringen. Und für das EEG ist es ja nur eine Nacht. Sieh es positiv: mit der richtigen Therapie wird das Kind umgänglicher und das entspannt wiederum den gesamten Familienalltag!

Gruß
Alex
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Re: Merkwürdige "Anfälle" bei FAS-Kind

Beitragvon sandra8374 » 24.05.2019, 10:50

@Johanna: sieht hier nicht anders aus. Immer mal wieder eins oben drauf. Es hilft nur durchhalten. Und ich bin immer für klare Diagnose. Dann kann man handeln. Untätig sein und Ungewissheit sind da für mich viel schlimmer.
LG Sandra



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Re: Merkwürdige "Anfälle" bei FAS-Kind

Beitragvon JohannaG » 24.05.2019, 11:59

Ihr habt ja recht, dass es keine Alternative gibt. Aber man wird ja noch seufzen und jammern dürfen. Natürlich geht es, weil es gehen muß! Aber da ich allein mit den drei Sonderausgaben bin, geht das halt auch ganz schön an meine Substanz.
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